San Marino

 

San Marino, ein Staat der Superlative

8. November 2017

Nach dem verregneten Italien begrüsst uns San Marino mit Sonnenschein.
Kurz nach der Grenze lassen wir Faetano rechts oben liegen und fahren direkt in die Città di San Marino.

 

Faetano, San Marino

 

Wikipedia weiss zu berichten:
„San Marino (amtlich Republik San Marino …) ist die älteste bestehende Republik der Welt mit einer Geschichte, die angeblich bis auf das Jahr 301 mit der Gründung durch den heiligen Marinus zurückgeht.
San Marino gehört mit einer Fläche von etwa 60 Quadratkilometern und rund 30.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten der Erde …
Der Staat ist Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), des Europarats und der Lateinischen Union, nicht jedoch der Europäischen Union, besitzt aber dennoch den Euro als Währung. San Marino gehört gemessen am nominalen BIP pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt, hat keine Staatsschulden und eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten der Welt.
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist San Marino der Staat mit der höchsten Lebenserwartung für Männer.“

Wir erkunden die Stadt zu Fuss. Sie ist auf einen Kalksteinfelsen gebaut, der gegen Osten steil abfällt. Drei Festungen thronen hoch über dem Tiefland.
Zuerst steigen wir auf einem schmalen Weg durch den Wald zum Torre Montane hoch. Von hier folgt der Wanderweg dem Grat zum Torre Cesta.

 

Torre Cesta

 

 

Torre Cesta

 

Wanderten wir bisher alleine auf einem schmalen Pfad durch den Wald, ändert sich das nun schlagartig. Zum Torre Guaita führt ein breiter Weg, auf dem heute vorwiegend russische Touristen anzutreffen sind.

 

Torre Guaita

 

 

Torre Guaita

 

Nun haben wir den höchsten Punkt des Monte Titano und damit von San Marino erreicht (739 m ü. M.).

Der Weg hinunter in die Stadt ist kurz und schon bald sind wir beim Regierungspalast.

 

Regierungspalast von San Marino

 

Wie hat es dieser kleine Staat geschafft, sich seine Unabhängigkeit zu bewahren? Die San-Marinesen haben es verstanden sich im richtigen Moment mit den richtigen Partnern zu verbünden. Konsequent haben sie sich aus kriegerischen Auseinandersetzungen herausgehalten. Sie vergrösserten ihr Land nur um Gebiete (Castelli), die sie rechtmässig erworben hatten. Und als Napoleon (ein Bewunderer der Unabhängigkeit diese Kleinstaates) ihnen 1796 einen Zugang zum Meer anbot und ein paar Kanonen und einige Fuhren Getreide zukommen liess, verzichten sie auf die Vergrösserung ihres Territoriums, schickten die Kanonen zurück und nahmen nur das Korn dankend an.

Eine Luftseilbahn verbindet die Stadt San Marino mit Borgo Maggiore.

 

Borgo Maggiore

 

 

Bergstation Città di San Marino

 

Wir schlendern durch die Stadt zurück zu unserem Wohnmobil. Dass San Marino von den Touristen lebt, sieht man auf Schritt und Tritt. Überall werden Souvenirs angeboten und Parfüms und Handtaschen und Uhren und Schmuck und … schau mal da, was ist denn das für ein Geschäft? …

 

Waffengeschäft in San Marino

 

… Waffen aller Art und Grösse werden hier verkauft, wie andernorts Töpferwaren.
Wir finden das etwas gruselig.

Viel lieber erfreuen wir uns an einem kleinen Knaben, der fasziniert eine Taube beobachtet, wohl die erste in seinem jungen Leben.
Neben all den Waffengeschäften erscheint uns diese wie eine Friedenstaube.

 

 

Link zur Wanderung um und durch die Città di San Marino: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Manchmal schämen wir uns, Schweizer zu sein!

9. – 10. November 2017

Bei schönem Wetter fahren wir durch das hügelige Hinterland des Zwergstaates hinunter nach Cailungo.

