Dänemark 2016

 

23. – 30. April 2016

Karte zu unserer Reise vom 23. – 30. April durch Dänemark:

 

Dänische Südsee

23. April 2016

Wir wollen auch einmal in die Südsee fahren. Deshalb besuchen wir die Inseln der Dänischen Südsee.
Dort wachsen zwar keine Palmen, dafür liegt hier der südlichste Punkt Skandinaviens.

 

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Gedser Odde, südlichster Punkt Skandinaviens

 

Aber gemach, gemach, alles der Reihe nach.

Heute fahren wir erst einmal auf die deutsche Ostsee-Insel Fehmarn und von Puttgarden aus, mit der Fähre nach Rødbyhaven.
Auf der Insel Lolland, beim Maribosøerne finden wir einen ruhigen Übernachtungsplatz direkt am See, in der Nähe eines versteckten Pumpwerkes.

 

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Pumpwerk von 1926

 

Wir fragen einige schmucke gelbe Blumen, die Nahe bei der Pumpstation wachsen, ob hier noch Wasser gepumpt wird und wenn ja, ob in oder aus dem See, … aber sie geben den Schlüssel zu diesem Geheimnis nicht preis.

Schlüsselblumen sind auch nicht mehr, was sie mal waren! 😦

 

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Schlüsselblumen (Primula veris)

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Schlafen an der südlichsten Spitze Skandinaviens

24. April 2016

Bei seiner morgendlichen Pirsch freundet sich Beat mit einem Fasan an. Dieser spaziert auf der Strasse herum und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Zwischendurch reckt er sich und lässt sein metallisch-knarrendes gö-göck ertönen.

 

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Fasan (Phasianus colchicus)

 

Irgendwann findet der bunte Hühnervogel, dass die Distanz zwischen ihm und dem aufdringlichen Fotografen nun doch zu klein sei und er verschwindet unaufgeregt im dichten Unterholz.

 

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Nach dem Frühstück fahren wir auf die Insel Falster und dort nach Gedser Odde. Der südlichste Teil Skandinaviens ist erreicht.
Leider können wir hier das Bild des Gebäudes mit der Aufschrift 54° 33′ 32“ nicht zeigen, denn wir haben es, ungeduldig wie wir sind, an den Anfang dieses Beitrages gestellt und wer uns kennt, weiss, wir wollen Neues und nicht immer das Gleiche. 🙂

Zum Trost der weisse Sandstrand der Südsee:

 

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Sandstrand an der Dänischen Südsee

 

Was ist denn da draussen im Meer? Sind das Korallen? Wir gehen näher und sehen alte Holzpfähle aus dem Wasser ragen.

 

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Hier gefällt es uns. Wir übernachten direkt am Meer und geniessen die phantastischen Wolkenbilder, die den Himmel verzieren.

 

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Schlafplatz an der (Dänischen) Südsee

 

Am Abend erstrahlen die Wolken in einem zarten Rosa: “Kitsch made bei nature“!

 

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Link zur heutigen Strecke:

 

 

Reethäuser

25. April 2016

Die Sonne lockt uns am Morgen aus dem NOBIS. Wieder staunen wir über die mächtigen Wolkenformationen.

 

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Direkt vor unserem Bus führt eine Treppe ans Meer. Doch wir verzichten auf ein Morgenbad. Die Wassertemperatur ist entschieden zu tief. Die Luft ist gemessene 6°C warm kalt und das Wasser gefühlte Brrrr!!!!!

 

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In Nykøbing, im Tourismusbüro wollen wir uns vergewissern, dass wir uns auch die richtigen Sehenswürdigkeiten ansehen. Aber die Information ist mangels Saison geschlossen, und wir sind auf uns selber gestellt.
Auf der Strassenkarte lesen wir: “Schweizertrappen“. Für uns Schweizer Grund genug, um in den Osten der Insel Falster zu fahren.

Wir finden da an der Steilküste nichts Besonderes vor. Vielleicht soll uns das darauf hinweisen, dass wir Schweizer nichts Besonderes sind? Oder handelt es sich um einen Druckfehler und es sollte eigentlich “Schweizer Attrappen“ heissen?
Egal!

