Wandern auf der Rota Vicentina

 

Ein aufregender Tag

29. Januar 2017

Am Morgen fährt ein Polizeiwagen vor, zwei Beamten steigen aus und kommen strammen Schrittes direkt auf unser WoMo zu, … ist hier Übernachten verboten? … und gehen an uns vorbei an den Strand, der unmittelbar neben uns liegt.
Neugierig schauen wir ihnen nach und entdecken weiter draussen einen gestrandeten Delfin.

 

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Gestrandeter Streifendelfin (Stenella coeruleoalba)

 

Wir mögen Delfine sehr und sind traurig, dass dieser sterben musste.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Cabo Espichel.
Kurz vor unserem Ziel sehen wir eine Wander-Infotafel. Wir fahren auf einen kleinen Parkplatz und wollen die beschriebene, fünf Kilometer lange Rundwanderung in Angriff nehmen.
Rucksäcke packen, schultern und raus …

… aber stopp … was ist denn da los?

Beim Auto neben uns ist eine Scheibe eingeschlagen. Hier scheint es nicht so friedlich zu sein, wie es scheint.

 

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In dieses Auto wurde eingebrochen.

 

Annette ruft die Polizei an und unmittelbar darauf kommt der Besitzer von seinem Spaziergang zum Strand zurück. Annette reicht ihm unser Handy und er kann den Ordnungshütern selber genauere Angaben liefern. Es sei ein Koffer aus dem Wagen gestohlen worden.
Danach entfernt er die Scherben aus dem Auto, wirft sie auf den Boden, bedankt sich für die Meldung bei der Polizei und … fährt weg.

Eine Viertel Stunde später kommt der Streifenwagen. Die Polizisten sind sehr erstaunt, dass der Besitzer des eingebrochenen Wagens bereits weggefahren ist.

Unter diesen Umständen verzichten wir auf die gemeinsame Wanderung. Unseren NOBIS wollen wir hier nicht alleine stehen lassen und spazieren deshalb nacheinander hinunter zu den Spuren, die gemäss einer alter Legende von einem weissen Esel stammen, auf dem die Muttergottes zwei alten Fischern erschienen war.

Heute geht man jedoch davon aus, dass es sich um Dinosaurier-Spuren handelt, die diese vor 130 Millionen Jahren hinterlassen haben.

 

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Spuren eines Dinosauriers

 

Am Cabo Espichel stellen wir uns auf einen der grossen Parkplätze und besichtigen, immer noch einzeln, da uns der Einbruch doch etwas verunsichert hat, das ehemalige Klostergebäude.

 

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Kloster am Cabo Espichel

 

 

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Die kleine Kapelle „Ermida da Mémoria“ aus dem 15. Jhd. steht am Rand der Klippe, hoch über dem Meer.
Im Innern befand sich früher ein Wandbild, das die Erscheinung von Maria auf dem weissen Esel darstellte.

 

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„Ermida da Mémoria“

 

Am Abend lässt der Leuchtturm seine Strahlen in beruhigender Regelmässigkeit über unseren Schlafplatz kreisen und wir schlafen trotz des aufregenden Tages schnell ein.

 

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Leuchtturm am Cabo Espichel

 

Link zum Spaziergang zu den Spuren des Dinosauriers: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von der Klippe an den Strand …

30. Januar 2017

Wir fahren auf der Bergroute Richtung Setúbal. Die tiefliegenden Wolken fangen uns ein. Weit unter uns fährt ein Ozeanriese der Sonne entgegen.

 

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Der Weg zur Sonne führt über das Meer.

 

Kurze Zeit später lösen sich die Wolken auf und wir geniessen den Blick auf die lange, schmale Landzunge von Tróia, die beinahe bis Setúbal reicht.

 

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Península de Tróia

 

 

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Sandbänke vor der Halbinsel von Tróia

 

Der Himmel ist nun wolkenlos und das Thermometer klettert über 20°C.

Oberhalb der Praia de Aberta Nova finden wir einen wunderbaren Übernachtungsplatz mit Blick auf den traumhaften Sandstrand.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

… und vom Strand wieder auf eine Klippe

31. Januar 2017

Heute ist der Himmel wieder bedeckt und es ist kühl. Trotzdem spazieren wir am Morgen über die Dünen und erfreuen uns an den Pflanzen, die Wind und Wetter trotzen und die Sandhügel langsam überwachsen.

 

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Sandbewohner

 

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Von Wind und Wasser geformte Düne

 

In Praia de Monte Clérigo fahren wir nicht an den Strand, sondern hoch auf die Klippe. Hier sind wir zwar Wind und Regen ausgesetzt, aber die Sicht auf das Meer ist grandios.

Die Felsen werden langsam von Pflanzen bewachsen und wir sehen, dass sich die Hottentottenfeige auch auf Gestein wohl fühlt.

 

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Hottentottenfeigen (Carpobrotus edulis)

 

Zuvorderst auf der Klippe, ca. 20 Meter über dem Meer steht ein Fischer im Regen. Ein Fehltritt und nicht er, sondern die Fische haben ein Festessen.

 

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Mutiger Fischer

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf den Stellplatz von Figueira

1. Februar 2017

Am Morgen regnet es nicht mehr und die Wolken lichten sich langsam.

 

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Übernachtungsplatz bei Praia de Monte Clérigo

 

 

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Blick von unserem Übernachtungsplatz

 

Nach dem Mittag lösen wir uns von der fantastischen Meersicht und fahren nach Figueira auf einen kleinen Stellplatz im Dorf. Das Ehepaar, das den Platz führt, kommt aus Frankreich und spricht kaum Englisch. Da einige Engländer hier nächtigen, die ihrerseits kein Französisch sprechen, sind Annettes Übersetzungshilfen sehr willkommen. Wie es um die Portugiesisch-Kenntnisse steht, wagen wir nicht einmal zu fragen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Praia da Figueira

2. Februar 2017

Wir beschliessen eine weitere Nacht hier zu bleiben und spazieren zur Praia da Figueira. Da man nicht direkt hinfahren kann, wird wohl auch im Sommer die Besucherzahl übersichtlich klein sein.
Dieser idyllische Strand bietet viel. Ein kleines Bächlein fliesst der schroffen Felswand entlang ins Meer und modelliert im Sand ein pittoreskes kleines Ufer, das mit der nächsten Flut wieder zugedeckt werden wird.

 

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Praia da Figueira

 

 

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Sand-Art, made by „Bächlein“

 

Imposante Felsplatten ragen ins Meer und werden von den Wellen langsam zu Sand zerrieben.

 

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Annette hält Ausschau nach ???

 

Wir setzen uns an den einzigen Picknicktisch, der aus Recyclingmaterial gegossen wurde, und betrachten von da aus die Pionierpflanzen, die langsam Sand und Felsen erobern.
In einigen der Steine sieht man gar noch die Schalen der Muscheln, die in dem Kalkstein gewohnt haben, als er noch im Meer lag.

 

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Sandbewuchs

 

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Ein Fischer mit Handy am Ohr betritt die Szenerie. Ob er mit den Fischen telefoniert um ihnen seine Köder schmackhaft zu machen, oder ob er seiner Freundin den Auftrag gibt Weisswein zu kaufen für die geplante Fischmahlzeit?
Wir wissen es nicht, aber skurril sieht es alleweil aus.

 

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Link zum Spaziergang an die Praia da Figueira: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Cabo de São Vicente

3. Februar 2017

Obwohl der Himmel bedeckt ist, kaufen wir uns in Sagres eine Wanderkarte der Rota Vicentina. Wir wollen zwar nicht die ganzen 397 km Wanderwege ablaufen, die da eingezeichnet sind, aber ein paar Kilometer dürfen es in den nächsten Tagen schon sein.

Zuerst fahren wir auf den Cabo de São Vicente, die markante Ecke ganz im Südwesten Portugals.

