Spanien Februar 2017

 

17. – 23. Februar 2017

Karte zu unserer Reise durch Spanien

 

Von Stahlschweinen, Kirchtürmen und einer Flamenco-Session

17. Februar 2017

Kurz nach dem Grenzübertritt, in Villanueva del Fresno begegnet uns auf einem Kreisel die erste Schweinerei! 😉
Drei Schweine stehen um einen Baum. Auch die Pilze und herumliegenden Eicheln wurden von einem Künstler aus Cortenstahl gefertigt.

 

„Schweinekreisel“ in Villanueva del Fresno

 

An Jerez de los Caballeros, das auf einem Hügelzug liegt, fahren wir nur vorbei.
Etwas Besonderes ist die Sicht von der Umfahrungsstrasse auf das Dorf. So stehen die fünf Kirchtürme am Horizont und ragen in den Himmel.

 

Jerez de los Caballeros

 

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz fahren wir zur Ermita de los Remedios.
Wir werden mit live gesungener Flamencomusik begrüsst. Vor einem geschlossenen Restaurant feiern vier Männer eine kleine Session. Selbst ein Rotkehlchen hört aufmerksam zu.

 

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

 

Das gefällt uns, hier bleiben wir.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von schwarzen Schweinen und weissen Kälbern

18. Februar 2017

Die Morgensonne lässt die Ermita de los Remedios in zartem Rosa leuchten.

 

Ermita de los Remedios

 

Kurz darauf fahren immer mehr Autos auf den Parkplatz. Später kommen noch einige Fahrzeuge mit Hundeanhängern dazu.
Dutzende von Männern versammeln sich zur Jagd.
Während wir frühstücken, kommt es in einem der Anhänger zu einer üblen Beisserei unter den Hunden.
Beim Versuch der Jäger die ineinander verbissenen Tiere zu trennen, entwischen vier Hunde. Nach einiger Zeit werden drei davon zurückgebracht, vom vierten fehlt bis zu unsere Abfahrt jede Spur.

Auf einer Wiesen bei Enmedio liegen drei weisse flauschige Kälber im grünen Gras. Der Rest der Herde weidet in unmittelbarer Nähe.
Nur wenige Kilometer weiter liegen schwarze Schweine an der Sonne. Als wir uns dem Zaun nähern, stehen sie auf und kommen näher. Vielleicht gibt es ja Futter?

 

Weisse Kälber …

 

… und schwarze Schweine

 

 

 

 

 

 

 

Etwas ausserhalb von Aracena übernachten wir beim Mirador El Castañuelo.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Kork

19. Februar 2017

Heute kaufen wir im nahen Aracena ein und fahren dann weiter auf den Campingplatz, der etwas ausserhalb der kleinen Stadt liegt.
Dabei fällt uns ein riesiges Korklager auf.

 

Korklager bei Aracena

 

Hier wird die Borke der Korkeichen gesammelt.
Die krummen Stücke werden gedämpft. Dadurch verlieren sie ihre Wölbung und können zu Quadern geschnürt werden.
Ein Laster bringt diese Bündel in eine Fabrik, wo das Rohmaterial zu Weinzapfen, Isoliermatten und vielem mehr verarbeitet wird. Sogar Kleider kann man heute aus Kork herstellen.

 

Der Kork liegt zum Transport bereit.

 

alles verkorkst oder was?

 

Auf dem Campingplatz stellt der nette Betreiber extra den Internetrouter für uns um, damit wir von unserem NOBIS aus Internetanschluss haben und nicht in der Bar arbeiten müssen.
¡Muchas gracias!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Baumgeistern und einer pubertierenden Blume

20. Februar 2017

Gleich unterhalb des Campingplatzes lädt ein wunderschöner lichter Korkeichenwald mit uralten Bäumen zum Flanieren ein.

 

Knorrige Korkeiche

 

Unbeschwert und fröhlich plaudernd schlendern wir durch diesen Hain.
Plötzlich jedoch bemerken wir, dass wir nicht alleine sind. Wir werden beobachtet, ja gar bedroht!