 

Hügellandschaft im Zwergstaat

 

 

Città di San Marino auf dem Monte Titano

 

Der Campingplatz in Cailungo ist unser Ziel. Hier wollen wir zwei Tage bleiben.

Die Dame beim Empfang spricht Annette in perfektem Schweizerdeutsch an. Sie stammt aus Holland, ist mit einem Italiener verheiratet und lebte jahrelang in der Schweiz, in Arth-Goldau.
Ihre Kinder sind dort geboren und aufgewachsen und sprechen ebenfalls fliessend Schweizerdeutsch.
In der Schule wurden sie plötzlich ausgegrenzt und gemobbt. Sie wurden als Ausländer, als „Tschinggen“ verspottet. Aus diesem Grund verliess die Familie die Schweiz und zog nach Italien.

Ja, manchmal schämen wir uns, Schweizer zu sein!

Link zur Strecke vom 9. November 2017:

 

 

Zurück nach Italien

11. November 2017

Wir wollen zurück nach Italien fahren, bleiben aber an der Grenze hängen.
Nein, es sind keine Zollbeamten, die uns das Leben schwer machen. Die Grenzbrücke sticht uns ins Auge und veranlasst uns zu einem Stopp.

 

Grenzbrücke in Dogana

 

Leider ist die Treppe auf den Turm abgeschlossen, doch auch so ist dieses Bauwerk sehenswert.
In die Träger, an denen die Brücke aufgehängt ist, sind bunte Gläser eingelassen.

 

Kunstvolle Brückenträger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer hier nach San Marino einreist, wird mit „BENVENUTI NELL‘ ANTICA TERRA DELLA LIBERTÀ“ (Willkommen im antiken Land der Freiheit) begrüsst.

 

 

Die Fahne von San Marino winkt uns im Wind noch lange hinterher.

 

 

Arrivederci, San Marino meraviglioso!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

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Norditalien im Regen

 

Übernachtungsplatz finden … nicht immer einfach!

5. November 2017

Nach einer ruhigen Nacht frühstücken wir gemütlich. Der Regen trommelt auf das Dach. Stürmische Niederschläge begleiten uns den ganzen Tag auf dem Weg nach Süden.

 

 

Beim Friedhof in Bosaro finden wir einen geeigneten Übernachtungsplatz. Wir schauen uns trotzdem noch beim Hafen und bei einem Platz direkt am Po bei Raccano um.
Dort können wir aber nirgends über Nacht bleiben.
Deshalb kehren wir zum Friedhof zurück. Dieser soll um 17:00 Uhr geschlossen werden.
Kurz nach fünf Uhr fährt ein kleines, silbergraues Auto auf den Parkplatz an der Strasse, gerade als wir beschliessen nochmals kurz wegzufahren. Das Auto folgt uns ins Dorf.
Annette schlendert durch Bosaro und wieder fällt ihr das kleine, silbergraue Auto auf.
Sie spaziert hinunter zum Kanal. Von dort sieht man zum Friedhof hinüber. Das kleine, silbergraue Auto fährt zügig auf den Parkplatz, wendet sofort wieder und kehrt ins Dorf zurück….

Das scheint uns irgendwie suspekt.

Wir beschliessen, unser Glück woanders zu suchen und finden nach kleiner Irrfahrt einen Platz direkt am Po.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Markt in Polisella

6. November 2017

Schon nach wenigen Minuten fahren wir in Polisella an einem grossen Markt vorbei … Falsch! … Natürlich können wir da nicht vorbeifahren!

 

Markt in Polisella

 

Vor allem die Fischstände haben es Beat angetan. Freudestrahlend kehrt er mit einigen Tintenfischen zum WoMo zurück.

 

Fischstand auf dem Markt

 

 

Fische, Fische, Fische …

 

 

Gemüse, Gemüse, Gemüse …

 

Unterwegs sehen wir direkt neben der Strasse zwei schwarze Schwäne schwimmen.
Vorsichtig schleichen wir aus dem Auto, um die Wasservögel nicht zu erschrecken. Doch diese zeigen überhaupt keine Scheu. Sie steigen sogar aus dem Wasser, um uns von Nahem zu mustern.