Im nahegelegenen Dorf Hesnæs finden wir pittoreske Reethäuser. Hier sind nicht nur die Dächer mit Schilf bedeckt, sondern auch die Aussenwände damit verkleidet.

Hier eine Auswahl der sehenswerten Gebäude:

 

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Wir fahren weiter auf die Insel Møn.
Die weissen Klippen “Møns Klint“ sparen wir uns für Morgen auf. Dass diese eine touristische Attraktion sein müssen, erkennen wir daran, dass alle Parkplätze in der Umgebung mit “no camping“ Schildern versehen sind. Mit etwas Glück finden wir doch noch einen etwas erhöhten, schön gelegenen Platz. Hier wurde wohl vergessen ein Verbotsschild zu platzieren.

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Møns Klint

26. April 2016

Tropf, tropf, tropf …
Regen weckt uns am Morgen.
Wir beschliessen, trotzdem zum Leuchtturm hinunter zu fahren und von dort die zweieinhalb Kilometer zum “Møns Store Klint“ (Grosse Klippe von Møn) zu wandern.

Der Weg steigt bis auf 120 M.ü.M. an. Unterwegs führt eine Holztreppe viele viele Stufen ans Meer hinunter. Wir stehen nun am Fusse dieser imposanten Kreidefelsen. Schade nur, dass es ohne Unterbruch regnet.
Nach einer kurzen Pause geht es wieder die vielen vielen Stufen hinauf.

 

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Ein Stück weiter treffen wir im Wald auf einen schön angelegten Festplatz. Um eine zentrale Feuerstelle herum sind vier offenen Hütten mit Liegepritschen und eigenen Grillplätzen angeordnet. Der ideale Ort für einen zweitägigen Grillplausch.

 

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Wir haben keine Grillwürste dabei und deshalb wandern wir weiter oberhalb der Steilküste. Immer wieder gibt der Wald den Blick frei auf die Kreidefelsen.

 

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Beim “GeoCenter Møns Klint“, einem Touristenanziehungspunkt mit Ausstellung, Restaurant und Souvenirshop steigen wir eine weitere Holztreppe hinunter ans Meer.

 

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Diesmal stehen wir in einer Bucht. Aus dem Meer erheben sich steil die erodierenden Klippen. Hier könnte man Versteinerungen suchen, doch das Wetter lädt nicht dazu ein.

Wieder oben lesen wir im Souvenirshop, dass wir soeben die höchste Treppe Dänemarks erfolgreich gemeistert haben. 497 Stufen hinunter und wieder 497 Stufen hinauf, insgesamt also 994 Stufen, wie uns ein T-Shirt-Aufdruck erklärt.

Der Regen scheint heute nicht mehr aufzuhören und so beschliessen wir, nass wie wir sind, das Restaurant links liegen zu lassen und gleich wieder zu unserem NOBIS zurückzuwandern.

Wir sind noch keine zehn Minuten unterwegs, als die Sonne, erst zaghaft, dann immer bestimmter, den grauen Wolkenschleier beiseiteschiebt.

In der  Tiefe leuchten die weissen Kreidefelsen im Sonnenschein.

 

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Als wir bei unserem Wohnmobil ankommen, sind unsere Kleider schon beinahe wieder trocken.

Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter. Unterwegs beobachten wir, wie warme Sonnenstrahlen einen Acker trocknen.

 

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Etwas ausserhalb von Ulvshall, auf der kleinen Insel Nyord fällt uns ein kleines Häuschen mit Fahne auf. Es ist das alte Lotsenhäuschen. Von hier aus wurde zwischen dem 16. und dem 18. Jhd. das Meer beobachtet.

