Auf in die Südsee

 

Dänische Südsee

23. April 2016

Wir wollen auch einmal in die Südsee fahren. Deshalb besuchen wir die Inseln der Dänischen Südsee.
Dort wachsen zwar keine Palmen, dafür liegt hier der südlichste Punkt Skandinaviens.

 

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Gedser Odde, südlichster Punkt Skandinaviens

 

Aber gemach, gemach, alles der Reihe nach.

Heute fahren wir erst einmal auf die deutsche Ostsee-Insel Fehmarn und von Puttgarden aus, mit der Fähre nach Rødbyhaven.
Auf der Insel Lolland, beim Maribosøerne finden wir einen ruhigen Übernachtungsplatz direkt am See, in der Nähe eines versteckten Pumpwerkes.

 

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Pumpwerk von 1926

 

Wir fragen einige schmucke gelbe Blumen, die Nahe bei der Pumpstation wachsen, ob hier noch Wasser gepumpt wird und wenn ja, ob in oder aus dem See, … aber sie geben den Schlüssel zu diesem Geheimnis nicht preis.

Schlüsselblumen sind auch nicht mehr, was sie mal waren! 😦

 

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Schlüsselblumen (Primula veris)

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Schlafen an der südlichsten Spitze Skandinaviens

24. April 2016

Bei seiner morgendlichen Pirsch freundet sich Beat mit einem Fasan an. Dieser spaziert auf der Strasse herum und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Zwischendurch reckt er sich und lässt sein metallisch-knarrendes gö-göck ertönen.

 

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Fasan (Phasianus colchicus)

 

Irgendwann findet der bunte Hühnervogel, dass die Distanz zwischen ihm und dem aufdringlichen Fotografen nun doch zu klein sei und er verschwindet unaufgeregt im dichten Unterholz.

 

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Nach dem Frühstück fahren wir auf die Insel Falster und dort nach Gedser Odde. Der südlichste Teil Skandinaviens ist erreicht.
Leider können wir hier das Bild des Gebäudes mit der Aufschrift 54° 33′ 32“ nicht zeigen, denn wir haben es, ungeduldig wie wir sind, an den Anfang dieses Beitrages gestellt und wer uns kennt, weiss, wir wollen Neues und nicht immer das Gleiche. 🙂

Zum Trost der weisse Sandstrand der Südsee:

 

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Sandstrand an der Dänischen Südsee

 

Was ist denn da draussen im Meer? Sind das Korallen? Wir gehen näher und sehen alte Holzpfähle aus dem Wasser ragen.

 

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Hier gefällt es uns. Wir übernachten direkt am Meer und geniessen die phantastischen Wolkenbilder, die den Himmel verzieren.

 

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Schlafplatz an der (Dänischen) Südsee

 

Am Abend erstrahlen die Wolken in einem zarten Rosa: “Kitsch made bei nature“!

 

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Link zur heutigen Strecke:

 

 

Reethäuser

25. April 2016

Die Sonne lockt uns am Morgen aus dem NOBIS. Wieder staunen wir über die mächtigen Wolkenformationen.

 

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Direkt vor unserem Bus führt eine Treppe ans Meer. Doch wir verzichten auf ein Morgenbad. Die Wassertemperatur ist entschieden zu tief. Die Luft ist gemessene 6°C warm kalt und das Wasser gefühlte Brrrr!!!!!

 

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In Nykøbing, im Tourismusbüro wollen wir uns vergewissern, dass wir uns auch die richtigen Sehenswürdigkeiten ansehen. Aber die Information ist mangels Saison geschlossen, und wir sind auf uns selber gestellt.
Auf der Strassenkarte lesen wir: “Schweizertrappen“. Für uns Schweizer Grund genug, um in den Osten der Insel Falster zu fahren.

Wir finden da an der Steilküste nichts Besonderes vor. Vielleicht soll uns das darauf hinweisen, dass wir Schweizer nichts Besonderes sind? Oder handelt es sich um einen Druckfehler und es sollte eigentlich “Schweizer Attrappen“ heissen?
Egal!

Im nahegelegenen Dorf Hesnæs finden wir pittoreske Reethäuser. Hier sind nicht nur die Dächer mit Schilf bedeckt, sondern auch die Aussenwände damit verkleidet.

Hier eine Auswahl der sehenswerten Gebäude:

 

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Wir fahren weiter auf die Insel Møn.
Die weissen Klippen “Møns Klint“ sparen wir uns für Morgen auf. Dass diese eine touristische Attraktion sein müssen, erkennen wir daran, dass alle Parkplätze in der Umgebung mit “no camping“ Schildern versehen sind. Mit etwas Glück finden wir doch noch einen etwas erhöhten, schön gelegenen Platz. Hier wurde wohl vergessen ein Verbotsschild zu platzieren.

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Møns Klint

26. April 2016

Tropf, tropf, tropf …
Regen weckt uns am Morgen.
Wir beschliessen, trotzdem zum Leuchtturm hinunter zu fahren und von dort die zweieinhalb Kilometer zum “Møns Store Klint“ (Grosse Klippe von Møn) zu wandern.

Der Weg steigt bis auf 120 M.ü.M. an. Unterwegs führt eine Holztreppe viele viele Stufen ans Meer hinunter. Wir stehen nun am Fusse dieser imposanten Kreidefelsen. Schade nur, dass es ohne Unterbruch regnet.
Nach einer kurzen Pause geht es wieder die vielen vielen Stufen hinauf.

 

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Ein Stück weiter treffen wir im Wald auf einen schön angelegten Festplatz. Um eine zentrale Feuerstelle herum sind vier offenen Hütten mit Liegepritschen und eigenen Grillplätzen angeordnet. Der ideale Ort für einen zweitägigen Grillplausch.

 

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Wir haben keine Grillwürste dabei und deshalb wandern wir weiter oberhalb der Steilküste. Immer wieder gibt der Wald den Blick frei auf die Kreidefelsen.

 

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Beim “GeoCenter Møns Klint“, einem Touristenanziehungspunkt mit Ausstellung, Restaurant und Souvenirshop steigen wir eine weitere Holztreppe hinunter ans Meer.

 

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Diesmal stehen wir in einer Bucht. Aus dem Meer erheben sich steil die erodierenden Klippen. Hier könnte man Versteinerungen suchen, doch das Wetter lädt nicht dazu ein.

Wieder oben lesen wir im Souvenirshop, dass wir soeben die höchste Treppe Dänemarks erfolgreich gemeistert haben. 497 Stufen hinunter und wieder 497 Stufen hinauf, insgesamt also 994 Stufen, wie uns ein T-Shirt-Aufdruck erklärt.

Der Regen scheint heute nicht mehr aufzuhören und so beschliessen wir, nass wie wir sind, das Restaurant links liegen zu lassen und gleich wieder zu unserem NOBIS zurückzuwandern.

Wir sind noch keine zehn Minuten unterwegs, als die Sonne, erst zaghaft, dann immer bestimmter, den grauen Wolkenschleier beiseiteschiebt.

In der  Tiefe leuchten die weissen Kreidefelsen im Sonnenschein.

 

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Als wir bei unserem Wohnmobil ankommen, sind unsere Kleider schon beinahe wieder trocken.

Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter. Unterwegs beobachten wir, wie warme Sonnenstrahlen einen Acker trocknen.

 

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Etwas ausserhalb von Ulvshall, auf der kleinen Insel Nyord fällt uns ein kleines Häuschen mit Fahne auf. Es ist das alte Lotsenhäuschen. Von hier aus wurde zwischen dem 16. und dem 18. Jhd. das Meer beobachtet.

Eine Tafel im Inneren erzählt dazu:
“Ein besonderes Merkmal der Lotsen von Nyord war der Wettbewerb. Wenn sich von Norden her eine Gruppe von Schiffe näherte, war es den Lotsen erlaubt ein Wettrennen zu den Schiffen zu veranstalten. Der Lotse, der, wie auch immer, am schnellsten an Bord eines Schiffes war, gewann das Recht dieses Schiff zu geleiten und die Gebühr zu kassieren.“

 

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Lotsenhäuschen bei Ulvshall

 

Heute ist die Insel ein Vogelparadies, in dem viele Wasservögel nisten oder Zugvögel im Frühjahr auf ihrem Weg in den Norden gerne eine Pause einlegen.
Um diese Vögel vor Füchsen zu schützen, wird jeweils nachts die einzige Brücke, die auf die Insel führt mit einem automatischen Tor geschlossen. Auf der entsprechenden Informationstafel wird man aufgefordert, zu melden, falls man einen Fuchs im Naturschutzgebiet sehen sollte.

