Im Südwesten des Peloponnes

 

Die Tropfsteinhöhle bei Pyrgos Dirou

8. Februar 2018

Die Vlychada Diros ist das längste Höhlensystem Griechenlands.
Wir sitzen nur zu fünft in einem kleinen, flachen Boot und wollen uns von einem Guide auf dem Wasserweg durch das Höhlensystem gondeln lassen. Einer Frau wird es bald zu eng, sie gerät in Panik und wir müssen kurz nach dem Start umkehren, damit sie die Unterwelt wieder verlassen kann.

 

Starthafen der unterirdischen „Expedition“

 

Die verwinkelte Höhle ist voller Tropfsteinen in allen denkbaren Farben und Formen.
Die ruhige Fahrt zwischen den Stalaktiten hindurch, oft knapp unter der Höhlendecke ist sehr beeindruckend. An manchen Stellen bleiben keine fünf Zentimeter zwischen Boot und Seitenwand.
Das Wasser ist kristallklar und stellenweise bis zu 70 m tief.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 1200 Metern Bootsfahrt spazieren wir die letzten 300 Meter zu Fuss bis zum Ausgang.
Bis heute sind 15.4 km der Höhle erforscht und vermessen worden. Der grösste Teil liegt vollständig unter Wasser.

Wieder draussen geniessen wir die Sonne und das knallige Rot der Anemonen.

 

Kronen-Anemone (Anemone coronaria)

 

In Neo Itilo lockt ein Gratis-Parkplatz für Camper. Der Besitzer der nahen Taverne weist uns darauf hin, dass es bei ihm auch eine Toilette gebe, die wir benützen dürften.

 

Blick von Neo Itilo zum Taygetos Gebirge mit Profitis Ilias

 

Bald schon merken wir, dass das eigentlich ein Parkplatz für Katzen ist.

 

Parkplatz für Katzen

 

Bei einem kleinen Strandspaziergang stossen wir auf ein Nest, in dem drei grosse Eier liegen. Weit und breit ist kein Vogel zu sehen, doch wir wissen, dass es sich um „Avis insolita“ handelt, die das Nest gebaut und die Eier hineingelegt haben, denn …

 

Nest eines Avis insolita

 

… wir selber, etwas schräge Vögel, sind die stolze Erbauer. Ein Land-Art-Kunstwerk made bei unserwegs!

Am Abend lassen wir es uns in der Taverne gut gehen. Vor allem das „frisch von meiner Mutter zubereitete Bohnenmus“, aber auch der griechische Salat,  die frittierten Fische und die Pommes schmecken vorzüglich.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Die Wasserfälle von Karama

9. Februar 2018

Der Frühling ist ausgebrochen auf dem Peloponnes. Die Wiesen sind grün und überall blühen Blumen.

 

Bunter Strassenrand

 

Die edlen Schwertlilien leuchten gleich büschelweise in den Wiesen.

 

Schwertlilien (Iris)

 

Gestern waren wir auf dem Wasser, heute zieht es uns ans Wasser. Wir machen einen Abstecher zu den Polilimnio von Karama (Wasserfälle und Seen).
Vom Parkplatz aus führt ein breiter Weg hinunter zum ersten See. Nun geht es zum Teil auf abenteuerlichen Pfaden über Felsen dem Wasser entlang. Viele kleine Seen und Wasserfälle gibt es zu entdecken.

Leider ist der Himmel bedeckt und Regen liegt in der Luft. Die Naturstrasse, die zu unserem Parkplatz führt, ist eine Sackgasse und an einer Stelle sehr steil. Sie könnte schmierig und rutschig werden.

Wir müssen uns deshalb beeilen. Schade, das wilde Tal wäre einen längeren Besuch wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wandern zum Parkplatz zurück, schwer beladen mit Abfall, den wir in einen der Container schmeissen. Erste Regentropfen fallen und wir fahren sofort los.
Bei Agios Andreas stellen wir uns auf einen wunderschön gelegenen, ehemaligen Campingplatz direkt ans Meer. Wir können uns nicht vorstellen, warum der idyllische Platz aufgegeben wurde.

Link zur Wanderung an die Wasserfälle und Seen von Polilimnio: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Altes Lehmhaus

10. Februar 2018

Regen und stürmische Winde vertreiben uns von diesem ruhigen Platz.

 

Übernachtungsplatz in Agios Andreas

 

Da das Wetter die nächsten Tage unbeständig bleiben soll, fahren wir auf den Campingplatz von Methoni.

Unterwegs sehen wir eines der seltenen, alten Häuser, die noch aus Lehmziegeln gebaut sind.

 

Lehmziegel-Haus

 

 

Vermauerte Lehmziegel

 

In Methoni ist der Campingplatz „halboffen“.
Das grosse Gittertor am Eingang ist bis auf eine schmale Lücke zugezogen, die Rezeption geschlossen. Hinter vielen winterfest eingepackten Caravans entdeckt Annette zwei Wohnmobile. Eine Holländerin weiss, dass man sich im Dorf beim Gemüsehändler melden muss, was wir postwendend tun. Nun dürfen wir uns bei strömendem Regen auf dem Platz installieren.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Methoni und seine Festung

11. – 15. Februar 2018

Am Morgen steht der halbe Platz unter Wasser. Wohlweislich haben wir uns gestern auf eine betonierte Fläche gestellt.

Wir haben Glück und müssen uns nicht um das Gelbe vom Ei streiten, denn das hartgekochte hat gleich zwei!

 

Zwei in eins

 

Morgen soll die Sonne scheinen. Wir sind froh, denn der Berg an schmutziger Wäsche ist gross.

Und wirklich am Morgen klart es, zuerst noch zögerlich, dann immer schneller auf.
Annette füllt die erste Waschmaschine und Beat spannt die Leine zwischen die Bäume.
Die Wäsche hängt, die Sonne scheint, wir sind happy.

Doch plötzlich verdüstert sich der Himmel. Die ersten Regentropfen fallen, bevor wir die noch feuchte Wäsche wieder von der Leine nehmen können.
Wir folgern: Die Meteorologen in Griechenland haben die selbe Ausbildung genossen wie ihre Kollegen in der Schweiz. 😉
Da loben wir uns die alte Bauernregel, die immer stimmt:

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert das Wetter oder bleibt, wie’s ist!“

Die Wäsche hängen wir übrigens nochmals auf, dieses Mal unter einem halbwegs dichten Vordach bei den Geschirrspülbecken.

Das Wetter bleibt sehr wechselhaft. Wir nutzen die sonnigen Abschnitte für Ausflüge ins Dorf.
Im Methoni werden die Stromleitungen noch unter freiem Himmel geführt, was Beat zu einem spannungsvollen Bild verhilft.

 

Kein Stromkabel-Salat

 

Einmal bringt eine ältere Wohnmobil-Nachbarin eine kleine Schildkröte vorbei. Diese hat sie in der Nähe des Meeres auf einem Stein gefunden. Das arme Tier lag auf dem Rücken und konnte sich nicht selber umdrehen.
Sie bittet uns mithilfe des Internets abzuklären, ob das eine Meeres- oder eine Landschildkröte ist. Je nachdem muss sie ins Wasser oder in eine Wiese ausgesiedelt werden.

Auf Annettes Hand scheint es ihr zu gefallen …

 

 

… aber auf den Boden gesetzt, zieht sie sich erst einmal zurück. Sicher ist sicher!

 

 

Erst nach einiger Zeit wagt sie sich wieder hervor und krabbelt vorwärts.

 

 

Google sei dank, darf das kleine Wesen bald wieder frische Kräuter kauen.

Das Wahrzeichen von Methoni ist die venezianische Festung aus dem 12. Jh. und der Turm Burtzi, der ihr vorgelagert auf einer kleinen Insel steht.
Je nach Wetter und Tageszeit präsentiert sich der Wehrturm anders. In der Morgensonne leuchtet er rötlich und wechselt im Laufe des Vormittags auf grau.

 

Burtzi im Morgenlicht

 

 

Burtzi bei strahlender Sonne

 

Natürlich interessiert uns dieser besonders. Er ist mit dem Kastell über einen Damm verbunden.

 

Burtzi vom Fort aus gesehen

 

Stammt die steinerne Kanonenkugel in der Wand von einer längst vergangenen Schlacht?

 

Steinerne Kanonenkugel im Turm

 

In den Turm führt eine enge, gewendelte Steintreppe …

 

 

… mit Ausblick aus vergitterten Fenstern.

 

 

Doch schon im ersten Stock ist es fertig mit Treppensteigen. Der hölzerne Innenausbau ist bereits vor Jahren eingestürzt und wurde entfernt. Umso imposanter ist nun der Blick in die Kuppel.

 

Kuppel des Wehrturms

 

Wir kehren über den Damm zurück ins Fort.

 

Damm zurück zum Fort

 

Von der Festung geniesst man einen schönen Blick auf den pittoresken Hafen von Methoni.

 

Hafen von Methoni

 

Auf dem Weg durch die weitläufige Wehranlage staunen wir über das pyramidenförmige Steindach eines Gebäudes. Waren hier einst die alten Ägypter zu Besuch?

