Deutschland Mai 2017

 

3. – 18. Mai 2017

Karte zu unserer Reise durch Deutschland:

 

Ab ins Ausland

3. Mai 2017

Heute starten wir Richtung Norden und schaffen es über Österreich bis nach Deutschland.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Unserem NOBIS was Gutes tun

4. Mai 2017

In Mering lassen wir unser Wohnmobil auf Herz und Nieren testen und kleinere Reparaturen ausführen.
Wenige Kilometer weiter, am Friedberger See, bleiben wir über Nacht.

 

Höckerschwan (Cygnus olor) am Friedberger See

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

An die Donau

5. Mai 2017

Wir fahren an die „schöne blaue Donau“. Bei dem bedeckten Himmel und den Regenfällen der vergangenen Tage ist sie eher grau als blau, aber was soll’s …?
Oberhalb von Hofkirchen finden wir einen exklusiven Übernachtungs-Platz mit Sicht auf den Fluss.

 

Donau bei Hofkirchen

 

Hier liegt eine der Kriegsgräberstätte Bayerns.
Wir spazieren über den gepflegten Friedhof und uns wird einmal mehr vor Augen geführt, wie viele Menschen im zweiten Weltkrieg sinnlos ihr Leben verloren haben.

 

Kriegsgräberstätte Hofkirchen

 

Auf der Innenwand des runden Turmes sind die Namen von über 2500 Kriegsopfern aufgeführt.

Für den 25-jährigen Josef, der im Jahre 2010 in Afghanistan gefallen ist, wurde ein separater Stein aufgestellt. Wir hoffen, dass hier in Zukunft keine weiteren Namenstafeln angebracht werden müssen.

 

Gefallene im zweiten Weltkrieg und in Afghanistan

 

Das Gedicht zum Gedenken an einen gefallenen Bruder schafft eine emotionale Nähe zu den zahllosen, unbekannten Toten.

 

„Es weht der Wind …“

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von der Donau auf den Geißkopf

6. Mai 2017

Die düstere Stimmung von gestern ist verflogen. Die Sonne scheint und wir geniessen den Blick von unserem Frühstückstisch aus auf die blaue Donau, wo sich ein Lastkahn nach dem anderen langsam flussaufwärts kämpft.

 

Lastkahn auf der Donau

 

Das motiviert zu einem Spaziergang hinunter an das Ufer des viel besungenen Flusses.

 

Hofkirchen in der Morgensonne

 

Ein Biber will hier seinen neuen Wohnsitz errichten. Es gibt noch keinen Damm, doch ein erster Baum wurde in der letzten Nacht angeknabbert und wird wohl Morgen gefällt werden.

 

Biberspuren

 

Wir sind die strahlende Sonne noch nicht gewohnt und fahren deshalb nach Regen. Doch auch hier liegen die Temperaturen über 20°C.

Nichts mit „nomen est omen“, hier gilt „Schall und Rauch“!

 

Sonne in Regen

 

Wir nutzen die frühlingshaften Wärme und fahren in Unterbernau mit der Sesselbahn auf den Geißkopf.
Dieser Berg scheint das Ziel aller Mountainbike-Fahrer von nah und fern zu sein. Neben dem Sessellift, der mehr Biker befördert als Wanderer, zieht auch ein Skilift die Radfahrer den Berg hoch.

Downhill ist angesagt!

 

Sessel- und Bikelift am Geißkopf

 

Tipp für Eilige: der Schlepplift ist schneller als die Sessel!

 

Annette und die Biker

 

Auf dem Geißkopf besteigen wir den markanten Aussichtsturm.

 

Aussichsturm auf dem Geißkopf

 

Aussicht vom Geißkopf

 

Für uns ist nicht Downhill, sondern Uphill angesagt. Wir wandern auf den Bernau-Riegel und weiter auf den Dreitannen-Riegel.
Beide sind als Aussichtsberge deklariert und wirklich, man sieht auch jeweils etwas in die Weite und ins Tal. Uns fehlt die uneingeschränkte Fernsicht. Aber da sind wir Schweizer wohl ein wenig verwöhnt.

Die Wanderung durch den Wald tut gut und wir lassen deshalb auf dem Rückweg die Sesselbahn links liegen und steigen zu Fuss zu unserem NOBIS ab.