 

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Reiherente (Aythya fuligula)

 

Link zur heutigen Strecke:

Link zur Wanderung zur „Møns Store Klint“:

 

 

“Dodekaliten“

27. April 2016

Etwas ausserhalb von Hegningen fällt uns am Rande eines Wäldchens ein weiteres schmuckes, mit Reet gedecktes Haus auf.

 

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Wir verlassen die Insel Møn wieder und fahren bei Vordingborg über die Brücke (Storstrømsbroen) zurück auf die Insel Falster und weiter auf die Insel Lolland.

 

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Storstrømsbroen

 

In Kragenæs besuchen wir die “Dodekaliten“. Von den geplanten zwölf Steinfiguren stehen erst zwei vollendete Skulpturen sowie zwei nur grob behauene “Rohlinge“. Die Figuren sind sechs bis acht Meter hoch. Aus Lautsprechern ertönt mystischer Gesang.
Das Monument ist jetzt schon eindrücklich, wie wird das erst in ein paar Jahren sein, wenn es fertiggestellt ist?

 

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“Dodekaliten“ in Kragenæs

 

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Eine Bachstelze zeigt sich von den Skulpturen wenig beeindruckt. Fröhlich badet sie in der Nähe in einer Wasserlache.

 

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Bachstelze (Motacilla alba)

 

Bei der kleinen, trutzigen “Herredskirke“ bei Løjtofte finden wir einen geeigneten Platz zum Übernachten.

 

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Gut bewacht von den Baumgeistern, die in der nahen knorrigen Buche wohnen, verbringen wir eine ruhige Nacht.

 

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Link zur heutigen Strecke:

 

 

“Land and Art Park“ in Tranekær

28. April 2016

In Nakskov finden wir ein offenes Tourismusbüro mit einer ausserordentlich zuvorkommenden und kompetenten Angestellten.

 

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Nakskov

 

Eingedeckt mit Infomaterial fahren wir an den Badestrand von Nakskov, der mit dem wärmsten Badewasser Dänemarks wirbt. Der Steg hinaus in den Nakskover Fjord ist beeindruckend lang.

 

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Badesteg bei Nakskov

 

Das Wetter lädt leider nicht zum Bade und wir fahren kurze Zeit später nach Langø, wo aber zu dieser Jahreszeit am Hafen keine frischgefangenen Fische verkauft werden. Deshalb fahren wir weiter an die  Landzunge Lanbuen. Hier könnte man auf einem schmalen Sandstreifen weit ins Meer hinaus laufen. Doch das zweifelhafte Wetter und der sehr kühle Wind halten uns davon ab.

Wir fahren zurück nach Nakskov um dort einzukaufen. An der Mauer beim Parkplatz ist in Bildern dargestellt, wie das hier funktioniert.

Leider hat es zurzeit sehr viele Kunden und wir können den Røverkøb nicht finden. Vielleicht gibt es davon nur einen und der wird gerade gebraucht. Wir kaufen deshalb ein, wie wir es gewohnt sind, so mit Kasse und Geld eben.

Aber vielen Dank an die Ladenkette Rema 1000, für den Tipp. Vielleicht probieren wir das später einmal aus.

 

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Erst später finden wir heraus dass Røverkøb nicht Räuberkorb, sondern Schnäppchenkorb heisst.

Nun wollen wir Lolland verlassen, nicht dass wir dann noch eingekerkert werden, wenn am Abend die Kasse bei Rema 1000 nicht stimmt.
Wir flüchten auf die Insel Langeland.
Im Fährhafen von Tårs wollen wir zwei Tickets kaufen und diese bar bezahlen. Das irritiert die Angestellten, dänischem Bargeld scheinen sie nicht zu trauen. Wir werden hin und her gereicht. Aber schlussendlich klappt es dann doch und wir kommen als letztes Auto gerade noch auf die volle Fähre.

Auf Langeland fahren wir nach Tranekær, wo wir beim Schloss den “Land and Art Park Tickon“ besuchen. Ein Weg führt um den See an verschiedenen Kunstwerken vorbei. Die Idee der Landart ist es, dass ein Künstler der Natur ein Kunstwerk schenkt. Die Kunstwerke zerfallen mit der Zeit und werden von der Natur als Lebensraum zurückerobert. Auch sie sind dem Zyklus von Werden, Sein, Vergehen unterworfen.
Die ersten wurden 1993 erstellt. Einige sind inzwischen verschwunden, andere schon sehr zerfallen. Neue kommen laufend dazu.

Hier einige Beispiele:

 

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“Zwischen Blutbuche und Eiche“, Alfino Bonanno (2001)

 

 

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“Unicorn“, Jørn Rønnau (1993)

 

 

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“Organic Highway“, Mikael Hansen (1995)

 

 

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“Diamond Mines“, Dan Snow (2011)

 

 

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“Stillested “, Britt Smelvær (2002)

 

Nicht nur die Kunstwerke in der Natur faszinieren uns, nein, auch die Natur selber. Leider konnten wir uns nicht einigen, welches der folgenden zwei Bilder das schönere ist, deshalb zeigen wir hier halt beide.

 

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Sumpfdotterblume (Caltha palustris)

 

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Auf der Fahrt nach Hou kommen wir zufällig an einem ausrangierten Trafohäuschen vorbei, das zu einem Kunstraum umfunktioniert wurde. Diese Idee finden wir super, deshalb nehmen wir den Faltprospekt mit, der aufliegt. Morgen werden wir diese umgenutzten Trafohäuschen auf Langeland besichtigen.

Für heute finden wir bei Ennebølle einen ruhigen Schlafplatz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

De Langelandske Kunsttårne

29. April 2016

Nach dem Frühstück besuchen wir die zwölf Kunsttürme von Langeland (Langelandske Kunsttårne), die über die ganze Insel verteilt liegen.
Einige Künstler haben die ungewöhnlichen räumlichen Bedingungen gut in ihr Werk einbezogen, andere haben einfach etwas Schönes erschaffen und in den Turm gestellt, resp. gehängt.

 

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“Computertid“ (Computerzeit), Vivian Rose

 

 

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“Tusind Traner“ (Tausend Kraniche), Lotte Engelbreckt

 

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In Japan ist der Kranich das Sinnbild für ein langes Leben. Gemäss einer alten Legende erfüllen einem die Götter einen Wunsch, wenn man tausend Origami-Kraniche faltet. Der Papierkranich wurde nach der Geschichte der Schülerin Sadako Sasaki, die 1955 an den Folgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima starb, zu einem Symbol der Friedensbewegung und der Ablehnung von Atomwaffen. Das Buch „Sadako will leben“ von Karl Bruckner hatte Annette als Jugendliche tief beeindruckt und blieb ihr bis heute unvergessen.

 

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“Den blå Katedral“ (Die blaue Kathedrale), Hans Kjær

 

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“Evighedsmaskinen“, Henriette Lorentz

 

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Es macht riesig Spass die Insel auf dieser Kunst-Schnitzeljagd zu entdecken.

Müde, aber zufrieden fahren wir weiter über die Insel Fyn auf das Festland Dänemarks und übernachten in Stubdrup.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zurück nach Deutschland

30. April 2016

Eigentlich wollten wir noch ein paar Tage in Dänemark bleiben. Doch bei unserem Computer funktionieren einige Tasten immer noch nicht. Mühsam kopieren wir jeweils die Buchstaben aus einem bestehenden Text und fügen sie dann einzeln ein. Das ist sehr zeitaufwändig und fehleranfällig. Ein weiterer Termin beim Computerspezialisten wird notwendig.
Deshalb fahren wir heute schon zurück nach Lütjenburg.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zwischenstopp in Lütjenburg

 

Ankunft in Lütjenburg

11. April 2016

Heute fliegen wir von Stockholm nach Hamburg und fahren von da mit der Bahn nach Eutin. Dort holt uns Annettes Schwester ab und nimmt uns mit nach Hause, wo wir einmal mehr ein paar Tage verbringen dürfen, bevor wir mit unserem NOBIS weiterziehen.

Ein Violetter Ölkäfer ist bereits „on the road“. Wir werden es auch bald wieder sein.

 

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Violetter Ölkäfer (Meloë violaceus)

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Rundwanderung von Lütjenburg aus

12. bis 23. April 2016

Wir holen unser Wohnmobil bei Annettes Eltern in Engelau ab. Unser NOBIS durfte den Winter vor Wind und Wetter geschützt in ihrer Scheune verbringen und zudem wurden die Batterien regelmässig mit Strom versorgt.

Herzlichen Dank, Ursula und Werner.

Unser Laptop hat in Schweden die Vorliebe für die Farbe rot entdeckt. Je nach Stellung des Bildschirms erscheinen alle Bilder und der Hintergrund als hätten sie einen Sonnenbrand. Das Gerät haben wir hier gekauft und die Garantiezeit läuft gerade eben noch. Der Verkäufer sendet es deshalb ein.