 

Trauerschwan (Cygnus atratus) oder Schwarzschwan

 

 

Portrait eines Trauerschwanes

 

Wikipedia weiss dazu:
„Der Trauerschwan (Cygnus atratus) oder Schwarzschwan … ist der einzige fast völlig schwarze Schwan und hat außerdem den längsten Hals aller Schwäne.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Trauerschwans ist Australien, … In Europa kommen ausschließlich ausgesetzte und verwilderte Trauerschwäne vor. …“

Neben diesen imposanten Vögeln gehen die bunten Enten beinahe vergessen. Dabei trägt eine von ihnen eine ungewöhnliche, weisse Augenbinde. Es handelt sich um eine Hybrid-Ente.

 

Stockenten (Anas platyrhynchos)

 

Der Marktbesuch in Polisella hat Einfluss auf unser Abendessen!

Das Menu:
– Feld- und Kopfsalat mimosa
– Marktfrische Tintenfische an Tomatensauce, dazu frische Fettuccine
– Flan Caramel mit Bananenscheiben und Sahne garniert

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Trepponti in Comacchio

7. November 2017

Der Regen kann uns nicht davon abhalten Comacchio, die wichtigste Stadt des Po-Deltas, zu besuchen.

 

Comacchio bei Regen

 

 

Comacchio bei Regen

 

Bekannt ist die Stadt für seine Trepponti, die Brücke über fünf Kanäle, die bereits 1634 gebaut wurde.
Auch wir bestaunen dieses eigenwillige Bauwerk von allen Seiten.

 

Trepponti von vorne

 

 

Trepponti von hinten

 

 

Trepponti von oben

 

 

Trepponti von unten

 

Es gibt aber in Comacchio auch anderes zu sehen. Ein Garagentor mit einem aufgemalten Baum mit bunten Herbstblättern lässt uns kurz den tristen Regentag vergessen.

 

Herbst

 

Einen der Kanäle haben Künstler mit weissen Kugeln und weissen Stangen dekoriert.
„Sfere specchianti“ (Gespiegelte Kugeln) von Ferrante Giovannini und Maurizio Bettini.

 

Comacchio bei Regen

 

 

Comacchio bei Regen

 

Endlich hört der Regen auf. Am Nachmittag zeigen sich sogar erste blaue Flecken am Himmel.

Wir fahren ein Stück dem Valle Fossa di Porto entlang. Der Lagunensee gehört zu den Valli di Comacchio, eine durch Inseln und Dämme reich strukturierte Lagune mit ihren angrenzenden Feuchtgebieten. Die Valli di Comacchio zählen zum UNESCO Welterbe.

Übrigens: Valli kommt in diesem Fall nicht von ital. valle = Tal, sondern von lat. vallum = Schutzwall.
Die Dämme wurden ab dem 16. Jh. für die Fischzucht angelegt.

Am See stehen spezielle Fischereivorrichtungen. Von Hütten, die zum Teil am Ufer, aber auch weit draussen in der Lagune stehen, werden grosse aufgespannte Netze ins Wasser gesenkt. Fische, die darüber schwimmen, können so aus dem Wasser gezogen werden.

 

Fischerhütten am Valle Fossa di Porto

 

 

 

 

 

Am Abend treffen wir uns in Montefiore Conca mit Herumkommer und Frau Rumkommer.
Herumkommers unternehmen jedes Jahr ausgedehnte Reisen mit dem Wohnmobil, die sie auf ihrem Fotoreiseblog dokumentieren.
Ihre wunderschönen Fotos kann man auf www.herumkommer.de bewundern.

Wir verbringen zusammen einen schönen Abend „beim Italiener“ (wo denn sonst?) und unterhalten uns angeregt bei köstlichen Antipasti und Pasta.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf nach San Marino

8. November 2017

Nach einem gemeinsamen Brunch verabschieden wir uns von Herumkommers, die weiter südwärts ziehen.
Als Schweizer, Bewohner eines Kleinstaates, wollen wir den Zwergstaat San Marino besuchen und fahren deshalb nach Nordwesten.