 

 

Das wechselhafte Wetter hält uns länger als geplant auf dem Campingplatz. Doch Morgen soll es weiter gehen … nordwärts!

 

 

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Baumstarker Abschluss unserer Zeit auf Kreta

 

Niedliche Welpen und ein selbstbewusster Kater

4. Februar 2018

In Nea Roumata spielen ein paar Welpen hinter einem Zaun am Strassenrand.
Wir stoppen, um sie zu beobachten. Sofort tapsen sie herbei und lassen sich streicheln. Wir tun das, so gut das durch den Maschendraht geht.

 

Niedlicher Welpe

 

Plötzlich ruft uns ein Mann auf Englisch etwas zu.
Wir drehen uns um.
Von seiner Terrasse herab bietet er uns einen Welpen an. Als wir zögern, meint er, wir könnten auch mehrere mitnehmen. Auf unser Argument, dass wir im Wohnmobil keinen Platz hätten, entgegnet er, dass es keine grossen Hunde seien, sie würden auch klein bleiben.

Obwohl uns einer besonders treuherzig anschaut, reissen wir uns los und fahren wir ohne Vierbeiner weiter.

Wenig später erfreut sich unser Auge an den ausgelegten Netzen unter den Olivenbäumen. Die sind hier nicht grün oder schwarz, sondern orange; ein schöner Kontrast zu den olivgrünen Bäumen.

 

 

 

 

 

 

Am unteren Ende der Irini-Schlucht wollen wir auf dem Parkplatz für Wanderer und Besucher der Taverne, die leider im Winter geschlossen ist, übernachten.
Kaum steigen wir aus dem Fahrzeug, kommt ein Kater selbstbewusst auf uns zu und macht uns klar, dass das sein Platz ist und beileibe nicht kostenfrei. Laut miauend fordert er Streicheleinheiten und Futter ein. Wir entrichten den Obolus gerne.
Der Eintreiber scheint mit unserer Gabe zufrieden und schläft diese Nacht unter unserem NOBIS. Vielleicht gibt es ja morgen mehr?

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wanderung durch die Agia Irini-Schlucht

5. Februar 2018

Heute wandern wir die Agia Irini-Schlucht hinauf und wieder zurück.
In diesem einsamen Tal gibt es keinen Handy-Empfang und auch sonst kaum Verbindungen zur Aussenwelt.
So hat ein Baum nicht mitbekommen, dass bereits Winter ist und steht noch immer in seinem Herbstkleid da.

 

Baum im Herbstkleid

 

Andere haben ihre Blätter bereits abgeworfen und gar mit einem Stück verwittertem Holz zugedeckt.

 

 

Der Weg ist wunderschön angelegt und gut gekennzeichnet. An einer Stelle hilft sogar eine improvisierte Leiter, den kleinen Felsen zu überwinden.

 

Klettern oder steigen

Der Weg ist eng, aber nicht zu verfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir lernen:
Ein Stein ist ein Stein.
Zwei Steine aufeinander gelegt sind ein Steinmännchen!
Zwei Steine aufeinander gelegt auf einem abgestorbenen Ast sind ein Kunstwerk!

Merke: nicht nur Reisen, auch Wandern bildet!

 

 

 

 

An einigen Orten, wo sich die Schlucht weitet, liegen lauschige Picknickplätze unter grossen, alten Platanen.

 

 

Oft ist der Pfad durch Holzgeländer gesichert.

 

 

 

Wanderweg-Serpentinen

 

 

Sensationelle Entdeckung: Platane frisst Felsen!

Was wir in dieser Schlucht entdecken, lässt uns das Blut in den Adern gefrieren.
Ein Stein wird von einer Platane umgebracht, indem sie seinen Kopf zerquetscht. Danach frisst der brutale Baum den bedauernswerten Felsbrocken genüsslich auf.

Du glaubst das nicht?

Wir liefern fotografische Beweise!!!

Platane zerquetscht Steinkopf!

Baum frisst Stein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschockt wenden wir uns ab und sehen, wohin dieses Steinfressen führen kann. Die Wurzeln einer Platane, die einmal auf einem Felsen wuchs, stehen in der Luft. Der darunterliegende Fels wurde vom Baum vertilgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der unersättliche Baum hat sich bereits einen weiteren Felsbrocken in den Mund gesteckt!

 

 

Jetzt wo wir die Ernährungsgewohnheiten der Platanen entlarvt haben, fallen uns überall die offenen Münder auf. Eine können wir gar beim Kauen beobachten.

 

Platane kaut mit offenem Mund.

 

Nun verstehen wir auch die dekorativen Eidechsenwurzen auf einer Platane zu deuten. Das ist ein Grabgesteck!

 

Eidechsenwurz (Typhonium venustum)

 

Mit Gänsehaut verlassen wir diese schaurig-schöne Schlucht wieder. Scheinheilig winkt uns eine Platane mit einem bunten Blatt zum Abschied nach.

 

Herbstblatt einer Platane

 

Ab heute machen wir um Platanen einen grossen Bogen. Sicher ist sicher!

Wir haben nicht lange Zeit uns über die grausige Entdeckung Gedanken zu machen, denn vor unserem NOBIS steht der Parkplatzkater und fordert lauthals die Gebühr ein. Keine Frage, ohne Bezahlung kommen wir hier nicht mehr weg.

Übrigens: für die wunderschöne, aber anstrengende Wanderung über Stock und Stein haben wir 4 ¾ Stunden gebraucht.

Auf Kreta werden die Weiden oft mit Zäunen aus Armierungsnetzen abgegrenzt. Damit die Schafe und Ziegen nicht über die Strassen in Nachbars Grundstück eindringen, stehen an vielen Nebenstrassen Hunde, die an improvisierte Hütten angekettet sind. Sobald sich Weidetiere nähern, werden diese von den Wächtern mit lautem Bellen zurückgetrieben. Viele dieser Wachhunde sind aber verängstigt und versuchen sich zu verstecken, wenn wir uns zu Fuss nähern.

 

Vierbeiniger Strassenwächter

 

In Paleochora übernachten wir einmal mehr am Strand mit Sicht auf die Stadt mit ihrer markanten Festungsruine.

Link zur Wanderung durch durch die Agia Irini-Schlucht: Da auf “google maps” der Weg fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

3000 Jahre alter Olivenbaum

6. Februar 2018

Nach dem Frühstück besichtigen wir Paleochora.

 

Paleochora

 

Die Burgruine gibt nicht viel her, doch an der Strandpromenade entdecken wir einen originellen Wasserfisch. Was das ist? Ein Wasserhahn, der kein Hahn, sondern eben ein Fisch ist. Ist doch logfisch, oder?

 

„Wasserfisch“

 

Beim Fischhändler decken wir uns mit frischem Fisch ein. Er selber scheint Schnaps lieber zu mögen, wie seine Fahne und die beinahe leere Flasche neben der Kasse nahelegen. Obwohl er sich extrem langsam bewegt und schon undeutlich spricht, schafft er es jetzt am späteren Vormittag noch, die Fische sauber auszunehmen. Wie wird das in zwei Stunden sein?

In Floria sehen wir eine Katze, die Wasser aus einem Brunnen trinkt. Die sonnengewärmte Nische oberhalb der Wasserschale ist ideal, um bequem den Durst zu löschen.

 

„Katzentränke“

 

In Kakopetros biegen wir spontan ab zu einem „Monumental olive tree“.
Kurz vor Palea Roumata werden wir fündig. Direkt an der Strasse liegt ein kleiner, wunderschön angelegter Park mit einigen uralten Olivenbäumen.

 

Pärkchen in Palea Roumata

 

Hier mangelt es an nichts. Nebst dem Picknicktisch und einer Wasserstelle steht für die spirituelle Nahrung eine kleine Kapelle da.

Atemberaubend ist der Methusalem unter den Olivenbäumen. Annette erforscht mutig das Innere. Olivenbäume scheinen friedfertiger zu sein als Platanen. Als sie lebendig und unversehrt wieder heraustritt, wagt sich auch Beat in die Nähe dieses Ungetüms.

 

Annette im Olivenbaum

 

An der Basis weist der Stamm den gewaltigen Durchmesser von 4,7m bis 5,3m (Umfang: 21,6m), auf einer Höhe von 80 cm noch 3,7m bis 4,3m (Umfang 10,5m) auf.

 

Zusammen sind wir drei über 3100 Jahre alt!

 

Im Park stehen auch zwei Orangenbäume. Niemand scheint die süssen, reifen Früchte zu ernten und so retten wir einige der Heruntergefallenen vor dem Verfaulen. Danke für die 3 ½ kg feinen Saftorangen!

Im Dorf steht eine öffentliche Toilette und auch ein freies WiFi-Netz ist vorhanden. Was wünscht man sich mehr?

Am Eingang einiger Dörfer in dieser Gegend stehen Tafeln mit „Welcome to the martyred village of XY“.
Auch Palea Roumata hatte unter Vergeltungsaktionen der Nazis gelitten. Der Hafen von Paleochora sollte eingenommen und gesichert werden, um eine mögliche Landung von alliierten Truppen von Nordafrika her abzuwehren. Im Mai 1941 verhinderte die Lokalbevölkerung spontan die Durchfahrt einer Gruppe von Soldaten mit Wehrmachtsgespannen. Obwohl die Zivilisten kaum bewaffnet und nicht ausgebildet waren, konnten sie sich drei Tage lang halten.
Die Vergeltungsmassnahmen („Holocaust von Kandanos“) waren barbarisch: In Kandanos, Floria und Katopetro wurden an die 200 Einwohner exekutiert, die Überlebenden vertrieben. Die Soldaten zündeten alle Häuser an und schlachteten die Nutztiere ab. Die Dörfer wurden zu „Todeszonen“ erklärt.

