Slowenien 2016

 

14. Juni – 9. Juli 2016

Karte zu unserer Reise durch Slowenien:

 

Auf nach Kranjska Gora

14. Juni 2016

Kurz nach der Grenze zeigt uns das Ortsschild „Strmec“, dass wir in Slowenien angekommen sind.

 

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Strmec in Slowenien

 

Wir fahren durch den Triglav-Nationalpark in den Julischen Alpen. Der Himmel ist grau, doch das kann unsere Vorfreude auf dieses Land nicht trüben.

 

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Blick in den Triglav-Nationalpark

 

Eine schmale Strasse führt in vielen Serpentinen auf den Pass Vršič (1611 m ü.M.). Und auf der anderen Seite wieder hinunter. Jede Haarnadelkurve ist nummeriert und deshalb wissen wir, dass unser Wohnmobil 50 solcher Herausforderungen bestanden hat.
Danke, NOBIS!

Diese Passstrasse wurde im ersten Weltkrieg von über 10’000 russischen Kriegsgefangenen gebaut.
Am 12. März 1916 begrub eine Lawine das Lager unter sich, mehr als dreihundert Menschen verloren dabei ihr Leben.
Einige der Zwangsarbeiter errichteten eine typisch russische Kapelle mit zwei schmalen Zwiebeltürmen.
2006 wurde sie restauriert und ist heute ein Mahnmal für die Sinnlosigkeit aller Kriege.

 

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Russische Kapelle am Vršič

 

Die Dame am Schalter des Tourist Information Centre in Kranskja Gora ist sehr hilfsbereit.
Auf allen Broschüren ist das Motto: „I FEEL SLOVENIA“ aufgedruckt.

Auf dem Weg zurück zu unserem Wohnmobil kreuzen wir eine Gruppe Basketballspieler: alles Männer an die 2 Meter gross, alle in denselben roten Trainingsanzügen mit dem Aufdruck „China“. Sie marschieren schweigend in Zweierkolonne, ohne rechts oder links zu blicken durch die Fussgängerzone des Touristenorts!
Das sieht ziemlich skurril aus.

Leider finden wir in Kranjska Gora keinen vernünftigen Übernachtungsplatz, weshalb wir über die Grenze nach Italien flüchten und unseren NOBIS in Tarvisio auf einem Parkplatz neben einen Camper-Stellplatz stellen. Der Platz ist mit einer Schranke gesichert. Bezahlen würde man bei der Ausfahrt an einem Geldautomaten, doch ist nicht ersichtlich, wieviel das kosten würde. Eine eingerichtete Gegensprechanlage funktionniert nicht.
Annette fragt einen Mann, der nebenan wohnt. Dieser meint, wir könnnten jetzt in der Nebensaison auch für eine oder zwei Nächte ausserhalb des Campergeländes stehen, die Besitzer kämen jeweils nur in der Hochsaison vorbei. Übrigens sei das Wasser, das aus dem nahen Brunnen sprudelt, von sehr guter Qualität.
Vielen Dank, Unbekannter, für die Tipps.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Spazieren auf dem Fernwanderweg E 7

15. Juni 2016

Gegen Mittag hört der Regen auf und wir fahren wieder nach Slowenien, an den Jasna-See, einen Badesee in der Nähe von Kranjska Gora. Doch es ist bedeckt und kühl. Heute herrscht kein Badewetter.

 

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Jasna-See

 

Wir wandern ein Stück auf dem Europäischen Fernwanderweg E 7, der vom Atlantik zum Schwarzen Meer führt und schnuppern so ein wenig „zu Fuss quer durch Europa“, wie andere ein paar Tage nach New York fliegen, um ein wenig „Weltstadt“ zu schnuppern.
Man hat was gemacht, aber halt doch nicht richtig.

Am Wegrand leuchten viele lila Orchideen und geben so dem trüben Tag etwas Freundliches.

 

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Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)

 

Es beginnt wieder zu regnen und wir kehren um, bevor wir das Schwarze Meer erreicht haben. 😉

Am Abend pendeln wir nochmals nach Italien und übernachten wieder in Tarvisio.

Link zum heutigen Spaziergang: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Planica

16. Juni 2016

Beat trifft auf seinem Morgenspaziergang einen Erdenbewohner, der das nasskalte Wetter im Gegensatz zu uns geniesst und die feuchte Unterlage nutzt, um die Strasse zu überqueren.

 

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Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger)?

 

Wir fahren zurück nach Slowenien, biegen heute jedoch kurz nach der Grenze rechts in ein Seitental ab.

In Planica stehen wir vor der imposanten Skisprunganlage. Sieben Bakken der verschiedensten Grössen sind für das Sommertraining ausgerüstet. Einzig die Skiflugschanze, an der schon Weiten bis zu 248,5 Meter gesprungen werden, kann nur im Winter benutzt werden.

 

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Skisprungschanzen von Planica.

 

Kinder und Jugendliche trainieren fleissig an drei Bakken.

 

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Skiflugweltmeister von morgen?

 

Für kurze Zeit dringt die Sonne durch die Wolken. Wir nutzen dies zu einer kleinen Wanderung zur Tamar-Hütte.

 

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Hübsche Kapelle bei der Tamar-Hütte

 

Hier verweilen wir nicht lange, denn wir wollen trockenen Fusses zu unserem NOBIS zurückkehren.
Das missglückt gründlich. Kurze Zeit später beginnt es zu regnen und wir kommen tropfnass bei unserem Wohnmobil an.

Wir haben die Schnauze voll vom Regen. Im Tourismusbüro verheissen sie uns für die nächsten Tage nichts Besseres. Nur an der slowenischen Riviera sei das Wetter zur Zeit recht sonnig.
Wir beschliessen deshalb den Triglav-Nationalpark zu verlassen und Richtung Küste zu flüchten.

In Begunje soll es nach unserem Stellplatzführer einen offiziellen Übernachtungsplatz geben. Wir finden eine schmale Kiesfläche am Dorfrand vor, direkt neben der Hauptstrasse, ohne jegliche Kennzeichnung als Park- oder gar WoMo-Stellplatz.
Definitiv nichts für uns.

Nach Radovljica fahren wir auf einer kleinen Nebenstrasse den Wald hinauf. Die Strasse ist sehr schmal, nass, dreckig und steil. Manchmal drehen die Räder auf dem Schlick durch.
Wir bleiben irgendwo an einer etwas breiteren Stelle stehen, wo sich die Strasse verzweigt.
Es ist Abend, wir sind müde, unsere Laune im Minusbereich. Wir wollen nicht weiter!
Es fällt uns schwer dem Motto: „I FEEL SLOVENIA“ etwas Positives abzugewinnen.
Reisen ist manchmal Sch… 😦

Link zu Beats Morgenspaziergang und zur Wanderung von Planica aus:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wetter gut, Stimmung gut

17. Juni 2016

In der Nacht geht ein heftiges Gewitter nieder mit starkem Regen und pausenlosen Blitzen.

Tog, tog, togtog, tog … laut klopfen die Regentropfen von den Zweigen der Bäume auf unser Fahrzeugdach und lassen uns nicht mehr schlafen. Es ist 6:00 Uhr in der Früh und es regnet immer noch, wenn auch nicht mehr so stark.
Wir sind übermüdet und frustriert und beschliessen erst mal wieder den Berg runter zu fahren, irgendwo zu frühstücken und dann Richtung Meer aufzubrechen, da dort das Wetter ja besser sein soll.