 

Blick von unserem Übernachtungsplatz auf Gemmano

 

????
Da steht ja gar nichts über San Marino! 😦

Geduld, Geduld … der Bericht folgt demnächst. 😉

Aber hier schon mal der Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zwischenstopp in der Schweiz

 

Auftanken in der Schweiz

22. Oktober – 30. Oktober 2017

 

 

Nach über fünf Monaten sind wir wieder in der Schweiz angekommen. Die einmalige Reise durch Island klingt immer noch in uns nach.

Hier der Link zum Beitrag über Island:

Wir geniessen das schöne Herbstwetter in Wohlen und besuchen Verwandte, Bekannte und Freunde.

 

 

 

 

 

 

 

Buntes Buchenlaub

 

 

 

 

 

 

 

 

In Wohlen steht mitten im Güpf-Kreisel eine Blume der besonderen Art.

 

„Sonnenblume“

 

Die Aargauer Zeitung weiss zu berichten: „Die Stromproduktion der Sonnenblume deckt locker den Verbrauch eines mittleren Privathaushalts ab. Die Energie wird aber direkt ins Wohler Stromnetz eingeschleust.
Die Blume ist ein kleines technisches Wunderwerk. Computergesteuert entfalten sich die Solarpanels, wenn die Sonne scheint, und schliessen sich automatisch, wenn es dunkel wird oder wenn ein Sturm aufkommt. Das Programm steuert die Blume so, dass sie sich horizontal und vertikal immer nach der Sonne ausrichtet.“

Link zu den Strecken zwischen dem 22. und 29. Oktober 2017:

 

 

Ausflug nach Gerzensee

31. Oktober 2017

Gestern waren wir bei Roli (unserem Reisegefährten in Island) zu Gast. Beat ist stolz darauf, dass er den Bronzemedaillen-Gewinner der Schweizermeisterschaft im Backgammon schlagen konnte. 😉

Heute fahren wir von Biberstein ins Berner Mittelland.
In Gerzensee besuchen wir Heidi und Leo, die ihre Ferien in der alten Sennhütte verbringen, in der heute die „Brauwerkstatt Egghubel“ untergebracht ist. Sie führen uns durch die kleine Brauerei, in der auch Brau-Seminare angeboten werden.
Hier der Link für Bierfreunde: www.egghubel.ch

Wir werden fürstlich bewirtet und spazieren danach zum Aussichtspunkt Chutzen. Die ländliche Gegend ist ein Traum. Aus der Ferne grüssen die verschneiten Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau.

 

 

 

Chutzen

 

Die Schatten werden länger und die Kälte dringt durch die Kleider. Wir wandern in einem Bogen zurück zur Brauerei und werden dort mit leckerem, selbst gebackenem Kuchen verwöhnt.

 

Eiger, Mönch und Jungfrau im Abendlicht

 

Liebe Heidi, lieber Leo, vielen Dank für den wunderschönen Nachmittag!

Link zum Spaziergang zum Chutzen: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur Strecke vom 30./31. Oktober 2017:

 

 

Letzte Vorbereitungen in Wohlen

1. November 2017

Wir sind nochmals nach Wohlen zurückgekehrt, wo wir die letzten Vorbereitungen für unsere Reise nach Italien und Griechenland treffen.

 

 

Südwärts

2. November 2017

Am Morgen verabschieden wir uns von Sandra, Mark und Jan Lukas.
Herzlichen Dank für die schöne Zeit, die wir einmal mehr bei euch erleben durften!

An dieser Stelle auch vielen Dank an Daniela, Gerda, Fritz, Mirjam, Roli, Maya, Felix, Elsbeth, Larissa, Tatjana und Mischa, für die herzlichen Einladungen, die leckeren Speisen und die netten Gespräche.