Eine Tafel im Inneren erzählt dazu:
“Ein besonderes Merkmal der Lotsen von Nyord war der Wettbewerb. Wenn sich von Norden her eine Gruppe von Schiffe näherte, war es den Lotsen erlaubt ein Wettrennen zu den Schiffen zu veranstalten. Der Lotse, der, wie auch immer, am schnellsten an Bord eines Schiffes war, gewann das Recht dieses Schiff zu geleiten und die Gebühr zu kassieren.“

 

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Lotsenhäuschen bei Ulvshall

 

Heute ist die Insel ein Vogelparadies, in dem viele Wasservögel nisten oder Zugvögel im Frühjahr auf ihrem Weg in den Norden gerne eine Pause einlegen.
Um diese Vögel vor Füchsen zu schützen, wird jeweils nachts die einzige Brücke, die auf die Insel führt mit einem automatischen Tor geschlossen. Auf der entsprechenden Informationstafel wird man aufgefordert, zu melden, falls man einen Fuchs im Naturschutzgebiet sehen sollte.

 

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Reiherente (Aythya fuligula)

 

Link zur heutigen Strecke:

Link zur Wanderung zur „Møns Store Klint“:

 

 

“Dodekaliten“

27. April 2016

Etwas ausserhalb von Hegningen fällt uns am Rande eines Wäldchens ein weiteres schmuckes, mit Reet gedecktes Haus auf.

 

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Wir verlassen die Insel Møn wieder und fahren bei Vordingborg über die Brücke (Storstrømsbroen) zurück auf die Insel Falster und weiter auf die Insel Lolland.

 

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Storstrømsbroen

 

In Kragenæs besuchen wir die “Dodekaliten“. Von den geplanten zwölf Steinfiguren stehen erst zwei vollendete Skulpturen sowie zwei nur grob behauene “Rohlinge“. Die Figuren sind sechs bis acht Meter hoch. Aus Lautsprechern ertönt mystischer Gesang.
Das Monument ist jetzt schon eindrücklich, wie wird das erst in ein paar Jahren sein, wenn es fertiggestellt ist?

 

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“Dodekaliten“ in Kragenæs

 

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Eine Bachstelze zeigt sich von den Skulpturen wenig beeindruckt. Fröhlich badet sie in der Nähe in einer Wasserlache.

 

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Bachstelze (Motacilla alba)

 

Bei der kleinen, trutzigen “Herredskirke“ bei Løjtofte finden wir einen geeigneten Platz zum Übernachten.

 

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Gut bewacht von den Baumgeistern, die in der nahen knorrigen Buche wohnen, verbringen wir eine ruhige Nacht.

 

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Link zur heutigen Strecke:

 

 

“Land and Art Park“ in Tranekær

28. April 2016

In Nakskov finden wir ein offenes Tourismusbüro mit einer ausserordentlich zuvorkommenden und kompetenten Angestellten.

 

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Nakskov

 

Eingedeckt mit Infomaterial fahren wir an den Badestrand von Nakskov, der mit dem wärmsten Badewasser Dänemarks wirbt. Der Steg hinaus in den Nakskover Fjord ist beeindruckend lang.

 

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Badesteg bei Nakskov

 

Das Wetter lädt leider nicht zum Bade und wir fahren kurze Zeit später nach Langø, wo aber zu dieser Jahreszeit am Hafen keine frischgefangenen Fische verkauft werden. Deshalb fahren wir weiter an die  Landzunge Lanbuen. Hier könnte man auf einem schmalen Sandstreifen weit ins Meer hinaus laufen. Doch das zweifelhafte Wetter und der sehr kühle Wind halten uns davon ab.

Wir fahren zurück nach Nakskov um dort einzukaufen. An der Mauer beim Parkplatz ist in Bildern dargestellt, wie das hier funktioniert.

Leider hat es zurzeit sehr viele Kunden und wir können den Røverkøb nicht finden. Vielleicht gibt es davon nur einen und der wird gerade gebraucht. Wir kaufen deshalb ein, wie wir es gewohnt sind, so mit Kasse und Geld eben.

Aber vielen Dank an die Ladenkette Rema 1000, für den Tipp. Vielleicht probieren wir das später einmal aus.

 

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Erst später finden wir heraus dass Røverkøb nicht Räuberkorb, sondern Schnäppchenkorb heisst.

Nun wollen wir Lolland verlassen, nicht dass wir dann noch eingekerkert werden, wenn am Abend die Kasse bei Rema 1000 nicht stimmt.
Wir flüchten auf die Insel Langeland.
Im Fährhafen von Tårs wollen wir zwei Tickets kaufen und diese bar bezahlen. Das irritiert die Angestellten, dänischem Bargeld scheinen sie nicht zu trauen. Wir werden hin und her gereicht. Aber schlussendlich klappt es dann doch und wir kommen als letztes Auto gerade noch auf die volle Fähre.