Über Nacht bleiben wir, wie viele Biker auch, auf einem der grossen, ruhigen Parkplätze.

Link zur Wanderung vom Geißkopf auf den Bernau-Riegel, den Dreitannen-Riegel und zurück nach Unterbernau: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Tirschenreuth

7. Mai 2017

Unser heutiges Ziel ist die Tirschenreuther Teichplatte, das „Land der 1000 Teiche“.

Es ist sehr regnerisch, doch wir nutzen eine Wolkenlücke und spazieren auf der Trasse der ehemaligen Vizinalbahn (Eisenbahn zur Erschliessung des ländlichen Raums) hinaus zur Himmelsleiter.

Schon von weitem sieht man den markanten Stahlbau, der über dem Rad- und Wanderweg steht.

 

Himmelsleiter von Tirschenreuth

 

Von oben geniesst man den Blick über einige der Teiche, in denen noch heute Karpfen gezüchtet werden.
Vor über 1000 Jahren haben Zisterziensermönche hier die Fischzucht begründet.

Heute ist die „Waldnaabaue“ ein grosses Naturschutzgebiet. Sie ist Heimat für viele seltene, zum Teil vom Aussterben bedrohte, Tier- und Pflanzenarten.

 

Karpfenteiche in der „Waldnaabaue“

 

Naturschutzgebiet „Waldnaabaue“

 

 

Tirschenreuther Himmelsleiter

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach so vielen Karpfenteichen wollen wir zum Abendbrot diesen Fisch essen. Deshalb fahren wir zurück ins Dorf, wo wir einen schönen Platz am Netzbach finden.

 

Fischhofbrücke über den Netzbach

 

Klettnersturm, Tirschenreuth

 

Ehemaliger Fischhof, heute Amtsgericht

 

Karpfen essen ist jetzt im Mai nicht ganz einfach.
Die „richtige“ Zeit sei von September bis März, wird Annette von einem Passanten, den sie nach einem Tipp fragt, belehrt.
Im Restaurant Seenario wird uns aber dann doch noch ein Karpfen serviert.

Link zum Spaziergang zur Tirschenreuther Himmelsleiter:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Haus über Kopf!

8. Mai 2017

In Günthersdorf, ehemals DDR, haben sie die Wende vom Kommunismus zur freien Marktwirtschaft wörtlich genommen. Da steht nicht nur ein gigantisches Einkaufszentrum, nein, sondern auch ein ganzes Einfamilienhaus Kopf.

 

Das verrückte Haus in Günthersdorf

 

Wir fahren weiter bis Wipshausen und stellen uns für die Nacht auf einen ruhigen Wanderparkplatz im Wald.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Celle

9. Mai 2017

In Celle stehen wir und nicht die Häuser beinahe auf dem Kopf.

Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg von Bomben verschont. Die historischen Bauten wurden liebevoll renoviert und die alten Riegelhäuser sind heute eine Reise wert.

 

Häuserzeile in Celle

 

 

 

Altstadt Celle

 

Die Stadt ist aber nicht zu einem Museum verkommen. Die Häuser sind bewohnt und im Erdgeschoss ziehen viele Geschäfte und Restaurants die Touristen an.

Ausserhalb der Kernzone ist genügend Platz für Neubauten. Das Wandgemälde einer Bank ist uns besonders aufgefallen.
Man deutet es entweder als:
– Hier arbeitet das Geld fleissig wie eine Biene …
oder als:
– Mit dem Geld wird die Natur so verbaut, dass die Bienen den Asphalt fressen müssen.

Jeder sieht eben, was er sehen will!!!

 

 

 

Für die Bienen und vor allem für die Menschen gibt es in Celle einen schönen Park.
Ein grosser Baum wurde eingetopft.
Wie das geht?
Wir haben eine Vermutung, aber die geben wir nicht preis! 🙂

 

Eingetopfter Parkbaum

 

Nach dieser Stadtbesichtigung fahren wir weiter nach Lütjenburg zu Annettes Schwester und ihrer Familie. Wir werden herzlich empfangen und verbringen da einige erholsame Tage.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Lütjenburg

10. – 16. Mai 2017

Das Wetter ist sehr wechselhaft und eher kühl.