In einer Eiche ist ganz klar ein Wesen mit Gesicht und Armen auszumachen. Sogar der Bauchnabel und die Scham sind erkennbar … ein verwunschener Prinz?

Ein Stück weiter will sich ein Panther mit blutroten Augen auf uns stürzen. Die Vorderbeine hat er bereits zum tödlichen Angriff erhoben. Zum Glück bemerkt wir ihn rechtzeitig und können ausweichen.

Dann starrt ein Hase mit angstverzerrtem Blick aus einem Baum und kurz darauf ein unheimliches Wesen mit kleinen Augen und kurzer Schnauze.

Wir haben genug gesehen und rennen so schnell wir können auf den nahen Campingplatz, der mit einem hohen Zaun geschützt ist.

 

Verwunschener Prinz?

Angriffiger Panther

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angstvoller Hase

Unheimliches Wesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Rezeption liegt ein Handzettel auf, auf dem Führungen zu den Iberischen Schweinen und durch eine Schinkenfabrik mit anschliessender Degustation angepriesen werden.

Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Wir steigen in unseren NOBIS, verriegeln alle Türen und fahren so schnell wie möglich an dem Korkeichenwald mit all seinen Gespenstern vorbei nach Aracena.

Im Betrieb, der die Führungen anbietet, ist jedoch gerade Siesta. Deshalb fahren wir zuerst nach Almonaster la Real.
Hier ziehen wir die Wanderschuhe an und dann gehts los.
Noch im Dorf sehen wir auf einem kleinen Platz allerlei originelle Figuren aus Alteisen. Ein Trio spielt zum Tanz auf.

 

¿Trio Hierro Viejo? (Trio Alteisen?)

 

Eine Figur bearbeitet einen Eisenstab, den sie in den Schraubstock eingespannt hat. Ob dies ein Selbstbildnis des Künstlers José Carlos Oliveira ist?

 

Der Künstler an der Arbeit?

 

Gerne legen wir für den fantasievollen Macher eine Münze in die Eisenkasse, die da steht.

Nach dem Dorf führt der Weg links den Berg hoch.
Wieder wandern wir durch einen Korkeichenwald, doch diesmal brauchen wir keine Angst zu haben. Die Borken sind geerntet und somit auch alle Gespenster befreit. Unschuldig leuchten die Stämme in dunklem Rotbraun. So wie sie hier stehen, kann man kaum glauben, zu welchen Taten diese Bäume fähig sind!

 

Geschälte Korkeichen

 

Der Gipfel des Cerro de San Cristóbal ist mit einer Funkantenne verunstaltet. Die Sicht ins Tal und über die benachbarten Hügelzüge wäre wohl den Schweiss, den wir beim Aufstieg vergossen haben wert. Doch die tiefe Wolkendecke lässt heute keine Fernsicht zu.

 

Cerro de San Cristóbal

 

Wir konzentrieren uns deshalb auf die Nähe und erfahren einmal mehr, dass das geflügelte Wort frei nach Goethe: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh das Gute liegt so nah!“ seine Richtigkeit hat.

Eine kleine, unscheinbare Blüte scheint da direkt aus dem Boden zu wachsen. Ihre eher schwarze als dunkelviolette Kapuze schützt den senkrechten Kelch vor Regen.

 

 

Wir knien nieder und können es nicht lassen mit einer Lampe das Geheimnis unter der Kapuze zu lüften. Ein kugeliges Ding, über und über mit Pickeln übersät, wird da aus der Tiefe des Kelchs gestreckt.
Wir fragen uns, ob es sich hier um eine pubertierende Pflanze handelt. Das würde wohl auch die schwarze Kapuze erklären.

 

Krummstab (Arisarum simorrhinum Durieu)

 

Wikipedia lässt uns später wissen, dass wir mit unserer Vermutung falsch gelegen haben. Es handelt sich um eine in Portugal und Spanien heimische Art des Krummstabs.

