Kvikkjokk

 

Auf den Namenlosen

1. August 2014

Wir wollten auf den Nammatj steigen. Nammatj heisst auf samisch „namenlos“ und ist ein alter heiliger Berg.
Deshalb studierten wir am Morgen die Karte:

 

 

Wir waren etwas überfordert:
Ist unser Ausgangspunkt nun unten links … oder doch eher rechts?
Oben rechts, das wird ja wohl der See sein.
Aber da fehlt doch der Fluss mit den Stromschnellen …
Wo liegt denn nun Kvikkjokk?
Fehlt da nicht ein Stück Weg?
Oder hatten wir den falschen Ausschnitt vor uns?
Wir beschlossen den Bootsführer nach dem Weg zu fragen, da wir die Karte unmöglich mittragen konnten, wie das Bild unten zeigt.

 

 

Der Nammatj liegt auf der anderen Seite des Flussdeltas und der Einstieg für die Wanderung ist im Sommer nur per Boot erreichbar. Wir waren am Morgen die einzigen Fahrgäste und der Bootsführer fuhr mit uns in einige Seitenflüsse hinein, um uns die versteckten Schönheiten dort zu zeigen.

In Schweden werden die meisten Wälder für die Holzgewinnung genutzt. Dadurch bestehen die Wälder häufig aus grossen Flächen gleichaltriger Bäume. Deshalb genossen wir den Aufstieg durch den Urwald, wo Bäume jeden Alters gemischt sind, umso mehr.

 

 

 

 

 

Gegen die Waldgrenze hin geht der Nadelwald allmählich in einen Birkenwald über, der immer lichter wird.

In einem kleinen Moor fanden wir eine Spezialität Schwedens, die Moltebeere. Der Geschmack der kleinen, weichen Beere erinnerte uns an Rhabarber und Aprikose. Sie schmeckten sehr lecker.

 

Hjortron (Moltebeere)

 

Heute genossen wir den Blick über Kvikkjokk gegen das Sarekgebirge von der anderen Seite.

 

Vorne liegt das Moor mit den Moltebeeren, aber … bitte … nicht weitererzählen, damit wir nicht einen Massentourismus auslösen und das nächse Mal nur noch abgeerntete Stängel vorfinden.

 

Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen mit dem Selbstauslöser, ein Gipfelfoto von uns zu schiessen … gelang das am Schluss doch noch.

„… oh, war wohl zu hoch eingestellt …“

„… endlich. So wollten wir es haben.“

 

 

 

 

 

 

Zur verabredeten Zeit holte uns der Bootsführer in der Wildnis wieder ab und brachte uns zurück nach Kvikkjokk.

 

 

Link zur heutigen Bootsfahrt und Wanderung auf den Nammatje: Da auf “google maps” sowohl der Fluss Tarraätno, wie auch der Weg auf den Nammatje fehlen, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wanderung auf den Sjnjerak

31. Juli 2014

Trotz zweifelhaftem Wetter beschlossen wir auf den Sjnjerak zu wandern. Kurz vor dem Ziel, knapp oberhalb der Waldgrenze, wurden wir von einem Gewitter heimgesucht. Wir suchten unter den letzten Birken Schutz vor dem Hagel und dem anschliessenden Regenschauer.
Keine Viertelstunde später standen wir wieder in der Sonne.
Auf dem Gipfel staunten wir über die grandiose Rundsicht. Unter uns lag Kvikkjokk, in den Bäumen kaum zu erkennen.

 

Blick vom Sjnjerak 809 m.ü.M zum Sarekgebirge.

 

500 Meter unter uns, das Delta von Kvikkjokk

 

Das Gewitter ist vorüber, der Himmel wieder blau, sogar die Jacke ist wieder trocken, wie Annette feststellen konnte..

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zurück sammelten wir die Pilze, die wir beim Aufstieg gesehen hatten.

 

Unser Nachtessen stand hier noch im Walde (Heiderotkappe).

 

Link zur Wanderung auf den Sjnjerak: Da auf “google maps” der grösste Teil des Weges fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Elch und saure Milch

30. Juli 2014

Bei regnerisch trübem Wetter besuchten wir das Schwedische Fjäll- und Samenmuseum „Ájtte“ in Jokkmokk und erfuhren dabei einiges über die Kultur und das Leben der Samen. Für Interessierte: www.ajtte.com

Danach fuhren wir nach Kvikkjokk. Und was sahen wir da unterwegs?…

Richtig!

Einen Elch!!!

Diesmal hielten wir an, liessen das WoMo am Strassenrand stehen und eilten zu Fuss zurück. Das schien die bessere Variante zu sein. Der Elch stand immer noch am Waldrand und versteckte sich nicht hinter den Bäumen wie das letzte Mal. Aufmerksam betrachtete er uns eine Zeitlang, bevor er gemächlich in den Wald schritt.

 

„unser“ Elch in Schweden

 

Kvikkjokk ist ein kleines Dorf, das in einem Seitental ca. 130 km von Jokkmokk entfernt, am Ende der Strasse liegt. Von hier aus geht es nur noch zu Fuss oder mit dem Boot weiter.

Zum Glück hatten wir Milch, die sauer geworden war. So konnten wir unser Elchfoto mit excellenten Pfannkuchen nach Annettes Art feiern. (Anmerkung für kulinarisch Interessierte: Pfannkuchen werden mit saurer Milch besonders luftig.)

 

Bei Regenwetter, direkt am See (Skalka), mit Blick auf den Nammatj, einen heiligen Berg der Samen.

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

2 Gedanken zu “Kvikkjokk

  1. Hallo Annette, Hallo Beat,

    Noch bin ich in Engelau und genoss mit Ursula einen CLOUDBERRY/HJORTRON. Kurz danach las ich Euren interessanten und informativen Bericht und sah dabei dieselbe Beere.

    Gruss
    Susi

    • Hallo Susi,

      da passte wohl alles perfekt zusammen. Hjortron-Likör haben wir noch nicht probiert. Wir hoffen, der war so lecker wie unsere Beeren.

      Liebe Grüsse auch an die (Schwieger-) Eltern ;-}

      Annette und Beat

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