Bereits nach wenigen Kilometern, kurz vor Bled, bricht plötzlich die Sonne durch die Wolken.
Wir steuern einen grossen Parkplatz für Wohnmobile und Reisecars an. Sogar ein mobiles WC gibt es dort und das alles kostenfrei.

In der Touristeninformation besorgen wir uns eine kleine Karte der Region. Auch hier werden wir sehr zuvorkommend bedient.
Wir beschliessen um den Blejsko jezero (Bleder See) zu wandern und abzuwarten, wie sich das Wetter entwickelt.

 

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Blejski grad (Burg Bled) bei Sonnenschein

 

Bald sind kaum mehr Wolken am Himmel, unser Frust ist mit ihnen verschwunden.

Der See von Bled ist sehr fischreich und in Ufernähe blühen viele See- und Teichrosen.

 

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Fischreicher See von Bled (Blejski jezero)

 

 

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Seerose (Nymphaea)

 

 

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Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)

 

Die Sonne scheint, deshalb wagen wir uns weg vom See, auf den nahen Aussichtsberg Mala Osojnica.
Auch hier entdecken wir verschiedene Blumen.

 

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Dreimasterblume (Tradescantia)

 

 

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Alpenveilchen (Cyclamen)

 

Vom Mala Osojnica hat man einen schönen Blick auf die Bleder Insel (Blejski otok), die einzige natürliche Insel Sloweniens. Erreichbar ist sie nur mit Gondeln, genannt „pletna“. Bis heute haben nur einzelne Familien das Recht Touristen dorthin zu rudern. Diese Bewilligung haben einige Familien, die ein ertragsarmes Grundstück besassen, bereits im Mittelalter erhalten, um so ihr Einkommen aufzubessern.

Die Kirche „Maria im See“ ist seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsort.
Es herrscht der Glaube, dass ein Wunsch in Erfüllung gehe, wenn man die Glocke der kleinen Kapelle läutet. Der Andrang, vor allem asiatischer Touristen, scheint gross zu sein. Es bimmelt den ganzen Tag über in unregelmässigen Abständen.
Der Touristenguide auf der Führung durch Bled erzählt, auch er habe die Glocke geläutet und sich „Mrs. Right“ gewünscht. Sein Wunsch sei mehr als erfüllt worden, er habe nun „Mrs. Always-Right“.

 

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Bleder Insel mit Kirche Mariä Himmelfahrt

 

Wieder unten am See, nimmt uns für kurze Zeit der Anblick der Blejski grad gefangen.

 

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Bleder Burg vor einer Gewitterwolke

 

Schon bald werden wir aber von etwas Kleinerem abgelenkt – einem Riesenfisch!

 

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Angler mit Schuppenkarpfen (Cyprinus carpio)

 

Der italienische Sportangler aus Udine hat diesen kapitalen Karpfen an Land gezogen und ist froh, dass wir ihn mit seiner Trophäe ablichten.
Nach dem Fotoshooting lässt er den Brocken wieder vorsichtig, ja liebevoll, zurück ins Wasser gleiten, wo dieser unverzüglich in der Tiefe verschwindet.

Link zur Wanderung um den See von Bled: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Camp Bohinj, ein wunderschöner Campingplatz

18. Juni 2016

Am Vormittag fahren wir nach Ukanc, in den Triglavski Narodni Park (Triglav Nationalpark).
Der Campingplatz Bohinj liegt wunderschön in einem lichten Wald, direkt am Bohinjisko-See. Hier gibt es keine fixen Plätze, jeder darf seinen Camper oder sein Zelt dort aufstellen, wo es ihm am besten gefällt. Dadurch wirkt die Anlage nicht so unpersönlich und steif wie andere Campingplätze .

In fünf Minuten sind wir zu Fuss bei der Talstation der Vogel-Luftseilbahn. Die Bahn fährt nicht bis zum Berggipfel „Vogel“ (1922 m ü.M.), sondern endet auf 1535 m ü.M.
Oben geniessen wir den Rundblick. Der Bohinjsko jezero (Bohinjer See) liegt zu unseren Füssen und weiter hinten grüsst der Triglav, mit 2864 m ü.M. der höchste Berg Sloweniens.

 

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Blick auf den Bohinjsko jezero

 

 

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Triglav, der höchste Berg Sloweniens

 

 

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Wer möchte hier nicht verweilen?

 

Aber auch hier, auf dem Aussichtsberg, lohnt es sich, nicht nur in die Ferne zu schauen.
Ein selten schöner Gockel wohnt mit seinem Harem an dieser traumhaften Lage.

 

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Der majestätische Hahn …

 

 

 

 

 

 

 

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… hat alles im Blick.

 

 

 

 

 

 

 

Wir machen uns zu Fuss auf den Weg hinunter zum See. Dabei treffen wir eine Gruppe Jugendlicher, alle in Tracht. Wir kennen den Anlass für diese festliche Kleidung nicht, erfreuen uns aber an der herausgeputzten Schar.

 

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Kinder in Tracht

 

Der Weg ins Tal folgt der planierten Skipiste. Er ist steil und rutschig. Die Trasse, eine Narbe im Gelände, besteht vorwiegend aus Steinen und Geröll und konnte nicht wieder zuwachsen.
Nach 1000 Höhenmetern sind wir froh, heil unten angekommen zu sein.

Link zur Wanderung von der Bergstation der Vogel-Luftseilbahn hinunter zum Camp Bohinj:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zurück nach Bled

19. Juni 2016

Am frühen Morgen liegt noch leichter Nebel über dem See.

 

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Camp Bohinj am Bohinjsko jezero

 

Nach dem Mittag fahren wir zurück nach Bled.

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ruhetag in Bled

20. Juni 2016

Heute geben wir unserem Wohnmobil einen freien Tag und bleiben in Bled. Wir spazieren an den idyllischen See und sehen uns danach im Tourismusbüro die Ausstellung und Filme der Region an.

Im Café, das sich im selben Raum befindet, haben wir freies WiFi. Ein Tisch ist originell gebaut, mit einem Band Flusskiesel in der Mitte.
Wir fragen nach einem typischen Getränk aus der Region. Der Wirt freut sich sehr über unser Interesse und serviert uns einen Eistee mit Hagebutte. Ausserdem empfiehlt er uns von der hausgemachten „Grmada“ zu kosten. Diese Süssspeise besteht aus einem Nuss-Biskuitboden mit Vanille-Crème, Rosinen und Schlagsahne. Verführerisch lecker!
Langsam verstehen wir, was gemeint sein könnte mit „I FEEL SLOVENIA“!