Die Zeit läuft und läuft. Wir erledigen letzte „Wichtigkeiten“, kaufen noch dies und das ein und schaffen es schlussendlich nicht mehr durch den Gotthard. In Arth holt uns die Dunkelheit ein und wir suchen einen ruhigen Übernachtungsplatz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zu Fuss auf die Rigi

3. November 2017

Zum Einkaufen fahren wir nach Schwyz. Die Sonne scheint und wir beschliessen diesen vielleicht letzten schönen Herbsttag für eine kleine Wanderung an der Rigi zu nutzen.

Wir fahren zurück und treffen erst am Mittag in Kräbel bei der Talstation der Luftseilbahn auf die Rigi Scheidegg ein. Die Bahn ist wegen Revision geschlossen. Wir wollen eh zu Fuss gehen und sind froh, dass wir dieser Versuchung nicht widerstehen müssen.

Ohne konkretes Ziel wandern wir aufwärts, der Sonne entgegen. Schon nach kurzer Zeit werden wir mit dem Blick auf den Lauerzersee und die Mythen belohnt.

 

Lauerzersee mit Mythen

 

Wer uns kennt, weiss, dass wir nur schwer umkehren können, bevor der höchste Punkt erreicht ist.

Nach 1030 Höhenmeter stehen wir auf der Rigi Kulm (1789 m ü.M).
Wir geniessen die prächtige Aussicht und halten uns an die unmissverständliche Aufforderung von hier aus zu fotografieren

 

 

Obwohl es bereits spät ist und, Winterzeit sei Undank, die Nacht früh hereinbrechen wird, verwerfen wir die Idee, mit der Standseilbahn hinunter zu fahren. Stattdessen machen wir uns zu Fuss an den Abstieg.

Am Anfang geht alles recht flott und wir kommen zügig voran.

 

Herbststimmung an der Rigi

 

Doch nach kurzer Dämmerung werden wir von der Nacht eingeholt und es kommt, wie es kommen musste:
Im finstern Wald verpassen wir eine Abzweigung und landen weiter unten auf einem uns unbekannten Parkplatz.
Sollen wir wieder in den Wald hinauf steigen und im Dunkeln den richtigen, schmalen Wanderweg suchen?
Oder auf der Strasse bis ins Tal hinunter wandern und von da den weiten Weg wieder hinauf zu unserem NOBIS?
Wir sind fünfeinhalb Stunden gewandert und über tausend Höhenmeter auf- und wieder abgestiegen.
Wie viele zusätzliche Kilometer warten noch auf uns?

Ein Auto hält an. Ein Ehepaar, das uns unschlüssig herumstehen sah, bietet an, uns ins Tal hinunter zu fahren. Dankbar nehmen wir die Hilfe an.
Wir unterhalten uns angeregt und am Schluss fahren sie uns sogar noch die schmale und steile Strasse zum Kräbel hinauf.
Herzlichen Dank, unbekannte Retter in der Not!

Wir sind hundemüde und bleiben die Nacht über auf dem ruhigen Parkplatz.

Link zur Wanderung auf die Rigi Kulm: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Durch den Gotthard nach Italien

4. November 2017

Die Sonne von gestern hat sich hinter Wolken verborgen. Für morgen ist Schnee bis in tiefe Lagen angesagt.
Wir fahren deshalb noch heute durch den Gotthard nach Italien.
Das Wetter wird immer trüber und unfreundlicher.
Ab drei Uhr nachmittags suchen wir vergebens einen Übernachtungsplatz. Erst in der Dämmerung werden wir im Industriegebiet von Canzo fündig. Kein schöner Platz, aber als „Notschlafstelle“ wird er wohl taugen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Deutschland, Herbst 2017

 

Erholung in Lütjenburg

23. September – 17. Oktober 2017

Nach der intensiven Zeit auf Island sind wir froh, dass wir uns einige Wochen in Lütjenburg erholen können.
Wir nutzen die Zeit für Besuche bei Verwandten und Freunden und zum Erledigen von allerlei Dingen.