Auf der Rückfahrt verirren wir uns zuerst ins und dann auch noch im Dorf Cortegana. Es scheint hier nur schmale und noch schmalere Einbahnstrassen zu geben. Endlich finden wir einen Ausgang und düsen nach Aracena, wo wir fünf Minuten vor Ladenschluss bei Ibéricos Vázquez eintreffen.
Unser Wunsch nach einer Führung für morgen scheint schwierig, da zu kurzfristig zu sein. Die Exkursionen finden nicht regelmässig, sondern nach Bedarf statt.
Da kann nur noch der Chef selber entscheiden und dieser meint, wir sollten morgen um 10:00 Uhr hier erscheinen, er werde einen Führer für uns organisieren.

Zufrieden fahren wir von dannen. Natürlich nicht mehr zum Wald mit den verzauberten Kreaturen, sondern auf die andere Stadtseite zum Mirador, wo wir bereits vorgestern übernachtet haben.
Sicher ist sicher! 😉

Link zur Wanderung auf den Cerro de San Cristóbal: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Das Geheimnis hinter dem wertvollen Jamón Ibérico

21. Februar 2017

Punkt 10:00 Uhr sind wir bei Ibéricos Vázquez. Unser Guide Santi erwartet uns bereits vor der Türe.

Zuerst fahren wir aus der Stadt und parken in der Nähe des Campingplatzes. Dann wandern wir durch einen lichten Eichenwald. Santi erklärt Annette auf Spanisch und diese übersetzt Beat auf Deutsch, was es alles Wissenswertes gibt.

 

Santi erklärt Annette den Erntezyklus der Korkeiche.

 

So erfahren wir, dass die Korkeichen das erste Mal nach 14 Jahren und dann alle neun Jahre geschält werden. Das schade diesen nicht, im Gegenteil die geernteten Bäume gedeihen sogar besser als die anderen.

Für die Zucht der Iberischen Schweine (Cerdos Ibéricos) und vor allem für einen vorzüglichen Schinken seien aber die Steineichen wichtiger. Diese bilden jährlich viele Eicheln, eine Delikatesse für die halbwilden Weideschweine. Durch die Eichelmast schmecke der Jamón Ibérico so unvergleichlich gut. Die Tiere sind ganzjährig frei in den Wäldern unterwegs, wo sie sich ihr Futter selber suchen. Vor der Schlachtung werden ihnen aber noch zusätzliche Eicheln verfüttert.

Nun öffnet Santi ein schweres Eisentor, das mit einem massiven Schloss gesichert ist, damit niemand die wertvollen Schweine klauen kann. Wir treten ein ins Reich der Cerdos Ibéricos!

Diese alte Rasse entstand aus der Kreuzung von Wild- mit den ortsansässigen Hausschweinen.

Eine Muttersau streift zufrieden grunzend mit ihrem Nachwuchs über die Wiese.

 

 

Ein Stück weiter dösen ausgewachsene Schweine in einer Sandkuhle und lassen sich von uns nicht stören.

 

 

Einzig der Eber beobachtet uns interessiert.

 

 

Wir freuen uns über das schöne Leben dieser Tiere und sind ein wenig traurig, wenn wir daran denken wie unendlich viel schlechter es doch ihre Artgenossen haben, die in engen Ställen gemästet werden.

Nach dieser Exkursion geht es zurück nach Aracena.
Dort werden wir zuerst „eingekleidet“ und dann führt uns Santi durch den Betrieb.
Wir sehen wie das Brät für die verschiedenen Wurstsorten gemischt und die Würste in Naturdärme abgefüllt werden. Da ist noch viel Handarbeit dabei.

 

 

Nach dem Rundgang gibt es eine Degustation im Verkaufsraum. Hier erfahren wir, dass es vier verschiedene, geschützte Qualitätslabel für den Iberischen Schinken gibt.
Der edelste, ist der Jamón Ibérico de Bellota. Er stammt von Schweinen, die zu mindestens 75 % der Iberico-Rasse entstammen und mindestens 40 % ihres Lebendgewichts freilaufend durch die Früchte der Steineiche (bellota heißt „Eichel“) zugelegt haben.
Eine solche Keule kostet rund 400 Euro!