Obwohl es bereits Nachmittag ist, starten wir zu unserer ersten Rundwanderung auf dem Trilho dos Pescadores, dem Circuito Praia do Telheiro.
Der Weg führt zuerst auf der atemberaubenden Steilküste dem Meer entlang (logischerweise!) nordwärts. Südwärts geht ja nicht, da ist nur noch Meer. 😉

 

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Costa Vicentina

 

 

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Natürliche Brücke nach … nirgendwo

 

 

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Blick zurück auf den Cabo de São Vicente

 

Am Meer und im Landesinnern sind viel schöne Felsformationen zu bewundern.

 

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Wanderweg Circuito Praia do Telheiro

 

 

 

 

 

 

 

Zurück führt der Weg von der Küste weg und durch karges Weideland.
Die Landwirte hier scheinen auch schon bessere Zeiten erlebt zu haben, wie das untere Gebäude vermuten lässt.

 

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Landwirtschaftsgebäude von Vale Santo

 

Oje!
Das letzte Stück der wunderschönen Wanderung müssen wir auf der asphaltierten Strasse zurücklegen.

Das hat wohl auch den Sprayer zu diesem „tag“ auf einem Meilenstein motiviert.

 

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Uns gibt das „Kunstwerk“ neuen Schwung und leichten Fusses kehren wir nach dreieinhalb Stunden zu unserem NOBIS zurück.
Die Dämmerung hat eingesetzt und wir geniessen die Abendstimmung.

 

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Abend am Cabo de São Vicente

 

Link zur Wanderung Circuito Praia do Telheiro: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Der lila Tag

4. Februar 2017

Am Morgen schlendern wir nochmals in den Hof des ehemaligen Klosters.

Der Märtyrer Sankt Vinzenz wurde 304 n. Ch. von den Römern hingerichtet.
Ihm zu Ehren steht hier ein nicht alltägliches Denkmal.

 

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Denkmal für São Vicente

 

Ein letzter Blick zurück auf Kloster und Leuchtturm und weiter gehts mit dem Wohnmobil nordwärts bis zur Praia do Amado.

 

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Kloster und Leuchtturm von São Vicente

 

Oberhalb des Strandes liegen zwei riesige Parkplätze mit vielen Wohnmobilen.
Neben Superkisten der Marke: „Mein Einfamilienhaus auf Rädern“ stehen auch einige, ausgebaute Lieferwagen der Marke: „Ich hab es selber gemacht“. Die „Uniform“ dieser Bewohner scheinen Dreadlocks zu sein. Für uns skurril: Der Nonkonformismus soll durch gleiche Haartracht ausgedrückt werden; Gleichheit als Zeichen der Individualität. Wir verstehen das nicht, wahrscheinlich sind wir bereits zu alt dafür.

Der Spaziergang an den Strand bringt uns auf andere Gedanken. Auf dem Sand liegen in langen Wellenlinien, so wie das Meer sie angeschwemmt hat, lilafarbene Dinger.

 

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Lila Streifen am Strand

 

Als wir näher kommen, sehen wir, dass es sich um Algen handelt.
Wie Engelshaar die Christbäume schmücken diese lilafarbige Algen den Strand.

 

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Lilafarbige Alge

 

Zudem liegt am Fusse der Felsen ein Streifen bunter, zum Teil ebenfalls lila Steine.

 

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Lilafarbene Steine an der Praia do Amado

 

Und wie wenn die Natur hier besondere Freude an der Farbe Lila hätte, blüht oberhalb der Klippe ein Kaktus in der selben Farbe.

Beim Überspielen der Fotos auf den PC überkommen uns Zweifel.
Blüht so ein Kaktus?

 

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Vermeintlich blühender Kaktus

 

Also nochmals zurück … und tatsächlich … unsere „Kaktusblüte“ hat einen Stängel, der unter dem stacheligen Kelch in den Boden führt, und die haarigen Blätter gehören ebenfalls dazu. Es handelt sich wohl eher um eine Distel. Um welche? … das haben wir nicht herausgefunden.

Da hast du uns schön erwischt, du kleines, cleveres Ding!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Rundwanderung bei Carrapateira

5. Februar 2017

Am Morgen starten wir direkt von unserem Übernachtungsplatz aus zu einer weiteren Rundwanderung, dem „Circuito Pontal da Carrapateira“.

Wieder führt der erste Teil der Steilküste entlang. An einigen Orten prallen die Wellen so hart auf die Felsen, dass hohe Wasserfontänen aufspritzen. Beat kann da schon mal das Fotografieren von Geysiren üben, für den kommenden Sommer auf Island.

 

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Naturschauspiel Wasserfontäne

 

Auf dem Weg dem Meer entlang entdecken wir einige hübsche, mögliche Übernachtungsplätze. Den schönsten wählen wir für heute Abend aus.

Welle um Welle rollt gegen die Praia da Bordeira, den riesigen Sandstrand vor Carrapateira.

 

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Es ist lustig den Strandläufern (Sanderlingen) bei der Futtersuche zuzuschauen. Sie picken aus dem seichten Wasser, was das Meer so alles an Futter anschwemmt und rennen doch bei jeder neuen Welle ein Stück landeinwärts, als hätten sie Angst, dass ihr Bauch nass werden könnte. Mit dem zurückfliessenden Wasser tippeln sie dann wieder meerwärts.

 

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Sanderlinge (Calidris alba) bei der Futtersuche

 

Auch ein Paar mit zwei Hunden geniesst das Wellenspiel und spaziert barfuss der Wasserlinie entlang, mal im Nassen, mal im Trockenen.

 

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Genüssliche Strandwanderung

 

Da wo der Ribeira Carrapateira ins Meer fliesst, folgen wir dem Bach ein Stück.

 

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Nun zweigt der Weg ab und führt durch die Sanddünen nach Carrapateira. Der erste Teil des Weges wurde mit Holzlatten befestigt. Hier läuft es sich einfacher als im Sand. Das hat auch eine Raupe gemerkt, die mit uns den Pfad teilt.

 

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Raupe des Kleespinners (Lasiocampa trifolii)

 

Eine Schnecke dagegen hat den mühsameren Weg durch den Sand gewählt und ruht sich hier wohl aus bis die „grässliche“ Sonne wieder hinter dem Horizont verschwindet.

 

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Wanderpause einer Schnecke

 

An eine Bauruine wurde dieser schöne Spruch gesprayt:

 

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„Liebe, wie wenn es kein Morgen gäbe!“

 

Ein Stück weiter lehnt sich ein hellgrünes Blatt dekorativ vor einer knallgelben Flechte an den Felsen.
Unglaublich, welch schöne Kunstwerke die Natur erschafft.

 

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Freche Farbkombination

 

Nach dreieinhalb Stunden haben wir unsere Rundwanderung beendet.

Die Strecken sind ausserordentlich gut markiert und nicht zu verfehlen. Mal sind die Zeichen auf Felsen oder an Bäume gemalt, mal weisen markierte Holzpfähle den Weg. An jeder Abzweigung ist zudem die falsche Richtung mit einem Kreuz in den entsprechenden Farben signalisiert.

Rot-weisse Markierungen bezeichnen den „Caminho Histórico“. Dieser 231 Kilometer lange Fernwanderweg wurde im Februar 2016 von der „European Ramblers Association“ (der europäischen Wandervereinigung) mit dem Prädikat „Leading Quality Trails – Best of Europe“ ausgezeichnet.

Über den 120 km langen „Trilho dos Pescadores“ (Fischerpfad) führen die Farben grün-blau.

 

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Wegweiser auf dem Trilho dos Pescadores

 

Nun fahren wir mit unserem NOBIS wenige Kilometer zu dem Übernachtungsplatz, den wir auf unserer Wanderung entdeckt haben und geniessen den Blick auf die Bucht der Praia da Bordeira.