Annettes Schwester lädt uns ein zu „Lichtkunst im Schlossgarten“ in Eutin.
Es ist beeindruckend, welche Effekte man mit entsprechender Beleuchtung erzielen kann.
Hier ein kleiner Einblick in das Spektakel:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich fehlen auch diesmal die kleineren und grösseren Wanderungen in und um Lütjenburg nicht.

 

Standesamt Lütjenburg

 

 

Pilze im Wald

 

Herzlichen Dank, Ilona, Volker, Fredrik, Leif und Arvid für die Gastfreundschaft, die wir einmal mehr geniessen durften.

Link zu den Strecken vom 23. September – 17. Oktober 2017:

 

 

Auf Richtung Schweiz

18. Oktober 2017

Heute ziehen wir weiter.
In der Nähe von Hannoversch Münden finden wir einen wunderschönen, herbstlichen Übernachtungsplatz direkt neben dem riesigen Picknickplatz.

 

Übernachtungsplatz am Morgen

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Hannoversch Münden und Reinhardswald

19. Oktober 2017

Hannoversch Münden liegt nahe und wir besuchen die „Drei-Flüsse-Stadt“. Hier vereinen sich die Flüsse Werra und Fulda und fliessen als Weser weiter.

 

Werra bei Hannoversch Münden

 

Die Stadt gilt als eine der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands. Wir schlendern durch den historischen Teil und lassen uns von den alten Häusern beeindrucken.

 

 

 

 

 

Wunderschön sind auch die geschnitzten Gesimse.

 

Hölzernes Gesims

 

Nach einer kleinen Rast in einem der Strassencafés fahren wir in den Reinhardswald.
„Mit über 200 km² Fläche ist der Reinhardswald eine der größten Waldflächen und eines der am wenigsten besiedelten Gebiete Deutschlands …“, weiss Wikipedia zu berichten.

 

Reinhardswald

 

Wir spazieren zu einem Wildbeobachtungsstand. Da wir keine Tiere sehen, ist es eher ein Waldbeobachtungsstand, aber trotzdem schön.

 

Blick aus dem Waldbeobachtungsstand

 

 

 

Am Abend suchen wir einen Übernachtungsplatz. Doch alle Strassen zu den Parkplätzen, die unser Navi anzeigt, sind abgesperrt.
Es wird bereits dunkel, als wir auf dem Forellenhof Herrenau in Völkershain landen. Wir geniessen die leckeren Forellen, die uns die freundliche Wirtin serviert und dürfen auf dem Parkplatz des Restaurants übernachten.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Besuch in Ebrantshausen

20. Oktober 2017

Im Sommer 2015 trafen wir Joachim und seinen Bruder am Fährhafen in Dunkerque. Der Kontakt hat sich in den zwei Jahren erhalten. Heute besuchen wir ihn und seine Frau Helene in Ebrantshausen und werden herzlich empfangen und bewirtet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Weiter schweizwärts

21. Oktober 2017

Nach einem üppigen Frühstück fahren wir weiter Richtung Schweiz.

Herzlichen Dank, Helene und Joachim, für die Gastfreundschaft und die angeregten Gespräche. Wir haben die Zeit mit euch sehr genossen.

In Bösenreutin, kurz vor der österreichischen Grenze, übernachten wir auf einem ruhigen Platz, den wir von einer früheren Reise her kennen.
Lautlos fliegt ein Zeppelin in der Dämmerung über uns hinweg.

 

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Island nach Dänemark

 

Zwischenstopp in Tórshavn

20. – 22. September 2017

Wir sind auf dem Weg von Island nach Dänemark. Als die Fähre am zweiten Tag zwischen den Färöer-Inseln hindurchfährt, weckt dies Erinnerungen an die wunderbaren drei Wochen, die wir im Frühjahr hier verbracht haben.

Für alle, die diesen Reisebericht nachlesen wollen, hier der Link: unserwegs auf den Färöern

 

Fahrt durch die Färöer

 

Die Fähre legt für ein paar Stunden in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer-Inseln an. Wir nutzen die Zeit, um uns die Altstadt Tinganes anzusehen.