Stolz weist uns Santi darauf hin, dass Ibéricos Vázquez für eben diesen Schinken im letzten Jahr die Goldmedaille oder genauer, den goldenen Schinken, erhalten hat.

 

Goldmedaille für den Jamón der Firma Vázquez

 

Zum Schluss lädt uns Santi zu einer Degustation ein. Vier verschiedene Wurstsorten, eine schmackhafter als die andere, liegen auf zwei Tellern für uns bereit. Auch ein gutes Glas Weisswein fehlt nicht.

Mensch, was willst du mehr? …

 

Unser Privatguide Santi lädt zur Degustation

 

… ach ja, … natürlich … den berühmten Jamón Ibérico wollen wir noch kosten.

Den gibt es … aber erst nach den Wurstwaren, da sich sonst das Aroma des Schinkens nicht richtig entfalten könne.

Wir hören und denken uns, das ist ein cleveres Vermarktungskonzept.
Wir wissen ja wie guter Schinken schmeckt, kaufen uns selber ab und zu von den feinen, nicht ganz billigen Parma- oder Serranoschinken.

Dann schneidet uns eine Mitarbeiterin von Hand einen Teller voll von dem berühmten Jamón Ibérico.
Wir degustieren … und erleben ein einmaliges, nie dagewesenes kulinarisches Ereignis. Ein wohltuender kräftiger und doch runder Geschmack füllt den ganzen Mund- und Rachenraum.

Önologen hätten wohl viele wohlklingende Namen dafür, wir jedoch sind still und geniessen dieses Geschmackswunder.
Nie haben wir besseres Fleisch gekostet.

Zum Schluss packt man uns die Reste der üppigen Degustation ein, was uns für zwei Mahlzeiten reicht.

Rundum zufrieden und einiges an Wissen reicher, verabschieden wir uns nach gut drei Stunden von Santi und dem Inhaber des Betriebes.

Auf dem Navi hat Annette einen Park bei Rinconada entdeckt. Dort wollen wir nächtigen.
Kurz vor dem Ziel fahren wir an einer prächtig blühenden Mandelplantage vorbei.

 

Blühende Mandelbäume

 

Vor dem Parco de Majuelo stellen wir unseren NOBIS zwischen die Orangenbäume, die die einzelnen Parkreihen abtrennen.
Leider können wir hier nicht bleiben, denn der Platz wird über Nacht geschlossen.
Wir ernten aber erst noch einige Kilos der aromatischen und saftigen Orangen an diesem öffentlichen Parkplatz, bevor wir weiterfahren.

Hinter Adriano finden wir einen kleinen Platz neben der Strasse zwischen blühenden Obstbäumen, Reben und einem Gewächshaus. Der Besitzer warnt uns vor seinem grossen und gefährlichen Hund, aber dadurch könnten wir hier sicher unbehelligt schlafen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Aus den Wäldern über die Hügel ans Meer

22. Februar 2017

Eine sanfte, hügelige Landschaft hat die eher archaischen anmutenden Kork- und Steineichenwälder abgelöst. Die Farben wechseln von graugrün über braun zu knallgrün und beige. Nur vereinzelt sehen wir Olivenhaine.

 

Hügel vor Espera

 

 

 

 

 

Jeder Quadratzentimeter wird genutzt. Das Getreide wird bis unmittelbar an die Gräben gesät, die Bäche in den Boden gegraben haben.

 

 

 

 

In Bolonia stellen wir uns an den Strand, zu einigen anderen Wohnmobilen. Wir plaudern mit der Schottin vom WoMo mit dem französischen Autokennzeichen nebenan. Sie weiss, dass man hier einmal übernachten darf. Die Parkwächter kommen aber jeweils morgens um 7:00 Uhr vorbei um dies mitzuteilen.

Wir spazieren auf einem Steg dem Meer entlang auf ein Sandband zu, der sich weit in den Wald auf einen Hügel zieht.

Ein Feigenkaktus ist über und über mit Früchten bewachsen.

 

Feigenkaktus mit Kaktusfeigen 🙂

 

Am Strand wartet ein einsames Boot auf seinen nächsten Einsatz.