Link zur Wanderung „Circuito Pontal da Carrapateira“: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Steinen, Störchen und stolzem Palast

 

Schieferdorf Cerdeira

21. Januar 2017

Wir sind auf dem Weg zurück nach Tramagal.
Unterwegs sehen wir einen Wegweiser nach Cerdeira, einem der Schiefer-Dörfer.
Beim Abbiegen geht es steil bergauf und die Frontschürze des NOBIS kratzt am Boden. Wir fahren eine sehr schmale Strasse den Berg hoch. Zum Glück haben wir keinen Gegenverkehr, denn es gibt nur wenige Ausweichstellen.

 

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Schieferdorf Cerdeira

 

Vor dem Dorf liegt der Parkplatz, von da geht es nur noch zu Fuss weiter. Auf einem Spaziergang erkunden wir das wunderschön gelegene und sorgfältig renovierte Bergdorf. Einige Häuser sind das ganze Jahr über bewohnt.

 

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Haustüre mit Holzsturz

 

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Blick auf eine Terrasse

 

Trutzig steht ein Haus am Hang. Auffallend sind die schlichten Holzbalkone und die Simse aus Schiefersteinen, die neben den Fenstern aus der Mauer ragen und auf denen im Sommer Blumentöpfe stehen.

 

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An einem der Gässchen liegt ein Café. Wir setzen uns draussen an einen der runden Tische, trinken einen Galão (Milchkaffee im Glas) und geniessen die warmen Sonnenstrahlen in dieser friedlichen Umgebung.

Die „Aldeias de Xisto“ gehören zu einem gemeinsamen Projekt von heute 27 Dörfern in der Region Zentralportugal, weitab von Badestränden und Städten. Die Initiative wurde 2001 ins Leben gerufen und unter anderem mit EU-Geldern gefördert mit dem Ziel die abgelegenen und von Verfall und Abwanderung bedrohten Dörfer wiederzuerwecken. Der Erfolg übertraf die kühnsten Erwartungen. Die Häuser wurden unter Anwendung traditioneller Handwerkstechniken, aber in modernem Design renoviert. 2008 wurde den „Schieferdörfern“ die Goldene Palme der Zeitschrift GEOSaison verliehen. Der Schwerpunkt liegt bis heute auf naturnahen Angeboten wie Wandern, Mountainbiken oder Kanufahren sowie handwerklich-künstlerischen Angeboten.

Auf der Weiterfahrt sehen wir andere Schiefer-Dörfer, aber Cerdeira ist mit Abstand das schönste.

In Louçainha übernachten wir direkt neben einer Badeanstalt. Das Schwimmbecken ist ein gestauter Bach. Da wird das Wasser wohl auch im Sommer eher kalt sein.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Vom Weltfrieden und einem unbekannten Wahrzeichen Portugals

22. Januar 2017

Unterwegs fällt uns die Kirche im kleinen Dorf Taliscas auf.

Zuoberst auf dem Kirchturm steht ein Kreuz. Wir folgern: das ist es eine katholische Kirche … aber gleich darunter dreht sich ein Wetterhahn … dann ist es eventuell doch eine protestantische Kirche? … und an dem Turm hängen Lautsprecher … das kennen wir von den Moscheen in Albanien.

Wir glauben es zwar nicht, malen uns aber trotzdem aus wie schön es wäre, wenn sich hier drei verschiedene Religionen ein Gotteshaus teilen würden.
Das könnte ein kleiner Beitrag zum Weltfrieden sein.

 

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Kirche von Taliscas

 

Etwas darf in unseren Blogbeiträgen über Portugal nicht fehlen!
Für uns ist es ein Wahrzeichen Portugals und steht in jedem Garten …

… genau, der „couve galega“ oder Blattkohl, wie er auf Deutsch heisst.

Bei dieser Pflanze erntet man nur die untersten Blätter. Diese werden meistens zu Kohlsuppe verarbeitet.
Die Pflanze wächst munter weiter und wird immer höher. Wir haben Kohlstauden gesehen, die an die zwei Meter hoch waren und zum Teil an Holzpfählen aufgebunden wurden.

 

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Hohe Blattkohlpflanze (Brassica oleracea var. viridis)

 

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Kopf des Blattkohls

 

Am Abend landen wir, wie bereits vor einer Woche, wieder in Vila Nova da Barquinha, wo wir übernachten.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Deutschunterricht in Tramagal

23. Januar 2017

Heute fahren wir nach Tramagal, wo wir bei Elke und Dave die Waschmaschine benutzen dürfen.
Am Nachmittag besuchen wir als Gäste den Deutschunterricht, den Elke hier im Dorf gibt. Wir treffen eine motivierte Schar an, die es sichtlich geniesst mit uns Konversation zu betreiben. Wir staunen, wie gut die meist älteren Frauen bereits Deutsch sprechen.
Bravo Elke, du leistest gute Arbeit!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Endlich ein Strassenatlas

24. Januar 2017

In Abrantes findet Annette endlich den Strassenatlas für Portugal und Spanien, den sie schon seit Mitte Oktober sucht, zwar nur im Massstab 1:400’000, aber immerhin.

Danach fahren wir ein weiteres Mal nach Vila Nova da Barquinha. Hier nutzen wir das frei zugängliche WiFi des Parks und schalten den Beitrag „São Miguel, Azoren“ frei.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wandern im Naturpark de Aire e dos Cardeeiros

25. Januar 2017

Annette erkundigt sich im Tourismusbüro von Vila Nova da Barquinha nach Wandermöglichkeiten im nahen Naturpark de Aire e dos Cardeeiros.
Der nette Herr schwärmt von der Gegend, in der er selber auch schon gewandert sei und empfiehlt uns nach Mendiga zu fahren: „… ca. 30-40 Min …“. Dort gebe es Informationen zu den Wanderwegen.
Wir folgen seinem Rat. Die Fahrt dorthin dauert aber knapp zwei Stunden und Infos finden wir in dem kleinen Ort nirgends.
Wir beschliessen unser Glück in São Bento zu probieren, dort sind auf dem Navi ein paar Fusswege zu erkennen.

 

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Steinbruch bei Serra Ventoso

 

In São Bento stellen wir unser Fahrzeug auf einen Parkplatz und wandern aufs Geratewohl los.

Auf den Hügeln des Naturparks dos Candeeiros ist der Kalkstein allgegenwärtig und prägt die Landschaft. Die Felsen sind selbst auf vielen Wiesen nur zum Teil mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Wir können uns vorstellen, wie schnell diese jetzt grünen Weiden im Sommer dürr sein werden.

 

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Mit Kalksteinmauern abgegrenzte Weiden

 

 

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Annette zu Fuss unserwegs

 

 

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Einzelner Olivenbaum auf karger Wiese

 

Nach zwei Stunden sind wir wieder zurück. Das Wandern durch diese eindrückliche Hügellandschaft hat uns sehr gefallen. Wir haben hier ein weiteres, uns bisher unbekanntes Portugal kennengelernt.

Auf der Rückfahrt nach Vila Nova da Barquinha … schon wieder dahin, denkst du, liebe Leserin, lieber Leser?
Ja, du hast recht. In dem schönen, ruhigen Park fühlen wir uns wohl und haben beinahe alles, was ein Camperherz höher schlagen lässt: Frischwasser, Entsorgungsstation, Internetzugang, tagsüber geöffnete Toiletten und gar eine Gartenkneipe … und das alles gratis … ausser dem Restaurant natürlich. 😉

… also: auf der Fahrt zurück nach Vila Nova da Barquinha fahren wir im Naturpark de Aire an einem Olivenhain vorbei, auf dem so viele Steine liegen, dass nicht alle in die Umfriedungsmauer verbaut werden konnten. Um doch noch etwas Weideland für die Schafe zu gewinnen, hat man die Steine zu Haufen zusammengetragen.

 

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Steiniges Weideland

 

Link zur Wanderung im Naturpark de Aire e dos Cardeeiros: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ruhetag

26. Januar 2017

Heute regnet es nur einmal und wir verbringen die Zeit drinnen.