Volker, Ilonas Mann, schlägt für den Sonntag, 17. April eine Wanderung in der Gegend von Lütjenburg vor. Das Wetter stimmt und wir freuen uns alle.

Zuerst wandern wir durch Lütjenburg und an der alten Niedermühle vorbei.

 

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Niedermühle

 

Der Riegelbau wurde liebevoll mit Klinkern ausgefacht, die sauber in verschiedenen Richtungen eingemauert wurden. Selbst ein unterschlächtiges Mühlrad, das sich im Wasser dreht, wurde kunstvoll mit Backsteinen in der Hausmauer abgebildet.

Wir erfreuen uns an dem pittoresken Gebäude.

 

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Auch der Garten hinter dem Haus ist ein gepflegtes Schmuckstück.

 

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Nun verlassen wir die urbane Gegend und wandern auf einem Feldweg zwischen Rapsfeldern. Bei zwei grossen Eichen legen wir eine kleine Pause ein.

 

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Dann geht es weiter bis zur „Eichenallee“, einer Strasse, die, wie der Name schon sagt, mit diesen alten Bäumen gesäumt ist. Wir folgen ihr ein Stück auf dem Rad- und Fussweg, bevor wir links in ein Moor abzweigen.

Nun überqueren wir die Kossau, die sich durch das Schilf oder Reet, wie man hier sagt, schlängelt.

 

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Nach einem längeren Waldstück erreichen wir wieder Ackerland und an einem Gutsgebäude sehen wir, wozu das Reet genutzt werden kann. Das riesige Dach wurde damit gedeckt.

 

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Der Weg führt unser wieder durch einen lichten Wald. Frühlingsblumen überziehen den Boden wie einen Teppich. Sie nutzen diese Jahreszeit, in der die Bäume noch keine Blätter tragen und das Sonnenlicht bis zum Boden durchdringen kann.

 

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Scharbockskraut (Ficaria verna), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides)

 

 

Die Abendsonne lässt in dem laublosen Buchenwald die gelb-grünen Flechten oder Moose (weiss jemand, was es ist), die die Stämme überziehen, leuchten.

 

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Kurze Zeit später stehen wir auf dem Vogelberg und schauen auf Lütjenburg hinunter. Unsere Wanderung neigt sich dem Ende zu.

 

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Lütjenburg

 

Ein letzter Blick zurück auf den Bismarckturm, wo uns die Fahne Schleswig-Holsteins zum Abschied fröhlich zuwinkt und schon geht’s zurück an den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

 

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Bismarckturm mit der Fahne von Schleswig-Holstein

 

Danke, Volker, dies war eine wunderschöne, abwechslungsreiche Frühlingswanderung in Schleswig- Holstein.

 

Link zur Rundwanderung von Lütjenburg aus:

 

 

PS:

Nach zehn Tagen erhalten wir unseren Laptop wieder zurück.

Der „Sonnenbrand“ wurde geeilt, doch leidet er nun an Leastenie, das eisst einie Tasten funktionnieren nur noch sporadisch. Wir beelfen uns vorübereend damit, dass wir die felenden Bucstaben aus besteenden Texten ineinkopieren oder auc nict.    🙂

 

 

Frühling in Stockholm

 

Auf nach Stockholm

8. April 2016

Heute fliegen wir von Arvidsjaur nach Stockholm. Nach fünf Monaten Landleben wollen wir etwas Stadtluft schnuppern.

 

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Stockholm

 

In Stockholm werden wir bei der Busfahrt vom Flughafen zur Stadt von den vielen optischen Reizen überflutet. Die Augen scannen die vorbeifliegende Landschaft und saugen unaufhörlich alles Geschriebene auf. Wir lesen jede Werbetafel und jedes Schild. Nur mit viel Anstrengung und nur für kurze Zeit gelingt es uns diese sinnlose Informationsflut zu ignorieren.

Wir sind bereits um 10:00 Uhr im Hotel und dürfen dort das Gepäck deponieren. Zu Fuss machen wir uns auf die erste Entdeckungsreise.

Das Wetter ist „aprilmässig“. Kurze Regenschauer wechseln sich innert kürzester Zeit mit Sonnenschein ab.

 

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Stockholm bei Regen

 

Vor einem der Regenschauer flüchten wir in die Klara Kyrka.
Die Stimmung ist sehr gelöst und das Gotteshaus beherbergt die unterschiedlichsten Besucher. In einer Ecke steht ein runder Tisch, an dem einige Frauen beim Kaffee sitzen und an einer Decke häkeln.
Einige „Penner“, die ihren Hausrat in Plastiksäcken mit sich herumtragen, ruhen sich in der geheizten Kirche aus.
Ein dunkelhäutiger Mann betet.
Eine uralte Frau, die kaum mehr Haaren auf dem Kopf hat, liest in einem Buch.
Ein Geschäftsmann mit Aktentasche tritt ein, bekreuzigt sich, schliesst kurz die Augen, bekreuzigt sich nochmals und geht wieder.
Dazwischen spazieren einige Touristen, den Fotoapparat vor der Brust, durch das Kirchenschiff.
In einer Ecke steht kein Geldautomat und kein Getränkeautomat, aber ein „Kollektomat“.

Wir freuen uns, dass es noch Kirchen gibt, in denen alle Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, willkommen sind.

 

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Turm der Klara Kyrka

 

Im Bild oben scheint der Turm der Klara Kyrka auf einem Bürogebäude zu stehen. Dieses Bild zeigt symbolisch, wie unter dem Dach dieser Kirche alle Menschen Platz finden.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Fotografiska Museum, Stockholm

9. April 2016

Heute besuchen wir das Fotomuseum.

Uns fällt auf, dass in Stockholm vor jedem Einkaufsladen und öffentlichen Gebäude Bettler sitzen. Eine solche Bettlerdichte haben wir bis jetzt in Europa noch nirgends angetroffen.

 

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Bettler vor dem Fotomuseum

 

Die Bilder von Erik Johansson, der sich „Fotograf und Retuscheur“ nennt, beeindrucken uns sehr. Er bringt den surrealen Stil von René Magritte oder Salvador Dalì mit modernen Bildbearbeitungstechniken zu ungeahnter Hochform.

Beat staunt zum Beispiel darüber, wie Eisfischen mit Motorsäge funktionniert.

 

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„Fresh Frozen Fish“ 2011

 

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„Fishy Island“ 2009

 

 

 

 

 

 

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„Dreamwalker“ 2014

 

 

 

 

 

 

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„Landfall“ 2016

 

 

 

 

 

 

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„End of Line“ 2012

 

 

 

 

 

 

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„Cut and Fold“ 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Go Your Own Road“ 2008

 

Für uns, die wir in Zukunft wieder (mit dem Wohnmobil „NOBIS“) auf der Strasse wohnen werden, sind die letzten zwei Bilder sehr interessant. Mit dem Titel „Go Your Own Road“ können wir uns voll und ganz identifizieren.

Tief beeindruckt verlassen wir nach ein paar Stunden das Museum wieder. Ein sonniger Frühlingstag nimmt uns am Ausgang in Empfang und wir schlendern durch die Altstadt „Gamla Stan“ zurück zu unserem Hotel.

 

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Uns gefällt „Gamla Stan“ mit ihren schmalen Gassen, schönen alten Gebäude, in denen Geschäfte aller Art untergebracht sind .

An einer Ecke wird mit lauter Musik und vielen Fahnen gegen die Todesstrafe im Iran demonstriert.

Auch eine indische gekleidete Gruppe Menschen nutzt den linden Frühlingstag um mit ihrem eintönig meditativen „Hare Krischna“-Gesang durch die Gassen zu tanzen und für ihre Sekte zu werben.

Müde lassen wir uns in einem Strassenkaffee nieder und geniessen das bunte Treiben bei einer leckeren heissen Schokolade.

 

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Heisse Schokolade

 

 

Stockholm lebt

10. April 2016

Die Sonne lockt uns vom Frühstücksbuffet weg hinaus in die Stadt.

Nach fünf Monaten Winter geniessen wir die warmen Temperaturen und das Erwachen der Natur.

 

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Tagpfauenauge (Aglais io)

 

 

 

 

 

 

 

An gepflegten Häusern vorbei spazieren wir zur Insel Djurgården. Wir wollen das Skansen-Museum, ein Freiluftmuseum, besuchen.

 

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Djurgårdsbrunnsviken

 

Am Djurgårdsbrunnsviken warten die Fahrräder vergeblich auf Kundschaft. Heute Sonntag scheint spazieren angesagt.