 

 

 

Blick Richtung Bolonia

 

Zurück beim Parkplatz ist unser NOBIS nun das einzige Wohnmobil weit und breit. Auch wir machen uns auf den Weg, da wir nicht morgen früh von Parkwächtern geweckt werden wollen. Wir fahren den Berg hoch und finden oberhalb von Bolonia einen versteckten Platz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Die Wanderdüne von Bolonia

23. Februar 2017

Am Morgen fallen einige Regentropfen. Die Sicht ist diesig, trotzdem sehen wir hinüber nach Afrika. Viele Schiffe fahren durch die nahe Meerenge von Gibraltar vom Atlantik ins Mittelmeer und umgekehrt.

 

Afrika im Morgenlicht

 

Von hier oben sieht man auch die mächtige Wanderdüne von Bolonia, die sich unaufhaltsam den Hügel hinauf in den Wald hinein frisst.

 

Wanderdüne von Bolonia

 

Vom selben Parkplatz am Meer wie gestern wandern wir los.
Auf dem Weg zur Düne lässt sich sogar ein Wiedehopf ablichten. Auch so ein Vogel, den wir bisher nur aus Büchern kannten.

 

Wiedehopf (Upupa epops)

 

Die Düne ist beeindruckend gross (30 m hoch und 200 m breit, 500 m lang). Wenn man auf ihr herum klettert, wähnt man sich in der Wüste.

 

Wanderer auf der Wanderdüne

 

 

Der Wind bläst Sandkorn um Sandkorn die Düne hoch und lässt es auf der Rückseite wieder hinunter rollen. Auch hohe Pinien werden so irgendwann zugedeckt und sterben ab.

 

Wir wollen den südlichsten Punkt Europas besuchen und fahren deshalb nach Tarifa.
Dort parken wir am Südende der Stadt und gehen zu Fuss weiter.

 

Castillo de Santa Catalina

 

Wir lassen den alten Wehrturm hinter uns und marschieren zügig über den Damm südwärts.

 

Der südlichste Punkt Europas

 

Doch am Ende der Strasse steht ein grosses, geschlossenes Tor. Durchgang nur für Berechtigte, steht da. Dazu zählen wir wohl kaum und kehren deshalb unverrichteter Dinge um.
Wir vermuten, dass dieses Stück Land früher eine Insel war und wir deshalb effektiv den südlichsten Punkt Europas erreicht haben. Soll das spanische Militär doch die Insel für sich absperren und uns ausschliessen, wenn es das nötig hat! 😦

Wir trösten uns mit dem dekorativen Thunfisch, der hoch über der Glorieta de León thront. Er erinnert an die (ehemals riesigen) Thunfischschwärme, die durch die Meerenge von Gibraltar schwimmen, um in den warmen Gewässern des Mittelmeeres zu laichen. Sie machten früher einen wesentlichen Teil des Einkommens in der Region aus.

 

 

Da wir schon mal in Südspanien sind, wollen wir auch einen Ausflug ins nahe Grossbritannien wagen.
Wir fahren weiter nach La Línea de la Constitución, das unmittelbar an der Grenze zu Gibraltar liegt.

 

Gibraltar in Sichtweite

 

Bei einem Sportplatz stellen wir uns neben viele andere Wohnmobile und entrichten brav den Obulus von € 4.00, den ein Parkwächter am Nachmittag persönlich, von WoMo zu WoMo tingelnd, einzieht.

Immer wieder erfreuen wir uns an originellen Plastiken, die mitten im Kreisverkehr stehen. Die Verkehrsinseln scheinen langsam die traditionellen Kunstgalerien abzulösen.

Nach „MacDrive“ breitet sich „ArtDrive“ über ganz Europa aus!

 

Kunst im Kreisel in La Línea de la Constitución

 

Ein Nachtspaziergang an den unmittelbar angrenzenden Strand steigert unsere Vorfreude auf Gibraltar weiter. Der „Felsen“ ist in der Nacht sogar beleuchtet.

 

Gibraltar by night

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

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