 

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Origineller Tisch im Café des Tourismusbüros in Bled

 

 

Vintgar Klamm

21. Juni 2016

Am Morgen bearbeiten wir im Restaurant des Tourismusbüros ein letztes Mal den Blogteil „Im Nordosten Italiens“ und schalten ihn frei.
Danach fahren wir mit vielen Umwegen und „Umkehrungen“ zur Vintgar Klamm. Wegen einer Umleitung stehen wir plötzlich vor einer Bahnunterführung mit Lichthöhe von 2.20 Metern. Da kommt unser NOBIS, auch wenn wir die Luft aus den Reifen lassen, definitiv nicht hindurch. Wir drehen um und Annette fragt unterwegs eine Polizistin, die mit ihrem Kollege ein Geschwindigkeitsmessgerät einrichtet, nach dem Weg.
Ihre Variante führt über eine Strasse, die mit einem Fahrverbot für Wohnmobile belegt ist. Was soll’s? Die Polizistin ist ja anderweitig mit ihrer Geschwindigkeitskontrolle beschäftigt und wir kommen ungebüsst ans Ziel.

 

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Durch die Vintgar Klamm fliesst ein kleiner Fluss, die Radovna. Die Schlucht ist nicht sehr eng und nicht sehr tief und das Sonnenlicht dringt an vielen Stellen bis auf den Grund. Dadurch strahlt sie trotz ihrer Wildheit eine grosse Ruhe aus.

Der Weg führt oft über Holzstege, die in die Felsenwand eingebunden sind und den Bach mehrmals queren. An einigen Stellen kann man jedoch bis ans Wasser hinunter gehen.
Im glasklaren Wasser schwimmen viele Fische.

 

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Noch schnell posieren für die Ferien-Foto-(An)sammlung

 

 

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Schön angelegter Weg durch die Vintgar Klamm

 

 

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Annette in der Vintgar Schlucht

 

 

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Ein Knabe beobachtet die Forellen

 

Auf dem Rückweg entdecken wir eine eigenartige Schrift oder Skizze im Rundholz des Geländers.
Handelt es sich um die Unterschrift einer berühmten Persönlichkeit?
Oder um das Höhenprofil einer Wanderung?
Oder um die schematische Darstellung eines Gebirges?

 

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Oder ist es doch nur der Weg, den sich ein Käfer unter der Rinde gefressen hat, als das Baumstämmchen noch im Wald gestanden ist?

Die letzte Variante gefällt uns am wenigsten, obwohl sie die wahrscheinlichste ist.
Ach, was wäre das Leben langweilig ohne Fantasie!

Nach diesem schönen Ausflug fahren wir nach Bled zurück, wo wir eine vierte Nacht verbringen.

Link zur Wanderung durch die Vintgar Klamm:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wanderung über den Lajnar und den Slatnik

22. Juni 2016

Heute geht es weiter. Wir wollen uns ja nicht nur die schöne Gegend um Bled ansehen, sondern einen Überblick über das ganze Land gewinnen.

Slowenien hat eine Fläche von rund 20’000 km² und etwa 2 Mio. Einwohner. Es ist damit etwa halb so gross wie die Schweiz, hat aber nur einen Viertel so viele Einwohner.
58 % der Fläche sind mit Wäldern bedeckt. Slowenien belegt damit hinter Finnland und Schweden Platz drei der waldreichsten Länder Europas.
Hier leben noch 500-700 Braunbären. Wir sind bis jetzt leider (oder zum Glück) noch keinem dieser scheuen Raubtiere begegnet.

Auf dem Bohinjsko sedlo Pass steigen wir aus und wandern über den Lajnar und den Slatnik, zwei der nahen Berge.

 

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Dravh und Lajnar vom Slatnik aus gesehen

 

 

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Triglav (2864 m.ü.M)

 

Auf dem Slatnik verpassen wir den Wanderweg und steigen über Schafpfade wieder hinunter auf den Pass. Wir wandern durch blühende Alpweiden und pflücken für die Tomatensauce zum Abendbrot eine Handvoll intensiv duftender Oregano-Pflanzen.

 

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Üppig blühende Alpweide

 

Annette findet auf dem Navi einen Ort, der unseren hohen Ansprüchen für Übernachtungsplätze genügen könnte.
Wir fahren dazu weg von unserer Route, nach Prtovč hinauf und werden einmal mehr belohnt. Der Parkplatz neben der Kapelle bietet eine grandiose Aussicht.

 

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Übernachtungsplatz mit Aussicht in Prtovč

 

Das Dorf besteht aus etwa zehn Häusern und liegt oben auf einem Bergrücken. Die Heuernte ist in vollem Gange. In dem steilen Gelände kann nicht alles mit Maschinen bearbeitet werden, vieles bleibt Handarbeit.

Die Heuharfen sind typisch sind für diese Region, werden jedoch kaum mehr benutzt. An ihnen wurde früher das Heu aufwändig von Hand aufgehängt und gelagert.

 

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Heuharfe bei Prtovč

 

Link zur Wanderung über den Lajnar und den Slatnik: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Im Spital für schwerverletzte Partisanenkämpfer

23. Juni 2016

Kurz vor Dolenji Novaki sehen wir einen Wegweiser zu einem Denkmal des UNESCO-Weltkulturerbes.
Es entpuppt sich als Partisanenhospital aus dem 2. Weltkrieg. Die Baracken liegen zuhinterst in einer engen, verwinkelten Schlucht. Dadurch waren sie gut geschützt und kaum erreichbar. Hierher wurden nur schwerverletze Kämpfer getragen.

 

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Der Zugang wurde für heutige Besucher ausgebaut

 

 

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Partisanenlazarett Franja

 

Das Spital wurde nach der leitenden Ärztin Dr. Franja Bojc Bidovec benannt.

 

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Die Baracken zwängen sich in die enge Schlucht.

 

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Spitalbetten für schwerverletzte Partisanenkämpfer

 

 

 

 

 

 

 

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Untersuchungszimmer und Apotheke

 

 

 

 

 

 

 

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Operationssaal

 

 

 

 

 

 

 

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Küche für Patienten und Pflegepersonal

 

 

 

 

 

 

 

Wir nehmen bewundernd zur Kenntnis, dass in diesem Spital, unter solchen hygienischen Bedingungen, 578 Schwerverletzte behandelt wurden, von denen 500 überlebt haben.

Nach Straža biegen wir auf eine schmale Strasse ab, die über einen Pass nach Čepovan führt. Bald schon endet der asphaltierte Teil. Die Piste wird immer steiler und exponierter. Wir sind heilfroh, dass uns kein Fahrzeug entgegenkommt, denn kreuzen wäre schwierig, über weite Strecken gar nicht möglich und die Fahrbahn ist zum Teil gegen den Abgrund nicht gesichert.

Kurz vor Lokve bleiben wir bei einem „Picknickplatz“, der von der Kiesstrasse umgeben ist. Wir essen also im Zentrum eines Kreisels, von dem drei Schotterstrassen wegführen. Aber es gibt kaum Verkehr und ein kühler Wind dämpft die Hitze.

Link zum Spaziergang zum Partisanen-Hospital (UNESCO-Weltkulturerbe): Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Was man unterwegs so alles antrifft!

24. Juni 2016

Im Süden besuchen wir kurz die Einsturzdoline der Škocjanske jame. Wir verzichten auf eine Führung durch die Höhlen und begnügen uns mit einer Wanderung um die Doline, die 164 Meter tief ist.

Unterwegs entdecken wir einen Jagdstand der anderen Art. Ein Jäger hat seinen feudalen Ansitz auf einen Felsen gebaut.