 

 

„Storchenbaum“

27. Januar 2017

Das Wetter ist sehr wechselhaft und es bläst ein starker Wind.
Wir fahren deshalb weiter südwärts mit Fernziel Algarve.

In der Nähe von Chamusca entdecken wir einen „Storchenbaum“. Direkt an der Strasse haben sich Störche einen grossen Eukalyptusbaum zum Nisten ausgewählt. Wir zählen über 20 Nester, die meisten davon sind besetzt.

 

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„Storchenbaum“

 

Die Vögel scheinen sich durch lautes Klappern mit den Schnäbeln zu verständigen und wir verstehen, wieso man auch vom Klapperstorch spricht.

 

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„Wohnsiedlung“ auf dem Eukalyptusbaum

 

 

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Weiss-Storch (Ciconia ciconia)

 

Es herrscht ein reges Kommen und Gehen. Auf der nahen Wiese suchen mehrere der stolzen Tiere Nahrung.

 

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Auf zur Nahrungssuche

 

In Alpiarça lässt uns eine Skulptur beim Feuerwehrgebäude stoppen.
„Solidaridade“ ist eine Hommage an das Feuerwehrcorps von Alpiarça, wie uns eine Tafel wissen lässt.

 

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Solidaridade

 

Gleich dahinter gibt bröckelnder Verputz an einem alten Ökonomiegebäude den Blick frei auf eine eigentümliche Art von Mauer. Das schichtweise Vermauern von Backsteinen und runden Natursteinen hatte wohl vor allem ökonomische Gründe.

 

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Sehr spezielle Bauweise

 

In Salvaterra de Magos wollen wir eine kurze Pause einlegen. In der Nähe des angepeilten Hafens sehen wir ein Hinweisschild zu einem Picknickplatz. Dieser liegt direkt an der Mündung des Ribeira de Magos in den Tejo. Der Platz ist so traumhaft schön, dass wir beschliessen hier zu bleiben.

 

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Übernachtungsplatz zwischen Ribeira de Magos und Tejo

 

Das Wetter hat sich so weit gebessert, dass wir sogar draussen an einem der Picknicktische sitzen können.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Storchennester mit Balkon

28. Januar 2017

In der Nähe von Porto Alto treffen wir Störche, die wohl einer höheren sozialen Schicht angehören. Sie bauen ihre Nester nicht einfach auf einem Baum, nein, sie lassen sich von den Menschen hohe Masten aus stabilem Stahl bauen, worauf sie nisten. Die Aussicht ist hier nicht durch Äste und Blätter eingeschränkt und unverbaubar.

 

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Storchennester Marke „Deluxe“

 

Einige leben gerne an zentraler Lage, …

 

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… andere ziehen Nester am Siedlungsrand vor.

 

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Doch auch hier ist das Leben nicht nur Fröscheschlucken!

Wer sich ein Nest mit Balkon leisten kann, muss dieses ab und zu gegen aufdringliche Neider verteidigen.

 

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In Vila Nogueira de Azeitão soll sich ein Friedenspark befinden. Den wollen wir uns ansehen. Doch an der Adresse steht kein Friedenspark, sondern die Quinta da Bacalhoa, ein Weingut, das Führungen durch den Palacio, eine ehemalige Sommerresidenz der portugiesischen Königsfamilie, anbietet.

Wir buchen für den Nachmittag und suchen uns bis dahin einen Übernachtungsplatz, da es danach dunkel sein wird.

In Praia da Figuerinha finden wir einen geeigneten Platz am Meer.

Um 16:00 Uhr werden wir durch den Palast geführt.

 

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Formaler Garten der Quinta da Bacalhoa

 

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Zweigesichtige Figur

 

Der grosszügig angelegte Teich diente zur Bewässerung der Reben, aber auch als Schwimmbad an heissen Sommertagen.

 

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Portugal ist bekannt für seine Azulejos (Kacheln). Seit Jahrhunderten werden diese hergestellt und verzieren Häuser innen und aussen. Im Palacio kann man eine grosse Anzahl aus verschiedenen Epochen bestaunen. Hier befindet sich auch das älteste noch erhaltene Azulejo Portugals aus dem Jahre 1565. Es zeigt „Susanna im Bade“.

 

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Susanna im Bade

 

Nach der Besichtigung der Residenz geht es zurück zur Quinta da Bacalhoa.
Vor dem Eingang zur Ausstellungshalle für afrikanische Kunst stehen zwei uralte Olivenbäume. Ihr Alter wird auf 2300 Jahre geschätzt, sie wurden vor der Überflutung aus dem Gebiet des Stausees de Alqueva gerettet.

 

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2300 Jahre alter Olivenbaum

 

Die Halle beherbergt neben afrikanischer auch eine Sammlung westlicher Kunstwerke der neueren Zeit. Bilder, Skulpturen, Möbel und vieles mehr sind zu sehen.

Am Schluss werden wir in den Keller geführt. Hier lagert der Wein in Eichenfässern während an den Wänden weitere Muster von Azulejos zu sehen sind.

 

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Einer der Weinkeller der Quinta da Bacalhoa

 

Mit dieser Ausstellung im Weinkeller gelingt der Übergang vom Kunstgenuss zur Wein-Degustation ausgezeichnet.
Beat profitiert davon, dass Annette keinen Wein mag. So fallen für ihn immer zwei Proben der edlen Säfte an und Annette fährt ihn danach sicher durch die Nacht zum Übernachtungsplatz am Meer.
Vielen Dank!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zentralportugal

 

Zurück in Tramagal

13. Januar 2017

Wir fahren vom Flughafen in Lissabon mit dem Zug nach Tramagal, wo uns Dave am Bahnhof abholt und zu unserem Wohnmobil NOBIS fährt.
Elke kocht uns gar noch eine feine Suppe zum Abendbrot, dann richten wir unser WoMo für die Nacht ein und gehen schlafen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Sonniger Tag am Rio Tejo

14. Januar 2017

Am Morgen verabschieden wir uns von Elke und Dave.
Herzlichen Dank, dass wir unseren NOBIS bei euch parken durften, während unserer Zeit auf den Azoren, und auch für das köstliche Olivenöl, die Orangen, Tangerinen und Eier, die ihr uns mit auf den Weg gegeben habt.
Wir wollen übermorgen Montag nochmals kurz hierher zurückkehren, um an einer der Deutschstunden teilzunehmen, die Elke hier im Dorf hält.

Doch zuerst zieht es uns an den Fluss Tejo. Dass kurz vor unserem Ziel aus den Lüftungsschlitzen nur noch kalte Luft strömt, beunruhigt uns noch nicht sehr.

 

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Januar am Tejo

 

Der Tipp von Dave ist genial:
In Vila Nova da Barquinha finden wir den grossen Park am Tejo mit Ver- und Entsorgungsstation für Camperfahrzeuge, einer kleinen Openairkneipe und Toiletten. Selbst freies WiFi ist vorhanden.
Wir stellen unser Fahr- und Wohnzeug am Rande des Parks nahe dem Fluss auf. Dann spazieren wir durch den grosszügig angelegten Park.
Eines der Kunstwerke, die hier aufgestellt sind, sticht besonders ins Auge. Das „Casa no Céu“ der Künstlerin Xana. Das Haus hat sie aus industriell gefertigten Plastikharassen gebaut.

 

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Casa no Céu von Xana

 

Am Rande des Parks wurde ein Wasserlauf angelegt. Darin spiegelt sich die Umgebung. Das ist zwar nicht Kunst, aber trotzdem schön. 😉

 

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Im „Parque de Escultura Contemporânea Almourol“

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ein Tag im Park

15. Januar 2017

Die Nacht war kalt, doch dank unserer Diesel-Standheizung mussten wir nicht frieren.
Am Morgen ziehen traumhaft schöne Nebelschwaden über den Fluss.

 

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Kalter Morgen am Rio Tejo

 

Wir geniessen den wolkenlos sonnigen Tag, reinigen unser Wohnmobil und schlendern durch den Park.
Am Abend schenkt uns der Wettergott gar noch ein Abendrot.