Auf Langeland fahren wir nach Tranekær, wo wir beim Schloss den “Land and Art Park Tickon“ besuchen. Ein Weg führt um den See an verschiedenen Kunstwerken vorbei. Die Idee der Landart ist es, dass ein Künstler der Natur ein Kunstwerk schenkt. Die Kunstwerke zerfallen mit der Zeit und werden von der Natur als Lebensraum zurückerobert. Auch sie sind dem Zyklus von Werden, Sein, Vergehen unterworfen.
Die ersten wurden 1993 erstellt. Einige sind inzwischen verschwunden, andere schon sehr zerfallen. Neue kommen laufend dazu.

Hier einige Beispiele:

 

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“Zwischen Blutbuche und Eiche“, Alfino Bonanno (2001)

 

 

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“Unicorn“, Jørn Rønnau (1993)

 

 

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“Organic Highway“, Mikael Hansen (1995)

 

 

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“Diamond Mines“, Dan Snow (2011)

 

 

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“Stillested “, Britt Smelvær (2002)

 

Nicht nur die Kunstwerke in der Natur faszinieren uns, nein, auch die Natur selber. Leider konnten wir uns nicht einigen, welches der folgenden zwei Bilder das schönere ist, deshalb zeigen wir hier halt beide.

 

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Sumpfdotterblume (Caltha palustris)

 

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Auf der Fahrt nach Hou kommen wir zufällig an einem ausrangierten Trafohäuschen vorbei, das zu einem Kunstraum umfunktioniert wurde. Diese Idee finden wir super, deshalb nehmen wir den Faltprospekt mit, der aufliegt. Morgen werden wir diese umgenutzten Trafohäuschen auf Langeland besichtigen.

Für heute finden wir bei Ennebølle einen ruhigen Schlafplatz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

De Langelandske Kunsttårne

29. April 2016

Nach dem Frühstück besuchen wir die zwölf Kunsttürme von Langeland (Langelandske Kunsttårne), die über die ganze Insel verteilt liegen.
Einige Künstler haben die ungewöhnlichen räumlichen Bedingungen gut in ihr Werk einbezogen, andere haben einfach etwas Schönes erschaffen und in den Turm gestellt, resp. gehängt.

 

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“Computertid“ (Computerzeit), Vivian Rose

 

 

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“Tusind Traner“ (Tausend Kraniche), Lotte Engelbreckt

 

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In Japan ist der Kranich das Sinnbild für ein langes Leben. Gemäss einer alten Legende erfüllen einem die Götter einen Wunsch, wenn man tausend Origami-Kraniche faltet. Der Papierkranich wurde nach der Geschichte der Schülerin Sadako Sasaki, die 1955 an den Folgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima starb, zu einem Symbol der Friedensbewegung und der Ablehnung von Atomwaffen. Das Buch „Sadako will leben“ von Karl Bruckner hatte Annette als Jugendliche tief beeindruckt und blieb ihr bis heute unvergessen.

 

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“Den blå Katedral“ (Die blaue Kathedrale), Hans Kjær

 

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“Evighedsmaskinen“, Henriette Lorentz

 

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Es macht riesig Spass die Insel auf dieser Kunst-Schnitzeljagd zu entdecken.

Müde, aber zufrieden fahren wir weiter über die Insel Fyn auf das Festland Dänemarks und übernachten in Stubdrup.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zurück nach Deutschland

30. April 2016

Eigentlich wollten wir noch ein paar Tage in Dänemark bleiben. Doch bei unserem Computer funktionieren einige Tasten immer noch nicht. Mühsam kopieren wir jeweils die Buchstaben aus einem bestehenden Text und fügen sie dann einzeln ein. Das ist sehr zeitaufwändig und fehleranfällig. Ein weiterer Termin beim Computerspezialisten wird notwendig.
Deshalb fahren wir heute schon zurück nach Lütjenburg.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

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