 

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Jagdhochsitz einmal anders

 

Ein Käfer versucht sich hinter einem Holzbalken zu verstecken, doch wir haben ihn bereits gesichtet. Die Fühler dieser sonderbaren Gestalt stehen wie Antennen weit ab. So gruselig dieser Zimmermannsbock auch ausschaut, uns gefällt er.

 

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Zimmermannsbock (Acanthocinus aedilis)

 

Ein Stück weiter leuchet am Rande eines Parkplatzes gelb ein Löwenmäulchen. Es scheint sich hier an der Hitze, es ist über 35°C heiss, wohlzufühlen.

 

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Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)

 

In Gabrk finden wir einen Übernachtungsplatz direkt an einem Seerosenteich. Beat gelingen am nächsten Morgen einige schöne Fotos, diese folgen aber erst im nächsten Beitrag. 😉

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Schlafen am Seerosenteich

25. Juni 2016

Die Sonne weckt uns früh.
Die Seerosenblüten im Teich nebenan, die sich gestern Abend geschlossen haben, sind nun ganz geöffnet.

 

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Eine Seerose begrüsst den neuen Tag.

 

 

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Auch ihre Kolleginnen sind bereits wach.

 

Wir geniessen den Morgen bei einem ausgiebigen Frühstück auf dem kleinen Picknickplatz und beobachten dabei, wie eine grosse blaue Libelle über dem Wasser „patrouilliert“. Sie verjagt alle anderen Flieger, egal ob fremde Libellen oder Schmetterlinge. Sogar zwei Schwalben vertreibt sie aus ihrem Revier.

 

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Die Bäume spiegeln sich im ruhigen Gewässer.

 

 

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Übernachtungsplatz am Seerosenteich

 

Unterwegs kaufen wir in Parje einer jungen Erdbeerverkäuferin am Strassenrand das zweitletzte Körbchen Früchte ab.
Beim Weiterfahren kosten wir davon. Die sind so saftig, aromatisch und süss, dass wir kurz entschlossen wieder wenden und ihr mit dem Kauf der letzten Beeren einen früheren Feierabend bescheren.

Hast du gewusst, dass auch Parabolantennen ein Herz haben?
Wir auch nicht!

Eine dieser meist hässlichen runden Schüsseln lässt uns aber tiefer blicken und wir lernen – Reisen bildet – auch Satellitenschüsseln haben ein Herz, sie zeigen es nur nicht immer.

Wer uns nicht glaubt, der kann sich auf dem nächsten Bild davon überzeugen.

 

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Parabolantenne mit Herz

 

Beat freut sich und nimmt das als gutes Omen für den heutigen Fussball Europameisterschafts- Achtelfinale Schweiz gegen Polen.

Der Match, den wir am Abend in einem Restaurant in Šembije verfolgen, belehrt ihn aber, dass das Herz Polen gegolten hat und nicht der Schweiz. 😦

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Bunte Häuser

26. Juni 2016

Die wunderbaren Früchte von gestern ziehen uns nochmals nach Parje und die „Erdbeermarie“, wie wir sie nennen, freut sich sehr, als wir ihr mitteilen, dass sie die besten Erdbeeren der Welt verkauft.

Am Nachmittag fahren wir zur Kirche St. Hermagor und Fortunat von Žužemberk, die auf einem Hügel trohnt.

 

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Kirche St. Hermagor und Fortunat von Žužemberk

 

Uns gefallen vor allem die Turmspitzen, die verglast sind und dadurch etwas Leichtes ausstrahlen.

 

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Verglaste Turmspitzen der St. Hermagor und Fortunat-Kirche

 

Dieser sakrale Bau gibt uns Anlass über die Häuser Sloweniens zu diskutieren.
Uns ist aufgefallen, dass hier ausserordenlich viele fröhlich bunte Häuser stehen.

 

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Selbst Indstriebauten sind zum Teil originell bemalt.

 

Was aber auch auffällt, sind andererseits die vielen bewohnten Häuser, die aussen nicht verputzt sind.

 

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Eine Frau erklärt uns, dass viele, die sich ein Haus bauen, möglichst schnell darin wohnen wollen. Das Eigenheim werde dann erst später verputzt, wenn wieder genügend Geld vorhanden sei.

In Dolenjeske Toplice finden wir einen ruhig gelegenen einfachen Stellplatz mit Wasser und Entsorgungsstelle.
Kostenpunkt: ein freiwilliger Beitrag, den man in den Briefkasten legt.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Mais und Störchen

27. Juni 2016

Am Morgen ist der Himmel bedeckt und es hat merklich abgekühlt. Vorbei die Zeit, in der wir bei Temperaturen von über 35°C geschmort haben.
Wir fahren durch eine Gegend, in der jeder einen eigenen Rebberg neben dem Haus zu haben scheint.

 

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Rumanja Vas

 

In Novo Mesto spazieren wir durch die Altstadt. Der Ort wirkt irgendwie nicht stimmig. Die schmalen Strassen im Zentrum sind nur von wenigen schönen alten Häusern gesäumt. Die meisten sind schon etwas am Vergammeln oder wurden durch gesichtslose funktionale Bauten ersetzt.
Die Menschen blicken oft zu Boden und erwidern unseren Gruss kaum. Das irritiert uns. Wir haben die Slowenen bisher als ausserordentlich freundliche Menschen erlebt. Vielleicht hat dieses Städtchen höhere Ziele und übt um eine anonyme Grossstadt zu werden?

 

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Altstadt von Novo Mesto, von aussen schön

 

Es gibt sie aber auch hier, die kleinen, oft übersehenen Schönheiten.

 

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Stiefmütterchen

 

Eine Statue zeigt einen Turner an den Ringen. Da kann Beat als ehemaliger Kunstturner-Trainer natürlich nicht achtlos vorbeigehen.

 

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Olimpionik, Leon Štukelj (1898 – 1999)

 

In Ratež leuchen vor einer Scheune gelb zusammengebundene Maiskolben. Lagerplätze können auch dekorativ sein.

 

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Gleich daneben wurde eine nicht mehr benutzte Heuharfe zum Maiskolbenlager umgenutzt.

 

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Heuharfe als Maislager

 

In dieser Gegend nisten einige Störche.
Wir wissen natürlich, wie heutzutage jedes Kind auch, dass diese Vögel den Menschen keine Babys bringen.
Es ist uns aber nicht klar, ob das die Störche selber auch wissen … und so bleibt Annette – vorsichtshalber – im geschützten Wohnmobil zurück.

 

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Storch in Dobe

 

In Kostanjevica na Krki (Landstraß an der Gurk) machen wir bei einer Höhle Pause. Es regnet, doch auf dem hübschen, einsamen Parkplatz am kleinen Bach gefällt es uns sehr gut. Hier wollen wir über Nacht bleiben.
Plötzlich brechen erste Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und wie aus dem Nichts stehen Familien mit vielen Kindern da, die am Wasser spielen. Vielleicht doch der Storch…?!?

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ein abwechslungsreicher Tag

28. Juni 2016

In Podsreda führt direkt von der Strasse weg ein Kreuzweg auf einen Hügel. Pink strahlen die Bildstöcke in der Sonne und wir nutzen die Gelegenheit zu einem kleinen Spaziergang.