Eine Erinnerungstafel an die Opfer und zwei eindrückliche Plaketten erinnern an den Widerstand der Zivilbevölkerung.

Auch Frauen haben zu den Waffen gegriffen …

 

 

… und ein Bauer versucht einen Soldaten mit einem Stein zu erschlagen.

 

 

Da wir morgen mit der Fähre Kreta wieder verlassen wollen, bleiben wir nicht hier, sondern fahren nach Kissamos, wo wir uns am Hafen für die Nacht installieren.

Link zur heutigen Strecke:

 

Fähre ab Kissamos … oder doch nicht?

7. Februar 2018

Heute um 9:00 Uhr soll die Fähre, wie jeden Mittwoch, von Kissamos nach Gythio fahren.
Annette wollte schon am 29. Januar per E-Mail die Fahrkarten in der Agentur in Gythio reservieren. Eine direkte Buchung über das Internet ist nicht möglich. Doch ihr wurde mitgeteilt, dass der Fahrplan für den Februar noch nicht verfügbar sei. Sie solle sich Anfang Februar nochmals melden, aber nicht unter dieser Adresse, sondern über eine der drei Telefonnummern, die in der Mail aufgeführt waren.
Annette rief am 2. Februar an. Eine der Nummern war nicht mehr in Betrieb. Auf den anderen zwei ertönte jeweils dieselbe griechische Ansage ab Band. Ein Kellner, der sich diese anhörte, erklärte ihr, dass sie mit dem Hospital in Chania verbunden sei.

Dass die Reederei krank sein könnte, kam uns da (noch) nicht in den Sinn.

Im Internet entdeckte Annette nach viel Suchen die Agentur in Chania, die diese Tickets ausstellen soll. Auf eine Mail von uns rief kurz darauf ein Mann an und informierte uns, was die Überfahrt kosten würde und dass die Fähre um 9:00 Uhr ablegen würde, wenn es das Wetter zuliesse.
Wir könnten am Mittwoch, also heute, am Morgen ab 8:00 Uhr die Tickets am Schalter im Hafen abholen.

Es ist 8:15 Uhr und Annette steht am Schalter. Der Himmel ist bedeckt und der Wind moderat. Also, Fahrkarten lösen und auf das Schiff fahren, das bereit steht und die Landebrücke heruntergelassen hat.

Denken wir!

Aber die nette Frau meint, sie wisse nicht, ob der Kapitän heute nach Gythio fahre. Sie ruft ihn an und der meint, nein, das Wetter sei schlecht.
Die Frau erklärt nun Annette ausführlich, mit welchen Fähren wir von wo und über welche Stationen doch noch irgendwie von der Insel weg kämen.
Annette: „Vielleicht legt die Fähre einfach später ab, bei unserer Anreise war sie ja auch wegen des schlechten Wetters verspätet“
Angestellte: „Da fragen Sie am besten den Kapitän selber, er steht dort drüben beim Schiff auf dem Pier.“

Als Annette Beat die skurrile Geschichte erzählt, lachen wir erst mal eine Runde. Wie soll eine Fähre so jemals rentieren?
In diesem Moment sehen wir einen LKW heranfahren und im Bauch der Fähre verschwinden.
Und schon eilt die Frau aus ihrem Büro: „Der Kapitän hat eben angerufen, er fährt nun doch!“
Und wirklich, wir dürfen bezahlen und ebenfalls verladen.
Aber auch das ist nicht ganz einfach, denn die vielen Offiziellen sind sich nicht einig, ob wir nun rechts oder links, weiter vorne oder weiter hinten parken sollen. Schlussendlich klappt es dann doch noch und wir fahren pünktlich um 9:00 Uhr aus dem Hafen.

Übrigens: unterwegs werden auf den Inseln Antikythira und Kythira noch weitere Fahrzeuge und Personen aufgeladen, auf Kythira gar drei grosse LKW’s.

Vermutlich ist die Fährgesellschaft doch krank und die Telefonnummer des Krankenhauses war gar nicht so falsch, wie wir anfangs meinten. 🙂

 

Keiner scheint hier den Durchblick zu haben.

 

Gibt es für das Schiff IONIS der Anen Lines doch noch einen Lichtblick, wie für dieses Fischerboot?

 

Lichtblick auf der Überfahrt nach Gythio

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Ierapetra nach Matala

 

Vom Meer zum See

28. Januar 2018

Nach acht Tagen Campingplatz verabschieden wir uns von den wenigen Mitcampern und der Familie, die den Platz führt und uns so reich mit Gemüse und Früchten beschenkt hat.
Wir fahren durch Ierapetra zum Stausee Bramiana.

 

Ierapetra

 

Der See dient als Wasserspeicher für die vielen Gewächshäuser, die in dieser Gegend Kretas liegen. Er ist der grösste Stausee Kretas, doch wegen des trockenen Winters erst sehr wenig gefüllt.
Wir geniessen zwar die tägliche Sonne und Temperaturen von über 20°C, aber die Insel benötigt dringend Regen.

 

Stausee Bramiana

 

Ein Platz oberhalb des Sees gefällt uns so gut, dass wir gleich über Nacht bleiben.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Vom See zum Meer

29. Januar 2018

Wir fahren zurück an die Südküste. Viele Gewächshäuser stehen auf kleinen Ebenen, die in steile Berghänge gebaggert wurden.

 

Gewächshäuser auf Kreta

 

Bei Keratokambos stellen wir unseren NOBIS zwischen die Tamarisken ans Meer. Dann, Tisch und Stühle raus und die warmen Temperaturen bei einem Aperitif geniessen.

 

 

Beat probiert sein neues Luftsofa aus. Das originelle Teil muss man nicht mühsam aufpumpen. Nein, man hält den offenen Teil in den Wind, wartet, bis die zwei Kammern gefüllt sind und dreht dann das Ende zu und fixiert es mit einem Klick-Verschluss.
Es ist so bequem, dass er bald darauf einschläft.

 

Beat geniesst das Luftsofa.

 

Die Sonne taucht den Himmel in flammendes Rot und versinkt dann ziemlich schnell im Meer. Lange noch leuchtet der Horizont in immer dunkleren Rottönen.

 

Sonnenuntergang bei Keratokambos

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Stacheln an Kaktusfeigen und in der Landschaft

30. Januar 2018

Der Morgen ist ebenso spektakulär wie der Abend. Nun blinken die Wellen am Ufer in der aufgehenden Sonne wie Spiegel.

 

Sonnenaufgang bei Keratokambos

 

Wir versuchen auf Nebenstrassen durch das Asteroussia-Gebirge möglichst dem Meer entlang westwärts nach Matala zu fahren. Aber kurz nach Tsoutsouros müssen wir nach wenigen hundert Metern aufgeben. Die Schotterstrasse ist hier ohne Allradantrieb nicht mehr zu bewältigen.
Wir folgen nun der asphaltierten Strasse.

 

Passstrasse im Süden Kretas

 

Immer von Neuem faszinieren uns die Feigenkakteen mit ihren leuchtend roten Früchten. Mehr als einmal haben wir schon solche geerntet und uns dabei an den kaum sichtbaren Stacheln die Finger zerstochen.
Aber das Farben- und Wortspiel gefällt uns.

 

Kaktusfeigen auf Feigenkaktus

 

Das Bild von Gewächshäusern, die auf einer in den Berg gegrabenen Terrasse stehen, gibt uns die Gelegenheit das Müllproblem Griechenlands anzusprechen.

 

Gewächshäuser mit „Abfallschneise“

 

In Griechenland stehen an vielen Orten Container für Abfall, Recyclingmaterialien (Plastik, Papier, Karton, Metall) und Glas an den Strassenrändern. Trotzdem liegt an allen Strassenrändern, auf Parkplätzen und im angrenzenden Gelände viel Müll herum.
Wie die Stacheln an den saftigen Kaktusfeigen den Genuss schmälern, mindern diese „Müllstacheln“ die Freude an der Landschaft.
Schade, für dieses schöne Land mit seinen ausserordentlich freundlichen und offenen Menschen.

Bei Kali Limenes übernachten wir in der Nähe des Klosters Odigitria.

 

Kapelle des Klosters Odigitria bei Kali Limenes

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Vom Kloster Odigitria ins Hippiedorf Matala

31. Januar 2018

Wir besichtigen das Kloster Odigitria und seinen bekannten Olivenhain, der sogar von der EU Unterstützungsgelder erhalten hat.

 

Eingang zum Kloster Odigitria bei Kali Limenes

 

Bei den meisten sakralen Bauten Griechenlands flattern zwei Fahnen im Wind: die hellblau-weisse Landesflagge und eine gelbe mit Doppelkopfadler, die für die Griechisch-orthodoxe Kirche steht.
97% der Griechen gehören dieser Glaubensgemeinschaft an. Griechenland ist eines von 11 Ländern weltweit mit einer christlichen Staatsreligion. Die Priester werden also vom Staat bezahlt. Die Verflechtung von Kirche und Staat ist sehr eng.