 

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Im Freiluftmuseum „Skansen“ stehen zahlreiche alte Häuser aus ganz Schweden.

Wir Naturfreaks haben jedoch vor allem Augen für die Tiere, die auf dieser Inselanlage wohnen.

Viele Wildtiere fühlen sich in dieser Stadtoase wohl und bewegen sich frei. Andere, wie Luchse, Wölfe und Bären sind zu unserem Glück in grosszügigen Anlagen eingesperrt.

 

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Elster (Pica pica)

 

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Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

 

 

 

 

 

 

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Weisswangengans (Branta leucopsis)

 

 

 

 

 

 

 

Ein Pfau schlägt sein Rad und wir verstehen, wieso man diesen Vögeln das Prädikat „stolz“ anhängt.

 

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Blaue Pfau (Pavo cristatus)

 

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Zum Schluss gehen wir in eines der wenigen historischen Häuser, die offen stehen und sehen einer Frau in historischer Tracht bei der Arbeit zu. Sie erklärt uns, dass dieses Haus 200 Jahre alt sei und dass in jener Zeit die Frauen ihren Stoff oft selber gewoben hätten.

Sie wickelt Garn auf eine Spule.

 

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Kurz bevor wir die Museums-Insel verlassen, sehen wir Sonderbares.

Ein blauer Bus fährt von der Strasse weg, eine Rampe hinunter an den Djurgårdsbrunnsviken. Nach einiger Zeit fährt er langsam ins Wasser und versinkt dort nicht etwa, sondern fährt wie ein Boot den Fjord hinauf, Richtung Stadtzentrum.

Bisher haben wir lediglich gehört, dass es Amphibienfahrzeuge gibt, heute sehen wir zum ersten Mal eines!

 

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Abschied von Sorsele

 

Wie schnell die Zeit vergeht!

8. April 2016

Am 11. November 2015 sind wir nach Sorsele im Norden Schwedens gereist. Der Winter begrüsste uns mit frischem Schnee und der Fluss Vindelälven war noch nicht ganz zugefroren.

 

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Grillhütte vor dem Vindelälven, November 2015

 

Nach fünf Monaten in Schwedisch-Lappland ist für uns die Zeit gekommen wieder südwärts zu ziehen. Unser Winter-Job als Doghandler bei Barblina und Matthias (Outdoor-Ticket) geht zu Ende.

Ein letztes Mal sind wir mit den Schlittenhunden unterwegs. Der Schnee auf den Flüssen ist grösstenteils weggeschmolzen und der Trail oft eisig hart.

 

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Hundegespann auf dem gefrorenen Vindelälven.

 

Bald schon wird diese Hütte wieder auf einer Insel im Fluss stehen.

 

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Der Frühling zieht nach und nach ins Land.

Die dunklen Steine am Fluss strecken ihre Köpfe wieder aus dem kalten Weiss.

 

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Die Bäume sind nicht mehr mit Schnee geschmückt. Flechten übernehmen jetzt diese Aufgabe. Man sagt, dass dies die Bärte der Wichtel seien, die sie zum Trocknen an die Bäume hängen.

Wer weiss, ob dem so ist?

 

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Aufgehängte Wichtelbärte

 

Wehmütig füttern wir ein letztes Mal Hunde, Hühner und Kühe. Alle kriegen von uns nochmals eine Streicheleinheit. Ausser den Hühnern natürlich, die mögen das nicht. 🙂

 

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Annette füllt die Tränke von Hazel und Nala.

 

Das Eichhörnchen geniesst es, dass sich der Winter nicht von einem Tag auf den anderen verabschiedet und deshalb vor unserem Häuschen noch etwas Nahrung hängt.

 

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Freundlich wie es ist, teilt es die leckeren Körner mit einer Meise.

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Ein deutliches Zeichen, dass nun trotz des Schnees, der noch liegt, der Frühling begonnen hat, sind die Singschwäne, die aus dem Süden zurückgekehrt sind und die offenen Stellen des Vindelälven bewohnen.

 

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Singschwäne auf dem Vindelälven

 

 

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Ein letztes Mal erfreuen wir uns an einem der unzähligen schönen Sonnenuntergänge, die wir diesen Winter hier im hohen Norden erlebt haben.

Jetzt heisst es Abschied nehmen.

 

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Wir sind ein wenig traurig, dass diese schöne Zeit nun zu Ende geht. Die abwechslungsreiche Arbeit mit den Hunden hat uns immer viel Freude bereitet. Jeden einzelnen haben wir ins Herz geschlossen. Überraschend schnell haben wir uns auch an sehr kalte Temperaturen gewöhnt. Wir kamen in den Genuss von atemberaubenden Winterstimmungen und Nordlichtern und durften viele nette Gäste kennenlernen. Und die Fahrten auf den Hundeschlitten und die Touren durchs Fjäll und … und … und……..kurz: es war einfach grandios!

Vielen Dank, Barblina und Matthias, für die gute Zusammenarbeit. Wir haben uns bei euch und als „Teilzeitmitglieder“ in eurer Familie willkommen gefühlt.

Hier haben wir den letzten Winter verbracht. Link:

 

PS:

Falls du im nächsten Winter eine atemberaubende Winterlandschaft auf einem Hundeschlitten erleben willst, können wir dir Outdoor-Ticket wärmstens empfehlen.

Link zu Outdoor-Ticket AB, DER Adresse für Schlittenhundetouren:

 

 

200 Kilometer in vier Tagen!

 

Hurra!!!

8. März 2016

Hurra, heute geht es für vier Tage in die Berge, ins Fjäll, wie das hier heisst. Am Morgen verladen wir Schneemobil, Lebensmittel, persönliche „Unverzichtbarkeiten“, Futter für die Tiere, Pulka, Schlitten und 25 Hunde auf zwei Anhänger und fahren mit den Autos los nach Örnvik.

 

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Browny freut sich ebenfalls

 

Es ist neblig und schneit leicht. Aber das kann unsere Vorfreude nicht trüben.

In Örnvik beladen wir die Pulka und spannen die Hunde vor die Schlitten. Beat fährt mit dem Schneemobil voraus nach Årrenjarka, wo wir übernachten werden.

Zuerst führt der Trail über den See Tjeggelvas. Hier steht im Winter ein Wegweiser mitten auf dem gefrorenen See.

 

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Stark befahrener Trail auf dem Tjeggelvas

 

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Wegweiser auf dem Fluss

 

In Västerfjäll zweigt ein Trail nach Årrenjarka ab. Es liegen noch 41 Kilometer vor uns.

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Es schneit nun nicht mehr und die Sonne versucht sich durch die Wolkendecke bemerkbar zu machen.

 

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Västerfjäll

 

Im Årrenjarka Fjällby Camping holt Beat am Empfang die Schlüssel für zwei Häuschen. Die Gäste schlafen in einem und Matthias und wir im anderen. Die Hüttchen sind klein und haben kein fliessendes Wasser, sind sonst aber mit allem Notwendigen ausgestattet. Die Toilette ist, wie auf Campingplätzen üblich, in einem zentralen Gebäude untergebracht, wo man auch duschen und Geschirr spülen kann.

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„Küche“ und Schlafstellen

 

 

 

 

 

 

 

Die Hunde werden draussen an sogenannten „Stake-Outs“ angebunden und gefüttert.

 

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Stake-Outs im Årrenjarka Fjällby Camping

 

 

Von Årrenjarka nach Aktse

9. März 2016

Wie immer, wenn die Hunde rennen, werden am Morgen zuallererst sie gefüttert, bevor wir unser Frühstück zubereiten. So haben sie rund zwei Stunden Zeit zum Verdauen, bevor sie die Schlitten ziehen.

Wir fahren über das Kabla-Gebirge, zuerst durch Nadelwälder, die mit zunehmender Höhe durch lichte Birkenwälder abgelöst werden, bevor wir die Baumgrenze hinter uns lassen.

Das Wetter ist wie gestern neblig-trüb. Die fehlende Sonne lässt die Winterlandschaft schwarz, grau, weiss erscheinen und lediglich die roten Wegkreuze bringen etwas Farbe ins Bild. Man wähnt sich alleine und am Ende der Welt.

 

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Der Trail führt durch Nadel- …

 

 

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… und durch lichten Birkenwald

 

Die Birken wachsen in diesem harten Klima nur langsam und viele sind knorrig und von Wind und Wetter gebeutelt. Der Schnee auf den Ästen erscheint dagegen locker und leicht.

 

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Wer behauptet fehlender Sonnenschein sei schlechtes Wetter, der hat wohl kein Auge für die karge Schönheit und ist selber schuld. Wir jedenfalls geniessen diese Lichtverhältnisse und die Bilder, die sich dadurch ergeben.