Wir nutzen wir den einzigen sonnigen Tag, den 11. Mai, für eine Wanderung.

Die Rapsfelder stehen in voller Blüte und geben für die Turmhügelburg einen schönen Hintergrund ab.

 

Turmhügelburg von Lütjenburg

 

 

Rapsfelder in Schleswig Holstein

 

Schleswig Holstein ist bekannt für seine vielen, schönen Seen.
Auch kleinere, unbekannte finden ihre Liebhaber. Ein Schwan dreht auf dem Teich ruhig seine Runden und lässt sich von uns nicht stören.

 

Höckerschwan (Cygnus olor)

 

Daneben liegt ein schattiges Moor, das anderen Tieren Lebensraum bietet.

 

 

Ein abenteuerlicher Pfad führt hindurch. Dieser hat schon bessere Zeiten gesehen, doch lässt er uns trotz seinem üblen Zustand trockenen Fusses das kleine Feuchtgebiet queren.
Nur bei Beat bricht er an einer Stelle ein, nur so zum Spass natürlich. 😕
Der Steg will ihm damit wohl aufzeigen, dass ihm einige Kilos weniger auch gut anstehen würden!

Jaja, Moralapostel gibt es in jeder Form und überall!

 

„Antiker“ Holzpfad

 

Wir haben diese Herausforderung mit Bravour gemeistert und wagen uns nun an härtere Abenteuer.
Wir besteigen den Streetzerberg, einen Achttausender!

Wir wissen, dass uns das niemand glauben will und trotzdem ist es so!
Es gibt in Schleswig-Holstein einen Achttausender!!!

Um alle Zweifel zu beseitigen, haben wir den Gipfelpfahl fotografiert und da steht die Höhe: 8700 ü. N.N. dunkelgrau auf hellgrau!

 

Streetzerberg, Achttausender in Schleswig Holstein

 

Selbst ein roter Milan findet das aussergewöhnlich. Er fliegt bewundernd über uns hinweg.

 

Roter Milan (Milvus milvus)

 

Erschöpft von der Höhe (wir waren ohne Sauerstoffflaschen unterwegs!) wandern wir in tieferen Gefilden zu unserem NOBIS zurück.

 

 

Link zur Wanderung über den Streetzerberg: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Am Montag, 15. Mai besuchen wir Herumkommers in Hamburg und verbringen einen kurzweiligen Tag.
Wir haben Herumkommer und Frau Rumkommer 2015 in Schottland getroffen. Sie sind oft mit ihrem Wohnmobil unterwegs und berichten darüber in ihrem Foto-Reiseblog.

Link zum Blog von Herumkommers:

 

 

Auf nach Dänemark

17. Mai 2017

Unsere Fähre auf die Färöer Inseln fährt am 20. Mai ab Hirtshals, Dänemark.
Deshalb heisst es heute Abschied nehmen.

In Kiel treffen wir Bärbel und Günter. Sie haben vor einem Jahr die Blogadresse auf unserem Wohnmobil gelesen und sich umgehend bei uns gemeldet. Leider waren wir schon wieder weitergezogen. Aber jetzt holen wir das Treffen nach und verbringen zusammen einen gemütlichen Abend an der Kieler Förde.

Danach fahren wir nur noch bis Eckernförde und übernachten da auf einem Parkplatz beim Segelhafen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Weiter nach Dänemark

18. Mai 2017

Am Morgen lädt der Hafen vor unserer „Haustüre“ zum Fotografieren ein.

 

Segelhafen von Eckernförde

 

Auf dem Bild sieht man beim flüchtigen Betrachten nur Segelschiffe.
Doch ein unscheinbares, älteres Fahrrad wünscht sich ebenfalls Beachtung!

 

Fahrrad-Detail

 

Fahrrad-Detail

 

Fahrrad-Detail

 

Nein, nein, das sind nicht die Speichen des Fahrrades, das sind die Pfähle, an denen die Segelschiffe vertäut sind.

 

Siehste … recht gehabt!

 

Nun geht es aber definitiv über die Grenze nach Dänemark, wir wollen ja unsere Fähre nicht verpassen!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

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