 

 

 

Im Kloster Odigitria

 

 

Innenhof des Klosters Odigitria

 

In drei Räumen wurde ein kleines Museum eingerichtet. Wieder einmal fasziniert uns die Olivenmühle. An einem drehbaren Holzpfeiler hängen ein Holztrichter, in den die Oliven geleert wurden und drei aufgestellte Mühlsteine. Ob die Mühle von Hand oder mit Tieren betrieben wurde, ist leider nicht ersichtlich.

 

Alte Ölmühle

 

Die Bäume im Olivenhain werden nach traditioneller Art geschnitten und biologisch bewirtschaftet. Das Ernten ist bei diesen Hochstämmen viel komplizierter und aufwändiger als bei den heute üblichen niedrigeren Bäumen, die man vom Boden aus bearbeiten kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tor des Klosters Odigitria und Heck-Tor des NOBIS 😉

 

Nun geht’s nach Matala. Das frühere Hippiedorf liegt an einem Sandstrand zwischen zwei Felswänden.
Einer der Felsen ist voller Höhlen, die von den Römern zu einem Friedhof ausgebaut wurden.

In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts lebte hier eine Kommune von Hippies. Der Legende nach sollen auch Bob Dylans und Cat Stevens mit von der Partie gewesen sein. Joni Mitchell besingt Matala in ihrem Lied „Carey“.

 

Römischer Höhlenfriedhof

 

 

Grabkammer

 

 

Totenbett in einer Felsnische

 

Hier würden nun die Bilder von unserer Wanderung folgen: Eine Höhle, die noch bewohnt ist, eine wunderschöne, kleine, violett-gelb gefärbte Iris, ein Bild der Red Beach mit ihrem rötlichen Sand, und, und …
… würden folgen, wenn nicht Beat die Daten auf der Speicherkarte der Kamera vor dem Übertragen der Bilder auf den PC gelöscht hätte, das geht zwar schneller, ist aber schlecht! 😦

Wer das alles trotzdem sehen möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als selber hierher zu reisen. Es lohnt sich!

Link zur Wanderung bei Matala: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Matala

1. / 2. Februar 2018

Der Campingplatz in Matala ist im Winter nicht in Betrieb, aber die Tore sind offen. Die Toiletten und Duschen sind versifft, aber frisches Wasser und Strom sind gratis zu haben. Das lockt einige Dauercamper und Aussteiger an, die ihr „Revier“ in Schrebergartenmanier mit Schilfrohr und Ästen abgesteckt haben. Das mutet absurd an und lässt uns schmunzeln.

Wir selber bleiben drei Tage und nutzen das Internet im Strandcafé, mit dem schmuddeligen, herumschlurfenden Besitzer und dem aufmerksamen Kellner, den wir von der Bekleidung her eher auf einer Baustelle erwarten würden.

Am Dorfeingang von Matala steht eine wundersame Skulptur. Der kretische Künstler Spyros Stefanakis hat Gesichter und Ornamente in den Baum geschnitzt. Kein Reisender kann hier vorbeigehen ohne seinen Fotoapparat zu zücken.
Auch wir zücken und sind somit Reisende (quod erat demonstrandum)!

 

Skulptur in Matala von Spyros Stefanakis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den römischen Höhlengräbern gegenüber drückt sich Kneipe an Kneipe an den Felsen. Leider sind jetzt im Winter alle geschlossen.

 

 

In einer Gaststätten steht ein Tisch auf einem Bugspriet über dem Meer. Hier könnte man frühstücken wie auf einem Segeltörn.

 

Improvisierter Bug eines Segelbootes

 

 

Über die Berge an den Kournas-See

3. Februar 2018

Heute verlassen wir Matala wieder und fahren zum Kournas-See. In Agia Galini kaufen wir in einer Metzgerei Lammkoteletts und … ja, das gibt es hier beim Fleischer, … frischen Schafskäse.
Annette mariniert die Koteletts sofort für das Abendessen, denn so werden sie mit jeder Minute besser.

Das Dorf ist sehr auf Touristen ausgerichtet, doch jetzt in der „toten Saison“ läuft nicht viel. In ein Wandgemälde von Marta Noemi Noriega aus Panama, das Dädalus in einem Männerkopf darstellt, interpretieren wir: „Die Gedanken sind frei!“

 

„Freiheit im Kopf“ in Agia Galini

 

Nach Vouvas führt die Strasse in vielen Serpentinen über das Lefka Ori Gebirge.

 

Serpentinen zwischen Vouvas und Imbros

 

Vom Kournas-See, dem grössten natürlichen See Kretas, haben wir etwas mehr erwartet. Er ist ziemlich klein und zudem nur etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Auch hier macht sich der regenarme Winter bemerkbar. Wir fahren einem Schilfgürtel entlang, der nur von einem „Dorf“ aus Tavernen unterbrochen wird.
Am Ende der fahrbaren Strasse stellen wir unseren NOBIS auf einen kleinen Platz, lassen die Koteletts für heute in der Marinade liegen (wie gesagt: so werden sie mit jeder Minute besser!) und essen für einmal auswärts, feines gegrilltes Kaninchen und Lammragout.
Zur Nachspeise offeriert uns die Taverne ein leckeres Joghurt mit Kirschkompott und dazu ein kleines Kännchen mit Honig gesüsstem Raki.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Im Osten Kretas

 

Ins „Tal der Toten“

19. Januar 2018

Am Morgen schauen wir uns die karge Gegend etwas genauer an, in der wir übernachtet haben. Die Sonne ist, erst vor kurzem aufgegangen.

 

Sonnenaufgang bei Itanos

 

Unser NOBIS liegt noch im Schatten …

 

 

… während die ersten Sonnenstrahlen ein Bauernhaus wärmen, das etwas erhöht liegt.

 

Bauernhaus bei Itanos

 

Zu unseren Füssen befindet sich eine Ausgrabungsstätte. Die Fundstücke werden in der Ruine der Basilika gelagert.

 

Ausgegrabene Basilika von Itanos

 

In einen Steinquader wurden kunstvolle Muster hineingearbeitet. Ist das ein Stück von einem Fries?

 

 

Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Kato Zakros, den Eingang zum „Tal der Toten“.

Bei der Abzweigung nach Paleokastro halten wir bei einem Obst- und Gemüseverkäufer an. Wir wollen Orangen kaufen. Der Verkäufer, ein älterer Mann, spricht ziemlich gut Englisch. Er bietet uns auch Zitronen und Brokkoli an. Er füllt eine grosse Plastiktüte und ist nicht zu bremsen, bis diese voll ist.
Als es ans Bezahlen geht, will er partout kein Geld annehmen („it’s free for you!“) und verschwindet in seinem Wohnwagen. Er schenkt uns 1 kg Zitronen, 5 kg Orangen und 1½ kg Brokkoli.

Efcharisto poli, unbekannter Gemüseverschenker!

Der Osten Kretas besteht vorwiegend aus steinigen Hügeln und schroffen Tälern. Hier finden Schafe und Ziegen zwischen den stacheligen Büschen nur wenige Gräser.

 

Schafe im Gegenlicht

 

In den Senken dagegen stehen viele Olivenbäume, einige Dattelpalmen und Gewächshäuser. Alles muss bewässert werden. So sieht man neben den Strassen häufig mit Zählern ausgerüstete Wasserverteilanlagen.

 

Wasserverteiler

 

In Kato Zakros schnüren wir die Wanderschuhe und marschieren los. Wir wandern durch das „Tal der Toten“. In dieser Schlucht gibt es unzählig Höhlen, in denen bis in frühchristliche Zeit die Verstorbenen beigesetzt wurden.

 

Annette im Tal der Toten

 

Wir klettern zu einer der Höhlen hoch und suchen nach Anzeichen früherer Gräber.

 

 

Obwohl wir uns genau umsehen, finden wir nichts, das auf eine Begräbnisstätte hindeutet.

 

 

Eine der Höhlen ist sogar zweistöckig.

 

Zweistöckige Höhle

 

Es ist unglaublich, dass in diesem trockenen Tal überhaupt etwas wächst. Die Griechischen Golddisteln sind trocken und trotzdem (oder gerade deswegen) attraktiv.

 

Griechische Golddistel (Carlina graeca)

 

Aus einer kleinen Ritze wachsen Pflänzchen, die ums Überleben kämpfen.

 

Schicksals-Gemeinschaft

 

Irgendwelche Futterpflanzen muss es hier aber geben, denn wir treffen Schafe und Ziegen in dieser Schlucht.
Die Schafe tragen ein rotbraunes Fell, das aussieht als wäre es künstlich gefärbt …

 

Schaf mit spezieller Fellfarbe

 

… während die Ziegen auf Grau-Weiss setzen.

 

Steingrau und weiss ist diese Geiss!

 

Der steinige Pfad, der an einigen Stellen über Felsbrocken und einmal gar über eine Felswand führt, ist anstrengend zu gehen. Deshalb sind wir froh, als wir das Ende des Tals erreichen.