 

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Kreuzweg bei Podsreda

 

Die schmucken Stationen sind alle neu renoviert.

 

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Die naturalistischen Figuren sind ca. 80 cm hoch und sehr ausdrucksstark gestaltet.

 

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Oben angekommen treffen wir eine kleine Kirche an, die aussen wunderbar renoviert wurde, innen jedoch eher einer Ruine gleicht.

 

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Cerkev Sv. Marija Žalosti

 

Wenn das Haus daneben, das bewohnt scheint, das Pfarrhaus ist, dann hat die Kirche noch sehr viel Investitionsbedarf. Nichtsdestotrotz strahlt es einen Charme aus, dem wir uns nicht entziehen können.

 

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Charmantes „Pfarrhaus?“

 

Auf dem Weg zurück verguckt sich ein Schmetterling mit grossen Augen in Annettes Rucksack.

 

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Große Schillerfalter (Apatura iris)

 

 

 

 

 

 

 

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Was es da wohl für Nektar zu holen gibt?

 

 

 

 

 

 

 

Heute herrscht wieder strahlender Sonnenschein und Temperaturen von über 37°C.
Die Wegwarten, die sich leicht im Wind wiegen, scheinen die Hitze zu geniessen.

 

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Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)

 

Die Kraft der Sonne wird von einem Winzer gleich doppelt genutzt: Sie sorgt für hohe Öchslegrade der Trauben am Hang und liefert zudem Strom auf dem Grat, wo die Reben mehr dem Wind ausgesetzt wären und damit einen schlechteren Ertrag liefern würden.

 

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Die Sonne sorgt für Wein und Strom

 

Bei Buče hat jemand kurzerhand ein Segelboot auf einen Teich gestellt.
Ob der Besitzer auf die nächste Sintflut wartet?

 

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Segelboot im Teich

 

Danach fahren wir nach Dom na Boču, wo wir in einer Gartenwirtschaft etwas trinken, bevor wir unsere Wanderschuhe schnüren.
Auf dem Boč steht ein grüner Aussichtsturm. Natürlich muss der zuerst fotografiert werden, bevor wir die 116 Stufen hochsteigen können.

 

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Aussichtsturm vom Boč

 

Hier zeigt Slowenien neben dem Hochgebirge, das wir vom Triglav Nationalpark her kennen, zwei weitere Gesichter. Auf der einen Seite eine stark bewaldete Hügellandschaft, wo kleinräumige Landwirtschaft betrieben wird …

 

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Hügellandschaft vom Boč aus gesehen

 

… auf der anderen Seite die Ebene der Drava, wo grosse Ackerflächen vorherrschen.

 

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Fruchtbare Ebene vom Boč aus gesehen

 

Wieder zurück bei unserem Wohnmobil läuten die Glockenblumen lautlos das Ende des Tages ein.

 

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Glockenblumen (Campanula)

 

Wir fahren deshalb nur noch den Berg hinunter und stellen unseren NOBIS für diese Nacht etwas oberhalb von Zgornje Poljčane hin.

Link zur Wanderung auf den Boč:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Die Schönheit des Zerfalls

29. Juni 2016

In Sveti Jurij rätseln wir, ob das Gebäude wohl noch bewohnt sei. Blühende Geranien vor den geöffneten Fenstern lassen darauf schliessen.

 

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Baufälliges Wohnhaus in Sveti Jurij

 

Der Zustand des Schornsteins spricht eher dagegen.

 

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Wird dieser Schornstein noch benutzt?

 

Wir treten näher und sehen: Natürlich wird dieses Gebäude genutzt und zwar von mehreren Familien. Ja, das Haus ist sogar bis unter das Dach bewohnt.
Die Bewohner scheinen sehr gute Beziehungen zu pflegen. Ein Junges erhofft sich jedenfalls Futter von seiner Nachbarin, die ihren Nachwuchs füttert.

 

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Mehlschwalben (Delichon urbicum) wohnen hier.

 

Kurze Zeit später halten wir am Strassenrand auf einer gemähten Wiese an. Beat will ein Haus fotografieren, das, wie es typisch ist für die Region Haloze, oben auf der Kuppe eines Hügels neben einem Rebberg liegt.

 

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Typischer Bauernhof im Haloze

 

Neben uns auf der Strasse hält ein Personenwagen und eine uniformierte Polizistin steigt aus.
Hoppla … ist das Parken auf einer abgemähten Wiese verboten?

Die Beamtin fragt in perfektem Deutsch, was wir hier tun. Sie ist erstaunt und erfreut, dass wir Touristen diese Gegend besuchen und schön finden. Hierher verirren sich sonst keine Urlauber, meint sie und erwähnt, dass man in dieser Gegend noch das „alte Slowenien“ sehe.
Wenn wir Freude an etwas Speziellem hätten und gerne wandern würden, gäbe es hier ganz in der Nähe ein altes zerfallenes Haus. Sie finde vor allem den Keller leicht gruselig.

Wir sind immer für etwas nicht Alltägliches zu haben und lassen uns den Weg erklären.
Auf die Frage, ob wir unser Wohnmobil hier stehen lassen dürften, erwidert sie, dass das kein Problem sei. Für den Fall, dass sich trotzdem jemand daran stört, notiert sie unsere Autonummer. So könne sie bei einer eventuellen Meldung erklären, dass sie uns kenne und alles in Ordnung sei.

Einmal mehr erfahren wir die Slowenen als ausserordentlich freundliche und hilfsbereite Menschen.

Kaum losmarschiert, lassen uns verschiedene Libellen bereits wieder stoppen. Diese eleganten Insekten mit den langen stabähnlichen Hinterleiben faszinieren uns immer wieder.

 

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Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) ♀

 

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Gestreifte Quelljungfer (Cordulegaster bidentata)

 

Nach einem steilen Wegstück durch den Wald, stehen wir nach einer Wegbiegung plötzlich vor unserem Ziel.
Das „gruselige Haus“ wurde prominent auf einem Hügel mit schöner Fernsicht gebaut.

 

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Es muss sich früher einmal um ein herrschaftliche Haus gehandelt haben. In die Parkettböden sind Muster eingelassen und die Wände und Decken mit Ornamenten verziert.

 

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Parkettboden mit Muster

 

 

 

 

 

 

 

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Verzierte Wandabschlüsse

 

 

 

 

 

 

 

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Deckenmalerei

 

 

 

 

 

 

 

Wie angekündigt, ist der Keller sehr speziell.
Unter einem riesigen Kellergewölbe stehen heute noch alte Weinfässer in der kühlen Gruft.

 

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Weinkeller

 

Dieses vom Einsturz bedrohte Gebäude erzählt an allen Ecken von den besseren Zeiten, die es erlebt hat.

Wir geniessen dieses Ausflugziel der etwas anderen Art und die morbide Schönheit, die der ehemalige herrschaftliche Sitz ausstrahlt.

Auf dem Rückweg erfreuen wir uns wieder an dem prallen Leben in der Natur. Unzählige Schmetterlinge flattern von Blüte zu Blüte.

 

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Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ♂ im Anflug …

 

 

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… und nach der Landung.