Auf dem Kabla wartet Beat mit dem Schneemobil im Nebel auf die Hundegespanne und geniesst die meditative Stille im „Nichts“.

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Warten im Nebel

 

 

 

 

 

 

 

Irgendwann taucht aus dem unendlichen Grau Matthias mit seinem Schlitten auf.

 

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Der Nebel ist zum Teil so dicht, das man die nächsten Wegkreuze nicht mehr sieht und Beat, der den Trail vorausfährt, wird richtig gefordert.

Die Strecke führt über den Tjaktjajaure zwischen aufgebrochenen Eisplatten hindurch. Man wähnt sich auf einem Gletscher. Zum Glück wird der Weg regelmässig kontrolliert und wenn nötig umgeleitet. Auf beiden Seiten des Flusses stehen Tafeln. Hier werden jeweils: Datum der Kontrolle, Eisdicke und Name der Kontrollperson eingetragen.

 

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Aufgebrochene Eisplatte

 

Auf der anderen Seite fahren wir durch einen Mischwald. Auf einer abgebrochenen Birke hat sich ein hoher Schneeberg angesammelt und sorgt so für eine naturgemachte Skulptur.

 

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Art on Björk

 

In Aktse übernachten wir in der Fjällstuga.

Diese ist wie eine SAC-Hütte aufgebaut. Von einem Gemeinschaftsraum mit Kochgelegenheit gelangt man in zwei Zimmer mit Kajütenbetten. Das Plumpsklo ist in einem Nebengebäude untergebracht. Das Wasser wird vom Bach geholt. Man lässt grosse Kanister volllaufen und zieht diese an Seilen hinter sich her.

Für die Schlittenhunde gibt es hier einen „Parkplatz“ und Pfosten, an denen man die Stake-Outs befestigen kann. Doch jetzt sind wir müde und darum folgt das Bild dazu erst morgen.

 

 

Von Aktse nach Kvikkjokk

10. März 2016

Heute weckt uns strahlender Sonnenschein. Wir staunen wie sehr dieser die Landschaft verändert.

Hier ein „Müsterchen“ davon:

 

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Der Tjahkelij gestern

 

 

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Der Tjahkelij heute morgen

 

Der Hunde-Parkplatz von Aktse ist eine patente Sache. So muss man nicht zuerst Bäume für die „Stake-Outs“ in passendem Abstand suchen, was manchmal sehr zeitaufwändig ist. Wir fahren mit vier Schlitten und haben deshalb auch vier dieser Drahtseile mit Anbindevorrichtungen dabei.

 

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Niantik, Jack, Nivi, Sitka, Sarek und Ella am Stake-Out auf dem Hunde-Parkplatz

 

Matthias, die Gäste und Annette fahren mit den Schlitten voraus. Beat lädt das Gepäck und die Stake-Outs in die Pulka und folgt ihnen mit dem Schneemobil.

Alle geniessen den sonnigen Tag und die schneebedeckten Berge.

 

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Später ziehen einige Wolken auf, doch schlussendlich behält die Sonne die Oberhand.

 

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In der Pause bleiben die Hunde eingespannt. Sie ruhen sich im Schnee aus, während die Zweibeiner ihre Rast auf warmen Rentierfellen verbringen.

 

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Kurze Rast unterwegs …

 

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… und weiter geht’s.

 

In Kvikkjokk übernachten wir in der Fjällstation. Die Küche für Selbstverpfleger ist gut eingerichtet und die Zimmer sind einfach, aber sauber.

Als krönenden Abschluss dieser Etappe dürfen wir nach dem Nachtessen ein Nordlicht und einige Sternschnuppen geniessen.

Kvikkjokk kennen wir bereits von unserer Reise mit dem Wohnmobil NOBIS vom Sommer 2014.

Hier der Link zum Beitrag vom 31 Juli 2014: „Kvikkjokk“

 

 

Von Kvikkjokk zurück nach Örnvik

11. März 2016

Vor dem Fenster hängen einige imposante Eiszapfen. Das sind die ersten Frühlingsboten Lapplands. Sie zeigen, dass es tagsüber an exponierten Stellen bereits Temperaturen von über 0°C gegeben hat.

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Zuerst führt der Trail über den See Sakkat und durch Wälder.

 

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Später steigt er an und bringt uns über die Baumgrenze und über den Pass Suonergårsså.

 

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Trail zum Suonergårsså-Pass

 

 

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Goabddábakte

 

Beat fährt mit dem Schneemobil voraus und wartet auf dem Pass, bis die Gespanne eintreffen.

Bergauf müssen die „Musher“ kräftig mithelfen und zum Teil selber hinter dem Schlitten herlaufen. Die Hunde geben alles, doch zu steil ist zu steil.

Matthias erscheint als erster oben und etwas weiter unten tauchen die Gäste und Annette auf.

 

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Matthias kurz vor der Passhöhe

 

 

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Annette hat sichtlich Spass

 

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Nur noch wenige Meter bis zur Passhöhe

 

Nach einer kurzen Rast geht es weiter in die Wälder hinunter und in Parka schliesst sich der Kreis unserer Rundreise.

 

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Västerfjäll, diesmal bei Sonnenschein

 

Von hier fahren wir noch ca. neun Kilometer auf dem See Tjeggelvas zurück nach Örnvik, wo wir Hunde und Material wieder auf die Anhänger verladen und nach Sorsele heimkehren.

 

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Wer entdeckt die drei Hundegespanne?

 

Am Schluss sind wir uns alle einig: das war ein unglaublich schöner Ausflug.

Es ist bewundernswert, welche Leistung die Hunde vollbringen. Je sechs Huskys zogen einen Schlitten mit dem Schlittenhundeführer in den vier Tagen 201 Kilometer weit.

Vielen Dank, Barblina und Matthias, dass wir zusammen auf diesen Ausflug mitgehen durften!

 

 

Über den Nalovardo

 

Petri Heil für Beat

Februar / März 2016

 

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Saibling, 47 cm, 821 g

 

Beim Eisfischen auf einem abgelegenen See ist Beat das Glück hold. Für einmal badet er nicht nur Köder, sondern fängt einen grossen Saibling. Der Fisch wiegt 821 Gramm und ist 47 cm lang.

Über diese beiden Prachtskerle (Fisch und Fischer) staunt selbst Matthias und dieses Mal muss Beat das Maul nicht voll nehmen, die Tatsachen sprechen für ihn. 🙂

 

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Über den Nalovardo

 

Heute führt die Tour mit den Schlittenhunden über den Gipfel des Nalovardo. Der Himmel ist bedeckt und es schneit leicht.

 

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Markierung des Wintertrails

 

Der Trail führt zuerst durch einen tiefverschneiten Wald. Beat fährt mit dem Schneemobil voraus und schiebt den Neuschnee aus der Spur, damit die Hunde leichter vorwärts kommen.

Auf dem Weg zum Gipfel hört es auf zu schneien, die Wolkendecke reisst auf und gibt den Blick frei auf das einmalige Panorama.

 

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Schneemobil mit Spurschlitten

 

 

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Blick zurück auf den Vindelälven

 

 

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Auf den letzten Metern, knapp oberhalb der Baumgrenze, haben der Neuschnee und die Kälte der letzten Tage ihre Spuren hinterlassen. An dieser exponierten Lage sind die Wegkreuze und Wegweiser mit einer dicken, vereisten Schneeschicht bedeckt.

 

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Nach dem Gipfel wird die unwirtliche Gegend wieder lieblicher und wir geniessen den Blick über die Wälder hin zu den Bergen des Ammarnäs-Fjälls.

 

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Riesige Weideflächen für die Rentiere

 

Die Wintertrails werden nicht nur von Skiwanderern, Schlittenhundegespannen und Scootern benutzt. Viele verschiedene Spuren zeigen, dass auch Wildtiere es schätzen, wenn sie zwischendurch eine Strecke auf einer harten Unterlage zurücklegen können und sich nicht immer durch den tiefen Schnee kämpfen müssen.
Manchmal treffen wir auf kleinere Gruppen von Rentieren. Diese rennen dann meist längere Zeit vor dem Schneemobil her, bis sie merken, dass der Lärm hinter ihnen nicht endet und sie sich dann doch entschliessen in den Tiefschnee auszuweichen.

 

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Rentiere auf dem Wintertrail

 

 

 

 

 

 

 

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Winterimpression

 

 

Ausflug nach Ammarnäs

 

Beat begleitet Barblina und Matthias und ihre Gäste nach Ammarnäs, wo sie zu einer mehrtägigen Tour ins Fjäll starten.
Die Sonne scheint und an einigen Stellen ist der Vindelälven offen und das Wasser sichtbar. Auf der Rückfahrt geniessen wir die Schönheiten an diesem Fluss, der als einer von wenigen von der Quelle bis zum Meer unverbaut ist und unter Naturschutz steht.