 

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Abendstimmung am Rio Tejo

 

 

Was ist los mit unserem NOBIS?

16. Januar 2017

Heute ist Montag und wir wollen am Nachmittag in Tramagal zur Deutschstunde.
Doch erst fahren wir nach Tomar zu einer Peugeot-Garage. Die Heizung des Fahrzeugs funktioniert immer noch nicht. Wahrscheinlich ist irgendwo eine Klappe ausgehängt, vermuten wir.
Die Temperaturen klettern tagsüber zwar auf rund 16°C, aber auf die Dauer ist ein Fahren ohne Heizung im Januar selbst hier in Portugal nicht sehr angenehm.

In der Garage wollen sie uns für den Donnerstag einen Termin geben, da sie zur Zeit total überlastet seien. Dank Annettes Hartnäckigkeit schaut sich dann doch ein Mechaniker unser Problem an. Er findet es schnell. Ein Schlauch zum Kühler hat ein Loch und das Wasser ist ausgelaufen.
Auf alle Mögliche wird mit Warnleuchten hingewiesen, aber ein solcher Fehler, der den Motor überhitzen und zerstören kann, ist den Technikern kein Lämpchen wert.
Oh Wunder der Elektronik.

Der Schlauch wurde übrigens beim Fahren am Luftfilter durchgescheuert. Um den Schlauch zu schützen, wurde ein Schutzring darum gelegt, aber leider nicht an der richtigen Stelle.

Peugeot hat aber auch Mechaniker!!!!

 

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Unser NOBIS wartet auf die Reparatur.

 

Wie dem auch sei, der Schlauch wird bestellt und sollte morgen hier eintreffen. Sogar die Disponentin hat ein Herz für uns und verspricht, falls der Schlauch morgen tatsächlich da ist, die Reparatur am selben Tag.
Hoffentlich klappt es dieses Mal wie versprochen. Das letzte Mal sassen wir ja vier Wochen in Kalabrien fest bis Peugeot uns das benötigte Ersatzteil zustellte!

Link zu unserem Beitrag: wieder unterwegs.

Für die Nacht fahren wir ca. 300 Meter weiter auf einen Parkplatz direkt neben der Strasse, die zum Spital führt. Nicht wirklich romantisch, aber ohne Kühlwasser dürfen wir nur ganz kurze Strecken fahren.
Für die Deutschstunde heute melden wir uns schweren Herzens ab.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Hurra, der Schlauch ist da!

17. Januar 2017

Um 14:00 Uhr bringen wir unser Wohnmobil in die Werkstatt. Um 16:00 Uhr sei der Wagen abholbereit.
Etwas nach der Zeit (wir wollen ja nicht drängeln) sind wir wieder in der Garage und kurz vor 18:00 Uhr ist dann unser NOBIS tatsächlich repariert.

Nochmals fahren wir auf den nahen, lärmigen Parkplatz zum Schlafen.

 

 

Convento Santo Cristo in Tomar

18. Januar 2017

Wieder begrüsst uns am Morgen ein wolkenloser Himmel.

Wir beschliessen die verpasste Deutschstunde am kommenden Montag nachzuholen. Bis dahin wollen wir einen kleinen Ausflug Richtung Norden unternehmen.

Da wir aber schon mal in Tomar sind, besuchen wir zuerst den Convento Santo Cristo.
Wir wandern direkt von unserem Übernachtungsplatz aus zum Kloster.

 

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Pittoreskes Detail aus Tomar

 

 

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Eingang in den Vorhof des Convento Santo Cristo

 

 

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Vorhof des Convento Santo Cristo in Tomar

 

Das Kloster wurde 1161 von Tempelrittern gegründet, die von erfolgreichen Kreuzzügen heimgekehrt waren. Die Tempelritter sollten die Reconquista unterstützen. Die Anlage gilt seit 1982 als UNESCO-Weltkulturerbe.
Wir schlendern durch die ehemalige Wehr-Klosteranlage und sind beeindruckt von den antiken Räumen, der prunkvollen Kirche und der Kunst der Steinhauer, die Eingänge, Mauern und Türme mit vielen Ornamenten und Bildern verzierten.

 

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Gekachelter Kreuzgang

 

 

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Prunkvolle Kuppel in der Kirche

 

 

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Innenhof mit Brunnen

 

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Wasserspeier des Brunnens

 

Folgende Details suggerieren, dass die Mauern und Säulen mit Gürteln, Schnüren, Ketten oder Geflechten zusammengehalten werden.

 

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Dass Olivenöl bereits früher eine wichtige Rolle spielte, zeigt der Keller, in dem das Öl gelagert wurde.

 

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„Ölkeller“

 

Wir verlassen das Kloster durch einen schmucken Bogengang, von dessen Decke herab uns Mönche anschauen und in ihr Gebet einzuschliessen scheinen.

 

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Bogengang im Convento Santo Cristo, Tomar

 

 

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Gebet zum Abschied

 

Zurück bei unserem NOBIS wagen wir einen Blick unter die Motorhaube und sehen, dass der Füllstand des Kühlerwassers ca. einen Zentimeter unter dem Minimum liegt.

Nochmals beehren wir die Garage. Dort beruhigt uns Luis, der Mechaniker. Es sei alles in Ordnung. Wahrscheinlich sei noch Luft im System gewesen. Anstandslos füllt er die Kühlerflüssigkeit auf den normalen Stand auf.

Danach fahren wir den Rio Zêzere hinauf und übernachten am Lago Azul, einem gestauten Teil dieses Flusses.
Nach den zwei eher lärmigen Nächten geniessen wir die Ruhe und den Blick auf den See.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ein wunderschöner Übernachtungsplatz

19. Januar 2017

Am Morgen herrschen Minustemperaturen, das Thermometer zeigt -1,5°C an. Zum Glück funktioniert die Heizung!
Dieser Winter soll so kalt sein, wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Wir gondeln weiter durch die Gegend. Am Miradouro do Castro sehen wir wieder behauene Steine, aber anders als gestern im Convento Santo Cristo.
Die Tische am Picknickplatz sind auf Steinen gelagerte, roh behauene Felsplatten. Die Bänke sind von einer Art, wie wir sie noch nie gesehen haben. Die Holzbretter sind in Rundhölzer eingelassen und verschraubt.
Der ganze Platz ist von rustikaler Schönheit.

 

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Miradouro do Castro

 

Der gestaute Rio Zêzere liegt kilometerlang als schmaler See zwischen bewaldeten Hügeln.

 

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Gestauter Rio Zêzere

 

Viele der Wälder werden intensiv bewirtschaftet. Vor allem Eukalyptusbäume werden von der Papierindustrie geschätzt.
Man terrassiert ganze Flächen, um das spärliche Regenwasser am Hang zurückzuhalten. Die jungen Bäume pflanzt man vorne auf die Kante.

 

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Terrassen für Eukalyptusplantage

 

Die Eukalyptusbäume wachsen schnell und nach dem Fällen treiben auf der Seite wieder Sprösslinge aus, die sich ebenfalls zu nutzbaren Bäumen entwickeln. So kann man aus einem Wurzelstock bis zu drei Ernten gewinnen.
Junge Eukalyptusbäume entwickeln rundliche Blattformen, die sich deutlich von den sichelförmigen Blättern der ausgewachsenen unterscheiden. Auch in der Farbe unterscheiden sich die verschiedenen Generationen stark. Die jungen Blätter sind mehr graublau als grün und die jungen Triebe scheinen gar rot-violett.

 

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Junger Eukalyptusforst

 

Am Nachmittag finden wir etwas oberhalb von Orvalho einen sagenhaften Übernachtungsplatz. Wir fahren eine schmale Strasse hoch. Auf dem Hügel thront ein wunderschön ausgebauter Picknickplatz mit eigenem kleinen Aussichtsturm. Die Parkplätze sind zwar nur für Pkw gedacht, aber jetzt im Januar ist noch nichts los und wir können unseren NOBIS für die Nacht quer über die Markierungen stellen. Einmal mehr sind wir froh, dass unser Gefährt nur sechs Meter lang und nicht überbreit ist.