 

 

 

 

Wir schlendern durch die Gassen und nehmen Abschied von unserem Sommer auf den Inseln am Rande Europas, zwischen dem Nordatlantischen Ozean und dem Europäischen Nordmeer.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die alten Holzhäuser sind herausgeputzt und die Sonne gibt ihr Bestes, damit wir uns nochmals so richtig wohlfühlen.

Wir setzen uns am alten Hafen in ein Strassencafé und beobachten Stare, Zugvögel wie wir. 😉

 

Star (Sturnus vulgaris)

 

Die Schatten werden länger und länger, es ist Zeit zu gehen. Wir trinken aus und machen uns auf den Rückweg zur Fähre.

Ein wunderschöner Sommer ist zu Ende!

 

Zeit zu gehen

 

Link zur Strecke Seyðisfjörður (IS) – Torshavn (FO) – Hirtshals (DK) und weiter an die Grenze: Die Fähr-Strecke ist nur schematisch dargestellt.

 

 

Ostfjorde Islands

Djúpivogur, Dorf der Steine

12. September 2017

Eine imposante, etwa 12 Kilometer lange Kiesbank trennt den Lónsfjörður vom Meer ab. Die meist schwarzen Kieselsteine sind flachgeschliffen.

 

Kieselstrand am Lónsfjörður

 

Die Berge fallen auf dieser Inselseite steil ins Meer ab, was den Strassenbauern einiges abverlangt hat.

 

Strasse am Krossanesfjall

 

Mit langen Spundwänden haben sie die Fahrspuren gegen herunterrollendes Geröll gesichert.

 

Strasse im steilen Geröllfeld

 

Die Berge erinnern an ägyptische Pyramiden.

 

Nóntindur

 

Von der Strasse aus sehen wir kurz vor der Abzweigung nach Djúpivogur einige Rohre aus dem Boden ragen. Wir spekulieren auf einen Hot-Pot und bekommen recht.
Wir geniessen das Bad in der Metallwanne, in 44 °C heissem Wasser. Eine frei zugängliche Badewanne inmitten unberührter Natur findet man nicht alle Tage.

 

Annette im Hot-Pot

 

In einem Garten in Djúpivogur entdecken wir eine „Gesteins-Rabatte“. Hier sind verschiedene bunte Lavasteine aufgestellt.
Wir erhalten so einen Rückblick über die unterschiedlichen Felsarten, die wir diesen Sommer in Island angetroffen haben. Immer noch staunen wir über die Farbenpracht der Steine.

 

Gesteins-Rabatte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich sind wir nach Djúpivogur gefahren um uns die „Eggin í Gleðvik“ anzuschauen.
2009 hat der Künstler Sigurður Guðmundsson am Hafen 34 Eier aus Stein aufgestellt. Jedes davon steht für eine Vogelart, die in der Umgebung nistet.
Ein Ei ist markant grösser als die anderen. Es verkörpert den Sterntaucher, das Wahrzeichen des Dorfes.

 

Eggin í Gleðvik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich um die Ecke versuchte sich wohl ein Altmetallhändler als Künstler. Er stellte zwei LKW-Mulden in ein Metallsilo, setzte ein Fahrzeugchassis darauf und krönte das Ganze mit einem ausgeräumten Kühlschrank.
Einen gewissen Reiz können wir dieser frechen Skulptur nicht absprechen.

 

 

Ganz in der Nähe, bei „Free Willi“, kann man die Skulpturen, Steine, Knochen, Kristalle, Fossilien und vieles mehr besichtigen und kaufen.

Uns haben vor allem die Steinfiguren zum Thema „Mutter und Kind“ gefallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das 450 Seelen-Dorf wir uns als „Dorf der Steine“ in Erinnerung bleiben.

Bizarre Berge säumen unseren weiteren Weg nach Fáskruðsfjörður, wo wir auf dem Campingplatz direkt am Ententeich übernachten.