 

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Vindelälven bei Ammarnäs

 

 

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Die Steine im Wasser sind dekorativ mit Schnee bedeckt und erinnern an Zuckergebäck.

 

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Solche „Knubbel“ sehen wir nicht nur im Wasser, sondern auch am Ufer des zugefrorenen und verschneiten Flusses. Hier hat der Schnee Grasbüschel benutzt, um diese pittoreske Formationen zu bilden.

 

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Die Schneemobilfahrer auf dem Vindelälven haben nur Augen für den Trail und fahren achtlos daran vorbei.

 

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Ein letzter Blick auf die Berge von Ammarnäs.

 

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Wieder zurück setzen wir uns ins Haus an den warmen Ofen. Der Tisch auf der Veranda bleibt auch heute verwaist. 😉

 

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In Lappland ist noch richtig Winter!

 

Kauk ist frustriert!

Februar 2016

Die Tage sind merklich länger geworden und die Temperaturen liegen kaum mehr unter -20°C.
Wehmütig denken wir an den Dezember zurück, als der Sonnenaufgang beinahe in den Sonnenuntergang überging und der Himmel in wechselnden Farben erstrahlte.
Die kürzesten Tage sind für uns nun nicht mehr die Zeit der Dunkelheit, vor der uns etwas bange war, sondern die Zeit des Lichts und des bunten Himmels.
Unser Arbeitstag beginnt jetzt ohne Stirnlampe und die Gäste geniessen die Ausfahrten mit den Hundeschlitten im Tageslicht.

Einige Hunde müssen jeweils zurückbleiben. Das finden sie gar nicht toll und die meisten zeigen ihre Enttäuschung lautstark.
Kauk steigt dazu auf die Hütte und sein Heulen dringt durch Mark und Bein. Wer ihn nicht sieht, glaubt, ein Wolf streiche durch die Gegend.

 

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Kauk heult sein Elend in den Himmel

 

 

Tagesausflug durch Wälder und über den Vindelälven

 

Matthias zieht heute mit den Gästen auf den Hundeschlitten los. Annette und Beat fahren mit dem Schneescooter voraus, sichern die Übergänge über die Hauptstrasse nach Ammarnäs (manchmal fährt tatsächlich ein Auto vorbei) und bereiten bei einer Jagdhütte einen kleinen Imbiss vor.

 

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Winter-Impression

 

 

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Die Sitzbänke sind freigeschaufelt, das Feuer brennt, …

 

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… die Gäste können kommen.

 

Die Sonne erhebt sich knapp über den Wald und lässt den gefrorenen Schnee glitzern und funkeln.
(An dieser Stelle möchten wir wieder einmal darauf hinweisen, dass sich alle unsere Bilder durch Anklicken vergrössern lassen.)

 

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Die offiziellen Winter-Trails sind mit roten Kreuzen markiert. Vor Verzweigungen geben zudem Wegweiser die Zielorte an.

 

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Markierter Wintertrail

 

Auf der Rückfahrt über den gefrorenen Vindelälven verabschiedet sich die Sonne hinter einem leichten Nebelschleier.

 

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Am Abend sind sich alle einig: Dieser Tag mit den Schlittenhunden war unvergesslich schön.

 

 

Beat im Glück

 

Heute ist Eisfischen angesagt und Beat darf mit den Gästen mitfahren. Er hat zwar in der Schweiz mit Bravour die theoretische Prüfung für das Sport-Fischer-Brevet bestanden, danach aber stundenlang seine Köder erfolglos im Meer gebadet.
Dabei musste er lernen, dass der Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Praxis oft grösser ist als in der Theorie. 🙂

Matthias führt uns an den See Lairoträsket, der mitten im Wald liegt. Dort wird zuerst Schnee vom Eis gewischt und dann die gefrorene Oberfläche mit einem speziellen Eisbohrer durchbrochen. Man fischt mit einer sehr kurzen Angelrute.

Wir wollen hier nicht weiter grosse Töne spucken, sondern ein Bild spechen lassen.

 

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Beats erster Fisch, eine Forelle

 

Am Abend wird der Fang zubereitet und es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass dies die allerleckerste Forelle war, die je auf dieser Welt gegessen wurde!

 

 

Sorsele im Winterkleid

 

Alle Bäume sind mit Raureif überzogen. Deshalb fahren wir heute ins Dorf, um uns „Sorsele im Winterkleid“ anzusehen.
Bereits die Fahrt dorthin ist beeindruckend. Die Strassen werden nicht schwarz geräumt, aber mit einer speziellen Walze wird der hartgepresste Schnee und das Eis auf der Fahrbahn aufgeraut. Dadurch ist ein Fahren mit Winterpneus, die mit Spikes versehen sind, problemlos möglich.

 

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Strasse nach Sorsele

 

Die Birken, die den Friedhof säumen, erzeugen zusammen mit der Kirche eine eigentümlich kalte, ruhige Stimmung.

 

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Kirche von Sorsele

 

 

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Wohnhaus etwas abseits der Dorfstrasse

 

 

Auf dem Fluss Vindelälven sehen wir, wie Kinder auch ohne Abhang zum Bobfahren kommen. Man braucht da zusätzlich zu den Bobschlitten noch Mama oder Papa mit Schneemobil. Der Spass ist riesig, wie das Kinderlachen zeigt.

 

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Bobfahren auf dem gefrorenen Fluss

 

 

 

Samenmarkt in Jokkmokk

4. Februar 2016

Heute fahren wir nach Jokkmokk an den Samenmarkt.

Wikipedia weiss darüber zu berichten:
„Ende Februar 1605 wurde der erste offizielle Samenmarkt abgehalten, der bis heute den Namen Jokkmokks Vintermarknad („Jokkmokks Wintermarkt“) trägt und der seitdem jedes Jahr am ersten Donnerstag, Freitag und Samstag im Februar stattfindet. Damit gehört er zu den ältesten Märkten der Welt.“

Viele Samen teffen sich hier und einige bieten Kunstwerke, Handarbeiten und Lebensmittel feil.
Die Verkaufsständen säumen mehrere Srassen, die für den Verkehr gesperrt wurden.
Ein kleiner Umzug mit Samen in ihrer traditionellen Tracht und geschmückten Rentieren zwängt sich zwischen den Marktbuden und den vielen Schaulustigen hindurch.

 

 

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Umzug mit Rentieren

 

Leider verstehen wir nur teilweise, was der Anführer des Umzugs hier zu berichten weiss, doch alle hören aufmerksam zu.

 

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Keiner zu klein ein Umzugsteilnehmer zu sein

 

 

Plötzlich erstarrt Annette! Unser Delfin ist entführt worden!
Leser, die unserem Blog schon längere Zeit folgen, kennen die wechselvolle Geschichte von diesem armen Tier.

Wir haben „Delfi“ am 30.Mai.2015 in den Niederlanden im Naturpark Maas-Schwalm in der Nähe von Brüggen gefunden und ihn auf die Reise zurück ins Meer geschickt. (Siehe: „Der Delfin im Wald“)

Link zum Blogbeitrag „Niederlande“:

Am 28.6.2015 haben wir ihn nochmals in einem Getreidefeld in Belgien getroffen. (Siehe: „Wiedersehen mit einem alten Bekannten!“)

Link zum Blogbeitrag „Wieder in Belgien“:

 

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Annette, ganz rechts im Bild, entdeckt den Entführer unseres „Delfis“

 

Annette ist so geschockt, dass sie nicht gleich reagieren kann und schon taucht der junge Entführer mit unserem „Delfi“ in der Anonymität der Marktbesucher unter. Das arme Tier wehrt sich mit allen Kräften und schaut hilfesuchend zu uns zurück.

 

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„Delfi“ wird an der Leine mitgezerrt!

 

Kurze Zeit später gelingt es unserem Freund sich von seinem Peiniger loszureissen und er entschwindet langsam gegen den Himmel.
Wir sind erleichtert und wünschen ihm alles Gute auf seinem wechselvollen Weg zurück ins Meer.

 

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Beruhigt wenden wir uns nun den Marktständen zu.
Wir frösteln ein wenig. Deshalb steuern wir eine Turnhalle an, in der sich einige Händler eingerichtet haben.
Es gibt wohl nichts, was es auf diesem Markt nicht zu kaufen gäbe.