 

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Cabeço Mosqueiros bei Orvalho

 

Die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm und so können wir gar den Aperitif draussen an den Holztischen einnehmen. Als jedoch die Sonne untergeht, wird es merklich kühler und wir verzehren unser Abendbrot im Wohnmobil.

 

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Blick auf Bogas de Baixo

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

„Schieferdorf“ Janeiro de Baixo

20. Januar 2017

Eigentlich wollten wir noch weiter Richtung Norden fahren, doch es ist bereits Freitag und wir möchten ja am Montag wieder in Tramagal sein.
Deshalb verkürzen wir unsere Rundreise. Ein Wegweiser lockt uns in das „Schieferdorf“ Janeiro de Baixo. Im Dorf stehen noch einige Häuser, die aus Schiefersteinen gebaut wurden. Zwischen den Schieferplatten wurden auch geschliffene Steine aus dem nahen Bach vermauert. Die waren wohl einfacher zu handhaben als der Schiefer, der erst noch zurecht gehauen werden musste.

 

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Wohnhaus in Janeiro de Baixo

 

 

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Spezielle Hausmauer aus Schiefer- und Bachsteinen

 

Auf einem Spaziergang zur Schlucht des Rio Zêzere kommen wir doch noch zu unserem persönlichen Winter. Die Temperaturen fallen hier in den Hügeln nachts zwar knapp unter 0°C, doch haben wir bis jetzt im Gegensatz zum letzten Winter weder Schnee noch Eis gesehen.

Ein Bächlein im Schatten einer Mauer ummantelt die Gräser mit einer Eisschicht und erschafft so frostige Skulpturen.
Also, liebe Leserin, lieber Leser, nun heisst es, sich warm anziehen, denn es folgen unsere Winterbilder 2016/2017!

 

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Für ganz harte Typen, denen dies noch nicht gereicht hat und die noch viel mehr Winter sehen wollen, hier der Link auf unsere Seite: Schweden 2015/2016.

Wir haben den letzten Winter in Schwedisch Lappland genossen, doch dieses Jahr genügen uns obige Eisbilder.

Kurz darauf finden wir eigenartige rote Pilze mit becherförmigen Fruchtkörpern.

 

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Kelchbecherling (Sarcoscypha)

 

Die sogenannte „Schlucht“, eine kurze, etwas engere Stelle zwischen zwei Felswänden, ist dann nicht sehr spektakulär und „keine Reise“ wert.

Eine Reise wert dagegen ist unser heutiger Übernachtungsplatz. Annette hat inzwischen ein glückliches Händchen dafür entwickelt, attraktive Orte zu finden.
Eine schmale unbefestigte Strasse führt durch den Wald hinauf zum Miradouro von Venda Nova. Dort gibt es sogar eine dreieckige Plattform. Wozu die gebaut wurde, können wir uns nicht vorstellen, da die Picknickplätze wenige Meter davon entfernt liegen.
Egal, wir nutzen dieses erhöhte Podest als Übernachtungsplatz mit Fernsicht.

 

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Übernachtungsplatz auf dem Podest

 

Wanderung zur „Schlucht“ des Rio Zêzere: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

São Miguel, Azoren

 

Furnas

10. Januar 2017

Auf dem Weg von Graciosa zurück aufs Festland legen wir einen Zwischenstopp auf São Miguel ein.
In Ponta Delgada mieten wir ein Auto und fahren zum Hotel, wo wir uns für drei Nächte einquartieren.
Die Sonne scheint und wir nutzen das für einen Ausflug nach Furnas.

 

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Park in Furnas

 

Hier fallen uns zuerst die Felder mit Inhame oder auf Deutsch Taro auf. Bei diesem Wurzelgemüse muss das Wasser beim Kochen mehrmals gewechselt werden, damit die Kalziumoxalat-Kristalle ausgewaschen werden. Sonst ätzt und kratzt es beim Essen ungemütlich im Hals, was wir bei unseren ersten Kochversuchen am eigenen Leib erfahren mussten.

 

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Feld mit frisch gepflanztem Taro (Colocasia esculenta)

 

Furnas ist bekannt für seine Caldeiras.
Von weitem schon sieht man am Dorfrand Dampf aufsteigen und wenn man sich nähert, sticht ein unangenehmer Schwefelgeruch in die Nase.

 

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Schwefeldämpfe in Furnas

 

In den Caldeiras tritt brodelnd heisses Wasser an die Oberfläche.

 

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Beeindruckende Caldeira Grande

 

Aus vielen Spalten und Löchern dampft es und vergegenwärtigt den Besuchern, dass die Erde ein Feuerball ist, bei dem nur die äusserste Hülle abgekühlt und erstarrt ist.

 

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Caldeira de Péro Botelha

 

Die Dämmerung bricht herein und wir kehren zurück nach Ponta Delgada.

 

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Mystische Abendstimmung bei den Caldeiras in Furnas.

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Unser Grundstück in Ginetes

11. Januar 2017

Heute fahren wir zu unserem Grundstück in Ginetes, das wir vor zehn Jahren verlassen haben. Ein Spaziergang über das Land zeigt, dass der Bauer, der es nutzt mit der Grota, einer natürlichen Terrasse in einem der Bachläufe, nichts anzufangen weiss. Unsere Obstbäume verwildern und wachsen langsam zu. Einige sind eingegangen.
Mit ein wenig Aufwand wäre es jedoch möglich hier wieder einen wunderschönen Obstgarten zu gestalten.

Unser Grundstück kann man kaufen. Bilder und Informationen dazu findest du unter folgendem Link:
Unser Grundstück:

Danach besuchen wir Freunde und verbringen einen gemütlichen Nachmittag bei Margrith und Erwin.
Herzlichen Dank für die köstliche Bewirtung und die angeregten Gespräche!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Fahrt über São Miguel

12. Januar 2017

Heute fahren wir zur Lagoa do Fogo (Feuersee). Der Blick zurück über Lagoa und Ponta Delgada lässt den Eindruck entstehen, dass die Insel São Miguel sehr dicht bevölkert sei.

 

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Blick auf Lagoa und Ponta Delgada

 

Doch sobald man etwas ins Landesinnere fährt, nehmen Weiden und Wald überhand.

 

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Kuhweide auf São Miguel

 

Die Lagoa do Fogo liegt wunderbar eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln in einem Vulkankrater.

 

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Lagoa do Fogo

 

Leider haben wir nicht viel Zeit und müssen deshalb auf die Wanderung hinunter zum See verzichten.

Auf dem Weg zur Nordküste staunen wir wieder einmal über die Baumfarne. Diese palmenähnlichen Bäume mit ihren Farnwedeln, die sich aufrollen, faszinieren uns Mal für Mal.

 

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Baumfarn (Cyatheales)

 

 

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Krone eines Baumfarns

 

 

Besuch des einzigen Teeanbaugebietes Europas

Ein kleiner Ausflug in die Wirtschaftsgeschichte von São Miguel: Ab 1800 florierte der Anbau von Orangen. Die damals noch sehr exotischen Früchte waren als Luxusgut heissbegehrt. 1872 grassierte die „Orangenkrankheit“ und zerstörte innerhalb zweier Jahre alle Orangenbäume. Die Besitzer der Pflanzungen mussten umsatteln und setzten auf den Anbau von Ananas, Tabak, Süsskartoffeln und Tee. Um die richtige Technik der Fabrikation von Tee zu erlernen wurden zwei Fachmänner aus China geholt.