 

 

Der Wanderweg ist ziemlich gut mit roten Punkten markiert. Erst als wir auf die Hochebene gelangen, verlieren wir den Pfad für kurze Zeit. Natürlich treffen wir gerade da auf einen Zaun. Zum Glück finden wir einen Durchgang, der aber mit Draht verschlossen ist. Mühsam drehen wir den Draht von Hand auf und hinter uns wieder zu.

 

Abstieg von der Hochebene zum Ausgangspunkt der Wanderung

 

Nach vier Stunden sind wir zurück. Die Rundwanderung durch das raue Tal und über die mit kleinen stacheligen Büschen versehene Hochebene ist ein einmaliges Erlebnis.

Link zur Wanderung durch das „Tal der Toten“: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Durch Kretas kargen Osten

20. Januar 2018

Kurz hinter Zakros sehen wir Männer, die bei der Olivenernte mit Vibrolis arbeiten. Wir halten an und schauen interessiert zu. Ein Vibroli ist eine Art Stange, an deren Ende ca. 20 cm lange Kunststoffstäbchen rotieren. Damit schlägt man die Oliven vom Baum.
Keiner der Männer spricht englisch. Annette erzählt mit ihren paar Brocken Griechisch und Händen und Füssen von unseren Erfahrungen im Oliven ernten. Einer bietet uns an, auch mal auszuprobieren, wie man mit diesem Gerät umgeht.

 

Annette testet einen Vibroli

 

Mit diesem Gerät erntet man schneller und schlägt weniger Zweige von den Bäumen als von Hand.
Man benötigt jedoch einen Diesel-Generator.

Wir fahren weiter durch diese steinige Gegend und wundern uns, dass es möglich ist, auf diesem kargen Boden Olivenplantagen anzulegen.

 

Olivenhaine vor Xerokampos

 

Wo wenig Vegetation ist, müssen sich die Pflanzen schützen, damit sie nicht gefressen werden.
Die Disteln tun dies mit Stacheln.

 

Griechische Golddistel (Carlina graeca)

 

Die kugelige Dornbusch-Wolfsmilch schützt ihre jungen Blätter mit nadelspitzen Zweigen.

 

Dornbusch-Wolfsmilch (Euphorbia acanthothamnos)

 

Kurz nach Asprolithos rasten wir auf einer Bank am Meer. Das Thermometer zeigt 22°C. Wenn der kalte Wind nicht wäre, könnten wir jetzt, Mitte Januar, sogar in T-Shirts hier sitzen.

 

Bucht bei Asprolithos

 

Eine Gemeine Alraune breitet sich sternförmig auf dem warmen Boden aus.

 

Gemeine Alraune (Mandragora officinarum)

 

Eigentlich wollen wir auf den Campingplatz in Koutsounari fahren. Doch wenn wir uns an die Geschwindigkeitsbeschränkung halten, ist das nicht möglich.

 

„… ähm … wie bitte?“

 

Irgendwann wird es uns zu dumm und wir missachten die Verkehrstafel. 😉

Auf dem riesigen Campingplatz in Koutsounari treffen wir nur ein einziges Wohnmobil an.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Waschtag

21. Januar 2018

Wir nutzen den sonnigen Tag zum Waschen. Heute trocknet unsere Wäsche für einmal zwischen Palmen und Olivenbäumen.

 

 

Nikos, der Besitzer des Campingplatzes, bringt uns Früchte und Gemüse, ein „kleines Geschenk der Familie“.

 

„Kleines Geschenk der Familie“

 

 

Auf dem Campingplatz von Koutsounari

22. – 27. Januar 2018

Wir bleiben mehrere Tage auf dem Campingplatz, erstellen einige Blogbeiträge, schreiben Mails, organisieren weitere Workaway-Jobs, reinigen das WoMo, lassen uns die Haare schneiden, etc. etc.
Aus den vielen Zitronen, die wir hier und vom Gemüsehändler erhalten haben, kocht Annette eine leckere Konfitüre.

Der Strand liegt nahe und lockt zu Spaziergängen.

 

Strand von Koutsounari

 

Danach verschlechtert sich das Wetter zunehmend und ein Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h sucht Kreta heim. Das Unwetter hält mehrere Tage an und wir sind froh, dass unser NOBIS hier im Windschatten der Gebäude stehen kann.

Am Strand spielt sich Unglaubliches ab. Ein Regenbogen steht am blauen Himmel! Das Unmögliche wird möglich, weil der heftige Wind den Regen von den Wolken, die am Gebirge hängen, kilometerweit bis über das Meer trägt.

 

Regenbogen unter blauem Himmel

 

Die aufgewühlte See bringt zusätzlich noch Gischt von unten.

 

 

Der Wind bläst das Wasser von den Wellenkämmen aufs Meer zurück.

Es ist wunderschön schön zu sehen, was sich da draussen abspielt, auch wenn man sich bei den Böen kaum auf den Beinen halten kann.

 

 

 

 

 

Nikos schaut beinahe täglich vorbei, und erkundigt sich besorgt nach unserem Wohlergehen.
Ein weiteres Mal bringt er Gemüse (über 4 kg). Annette verarbeitet die Tomaten (2 ½ kg) zu leckerem Sugo.
Ein anderes Mal schenkt er uns eine grosse Tüte voller Kartoffeln, alles aus eigenem Anbau, wie er stolz bemerkt.
Ja, verhungern werden wir hier nicht!

 

 

Oliven ernten auf Kreta

 

Unser Workaway-Job in Choudetsi

4. – 13. Januar 2018

Am 4. Januar fahren wir gegen Abend zu Jon nach Choudetsi.
Es regnet in Strömen, als er uns bei der Tankstelle abholt und zu seinem Grundstück führt.

Der Norweger Jon sucht hier auf Kreta das einfache Leben. Er wohnt in einer Jurte mitten im Olivenhain. Die Hunde Rosa und Atju, die Katze Ziza, sowie einige Gänse, Enten und Hühner sorgen für Kurzweil und Eier.

 

Eine der Jurten von Jon

 

Wir haben uns über die Internetplattform von „Workaway“ bei ihm um einen Job gegen Kost und Logis beworben. Auf das Logis verzichten wir und schlafen weiterhin in unserem NOBIS. Der Wohnwagen, der für uns vorgesehen ist, bringt kaum mehr Komfort, zudem müssen wir so unsere Siebensachen nicht zügeln.

Früh gehen wir schlafen und hoffen auf besseres Wetter.

Link zur heutigen Strecke:

 

Heute Freitag Morgen zeigt uns Jon sein Grundstück. Wir sollen Flosse bauen aus Schilfrohr, leeren PET-Flaschen und Schnur. Diese beschatten im Sommer den Teich, damit er von der Sonne nicht so schnell ausgetrocknet wird.

Am Mittag verlässt uns Jon, um übers Wochenende in der Stadt einen Freund zu besuchen.
Uns soll’s recht sein, Arbeit ist genug da.

 

Flosse und Entenhütte auf dem Bewässerungsteich

 

 

Flossbauerin Annette

 

Das Wetter spielt mit und so geht es am Montag an die Olivenernte. Jon ist damit im Verzug, da zwei Paare, die ihre Mithilfe im Dezember versprochen haben, nicht erschienen sind.
Alleine Oliven ernten ist aber sehr aufwändig. Zu zweit kann man die 6 x 10 Meter grossen Sammelnetze viel leichter ausbreiten.

 

Oliven am Baum

 

Das Ernten geht folgendermassen:
Erst werden die Netze unter den Bäumen ausgelegt. Dann schlägt man die Früchte vom Baum. Bei grösseren Bäumen muss man dazu auch in die Krone steigen.

 

Annette und Jon beim Oliven herunterschlagen

 

Die Netze werden anschliessend sorgfältig zusammengerafft, damit keine Oliven herunterkollern
Später lesen wir die grösseren Zweige heraus, bevor die Oliven in Säcke abgefüllt und in die Ölmühle gebracht werden.

 

Atju will gestreichelt werden und nicht Zweige herauslesen.

 

Gut getarnt beobachtet eine Gottesanbeterin unser Treiben.

 

Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

 

Auch unter den Oliven gibt es nonkonforme Individualisten.

 

Eigenwillige Olive

 

Zum Mittag essen wir oft Spiegeleier. Die schmecken vorzüglich. Man merkt, dass das Federvieh nicht eingesperrt ist und sich sein Futter auf dem grossen Gelände selber suchen kann.

Wir verzehren zum ersten Mal in unserem Leben Gänseeier. Die sind zweieinhalb bis dreimal so gross wie Hühnereier und schmecken auch gross-artig.

 

Vier Hühner- und ein Gänseei

 

Die nächsten Tage verbringen wir mit der Olivenernte. Dazwischen haben wir aber genügend Zeit für uns. Wir werkeln am Blog, gehen in einem der Cafés im Dorf aufs Internet, geniessen die wunderschöne Gegend …

 

Blick von Jons Grundstück

 

… „Oh, schau mal, da blühen ja bereits die Narzissen!“ …

 

Strauss-Narzisse (Narcissus tazetta)

 

… oder studieren die Hierarchie des Geflügels.