 

Der heutige Übernachtungplatz am Gajševsko jezero, den wir ins Auge gefasst haben, ist völlig ungeeignet. Der Parkplatz liegt unterhalb des Stausees und an der prallen Sonne. Selbst jetzt nach 18:00 Uhr zeigt das Thermometer Temperaturen von beinahe 40°C an.
Wir wollen schlafen und nicht gekocht werden!
Deshalb fahren wir wieder etwas zurück auf einen kleinen Platz im schattigen Wald, der uns beim Vorbeifahren aufgefallen ist.

Link zur Wanderung zum „Zerfallenen Haus“:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wo ist denn hier der Naturpark?

30. Juni 2016

Die Karte verspricht hier ganz im Nordosten Sloweniens einen Naturpark.

Wir fahren jedoch bei grösster Hitze durch eine Ebene, in der sich Kornfeld an Kornfeld reiht, nur von vereinzelten Maisflächen unterbrochen. Das grösste Weizenfeld, an dem wir vorbeifahren, hat eine Ausdehnung von geschätzten drei Kilometer Länge und 500 Meter Breite.
Das muss die Kornkammer Sloweniens sein.

 

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Kornfelder bei Domanjševci

 

Wie es diese Ackerbauregion als „Naturpark“ auf die Strassenkarte geschafft hat, ist uns ein Rätsel. Vielleicht halfen gute Beziehungen?

Zur Zeit jagt ein Hitzetag den anderen. Deshalb verstecken wir uns im kühlen Wald, bis Gewitterwolken die Sonne verdecken und Schatten spenden.

 

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Eine Gewitterwolke verspricht Abkühlung

 

Nun wagen wir uns wieder hinaus und parken in Petanjci an einem Weiher.
Diese Nacht quaken uns Frösche in den Schlaf.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Perfekter Stellplatz

1. Juli 2016

Am Morgen, um ca. 9:30 Uhr fährt ein Auto auf den Platz. Zwei junge Frauen erklären uns freundlich, dass dieses Gelände privat sei, und dass wir wegfahren müssten.
Wir räumen das Feld und sind froh, dass sie uns nicht schon viel früher darüber informiert haben. So konnten wir hier noch in Ruhe frühstücken.

In beinahe jedem Dorf steht an prominenter Lage eine Kirche. Unzählige Bildstöcke mit Marien- oder Heiligenbildern säumen zudem Wege und Strassen. Diese Bauten sind meist gut erhalten und oft neu renoviert. Sie prägen das Landschaftsbild entscheidend mit.

 

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Eine der unzähligen Wegkapellen, die man in Slowenien antrifft.

 

Wir fahren nach Maribor, sollten unbedingt wieder mal Wäsche waschen. Doch die Wäscherei, die uns im Tourismusbureau angegeben wird, liegt in der Fussgängerzone und wir beschliessen deshalb unseren Waschtag zu verschieben.

 

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Kirche von Malečnik, im Hintergrund Maribor

 

Danach fahren wir oberhalb der Stadt zum Bellevue. (Das heisst wirklich so!)
Hier endet die Gondelbahn, die im Winter jeweils die Skistars an den Start des Weltcupslaloms bringt.

 

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Blick vom Bellevue auf Maribor

 

In Rogla finden wir einen offiziellen Stellplatz mit Entsorgungs- und Frischwasserstation. Das alles kostet nichts. Einzig für Strom kann man Münzen in einen Automaten werfen und dann für wenig Geld Energie beziehen.

Im nahegelegenen Hotel gönnen wir uns ein leckeres Zvieri, und erfahren dabei, dass hier morgen ein grosser, internationaler Anlass stattfinden wird.

Was das ist?

Um das zu erfahren, musst du dich bis zum nächsten Beitrag gedulden. 😉

Link zur heutigen Strecke:

 

PS: Es gibt drei grosse Plätze für Wohnmobile hier, auf die man locker 70 Fahrzeuge stellen kann. Wir sind jedoch lediglich zu dritt hier.
Spätabends fährt ein weiteres WoMo auf den Platz. Der neue Nachbar stellt sich auf den Platz direkt neben unseren NOBIS.
Ist das Kuscheln auf Slowenisch?!?

 

 

Skurrilitäten

2. Juli 2016

Heute ist hier in Rogla der grosse Tag der Hunde (oder eher ihrer BesitzerInnen?). An diesem internationalen Anlass werden Tiere aus Slowenien, Österreich, Deutschland, Ungarn und Kroatien vorgeführt. Eine Liste klärt uns auf, dass 358 Hunde aus 128 Rassen präsentiert werden.

Schön sein allein, genügt nicht. Die Hunde müssen neben ihrem Frauchen oder Herrchen Fuss gehen und je nach Anweisung der Jury links, rechts oder diagonal über einen der vier Vorführplätze laufen. Einige der Hunde werden dabei an kurzer Leine um die Kurven gezerrt, andere folgen freiwillig.

Wie sich die Bewertung zusammensetzt, wissen wir nicht. Wir erfreuen uns an den vielen verschiedenen Rassen und staunen wie viele hässliche Hunde es gibt.

 

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Die meisten Teilnehmer haben ein eigenes Zelt mitgebracht, in denen sie ihre Lieblinge stylen. Da werden die letzten störenden Härchen weggeschnitten, wird gesalbt, gesprayt, frisiert, toupiert ….
Die Hunde scheint das nicht zu stören. Sie geniessen vor allem den Schatten, denn draussen ist es sehr heiss.

Die Hundeausstellung ist nicht das einzige Skurrile, das es heute in Rogla zu sehen gibt.
Das Dorf liegt auf 1520 m ü.M. eingebettet zwischen Alpweiden und Wäldern. Ein Sessellift, der im Winter Skifahrer befördert, spuckt nun unaufhörlich Mountainbiker mit ihren Drahteseln aus, die auf eigens ausgeschilderten Strecken wieder ins Tal hinunterpreschen.

In diesem touristisch erschlossenen Alpendorf gibt es einen kleinen künstlichen See, der wohl als Wasserspeicher für die Beschneiungsanlagen der Skipisten im Winter angelegt wurde.
Auf diesem ovalen Teich von ca. 150 x 200 Metern tummeln sich heute vier kleine Segelboote und zwei Kajaks. Sie drehen Runden und üben das Umfahren der einzigen Boje, die auf dem Wasser schwimmt.

 

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Nun wandern wir zu den Lovrenška jezera (Seen), die im zweit-südlichsten Hochmoor Europas liegen, wie uns eine Informationstafel stolz erklärt.
Unterwegs kommen wir bei einem Moortümpel mit einem Ehepaar ins Gespräch: Sie haben vor 40 Jahren während 5 Jahren in Deutschland gearbeitet und sprechen immer noch sehr gut Deutsch. So erfahren wir einiges über die Geschichte Sloweniens.

 

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Wollgras spiegelt sich im Wasser.

 

Die Lovrenška jezera sind eine Gruppe von etwa einem Dutzend kleiner Moorweihern, eingebettet in eine Ebene bedeckt mit Krüppelföhren. Schön angelegte Bretterpfade führen über das Moor zu den Tümpeln und kleinen Seen.

 

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Blick vom Vogelbeobachtungsturm auf das Hochmoor

 

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Einer der Lovrenška jezera

 

An diesen Moorweihern leben viele Libellen, für Beat Grund genug, mit der Kamera auf Pirsch zu gehen.