Im Jahre 1883 produzierte die Teefabrik in Gorreana ihren ersten Tee. Im Jahre 1883 produzierte die Teefabrik in Gorreana ihren ersten Tee. Sie ist das einzige Unternehmen, das trotz der wachsenden internationalen Konkurrenz bis heute voll funktionstüchtig ist. Sie produziert rund 30 Tonnen Schwarz- und Grüntee pro Jahr noch immer nach der ursprünglichen Methode. Die Blätter werden geerntet, gerollt, (für Schwarztee oxidiert) und zuletzt getrocknet. Danach werden sie sortiert: die ersten drei Blätter ergeben einen hochwertigen „Orange Pekoe“, das zweite den „Pekoe“ und das dritte Blatt wird als „Broken Leaf“ verkauft.

Die Teefabrik Gorreana fabriziert schon seit 1883 Schwarztee.

 

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Teefabrik Gorreana

 

Bereits die Bilder an der Eingangspforte zeigen, dass Tee eine lange Tradition hat.

 

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Eingangspforte

 

Die Maschinen und Apparaturen stammen aus dem 19. Jahrhundert und sind noch heute in Betrieb.

 

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Tee-Trocknungsmaschine

 

Die Ernte des Schwarztees dauert jeweils von März bis Oktober. Man kann deshalb jetzt im Januar den Ernte-, Trocknungs- und Fermentierungsprozess nicht verfolgen.

Vieles ist noch Handarbeit.

Pünktlich um 13:00 Uhr kehren die Frauen von ihrer Mittagspause zurück und beginnen an einem Tisch die Teeblätter zu verlesen. Kleine Ästchen werden entfernt, damit nur das Beste in den Teetüten landet.
In einem weiteren Arbeitsgang werden die Säckchen von Hand abgefüllt und gewogen.

 

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Der Tee wird von Hand verlesen.

 

Ohne Mittagspause hat die Maschine hinter den Frauen gearbeitet. Sie stellt Teebeutel her. Die Hülle wird ab einer Rolle abgewickelt, gefaltet, gefüllt und die Ränder zusammengepresst. Dann schneidet ein rotierendes Messer jeweils die einzelnen Beutel ab.
Später werden auch diese von Hand in die Kartonschachteln gefüllt.

 

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Teebeutel-Maschine

 

Nach dem Rundgang durch die Verarbeitung spazieren wir durch die Teeplantage.

 

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Teeplantage in Gorreana

 

 

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Teepflanzung auf den Azoren

 

Erstaunt lesen wir, dass die Teepflanze zur Familie der Kamelien gehört.
Wir entdecken einzelne Blüten an den abgeernteten Büschen und ganz wenige Früchte.

 

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Blüten des Teestrauchs (Camellia sinensis)

 

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Frucht an einem Teestrauch

 

Auf der Seite von Chá Gorreana wird ein kurzer Film gezeigt. http://gorreana.pt/en/content/19-videos

Später treffen wir Freunde und speisen am Abend im Restaurant „A Tasca“ in Ponta Delgada ausgezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zurück aufs Festland

13. Januar 2017

Heute am Freitag, den 13., fliegen wir zurück nach Lissabon. Auf dem Festland wollen wir unsere Wohnmobilreise quer durch Europa fortsetzen.

Etwas wehmütig werfen wir vom Flugzeug aus einen letzten Blick zurück auf São Miguel.

 

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Teil der Hafenanlage von Ponta Delgada

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Abschied von der Quinta Perpétua

 

Im Teich

Januar 2017

Auf der Quina Perpétua gibt es einen Gartenteich, in dem sich Wasserpflanzen, Fische und Frösche wohlfühlen.

 

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Frosch beobachtet Fotografen.

 

Die Frösche nehmen jeweils am Ufer ein Sonnenbad und springen ins Wasser, wenn man sich nähert. Nach einer Weile tauchen die ersten wieder auf und schauen, ob die Luft rein ist.

Von Zeit zu Zeit lassen diese Späher ein fragendes „Quak??“ ertönen.

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Zweiter Späher

 

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Dritter Späher, gut getarnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wasserhyazinthe (Eichhornia)

 

Nein, das ist kein Frosch, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Das ist eine Wasserhyazinthe.

Ein ganz mutiger Frosch ist nicht ins Wasser geflüchtet. Er vertraut auf die Deckung zwischen den Steinen. Oder ist er vielleicht wasserscheu?

 

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Mutiger Frosch

 

Sukkulenten

Wikipedia berichtet:“… Sukkulenten (von lateinisch sucus für ‚Saft‘ bzw. suculentus für ‚saftreich‘) … sind saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. …“
und weiter:
“ … Obwohl Kakteen nur einen sehr kleinen Teil aller existierenden Sukkulenten ausmachen, sind diese die bekanntesten Vertreter der sukkulenten Pflanzen. Im Sprachgebrauch wird deshalb zwischen Kakteen und „anderen“ Sukkulenten unterschieden. …“

Eigentlich wollten wir die Pflanzen richtig benennen. Vor allem die Seite von cactusinfo.net bietet eine faszinierende Fülle an Informationen. Ein Blick in ihre Fotogalerie eröffnete uns eine ganz neue und fremdartige Welt. Da es aber von vielen Arten die verschiedensten (Zucht-)Formen gibt, mussten wir irgendwann aufgeben und gestehen: die meisten können wir nicht zuordnen. Wenn uns jemand weiterhelfen kann, freuen wir uns sehr.

Hier auf der Quinta Perpétua kann man einige dieser Wunderwerke der Natur bestaunen:

 

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Cotyledon ?

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???

 

 

 

 

 

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???

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???

 

 

 

 

 

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Crassula ?

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Haworthia attenuata ?

 

 

 

 

 

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???

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???

 

 

 

 

 

 

Pflanzen mit hohem Wasseranteil sind bei Tieren als Nahrung beliebt. Wohl deshalb haben einige von ihnen Stacheln ausgebildet, um sich zu schützen.

Hier noch eine Auswahl an „wehrhaften“ Pflanzen mit mehr oder weniger gefährlichen „Waffen“:

 

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???

 

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???

 

 

 

 

 

 

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Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica )

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Aloe rauhii ?

 

 

 

 

 

 

 

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Eitle Agave mit gepflegten „Nägeln“

 

Wir verlassen die Insel Graciosa nach gut zehn Wochen wieder.

Herzlichen Dank, Theresa und Peter, dass wir diese Zeit auf eurer Quinta verbringen durften. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Falls es uns gelungen ist, dir diese einmalige Insel schmackhaft zu machen, hier der Link zur Quinta Perpétua.

 

 

Wandern auf Graciosa

 

Sitzen im Haus, spazieren durch den Garten und wandern über die Insel

Dezember 2016

Wir geniessen die Dezembertage auf den Azoren. Wenn es regnet und stürmt, was im Winter schon mal vorkommen kann, lesen wir im Haus ein Buch und wenn die Sonne scheint, zieht es uns nach draussen in den Garten der Quinta Perpétua.
Dabei werden wir manchmal von Campari begleitet, die es liebt, wenn Menschen in ihrer Nähe sind, die sie zwischendurch mal streicheln!

 

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Campari, genannt Mügi

 

Jetzt im Dezember beginnen die Kamelien zu blühen.

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Blütenknospe der Kamelie (Camellia japonica)

 

 

 

 

 

 

 

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Kamelienblüte

 

 

 

 

 

 

 

Alle neun Azoreninseln sind von der Landwirtschaft geprägt. Auch auf Graciosa leben viele Bauern von Milchwirtschaft oder Viehzucht.

 

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Rinderweide auf Graciosa

 

Durch das milde Klima wachsen sehr leckere Früchte. Wer einmal die kleinen, festen, aromatischen Bananen der Azoren gegessen hat, schätzt danach die grossen, eher mehlig anmutenden Dinger mit wenig Geschmack aus dem Grosshandel nicht mehr sonderlich.

 

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Azorianische Bananen

 

Neben Zitrusfrüchten aller Art, gedeihen hier auch Mangos und viele andere exotische Früchte.