 

Vize-Chefhahn

 

 

 

 

 

 

Chefhahn

 

 

 

 

 

 

 

Am Freitag, 12. Januar ernten wir die letzten Oliven und bringen anschliessend die Früchte in die Mühle im Dorf.
Morgen Abend soll „unser“ Öl abholbereit sein.

Hier in Choudetsi bekommt jeder Bauer das Öl seiner eigenen Oliven. Was nicht selber gebraucht oder vermarktet werden kann, kauft die Mühle auf.

 

Start der Oliven auf dem Weg zum Öl

 

 

Olivenmühle von innen

 

Heute Samstag zieht am frühen Morgen ein heftiges Gewitter über uns hinweg. Danach bleibt es regnerisch.
Da hatten wir grosses Glück, dass wir die Ernte vor der Regenperiode abschliessen konnten.
Nun hocken wir in der Jurte und schneiden einen Riesenberg Oliven ein, um sie danach in Salzwasser einzulegen. Die Lake muss nun zehn Tage lang jeden zweiten Tag gewechselt werden, bevor man die Früchte zum späteren Verzehr in Gläser füllen kann.

Jon ist so froh, dass er seine Olivenernte noch rechtzeitig beenden konnte, dass er uns zum Abendessen in eine urige Taverne im Dorf einlädt.
Im Cheminéeofen in der Gaststube brennt ein Feuer und wir sind die einzigen Gäste. Maria und Jassis haben ein Festmahl vorbereitet mit Kohlrouladen, Bruschetta mit Feta und Tomaten, Bureki mit Spinat, Schweineragout mit Lattich, Koteletts, Pommes.
Jassis sucht über YouTube griechische und kretische Musik und lässt sie über zwei grosse Boxen erschallen. Dabei singt er oft lauthals mit. Maria setzt sich zu uns an den Tisch und trinkt ein Glas Wein mit.
Zur Nachspeise gibt es Yoghurtpudding mit Quittenkompott und frisches Obst.

Danke, Jon, für die Einladung und für den stimmigen Abend.

 

 

Aufbruch wegen Regen

14. Januar 2018

Nach den ergiebigen Niederschlägen ist der Boden ziemlich aufgeweicht und matschig. Wettermässig ist keine Besserung in Sicht. An Arbeiten im Freien ist nicht zu denken.
Wir wollen hier nicht untätig herumsitzen, deshalb verabschieden wir uns von Jon und setzen unsere Reise fort.
Jon schenkt uns zum Abschied einige Hühner- und Gänseeier, ein Glas mit eingelegte Oliven und … was uns ganz besonders freut! … drei Liter frisches Bio-Olivenöl, aus den Früchten, die wir selber geerntet haben.

Wir hatten hier eine gute Zeit und freuen uns über die leckeren Abschiedsgeschenke. Herzlichen Dank, Jon.

 

Unser Olivenöl

 

In Vathipetra füllen wir bei der Kirche unsere Wasservorräte auf. Hier kann man Quellwasser „tanken“, das nicht mit Chlor versetzt ist.

 

Wassertankstelle in Vathipetra

 

 

Annette will Wasser in der Flasche und nicht auf dem Kopf.

 

 

Blick von Vathipetra über die verregnete Landschaft

 

An der Nordküste ist das Wetter etwas freundlicher. Wir übernachten am Strand von Kato Gouves.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Im Winter geschlossen!

15. Januar 2018

Zuerst fahren wir zurück nach Iraklio, um uns dort im Tourismusbüro Informationen über Kreta zu besorgen. Aber, es ist Winter und da sind keine Gäste vorgesehen. Das Büro ist geschlossen. Eine Karte verweist auf die Stadtverwaltung, doch die finden weder wir noch unser Navi.
Wir geben auf, dann halt eben nicht…

Nun fahren wir wieder ostwärts und über Nebenstrassen nach Plaka. Das Landesinnere ist sehr karg. Auf den Hügeln suchen Schafe nach raren Gräsern. Lediglich in den Ebenen liegen einige Dörfer von Olivenhainen umgeben.

 

Fourni

 

Nach Vrouhas fällt das Gelände gegen das Meer ab. Von weitem sieht man die Insel Spinalonga mit der markanten Mauer der ehemaligen Inselfestung.

 

Insel Spinalonga

 

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war auf dem Eiland eine Leprakolonie, die letzte Europas.
Hier wurden die Aussätzigen vom Rest der Bevölkerung isoliert, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern.
Heute ist die Insel ein bekannter Ausflugsort. Von Plaka aus fahren Boote im Halbstundentakt hinüber.
ABER … natürlich nur im Sommer. Uns bleibt der Blick von Ferne. 😦

 

Insel Spinalonga

 

Dafür übernachten wir auf dem unbenutzten Parkplatz des (Sommer)-Hot-Spots.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Agios Nikolaos

16. Januar 2018

Agios Nikolaos ist ein schönes Städtchen an der Kolpos Mirampelou (Mirabello Bucht).
Nach zwei leckeren heissen Schokoladen schlendern wir dem Meer entlang bis zum Voulismeni-See, der mitten im Ort liegt. Dieser Süsswassersee ist an der breitesten Stelle nur 137 Meter breit, aber stolze 65 Meter tief!

„Was sollen die vielen Worte, wir wollen Bilder sehen“, höre ich rufen.

Also denn:

 

Füllhorn der Amaltheia

 

 

Agios Nikolaos mit Abfluss des Voulismeni-See

 

 

Agios Nikolaos mit Voulismeni-See

 

 

Eine hübsche Türkentaube (Streptopelia decaocto)

 

 

Wo Wasser, da Enten (Warzenente) …

 

 

… und eigenartige Lebewesen (???)

 

Die Wasseruhren werden an den Aussenmauern installiert. In der Schweiz wären so verlegte Leitungen längst eingefroren und geborsten.

Aber wie sagt das bekannte Sprichwort: „Andere Länder, andere Wasseruhren!“ (oder so ähnlich)

 

 

Zurück am Sandstrand sehen wir zwei Frauen, die mit ihren Kindern den lauen Winterabend geniessen.

 

Strand von Agios Nikolaos

 

Auf der Halbinsel Spinalonga, finden wir einen ruhigen Platz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wandern auf der Halbinsel Spinalonga

17. Januar 2018

Am Morgen spazieren wir zur neuen Kapelle Agios Loukas, die gleich oberhalb unseres Übernachtungsplatzes liegt.

Der kleine Glockenturm gefällt uns besonders gut. Er ist so niedrig, dass man die Glocke auch ohne das kunstvoll geknotete Seil läuten könnte.

 

 

 

 

Nun wollen wir die Halbinsel zu Fuss erkunden. Da wir unseren NOBIS nicht hier in dieser Einsamkeit stehen lassen wollen (ein Einbruch genügt), fahren wir zurück über den Damm nach Elounda.

Von da geht’s los!
Den zerfallenden Steinmauern und Ruinen nach muss die Insel einmal von vielen Kleinbauern bewohnt worden sein. Wir treffen nur noch auf ein halbwegs intaktes, aber ebenfalls verlassenes Ökonomie- und Wohnhaus.

 

Nein, das ist nicht die letzte Bäuerin, das ist Annette.

 

Einige rund eingefasste Flächen lassen uns ratlos. Waren das Dreschplätze? Wir können uns nicht vorstellen, dass auf diesem kargen, steinigen Boden jemals Korn gewachsen ist.

Später erfahren wir, dass es in der Region früher deutlich mehr Niederschläge gegeben hat und die Bauern kleine Getreidefelder anlegen konnten.

 

Dreschplatz

 

Nur wenige Schafe und eine magere Muttersau mit ihrem Ferkel sehen wir auf der Insel weiden.

 

Schafe auf der Halbinsel Spinalonga

 

Dafür gibt es unendlich viele Kleinode zu entdecken.

 

Natürlich entstandenes Kunstwerk aus Stein

 

 

Natürlich entstandenes Blumenarrangement mit Herbst-Alraune (Mandragora autumnalis)

 

Dann aber, beinahe am anderen Ende der langgezogenen Halbinsel, stossen wir auf die gut erhaltene Kapelle Agios Ioannis.

 

Kapelle Agios Ioannis auf der Halbinsel Spinalonga

 

Soll sie die Insel vor den vielen Geistern schützen, die hier aus Bäumen und Steinen schauen?

Baumgeist

 

 

 

 

 

 

 

Steingeist

 

 

 

 

 

 

 

Doch der heutige Zeitgeist verbietet uns an Geister zu glauben. Vielleicht sind es lediglich Spielereien der Natur?

Auf dem Rückweg entlang der Ost-Küste entdecken wir einen Kormoran, der aufgeregt immer wieder den Kopf ins Wasser taucht und an etwas zu zerren scheint. Erst im digitalen Zoombereich der Kamera sehen wir, dass er einen Fisch erbeutet hat und ihn nun so in den Schnabel kriegen will, dass er beim Wegfliegen nicht herausfällt.

Das Bild ist qualitativ sehr schlecht, doch wir zeigen es trotzdem. Für diese spezielle Aufnahme meinen wir, dass der Zweck die Mittel heiligt.