 

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Azurjungfer (Coenagrion)

 

 

 

 

 

 

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Uns unbekannte Libellenart

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg staunen wir im Wald über einen Baumpilz. Er scheint wie wir in der Hitze zu schwitzen und ist mit Wassertropfen übersät.

 

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Zurück in Rogla kommen wir gerade rechtzeitig zum Finale und zur Rangverkündigung der Hundeausstellung. Wir geniessen in der Festwirtschaft die Grilladen und wundern uns über die Wettbewerbskategorien. Hunde, die rein äusserlich nicht das geringste gemeinsam haben, werden hier zusammengefasst.

Man muss ja nicht immer alles verstehen. Verstehen verhindert nur das Staunen und staunen ist schön!

Auf dem Weg zurück zu unserem Wohnmobil wollen wir noch einen Blick in die markante Kirche werfen. Doch scheint hier leider das Gotteshaus nur für Gott und nicht für die Menschen gebaut. Die Türe ist abgeschlossen!
Auf einer Bildertafel können wir sehen, dass das Lichtkonzept im Innern fantastisch sein muss. Schade, das hätten wir gerne selber erlebt.

 

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Kirche der Verklärung Christi in Rogla

 

Nach dem Nachtessen spazieren wir nochmals zum nahen Weiher und werden mit einem himmlischen Lichtkonzept beschenkt, das den Ärger über die geschlossene Kirche mehr als aufwiegt.

 

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Abendstimmung am Teich von Rogla

 

Link zur Wanderung zu den Lovrenška jezera:

 

 

Unser Garten im Wohnmobil

3. Juli 2016

In der Nacht wurde es empfindlich kühl (10°C) und am Morgen beginnt es gar zu regnen. Wir verlassen deshalb Rogla.
Unterwegs fahren wir immer wieder an Gemüsegärten vorbei. In Slowenien ziehen viele Menschen ihren Salat und ihr Gemüse selber. Die Pflanzungen unterscheiden sich in Grösse und Inhalt, doch in keinem fehlen Kartoffeln und Stangenbohnen, die immer an den Rand gesetzt werden.

 

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Slowenischer Gemüsegarten

 

Wir haben uns an die slowenischen Gepflogenheiten angepasst und sind nun selber stolze Besitzer von drei Gartenbeeten. In unserer Bio-Hors-Sol-Pflanzung wachsen zwar keine Kartoffeln, da sind wir vom Platz her etwas eingeschränkt, dafür: Kresse, Rot- und Weisskohlkeimlinge und Oregano!

 

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Unser Garten im Wohnmobil

 

Hier die Anleitung für Wohnmobilisten:

Annette hat kleine Kunststoffboxen (Verpackung von Ferrero Rocher-Kugeln) mit Klettbändern auf das Fensterbrett unseres Badezimmers geklebt. Um die Feuchtigkeit zu halten und den Wurzeln Halt zu geben, hat sie dünne Küchenschwämme zugeschnitten und in die Behälter gelegt und fertig sind die „Beete“!

Die Bio-Samen werden nun ohne Dünger in die kleinen Schalen gestreut und feucht gehalten. Schon nach wenigen Tagen kann erstmals geerntet werden. Dazu stellen wir jeweils das ganze Beet auf den Tisch. So kann jeder so viel pflücken wie er mag. Frischer geht es nicht!

PS:
Den Holzwürfel mit dem Oregano auf biologischem Nährsubstrat haben wir von Annettes Patin geschenkt bekommen. Die Pflänzchen wachsen zwar, aber nur zögerlich. Vielleicht mögen sie es nicht dauernd herumgefahren zu werden, vielleicht brauchen sie auch nur mehr Zeit.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Aus einem Waschtag werden zwei!

4. / 5. Juli 2016

Unser Lager an sauberen Kleidern schwindet im selben Ausmass, wie sich der Berg an schmutziger Wäsche höher türmt. … Zeit, einen Waschtag einzulegen. Dazu fahren wir auf den Campingplatz in Kamnik.

Die Waschmaschine hat jedoch einige Macken: Jeder Programmpunkt muss wiederholt angewählt werden bis überhaupt etwas passiert. Mal startet das Programm nicht, mal wäscht und heizt die Maschine endlos statt zu schleudern, mal schleudert sie statt zu waschen … erst nach Mitternacht hängt Annette die letzte Wäsche auf. Zum Glück ist das Wetter gut und wir können sie über Nacht auf der Leine lassen.

 

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Waschtag auf dem Campingplatz

 

Nachdem das letzte Wäschestück trocken und wieder fein säuberlich weggeräumt ist, machen wir uns auf den Weg um Kamnik zu entdecken.
Hoch über dem Dorf steht das Wahrzeichen von Kamnik, die Doppelkapelle der „Mali Grad“, der Kleinen Burg. Die untere Kapelle stammt von ca. 1100. Sie wurde im 13. Jhd. mit einer zweiten Kapelle überbaut.

 

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Doppelkapelle von Kamnik

 

Im alten malerischen Städtchen gibt es noch kleine Tante-Emma-Läden, wo wir lieber einkaufen, als in den Einkaufszentren.

 

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Kamnik

 

Zwischen den alten Häusern ist auch Platz für moderne Kunst. Über einer Strasse hängen dekorativ bunte Regenschirme.

 

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Gegenwartskunst in Kamnik

 

 

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Link zur Strecke vom 4. Juli 2016:

 

 

Ausflug nach Ljubljana

6. Juli 2016

In der Nacht geht ein heftiges Gewitter mit Hagelschlag nieder.

Der Platzwart des Campingplatzes meint am Morgen sichtlich stolz: Hier in den Bergen könne das schon ab und zu vorkommen. (Kamnik liegt zwischen sanften Hügeln auf 385 m ü. M!)

Der Himmel ist wieder wolkenlos und wir fahren mit dem öffentlichen Bus in die Hauptstadt Ljubljana. Es ist nicht der Tag unseres Chauffeurs. Plötzlich spuckt der Automat im Bus keine Tickets mehr aus. Er versucht den Schaden während des Fahrens zu beheben, was aber nicht funktioniert. Das ärgert ihn so, dass er eine Abzweigung verpasst und dann bis zum nächsten Kreisel fahren muss um zu wenden.

Trotz diesen Widrigkeiten kommen wir irgendwann in Ljubljana an.

Auf dem Weg von der Busstation zur Altstadt überrascht uns ein buntes Haus, das als markantes Bindeglied zwischen alten und neuen Bauten fungiert. Neben dem Eingang befindet sich eine offizielle Tafel, die wir leider nicht verstehen. Was ist wohl in diesem verschnörkelten Gebäude untergebracht? Das Amt für Kultur und Kunst? Oder dasjenige für Kinder und Jugendliche?

 

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Grundbuchamt, Ljubljana

 

Als wir den Text später im Internet übersetzen lassen, stellt sich heraus: es ist das Grundbuchamt.

Die Altstadt ist sehr auf Touristen ausgerichtet. Strassen-Café reiht sich an Strassen-Café.