 

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Marktstände in der Turnhalle

 

 

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Bunte Wandleuchten und Deko-Artikel

 

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Adler, aus einer Elchschaufel geschnitzt

 

 

 

 

 

 

 

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Selbst ein Bär beobachtet das Treiben von oben herab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Draussen steht ein Spark.
Die Einkäufe können darauf bequem nach Hause gefahren werden. In den Dörfern sieht man diese Tretschlitten häufig. Zum Fahren stellt man sich mit einem Bein auf eine Kufe und gibt mit dem anderen Schub, so wie man es von den Tretrollern her gewohnt ist.
Ein einfaches, sinnvolles Fortbewegungsmittel, bei dem man unterwegs den Einkaufskorb nach hinten hängen kann und so den Sitz frei bekommt, um bei einem Schwatz mit Bekannten nicht stehen zu müssen.

 

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Spark

 

Nun zieht es uns zur nächsten Attraktion. Auf dem See ist ein Rentierrennen angesagt.
Acht Renn-Rentiere stehen an eine lange Leine angebunden und warten auf ihren Einsatz.

 

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Warten auf den Wettkampf

 

Die Rennstrecke ist ein kleiner Rundkurs. Zwei Rentiere treten jeweils gegeneinander an. Jedes wird vor einen einfachen Schlitten gespannt und der/die FahrerIn legt sich bäuchlings darauf. Die Kunst liegt darin, unterwegs nicht vom Schlitten zu fallen, was nicht allen gelingt.
Der Sieger kommt jeweils eine Runde weiter.

 

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Ein Rentier wird eingespannt.

 

Wichtiger als der Sieg scheint das Gaudi zu sein. Es stört jedenfalls niemanden, dass das Rennteam auf der Aussenbahn eine längere Wegstrecke zurückzulegen hat.

 

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Der Start hat geklappt …

 

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… und schon verschwinden die „Wettkämpfer“ um die Kurve.

 

Das Ren der Frau unten hat sich beim Start etwas Zeit gelassen. Das Team kann den Rückstand bis ins Ziel nicht mehr aufholen… egal, Spass macht es alleweil.

 

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Nach diesem Event nimmt Annette an einem Workshop teil, in dem sie eine Einführung in das Joiken erhält.
Der Joik ist der traditionelle Gesang der Samen. Er ist mit dem Jodel vergleichbar. Es werden meistens expressive Silben gesungen, die Stimmungen, Orte, Naturphänome, Tiere oder Menschen aufleben lassen. Worte oder gar Texte kommen nur ausnahmsweise vor.

Ein Beispiel von Anja Storelv, Annettes Kursleiterin:
Link zu einem Joik von Anja Storelv:

 

Ausserdem wollen wir gerne auf den Joik „We speak Earth“ von Sara Marielle Gaup Beaska verweisen, mit dem sie auf die Folgen der Klimaerwärmung und Umweltzerstörung in Lappland aufmerksam machen will. Hier hört man auch wie Samisch klingt, eine Sprache, die mit Finnisch und Ungarisch verwandt ist.
Link zum Joik „We speak Earth“ von Sara Mariella Gaup Beaska:

 

Der „Joik of the Wind“ von Sofia Jannok gefällt uns sehr gut.
Link zum „Joik of the Wind“ von Sofia Jannok:

 

 

Nach dieser Gesangsstunde schlendern wir in der Abenddämmerung durch die Marktstrassen. Wir staunen immer noch über die Grösse dieses Marktes und die Vielfalt der angebotenen Waren.

Was in Schweden nie fehlen darf, sind die Stände mit Süssigkeiten, die in allen Farben leuchten.

 

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Müde, aber glücklich, steigen wir am Abend ins Auto und lassen uns von Matthias die dreieinhalb Stunden zurück nach Sorsele fahren.
Vielen Dank, Barblina und Matthias, dass wir diesen eindrucksvollen Markt und Treffpunkt der Samen hautnah erleben durften.

 

 

Ein weiterer traumhafter Ausflug

 

Auch heute zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite.
Wir spannen zusammen mit den Gästen die Schlittenhunde ein und los geht’s. Zuerst einen Waldweg hoch und später über eine wunderschöne Hochebene.

 

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Auf dem Rückweg staunen wir über ein besonderes Naturphänomen. Der Wind hat auf dem Fluss Schnee vor sich her geblasen und so kleine Rollen gebildet, die nun dekorativ auf der Ebene liegen.

 

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Link zu unserem jetzigen Aufenthaltsort:

Falls du im nächsten Winter diese atemberaubende Winterlandschaft auf einem Hundeschlitten erleben willst, können wir dir Outdoor-Ticket wärmstens empfehlen.

Link zu Outdoor-Ticket AB, DER Adresse für Schlittenhundetouren:

 

 

Minus 38 Grad Celsius!

 

Eisige Kälte, aber schön

Januar 2016

Noch im letzten Jahr wurden wir mit einer „Wolkenbeleuchtung“ beschenkt, wie wir sie noch nie gesehen haben. Die tiefstehende Sonne zauberte Spektralfarben in die dünnen Wolken, die in Perlmutterglanz erstrahlten. Je später der „Abend“, desto stärker wurden die Rottöne.
Diese Bilder wollen wir euch nicht vorenthalten.

 

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Inzwischen ist die Temperatur stark gefallen. Das Thermometer zeigt -38°C an. Wenn wir die geheizte Wohnung verlassen, erleiden wir einen Temperatursturz von ca. 60°C.
Minus 38 Grad Celsius! – das ist nun wirklich sehr, sehr kalt; kälter als wir es je erlebt haben. Jetzt ist es wichtig, dass man auch die Nase schützt, damit sie nicht gefriert und dann im dümmsten Fall beim Schnäuzen gar abbricht. 🙂

Wir gehen trotzdem ins Freie, denn die Hunde und Rinder wollen versorgt werden.
Dank angepasster Kleidung müssen wir nicht frieren. Doch bereits nach kurzer Zeit zeigt sich die Kälte auch optisch.

 

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Als es wieder wärmer wird und die Temperaturen auf über -30°C steigen (tönt skurril, nicht wahr?) fahren Matthias und Beat am Abend mit den Schneeskootern und einem Spurschlitten los, um Trails für die Schlittenhundetouren zu legen. Plötzlich gräbt sich ein Schneetöff auf dem kleinen See Nalovardoträsket ein. Hier drückt Wasser durch die Eisplatte hoch. Der Schnee darüber ist trotz der Kälte nass. Nach langer anstrengender Ausgrabarbeit – es ist inzwischen Nacht geworden – gelingt es ihnen die Maschine wieder flott zu kriegen. Den Spurschlitten müssen sie jedoch zurück lassen.
Am nächsten Tag wird dieser geholt. Das Wasser in der Spur ist nun gefroren und die „Bergung“ glückt problemlos.

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Das Schneemobil ist wieder ausgegraben.

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Beat in eisiger Nacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzten offenen Wasserstellen frieren zu. Nur noch einzelne Bäche und Stellen im Fluss mit starker Strömung bleiben eisfrei. Wer die Gegend nicht kennt oder die Topographie nicht lesen kann, läuft Gefahr, abseits der Trails in eine dieser Wasserstellen zu fahren.

 

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Endlich wärmer 😉

 

Als das Thermometer gar über -25°C ansteigt, nutzen wir in unserer Freizeit das schöne Wetter für einen kleinen Spaziergang.

 

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Heuschober auf einer Waldlichtung

 

 

 

 

 

 

 

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Winterstimmung

 

 

 

 

 

 

 

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Auch die Flechten trotzen der Kälte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnee von Hand herstellen

 

Nun ist die Temperatur nochmals unter 30°C gefallen. Deshalb kann man spielerisch selber kleine Mengen Schnee herstellen, sprich als menschliche Schneekanone fungieren.
Das geht folgendermassen:
Man füllt ein Gefäss mit sehr heissem Wasser, stellt sich draussen hin und schleudert dieses in einem möglichst schönen Bogen in die Luft. Die Flüssigkeit gefriert blitzartig.
Schlau wie wir sind, versuchen wir dasselbe auch mit kaltem Wasser. Aber es funktioniert nicht und Annette wird nass dabei.
Dass heisses Wasser schneller gefriert als kaltes, nennt man den „Mpemba-Effekt“.
Wer es genauer wissen will, kann unter „wikipedia“ (sehr technisch) oder unter „Die Welt“ (sehr anschaulich) nachlesen.

Hier die Links:
Mpemba-Effekt bei „wikipedia“:
Mpemba-Effekt bei „Die Welt“:

 

Unten einige Bilder von Annette als „Schneekanone“:

 

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Stopp!!! Die Voreiligen sollen doch bitte wieder aus ihrer Tiefkühltruhe steigen. Das funktionniert nicht bei -18°C. Das ist viel zu warm und die Gefahr sich mit dem kochenden Wasser zu verbrühen ist gross!!!