 

Kormoran mit seiner Beute

 

Und wieder treffen wir in dieser unwirtlichen Gegend auf eine gut erhaltene Kapelle, die Agios Fokas. Die Türe ist unverschlossen.

 

In der Agios Fokas, Halbinsel Spinalonga

 

Ein gepflästerter Weg führt zu einem kleinen Hafen. Hierher kommen die Gläubigen also mit dem Boot.
Wir dagegen gehen zu Fuss weiter und entdecken am Ufer zwei Höhlen im ziegelroten Fels.

 

 

Das Gestein ist eigenartig. Es scheint, als sei der graue Fels mit rotem Mörtel zusammengeklebt. Die roten Schichten sind aber nicht etwa aus weichem Material, sondern ebenfalls sehr hart.

 

 

 

 

 

 

Nach viereinhalb Stunden sind wir von dieser wunderschönen Wanderung voller Überraschungen über die vermeintlich langweilige Insel zurück bei unserem NOBIS.

Einmal mehr trifft unser Motto: „Schön ist es überall, man muss nur die Augen offen halten!“ voll ins Schwarze.

Link zur Wanderung über die Halbinsel Spinalonga: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ab, in den Windschatten

18. Januar 2018

Während der Nacht fegten immer wieder Sturmböen über den Hügel und schüttelten uns durch. Deshalb suchen wir uns heute auf der Leeseite der Insel Kreta einen Übernachtungsplatz.
Die Strasse führt bei Pachia Ammos an der Kirche St. Foteini vorbei. Ein Regenbogen scheint aus dem Eingang der Kirche ins Meer hinaus zu führen.

 

Kirche St. Foteini bei Pachia Ammos

 

In Itanos finden wir einen windgeschützten Platz für die Nacht.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Unbekanntes Lakonien

 

Versteinerter Palmenwald

1. Januar 2018

Die beiden östlichen „Finger“ des Peloponnes gehören zur Provinz Lakonien. In der Antike war Sparta die Hauptstadt Lakoniens.
Lakonien? – Der Ausdruck „lakonisch“ ist uns bekannt, doch was er mit Lakonien zu tun hat, wissen wir nicht. Falls es dir auch so ergeht, hier eine kleine, einprägsame Anekdote:
Als Philipp II von Makedonien Krieg gegen die Spartaner führte, sandte er ihnen folgende Botschaft:
„Wenn ich euch besiegt habe, werden eure Häuser brennen, eure Städte in Flammen stehen und eure Frauen zu Witwen werden.“
Darauf antworteten die Spartaner: „Wenn.“
Zuerst fahren wir nach Profitis Ilias. Oberhalb des neuen Hafens steht ein schlichtes weisses Haus, das mit Installationen und Schatten zu spielen scheint.

 

Haus in Profitis Ilias

 

Wir haben von einem versteinerten Palmenwald bei Agia Marina gelesen.
Vor dem Weiler stehen zwar Informationstafeln, doch von einem Wald ist weit und breit nichts zu sehen. Vielleicht hinter den Häusern?
Erst auf der Rückfahrt klettern wir bis ans Meer hinunter und finden den „Fossile Forest“.
Die versteinerten Überreste sind nicht geschützt. Man kann zwischen ihnen hindurchwandern und über sie hinwegsteigen, wie man will. Hoffentlich werden sie so nicht von unvorsichtigen Besuchern zerstört.

 

Versteinerte Palmenstrünke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Elia sehen wir, wie die versteinerten Strünke früher einmal ausgesehen haben.

 

Dattelpalme (Phoenix)

 

Die Fahrt nach Skoutari zieht sich in die Länge. Die Strasse führt in vielen Kurven meistens durch trockene Landstriche und nur selten der Küste entlang.
Endlich sind wir da und übernachten in der Nähe des Sandstrandes.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Leucht- und Wohntürmen

2. Januar 2018

Am Morgen kommt eine abgemagerte Hündin vorbei. Annette kann sie anlocken. Die arme Kreatur macht Sitz auf Befehl, lässt sich gerne streicheln und wird für einmal ausgiebig gefüttert. Was für Geschichten sie uns wohl erzählen könnte!?!

 

Morgenstimmung in Skoutari

 

Wir fahren entlang der Ostküste der Mani, dem „Mittelfinger“ des Peloponnes, zum Kap Tenaro. Im Dorf Kokkenogeia endet die Strasse. Wir lassen uns davon nicht aufhalten, schlüpfen in die Wanderschuhe und marschieren weiter südwärts.

 

Kokkenogeia

 

Der Weg führt an den Ruinen einer antiken Siedlung vorbei, die auf den ersten Blick nicht mehr zu erkennen ist. Einzig ein paar Mauerreste und ein römisches Mosaik zeigen, dass hier einmal Menschen gelebt haben.

 

Römisches Mosaik in Kokkenogeia

 

Wir gehen daran vorbei bis zum Leuchtturm Tenaro.

 

Leuchtturm am Kap Tenaro

 

Dort treffen wir eine griechische Familie, die auf einem Gaskocher Kaffee zubereitet. Wir werden herzlich dazu eingeladen.
Aus der Kaffeepause entwickelt sich ein kleines Picknick, zu dem jeder beisteuert, was er im Rucksack findet.

Herzlichen Dank für die spontane Gastfreundschaft!

Wir unterhalten uns angeregt mit Polytimi, Laertis, Dionyssis und Ioulietta. Poly hat Architektur studiert, fand aber wegen der Wirtschaftskrise keine Stelle. Also orientierte sie sich neu und leitet heute eine Tango-Schule, malt und gestaltet Schmuck und Bilder aus Recyclingmaterialien.

Hier der Link zu Polys Atelier: www.oyoland.com

 

 

Bild der munteren Picknickrunde

 

Das Kap ist der südlichste Punkt des griechischen Festlandes und nach der spanischen Punta de Tarifa das zweitsüdlichste Kap Festland-Europas. Die Punta de Tarifa wollten wir 2017 besuchen, doch dort ist militärisches Sperrgebiet.
Folglich sind wir jetzt am südlichsten Punkt Europas, den ein Zivilist besuchen kann. (Hurra, wir können einen Rekord herbeiargumentieren 🙂 )

 

Kap Tenaro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach diesem Ausflug fahren wir an der Westküste wieder nordwärts. Auffallend sind die typischen Wohntürme in der Mani.

Damit wir Vathia im besten Licht betrachten können, lässt Zeus, der Herrscher über Blitz, Donner und Regen, es zuerst stürmen, bevor die Sonne die Bauten beleuchten darf.

 

Vathia

 

Nun wagen wir uns in das pittoreske Dorf. Vathia wurde 1976 unter Denkmalschutz gestellt, ist aber kaum mehr bewohnt (2011: 6 Einwohner). Viele der Wohntürme sind am Zerfallen.

 

 

In einigen der Häuser wohnen heute Pflanzen und Bäume.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick zurück auf Vathia

 

In Pirgos Dirou erwischen wir die falsche Strasse und gelangen zu einem Parkplatz am Meer. Von hier fahren Booten in die Glyfada-Höhle, eine Tropfsteinhöhle.
Das sparen wir uns für später auf, denn jetzt am Abend ist alles geschlossen und morgen setzen wir nach Kreta über.

Also nochmals die steile Strasse hinauf ins Dorf und auf der anderen Seite der Klippe wieder hinunter zur Pirgos Dirou Beach.

Link zur Wanderung ans Kap Tenaro:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf, nach Kreta!

3. Januar 2018

Einmal mehr konnten wir an einem wunderschönen Ort gratis übernachten …

 

Pirgos Dirou Beach

 

… und einmal mehr sammeln wir zum Dank herumliegenden Müll ein!

 

Gesammelte Werke

 

Nun geht es wieder zurück nach Githio, wo uns um 16:30 Uhr die Fähre abholen soll.

In Areopoli steht vor einem Blumenladen ein mit Orangen und Zitronen geschmückter Weihnachtsbaum der anderen Art.

 

Weihnachtsbaum in Areopoli

 

In Githio sind die Tische am Hafen immer noch ohne Besucher …

 

 

… obwohl daneben fein säuberlich aufgehängte Tintenfischarme locken (oder abschrecken?).

 

 

Um 16:00 Uhr sollte die Fähre im Hafen einlaufen und eine halbe Stunde später wieder ablegen. WIR sind pünktlich, aber von einer Fähre ist weit und breit nichts zu sehen.

 

Leuchtturm von Githio

 

Da andere Fahrzeuge ebenfalls hier stehen, warten wir geduldig und Beat nutzt die Zeit, um Hafenimpressionen zu sammeln.
Und so kannst auch du, liebe Leserin, lieber Leser, dir die Zeit mit Angucken von Trossen verkürzen.
Wann soll das Schiff eintreffen? Darüber bekommen wir keine Information.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach eineinhalb Stunden erfahren wir von einem anderen Passagier, dass auf Kreta Sturm herrschte und die Fähre deshalb lange nicht ablegen konnte.
Und wirklich, mit zweieinhalb Stunden Verspätung fährt unsere „IONIΣ“ in den Hafen ein.

Es ist bereits dunkel, als wir am Leuchtturm vorbei ins offene Meer fahren.