 

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Strassen-Cafés an der Ljubljanica

 

Kurios finden wir die drei Brücken, die unmittelbar nebeneinander über den Fluss führen.

 

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Drei Brücken führen nebeneinander über die Ljubljanica.

 

 

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Altstadt von Ljubljana

 

Wir spazieren auf einem schattigen schmalen Weg zur Burg hinauf. Ein alter Baum mit knorriger Nase schaut gutmütig auf uns herab.

 

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Wir verzichten auf eine Besichtigung der Burg und geniessen die Rundsicht über die Stadt und die nahen Hügel.

 

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Burg von Ljubljana

 

Um die Altstadt reihen sich die neueren Häuser. Auch moderne Gebäude haben ihren Reiz. Ein Architekt verzierte seine turmartigen Wohnsilos mit kuriosen „Nachthäubchen“. Ein anderer stellte sich wohl die Aufgabe: Wie baue ich Terrassenhäuser ohne Hanglage?

 

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Eigenwillige Wohnblocks in Ljubljana

 

Auf dem Weg hinunter in die Stadt entdecken wir das Konsulat von Nepal. Dass Slowenien und Nepal konsularische Beziehungen pflegen, das haben wir nicht erwartet.

 

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Nepalesisches Generalkonsulat in Ljubljana

 

Nach Kamnik zurück fahren wir mit der Eisenbahn.
In unmittelbarer Nähe vom Bahnhof Ljubljana steht das „Terrassenhäuser-Haus“, das wir bereits vom Burghügel herunter bewundert haben. Aus dieser Perspektive gesehen, passt es noch besser in die Stadt, finden wir.

 

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Terrassenhaus in Ljubljana

 

Link zum heutigen Ausflug nach Ljubljana mit ÖV:

 

 

Heile Welt auf der Velika Planina

7. Juli 2016

Nach dem gestrigen Stadtbesuch haben wir heute Lust auf ein Kontrastprogramm. Deshalb fahren wir nach Velika Planina.
Wir parken unseren NOBIS etwas unterhalb der Alp im schattigen Wald und gehen den Rest zu Fuss.

Als ehemalige Alphirten staunen wir, über die originellen Salzsteinhalter, die in geschälte Baumstrünken eingebaut sind. Die Lecksteine sind so vor Regen geschützt und die Rindviecher können ihren Mineralienbedarf selber decken.
Wir sind jeweils noch mit losem Salz in Plastiksäcken den Rindern nachgelaufen.

 

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Salzstein im Baumstrunk

 

Ein Stück weiter treten wir aus dem lichten Wald auf eine Ebene … und unsere Münder bleiben eine Zeitlang offen stehen.

Wow!

Ein ganzes Dorf aus pittoresken Alphütten steht vor uns auf einer Ebene.
Unglaublich schön!
Alle Häuser sind aus Holz gebaut und mit Holzschindeln gedeckt.

 

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Alphütten auf Velika Planina

 

Wohin der Wegweiser führen will, interessiert uns nicht. Wir sind angekommen. Uns gefällt aber seine stimmige Art.
Die Äste zeigen zum Himmel, die Schilder zu anderen möglichen Zielen.

 

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Glücklich schlendern wir zwischen den Häusern hindurch und schwelgen in Erinnerungen an unsere Alpzeit, die nun doch schon rund 20 Jahre zurückliegt.
Vielleicht sollten wir noch einmal einen Sommer lang als Alphirten arbeiten?

 

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Velika Planina, ein Alphüttendorf

 

Nichts trübt an diesem sonnigen Tag die Idylle.

 

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Milch direkt von der Quelle

 

Vor einer der Hütten preist eine Tafel Milchprodukte zum Verkauf an. Da können wir nicht widerstehen.
Ein Mann mittleren Alters verkauft uns einen kleinen Laib von seinem leckeren Alpkäse. Der Hirte erzählt uns, dass auf dieser Alp noch 380 Tiere gesömmert werden. Er selber besitzt zehn Tiere, fünf davon sind Milchkühe.
Von den 64! Häusern sind nur noch 20 bewohnt, und lediglich 4 Familien betreiben noch Milchwirtschaft, die anderen Mutterkuhhaltung.

 

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Typische Alphütte auf der Velika Planina

 

Gegen Abend verlassen wir diese heile Welt wieder und wandern zurück zu unserem Wohnmobil. Heute übernachten wir auf dem grossen, ruhigen Waldparkplatz unterhalb der Velika Planina.

Link zur Wanderung auf die Velika Planina:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Logarska Dolina

8. Juli 2016

Das Tal Logarska Dolina ist ein UNESCO Biosphärenreservat. Wir wollen uns den Rinka Wasserfall hinten im Tal ansehen.
Eingangs Tal passieren wir eine Schranke, an der uns 8.– € abgeknöpft werden, für die „Parkplatzbenutzung“ im Tal.

Der Wasserfall ist zwar hübsch, aber viel spannender ist das kleine Restaurant, das daneben an einem Felsen klebt.

 

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Rinka Wasserfall mit Restaurant

 

Viel läuft da nicht. Der Kellner sitzt alleine in dem Adlerhorst und vertreibt sich die Zeit mit Gitarre spielen.
Da hat wohl auch anderen das happige „Eintrittsgeld“ in das Tal die Freude am Öffnen des Geldbeutels geschmälert.

Nun steigt das Gelände steil an. Wir wandern weiter bis zum Berggasthaus Okrešelj. Von hier aus könnte man in mehrstündigen Wanderungen zwei Pässe überqueren. Wir begnügen uns mit einem kleinen Spaziergang in der nahen Alpwiese und freuen uns an den vielen blühenden Lilien.

 

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Krajner Lilie (Lilium carniolicum)

 

Auf dem Rückweg bewundern wir nochmals das kleine Restaurant hoch oben am Felsen, das nur über eine schmale, steile Holztreppe erreicht werden kann.

 

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Annette hat noch nicht genug. Sie wandert auf dem volkskundlichen Pfad sieben Kilometer zurück an den Talausgang, während Beat mit unserem Zuhause vorausfährt.

 

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Logarska Dolina

 

Wir treffen uns auf einem gratis Parkplatz ausserhalb des kostenpflichtigen Tales wieder und geniessen den Blick zurück in dieses schöne Reservat.

 

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Gipfel des Ojstrica und Kapela Kristusa Kralja

 

Rund einen Kilometer später, noch vor der nahen Grenze zu Österreich, finden wir einen Parkplatz direkt neben der kaum befahrenen Passstrasse.

Link zur Wanderung am Rinka Wasserfall vorbei zum Berggasthaus Okreŝelj und zurück zum Talausgang:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf Wiedersehen, Slowenien:

9. Juli 2016

Hoch über unserem Schlafplatz hat ein Drache die ganze Nacht Wache gehalten. Am Morgen steigen wir zu ihm hoch und bedanken uns für den Schutz.

 

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Drachen im Berg

 

Nun verlassen wir Slowenien und fahren nach Österreich.

Wir sind begeistert vom ausserordentlich vielseitigen und schönen Slowenien.
Das kleine Land bietet Hochgebirge, Alpweiden, Hügellandschaften, Ebenen, Meer, Wälder, schöne Dörfer und Städte und ist von vielen netten und freundlichen Menschen bewohnt.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

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