 

 

Annette und Beat, Doghandler

 

Doghandler, ein cooler Job

Dezember 2015 / Januar 2016

Seit dem 11. November 2015 arbeiten wir hier in Sorsele (Schwedisch-Lappland) als Doghandler.
Da unser Thermometer es seither nicht mehr wagt Werte über 0° C anzuzeigen, darf man zweifellos von einem coolen Job sprechen. (Das ist es aber auch im übertragenen Sinne so 😉 )

Wir füttern Hunde, reinigen Zwinger, stellen Schlitten für die Touren zusammen, spannen Hunde ein und nach der Fahrt wieder aus, begleiten die Ausflüge mit dem Schneemobil, sichern die Kreuzungen über die Strassen, entfachen ein Feuer für die Mittagspause irgendwo im Wald, bereiten Hütten für die Übernachtung vor, heizen die Sauna ein und hacken das Eisloch frei. Zudem füttern wir die zwei jungen schottischen Hochlandrinder und helfen bei allen anfallenden Arbeiten in Haus und Hof, so gut wir können.

 

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Der junge Baldr läuft die erste Saison am Schlitten

 

Bevor es auf eine Tour geht, müssen die Schlitten bereitgestellt und die Hunde eingespannt werden.
Sie freuen sich jeweils riesig. Sobald man den ersten Schlitten aus der Scheune holt, beginnt ein ohrenbetäubendes Heulen, Kläffen und Bellen, das erst aufhört, wenn der Schneeanker gelöst ist und die Fahrt losgeht.
Die Hunde werden von vorne nach hinten an der Zugleine festgebunden. Zuerst kommen die Leaddogs, gefolgt von den Teamdogs und direkt vor den Schlitten die Wheeldogs. Ein Gespann ist so aufgebaut, dass die schnellsten zuvorderst und die weniger schnellen, aber kräftigeren zuhinterst laufen.

 

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Annette spannt Niantik ein, die heute neben Nova läuft

 

 

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Einspannen der Schlittenhunde

 

Die Gespanngrösse wird von Matthias jeweils auf das Fahrkönnen und Gewicht der Musher abgestimmt. Er hat dafür ein unwahrscheinlich gutes Auge und grosse Erfahrung.

 

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Die Leaddogs Namak und Yepa

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dahinter Ella und Sarek

 

 

 

 

 

 

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Nova und Niantik

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Spike und Nivi

 

 

 

 

 

 

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Ella, die Ruhige, Arbeitsame

 

Endlich sind alle bereit und es geht los. Sobald die Hunde loslaufen dürfen, verstummt der Radau auf einen Schlag und jeder einzelne zieht mit vollem Einsatz am Schlitten.

 

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Perspektive des Mushers

 

 

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Annette unserwegs, …ähm…nein, … unterwegs

 

Outdoor-Ticket AB bietet vor allem Wochenarrangementes für kleinere Gruppen an.
Über Weihnachten und Neujahr hat jedoch Lappland-Lodge einige Tage gebucht, an denen ihre Kunden jeweils in einer halbtägigen Tour das „Schlittenhundefahren-Gefühl“ erleben können.

In der Mittagspause bleiben die Hunde eingespannt und „ruhen“ sich auf dem zugefrorenen Fluss aus. Einige von ihnen finden das Warten jedoch gar nicht toll. Sie wollen laufen und melden das jeweils auch lautstark an.

 

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Pause auf dem Vindelälven

 

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Wir begleiten die Touren jeweils auf einem Schneemobil, um bei Problemen eingreifen zu können.

 

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Unser „Arbeitsgerät“

 

 

 

 

 

 

 

Anderen dienen die Schneescooter mehr als Freizeitspass und sie fahren auf oder neben den offiziellen Trails durch die Gegend.

 

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Nochmals Rentierscheidung

 

Wir haben nochmals die Möglichkeit einer Rentierscheidung als Besucher beizuwohnen. Diesmal werden in Klippen ca. 6000 Tiere zusammengetrieben und sortiert.
Diese Arbeit der Samen fasziniert uns so sehr, dass wir hier nochmals einige Bilder zeigen wollen. (Weitere Fotos und Erläuterungen findest du in unserem vorletzten Beitrag: „Erste Eindrücke aus Lappland“.)
Die Gehege liegen zwischen Hügeln, die eine einmalige Kulisse bilden.

 

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Sonnenuntergang um 12:23 Uhr

 

 

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Jede Samenfamilie unterhält in ihrem Gehege ein Feuer, an dem sie und ihre Helfer sich in den Pausen aufwärmen können. Auf den meisten köchelt eine Rentiersuppe oder wird Kaffee warmgehalten.

 

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Beat findet, dass der Gegensatz zwischen warm und kalt, wild und gezähmt, archaisch und modern im unteren Bild sehr schön zum Ausdruck kommt.

 

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Ausflug nach Ammarnäs

 

Bei Outdoor-Ticket AB ist es möglich ein Arrangement mit Ausflug ins Nachbardorf Ammarnäs (80 km) zu buchen.
Dort bringt Ingrid uns „Südländern“ die Kultur der Samen näher. Ingrid ist Samin und Rentierzüchterin.
Zuerst dürfen wir ein zahmes Rentier mit Flechten füttern und dann mit diesem auf den Potatisbacken spazieren (Siehe unseren Beitrag „Urlaub in Sorsele“ vom 21. Juli 2014).

Danach geht es zu einer Kota, einer traditionellen Erdhütte, in der bereits eine Rentiersuppe auf dem Feuer steht.

 

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Ingrid vor der Kota

 

Die Lebensmittel werden in einer traditionellen Pulka zur Kota gebracht.

 

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Pulka

 

 

 

 

 

 

 

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Kota

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Feuer brennt, die leckere Rentiersuppe wartet

 

In der Kota sitzen wir gemütlich auf wärmenden Rentierfellen um die brennenden Birkenscheiter und Ingrid erzählt von der Kultur und der Geschichte der Samen und beantwortet all unsere Fragen.
Wir lernen zum Beispiel, dass es einen Gott des Feuers gibt. Deshalb darf man nie ein Feuer übersteigen oder irgend etwas darüber hinweg weiterreichen. Wir geben deshalb den traditionellen Kaffee mit Käse (so wird dieser aufgetaut) respektvoll um die Feuerstelle herum weiter.

Die nomadisierenden Samen wurden hier ab dem 18. Jhd. zwangs-christianisiert. Sie mussten damals zwei- bis dreimal im Jahr einen Gottesdienst besuchen. Deshalb bauten sich die verschiedenen Familien einfache Holzhäuser rund um die Kirche, in der sie für diese Zeit wohnten. So entstand das „Kyrkstad“ (Kirchenstadt) in Ammarnäs.

 

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Häuser des Kirchendorfes

 

Vielen Dank, Ingrid, für deine anschaulichen Erzählungen. Wir haben viel gelernt und einen Einblick in den Alltag der Samen erhalten. Das entbehrungsreiche Leben der nomadisierenden Rentierzüchter im Einklang mit der Natur hat uns sehr beeindruckt.

 

 

Stimmungsbilder vom Vindelälven

 

„Ist es nicht deprimierend im Winter in Lappland? Da ist es doch immer dunkel“, wurden wir wiederholt gefragt.
Lappland im Winter ist nicht düster. Auch wenn hier, rund 140 km südlich des Polarkreises, der kürzeste Tag nur 3 Stunden und 12 Minuten dauert, ist es selten ganz finster. Die Dämmerungszeit ist sehr lang und zaubert die schönsten Farben an den Himmel und in die Wolken. In der Nacht reflektiert der Schnee das Licht des Mondes und der Sterne und mit etwas Glück kann man gar eines der berührenden Nordlichter bewundern.

Selbst wenn es in der Nacht einmal bedeckt ist und schneit, gibt das stimmungsvolle Bilder.

 

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Nordlicht

 

Nach den Nachtbildern einige Morgen- und Abendstimmungen:

 

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Link zu unserem jetzigen Aufenthaltsort:

Link zu Outdoor-Ticket AB, DER Adresse für Schlittenhundetouren:

 

 

God Jul

 

Frohe Weihnachten

Weihnachten 2015

 

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Eisblumen

 

Wir wüschen dir, liebe Leserin, lieber Leser, frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr oder wie man hier in Schweden sagt: God jul och gott nytt år.

 

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Winzige Tannenbäume aus Eis

 

Herzlichen Dank, dass du unserem Reiseblog folgst, auch jetzt in der Zeit, in der wir unsere Reise unterbrochen haben und den Winter in Schwedisch-Lappland verbringen.

 

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Aurora borealis (Polarlicht)