 

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Zitrone (Citrus)

 

 

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Mango (Mangifera indica)

 

Was wir hier aber vor allem mögen, ist ein Gemüse, das wir ausserhalb der Azoren noch nie gesehen haben, die Chuchus (oder Caiotas, wie sie hier heissen). Nur mit dem Sparschäler wird man der unregelmässigen Form mit ihren Furchen nicht gerecht. Dazu braucht es auch noch ein Messer und man muss  unter fliessendem Wasser oder mit Handschuhen pellen, da sie roh eine klebrige Substanz absondern, die man nur schwer von den Händen kriegt.
Nichts desto trotz ist es ein wunderbares Gemüse, das gekocht an Kohlrabi erinnert, aber viel feiner und edler schmeckt.

 

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Caiota oder Chuchu (Sechium edule)

 

Nicht zum Essen, aber wunderschön anzusehen, sind die Zapfen der Banksien.

 

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Zapfen der Banksia (Banksia)

 

Aber stopp, genug geschwärmt,… eigentlich wollen wir ja von unseren Wanderungen berichten.

Sehr schön ist die Kraterumrundung der Caldeira. Man blickt von oben auf Graciosa und das angrenzende Meer mit den weiteren Inseln der Zentralgruppe der Azoren: Terceira, Faial, São Jorge und Pico, mit dem höchsten Berg Portugals.

 

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Ilhéu de Baixo und am Horizont Terceira

 

Wenn wir dem Meer näher sein wollen, wandern wir von der Quinta aus an den alten Fischerhafen, die Folga, und durch das Dorf Luz wieder zurück.

 

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Folga bei Luz

 

Beide Wanderungen dauern eine gute Stunde. Falls man die Umrundung der Caldeira in Luz beginnt, was problemlos machbar ist, muss man mit ca. zwei Stunden rechnen.

Link zu den Wanderungen um die Caldeira und zur Folga: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges zur Folga fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Die grosse Wanderung

Heute wollen wir von Santa Cruz da Graciosa zurück nach Luz wandern.
Dazu fahren wir mit dem öffentlichen Verkehrsmittel in den Hauptort der Insel.
Die Fahrkarte wird im Bus gelöst. Der Chauffeur braucht dazu keine Computerkenntnisse. Die ganze Insel ist in vier Zonen eingeteilt und dafür reichen ein paar Blöckchen, von denen er die Tickets reissen kann. Für schwierigere Fälle, wie Mehrfahrtenkarten, hält der Fahrer eine Lochzange zum Entwerten bereit.

 

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Fahrkartenausgabe in einem Bus auf Graciosa

 

In Santa Cruz fahren wir auf den Busbahnhof, wo die ganze Flotte der öffentlichen Verkehrsmittel zu bewundern ist.

 

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Busbahnhof in Santa Cruz da Graziosa

 

Nun geht es zu Fuss weiter. Zuerst führt uns der Weg durch das Dorf ans Meer.

 

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Santa Cruz da Graciosa

 

Und da braucht Beat eine ganze Weile, um sich von dem strahlend blauen Meer wieder loszureissen. Eine Welle nach der anderen rollt heran und bricht schöner als die vorherige …

 

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Irgendwann sieht er Annette nur noch von ferne und eilt ihr nach.

 

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An den Ästen einer Tamariske glitzern Tautropfen.

 

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Tamariske (Tamarix)

 

Bald zweigt der gutbeschilderte Wanderweg von der Küste ab ins Inselinnere. Dabei führt er an einigen Weinreben-Pflanzungen vorbei. Von Rebbergen kann man hier auf den Azoren nicht sprechen. Die Reben ducken sich hinter Steinmauern und werden nur knapp über dem Boden gezogen. Dadurch sind sie vom Wind geschützt. Der Untergrund ist bei älteren Anlagen meist mit schwarzen Lavasteinen ausgelegt, um die Wärme zu speichern. Hier dient dazu eine schwarze Plastikfolie.

 

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Reben auf Graciosa

 

 

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Wanderweg auf Graciosa

 

Ein kurzes Stück verläuft nun der Weg auf der wenig befahrenen Ringstrasse der Insel.

 

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Klare Linien, solche Bilder mag Beat.

 

Schon bald biegt der Wanderweg auf eine Nebenstrasse ab.
Nun ist es Annette, die eine Zeitlang nicht mehr zum Weiterwandern zu bewegen ist. Wer sie kennt, weiss warum … genau … ein Tier muss in der Nähe sein … und dann noch eine Katze!

Diese beobachtet uns interessiert von einer Mauer herunter.

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Kurz darauf taucht auch noch ihre Schwester auf, die wesentlich scheuer ist und uns keine Sekunde aus den Augen lässt.

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Wir sind nun schon ein schönes Stück den Berg hinauf gewandert, als wir ein Flugzeug sehen, das die Insel verlässt.
Falls da drin einer sitzt und glaubt, dass das kein Schwein interessiere, dann irrt er sich gewaltig.

 

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Mindestens EIN Schwein würde auch gerne seinem engen Koben entfliehen und in Spanien in den weiten Eichenwäldern weiden und herum suhlen.

 

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Etwas oberhalb von Fontes schauen wir zurück zu der markanten Windmühle und dem Leuchtturm „Farol da Ponta da Barca“.

 

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Windmühle in Fontes

 

Von hier bekommt man einen schönen Eindruck vom flacheren Teil der Insel, nordwestlich von Santa Cruz, mit seinen bewaldeten Hügeln.

 

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Santa Cruz da Graciosa liegt rechts.

 

Die Weiden sind hier nach alter Väter Sitte mit Natursteinmauern abgetrennt.

 

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Weideflächen auf Graciosa

 

Nun verlassen wir die Höhen um Fontes (ca. 350 M ü.M.) wieder und steigen nach Praia auf Meereshöhe ab.

Der Weg führt vorbei an grossen blühenden Aloen und vom Wind zerzausten Agaven.

 

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Aloe arborescens und Agaven am Wegesrand

 

Auf dem letzten Anstieg zur Caldeira wandern wir unter blühenden Eukalyptusbäumen.
Es ist lustig zu sehen, wie diese ihren Deckel, der an einen kleinen Hut mit Krempe erinnert abstossen und dann die Staubgefässe im Kreis herausstrecken.

Wikipedia weiss dazu: „… Wenn die Blüte sich öffnet, werden die Staubgefäße erweitert und das Operculum wird abgesprengt. Der Name des Eukalyptus (gr.: gut-versteckt) leitet sich vom Operculum und dessen Funktion ab. …“

 

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Eukalyptusblüten, -knospen

 

Nach gut fünf Stunden Wanderzeit sind wir zurück auf der Quinta Perpétua.

Link zur Wanderung von Santa Cruz über Fontes, Praia, die Caldeira nach Luz: Da auf „google maps“ ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet. Den mittleren Teil der Strecke konnten wir nicht erstellen, da auf „google earth“ eine Wolke die Sicht auf den Boden verdeckt!

 

 

Zum Jahreswechsel

 

Ausblick

 

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Das neue Jahr rollt unaufhaltsam an.

 

 

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Wir hoffen, dass sich die guten Ereignisse überschlagen werden.

 

 

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Wir jedenfalls blicken guten Mutes in das Neue Jahr.

 

 

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Wir wünschen dir 2017 viel Schwein …

 

 

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… und, dass du im kommenden Jahr aus dem Vollen schöpfen kannst.

 

 

Rückblick

 

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Wir haben 2016 mit unserem Reiseblog reichlich ernten dürfen.

 

 

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Erstmals haben wir in einem Jahr über 20’000 Aufrufe auf unserwegs.com verzeichnen können. Vielen Dank, treue Leserin, treuer Leser!

 

Zudem wurde unser Blog von der grössten deutschsprachigen Plattform für Wohnmobilreisen (mit über 2100 Reiseberichten!) mit dem Gütesiegel ausgezeichnet und weiterempfohlen.
wohnmobil-urlaub.at - Das Weblinkverzeichnis für Wohnmobil Reiseberichte