Die Überfahrt verläuft stürmisch. Zum Glück wird es uns nicht übel, aber viel fehlt nicht.
Nachts, um 2:30 Uhr kommen wir in Kissamos an und parken unseren NOBIS gleich auf dem Kai. Wir sind müde und wollen nur noch schlafen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Durch den Peloponnes

 

Akrokorinth

29. Dezember 2017

Wir haben vor den Toren der Festung Akrokorinth übernachtet. Nun besuchen wir den befestigten Berg und spazieren durch das weitläufige Gelände.
Eine Gruppe Ziegenböcke ergreift die Flucht und rennt über die geschichtsträchtigen Mauerreste. Nur ihr markanter Duft liegt noch kurze Zeit in der Luft.

 

Ziegenböcke auf Akrokorinth

 

Die Befestigung überzog die gesamte Bergkuppe. Der wuchtige Felsklotz überragt die Ebene um knapp 600 m und gewährt einen guten Überblick vom Saronischen Golf zum Golf von Korinth.
Erste Siedlungsspuren stammen aus dem 7. Jh. v. Chr. Die Anlage hat eine sehr wechselhafte Geschichte, sie wurde von Byzantinern, Türken, Franken und Venezianern erobert und weiter ausgebaut.

 

Eingang zur Festung Akrokorinth

 

Im Hintergrund erkennt man die Gipfel des Killini Gebirges.

 

Blick vom Akrokorinth

 

 

Killini-Gebirge

 

Die Ruine einer Moschee ist noch gut erhalten.

 

Moschee auf Akrokorinth

 

Unten in der Ebene werden vor allem Oliven angepflanzt. Doch ein Landwirt scheint auch auf Obstbäume zu setzen.

 

 

In der Festung blühen Ende Dezember Blumen, die wir nicht kennen. Kann uns da jemand weiterhelfen?

 

???

 

Nach dieser „Bergtour“ besuchen wir die Ausgrabungsstätte am Fusse des Berges.

 

Apollon-Tempel im Vordergrund ein Zedrachbaum (Melia Azederach)

 

Eine Tafel zeigt, wie das antike Korinth ausgesehen hat.

 

Das antike Korinth

 

Einige der Bauten sind noch in gutem Zustand.

 

Peirene-Quellen

 

Natürlich besuchen wir auch das Museum im Gelände. Wie bereits in Delphi faszinieren uns die aus Stein gehauenen Statuen. Unglaublich, wie man aus dem harten Marmor so lebensechte Menschen und charaktervolle Köpfe gestalten konnte.

 

Römischer Kaiser Caracalla

Dionysos, Gott des Weines, der Freude und der Fruchtbarkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aphrodite, Göttin der Liebe und der Schönheit

Hermes oder Perseus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mosaikboden einer römischen Villa

 

 

Kaiser Augustus

Gaius Cäsar, Enkel des Kaiser Augustus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tief beeindruckt verlassen wir diese Stätte der „alten Steine“, wie Beat früher solche Orte despektierlich genannt hat.

Bei Argos entdecken wir „neue Steine“. Mit viel Fantasie und Liebe zum Detail wird da ein Haus gebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Krioneri Beach sind wir, wen wundert’s, um diese Jahreszeit die einzigen Touristen. Auch wir springen nicht ins kühle Nass, sondern parken unseren NOBIS direkt an den Strand, denn wir lieben schöne Übernachtungsplätze.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Fährt eine Fähre?

30. Dezember 2017

Am Morgen geniessen wir das ausgiebige Frühstück direkt am Meer.

 

Krioneri Beach

 

Auf dem Weg nach Githio sehen wir wie ein Schafbauer seinen Tieren gammelige Granatäpfel und Orangen zum Frass vorwirft. Die Schafe sehen sich das „Festtagsmenü“ kurz an und ziehen dann wenig interessiert weiter zu ihren kargen Gräsern.

 

Stilleben faulender Südfrüchte

 

Wir wollen von Githio nach Kreta übersetzen, sind aber nicht sicher, ob es da eine Fährverbindung gibt. Im Internet finden wir keine. Ein Reiseführer weiss zu schreiben, dass die Verbindung eingestellt worden sei. Wir haben jedoch gehört, dass man vor Ort eine Fähre buchen könne, die aber nicht regelmässig fahre.
Mal sehen, wir haben ja Zeit.

Kurz vor Githio steht eine alte, versprayte Werbetafel am Strassenrand. „Anen Lines“, entziffern wir. Soll das die Gesellschaft sein, die von hier nach Kreta fährt oder früher einmal fuhr?

 

Infotafel „unserer“ Fährgesellschaft

 

Im Meer gleich darunter steht ein gestrandetes Schiffswrack. War das einmal die Fähre?

 

Schiffswrack vor Githio

 

Im hübschen Städtchen Githio macht sich Annette auf die Suche nach Informationen, während Beat herumknipst.

 

Githio

 

 

Das Hafencafé in Githio wartet auf Gäste.

 

Nach einiger Zeit kommt Annette mit der guten Nachricht zurück, dass immer mittwochs eine Fähre nach Kreta fahre. Sie hat für uns einen Platz reserviert.

Heute ist Samstag. Uns bleiben also noch einige Tage, um den Süden des Peloponnes anzuschauen.
Für die Nacht bleiben wir aber hier und parken auf der kleinen Halb-Insel Marathonisi direkt neben der Kapelle.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Monemvasia

31. Dezember 2017

Heute fahren wir nach Monemvasia, auch „Gibraltar des Balkans“genannt.

 

Monemvasia

 

In Gefyra parken wir auf dem grossen Platz vor dem Damm. Nach einer heissen Schokolade am Hafen wandern wir los.
Der Weg führt auf der Südseite der Insel ins malerische Städtchen Monemvasia. Es ist verkehrsfrei, denn durch die schmalen und zum Teil steilen Gassen käme kein Automobil.

 

Gasse in Monemvasia

 

Sogar die Katzen bereiten sich heute am Silvester auf das neue Jahr vor und waschen sich intensiv. Ausser die faule Mia, die schläft lieber an der Sonne.

 

Katzenwäsche

 

Der Weg führt in steilen Serpentinen zur Festung auf den Berg. Monemvasia ist eine griechische Kleinstadt, die im byzantinischen Reich ein bedeutender Stützpunkt und eine uneinnehmbare Festung war.

 

Eingang in die Festung

 

Von oben blicken wir auf den Leuchtturm am Meer hinunter.

 

Leuchtturm von Monemvasia

 

 

Windrose im Hof des Leuchtturms

 

Natürlich fehlt auch hier auf dem Berg, in der Oberstadt, die Kirche nicht.

 

Agia Sofia von Monemvasia

 

 

In der Agia Sofia

 

Wir staunen auch hier über die künstlerischen Details, zum Beispiel ein steinernes Bild über dem Eingang, das zwei Pfauen darstellt.

 

 

Ein Fresko in der Kirche lässt uns ein wenig ratlos.

Warum?

Wir bemühen uns um Interaktivität und deshalb lassen wir dich, liebe Leserin, lieber Leser, das Bild zuerst betrachten, bevor wir unseren Senf dazugeben.

 

 

Hast du es bemerkt?
Der Körper der Frau im roten Überwurf ist vor den beiden anderen platziert, die Füsse aber stehen dahinter.
Ja, solche Details fallen Annette jeweils sofort auf, und der kluge Beat sagt dann meistens: „Ah ja, stimmt, du hast recht.“

Nun wandern wir ans andere Ende der Festung und schauen durch eine Lücke in der Mauer zum Hafen hinüber.

 

Blick von der Zitadelle zum Hafen von Gefyra

 

Wir freuen uns an den Blumen, die hier am letzten Tag des Jahres 2017 blühen.

 

Krummstab (Arisarum vulgare )

 

Ein kugeliger Busch, der von weitem betrachtet lediglich gelbe Blätter zu haben scheint, trägt in Wirklichkeit viele wunderschöne kleine Blüten.

 

Wolfsmilch (Euphorbia)

 

Blüte der Wolfsmilch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wandern wir am osmanischen Mausoleum vorbei zurück zum einzigen Zugang der Festung.

 

Osmanisches Mausoleum

 

Ein letzter Blick hinunter auf die bewohnte Unterstadt von Monemvasia …

 

Monemvasia

 

… und schon nehmen wir den steilen Weg hinunter wieder unter die Füsse.

 

Weg zwischen Unter- und Oberstadt von Monemvasia

 

Wir wandern durch das pittoreske Städtchen zurück, gucken links und gucken rechts, freuen uns an den vielen wunderschönen Details und Ecken, die Monemvasia zu bieten hat.

 

Türgriff

 

Jemand hat vor seinem Haus liebevoll Sukkulenten gepflanzt.
Weiss jemand, worum es sich dabei handelt?

 

Mini-Gärtchen, klein, aber fein

 

 

Eine Art der Aloe?

 

 

Eine Art der Kalanchoe?

 

Nach knapp drei Stunden sind wir zurück bei unserem NOBIS.
Der fährt uns noch einige Kilometer weit, bis Agios Fokas, wo wir vor einer kleinen Friedhofs-Insel übernachten.

 

Blick zurück auf Monemvasia

 

Link zur Wanderung in die Festung von Monemvasia:

Link zur heutigen Strecke: