Dänemark Mai 2017

 

19. – 21. Mai 2017

Karte zu unserer Reise durch Dänemark:

 

Nordwärts

19. Mai 2017

Gestern sind wir in Dänemark angekommen und haben bei Aalbæk übernachtet. Morgen wollen wir unseren NOBIS in Hirtshals auf die Fähre verladen.
Um trotzdem noch etwas von Dänemark zu sehen, wählen wir nicht den direkten Weg, sondern fahren um den Ringkøbing Fjord.

In Varde liegen im gleichnamigen Fluss viele Boote.

 

„Jachthafen“ in Varde

 

Kurze Zeit später erreichen wir den Ringkøbing Fjord, ein Binnenmeer, das lediglich durch einen schmalen Durchgang mit dem Ozean verbunden ist.

 

Ringkøbing Fjord bei Nymindegab

 

 

Steg am Ringkøbing Fjord

 

Auf dem Streifen zwischen Nordsee und Fjord stehen viele Ferienhaussiedlungen. Vereinzelt sind aber auch Wohnhäuser zwischen den Dünen zu sehen.

 

Wohnhaus zwischen den Dünen

 

In der Nähe von Viborg finden wir einen Picknickplatz. Die milde Temperatur erlaubt es uns sogar, das Abendbrot draussen einzunehmen.

Link zur gestrigen Strecke:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf die Fähre

20. Mai 2017

Wir sind frühzeitig in Hirtshals.
Beim Einchecken übergeben wir unsere Fahrkarten der Dame im Kabäuschen. Diese fragt, ob wir nach Island fahren würden. Wir bestätigen dies und erwähnen, dass wir davor aber drei Wochen lang die Färöer Inseln bereisen wollen.
Sie hakt nach, ob wir denn die Fähre in Tórshavn (Färöer) mit unserem Wohnmobil verlassen wollen.
Irritiert bestätigen wir dies und schieben nochmals nach, dass wir ja drei Wochen auf den Färöern verbringen werden. Eine rege Diskussion per Funk beginnt. Nach einigen Minuten informiert sie uns, dass sie am Abklären sei, ob dies gehe, da das Schiff lediglich fünf Stunden im Hafen von Tórshavn liege.
Nach einigem Hin und Her begreift sie doch noch, dass wir nicht am selben Tag weiterfahren wollen, sondern an dem Datum, das auf der Reservierung steht, die vor ihrer Nase liegt.

Ja, manchmal ist das Einfachste schon kompliziert genug!

Endlich dürfen wir unseren NOBIS ein Stück weiter vorrücken und auf das Verladen warten.

 

Einchecken in Hirtshals

 

Da nur eine Person das Fahrzeug aufs Schiff führen darf, will Annette die wenigen Meter zum Boot zu Fuss zurücklegen. Doch das scheint nicht erlaubt zu sein.
Sie wird in einen Reisebus gebeten. Nach und nach treffen weitere „Fussgänger“ ein. Dann passiert lange Zeit gar nichts. Irgendwann startet der Chauffeur den Motor und fährt zügig auf die Fähre zu, um kurz davor abzubiegen und an allen geparkten Autos vorbei gegen die Ausfahrt vom Hafengeländes zu fahren. Die Passagiere sind verdutzt. In einem weiten Bogen werden sie vom Hafen weggefahren, nur um auf einer anderen Spur wieder fast an den Ausgangspunkt zurückzukehren. Dort dürfen alle aussteigen und über diverse Treppen und Gangways die Fähre betreten. Vor allem für ältere Passagiere, die mit grossen Koffern reisen, eine Zumutung.

Müssen hier Arbeitsstellen erhalten werden, dass alles so kompliziert organisiert ist?

Irgendwann sind wir dann doch zusammen auf der „MS Norröna“ und sehen vom Deck aus dem Verladevorgang zu.
Die meisten LKW-Auflader sind mit „Explore Iceland and the Faroe Islands“ angeschrieben.
Wir folgern, dass wir auf der richtigen Fähre gelandet sind. 😉

 

Verladen der Güter

 

Ein scheppernder Lautsprecher informiert, dass sich die Abfahrt um ein- bis eineinhalb Stunden verzögern wird.

 

Lautsprecher an Bord

 

Endlich ist es so weit. Die Auffahrrampe wird hochgeklappt …

 

Rampe hoch!

 

… die Trossen von den Pollern gelöst …

 

Trossen lösen!

 

… und los geht’s ins weite Meer!

 

Vergängliche Spur

 

Einige Möwen begleiten uns noch ein Stück weit …

 

Junge Silbermöwe (Larus argentatus)

 

… und dann sind wir alleine in der unendlichen Weite der Nordsee.

Einzig ein Kreuzfahrtschiff kreuzt, wie sein Name ja sagt, in einiger Entfernung unseren Weg.

 

„Silhouette“ auf hoher See

 

Link zur heutigen Strecke: (Die Strecke der Fähre ist nur sehr ungenau eingezeichnet!)

 

 

Muckle Flugga, die alte Bekannte

21. Mai 2017

Gegen Abend fahren wir an den Shetland-Inseln vorbei. Hier verbrachten wir im Sommer 2015 sechs erlebnisreiche Wochen.
Damals sahen wir Muckle Flugga, das kleine Eiland mit dem nördlichsten Leuchtturm Grossbritanniens, von der Insel Unst aus.

Link zu unserem Besuch der nördlichen Shetland-Inseln 2015:

Heute ziehen wir auf dem Meer daran vorbei.

 

Leuchtturm auf Muckle Flugga

 

 

 

Viele stehen auf dem Deck und geniessen den Blick auf die Inseln oder schiessen noch schnell ein Bild.

 

Die Shetland-Inseln wollen fotografiert sein.

 

Unbeirrt stampfen die Maschinen im Bauch der Fähre und bringen die MS Norröna weiter nordwärts.

 

Kamine der Fähre

 

Plötzlich taucht vor dem Fenster ein Bohrturm auf. Da der Weg auf das Deck zu lang ist, klickt Beat in der Not durch die dicke, nicht ganz saubere Scheibe.

Es entsteht kein Meisterwerk, aber ein Dokument der Erdölgewinnung auf hoher See.

 

Ölplattform in der Nordsee

 

Wir werden eine zweite Nacht auf der Fähre verbringen und morgen im Hafen von Tórshavn einlaufen.

Hier trotzdem ein Versuch zur heutigen Strecke: 😉 (Die Strecke der Fähre ist nur sehr ungenau eingezeichnet!)

 

 

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