 

Skriðufjäll

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Neskaupstaður

13. September 2017

Die Sonne zeigt sich heute leider nicht mehr. Bei stürmischem Wind und Regen fahren wir auf den Campingplatz in Neskaupstaður.
Wir haben den Platz für uns alleine.
Am Abend fährt ein Personenwagen vor, eine Frau und ein Mann gehen in die Rezeption. Wir legen unsere Camping-Card bereit, mit der wir auf Island sehr günstig auf ausgewählten Plätzen übernachten können.
Aber die zwei fahren wieder ab, ohne bei uns vorbeizukommen. Das Toiletten-Papier haben sie davor noch aufgefüllt.
Vielen Dank!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Osterhöhle

14. September 2017

Das Wetter ist besser als erwartet. Wir beschliessen hier in der Region eine kleine Wanderung zu unternehmen und erst morgen Richtung Hengifoss zu fahren.

Vom Leuchtturm aus gehen wir nach Þúfa, dann ein Stück zurück und weiter nach Hundsvík. Auf dem Rückweg steigen wir in die „Osterhöhle“ (Paskahellir) hinunter.

 

Annette von unserwegs ist unterwegs.

 

Paskahellir ist ein langer Felsvorsprung, der von den Wellen aus dem Gestein gewaschen wurde.
Die Wellen, die gegen die Felsen und das Kies schlagen, tönen hier unten furchterregend. Wir behalten den Wasserspiegel im Auge, damit wir nicht von den Fluten eingeschlossen werden.

 

Paskahellir

 

 

Blick aus den Osterhöhle

 

In der Felswand fallen tiefe runde Löcher auf. Es sind die Spuren von Baumstämmen, die von der Lava bedeckt wurden. In den Hohlräumen liegen runde Steine wie in einem Vogelnest. Diese wurden bei Hochwasser hineingespült.

 

 

Ausserhalb der Höhle findet man kleine aufgebrochene Kristallkammern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach zweieinhalb Stunden sind wir wieder zurück bei unserem Fahrzeug.
Wir fahren nochmals auf den Campingplatz im Dorf, wo wir ein zweites Mal gratis übernachten.

Link zur Wanderung nach Þúfa, Hundsvík und zur Paskahellir: Da auf “google maps” der Weg fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Heidelbeeren

15. September 2017

Annette geht im Lawinenschutzwald oberhalb des Campingplatzes spazieren und entdeckt dort einige vielversprechende Heidelbeer-Plätze. Sie holt Beat zur Unterstützung und wir sammeln knapp drei Kilogramm dieser aromatischen Früchte.
Einen Teil kochen wir zu Konfitüre ein, der Rest gibt leckere Desserts.

Spaziergänger erzählen uns, dass es morgen und übermorgen sehr warm werde. Man erwarte die heissesten Tage des Jahres, mehr als 20°C!!

Nochmals übernachten wir hier, nochmals fährt am Abend das Paar auf den Platz, kontrolliert die Anlage und nochmals bezahlen wir nichts!

 

 

Wanderung auf den Svartafjall

16. September 2017

Wir sind nicht die einzigen, die den dreitägigen Aufenthalt hier genossen haben. Eine stattliche Kreuzspinne hat sich unseren NOBIS als erfolgreichen Jagdplatz ausgesucht.
Genüsslich saugt sie die dicke Fliege aus, die sich in ihrem Netz verfangen hat.

 

Kreuzspinne (Araneus diadematus)

 

 

Kreuzspinne (Araneus diadematus)

 

Bevor wir wegfahren, hängen wir die Spinne samt Netz und Beute an einen Strauch. Wir wollen ja niemanden in die Fremde entführen.

Wie vorhergesagt ist es heute für isländische Verhältnisse sehr warm. Im Verlaufe des Morgens lockert sich die Wolkendecke auf und wir fahren zur alte Passstrasse, die nach dem Tunnel rechts abzweigt. Von da wandern wir zum Aussichtsberg Svartafjall.

 

Blick vom Svartafjall Richtung Neskaupstaður

 

Auf einem Felsplateau liegen hellgraue Felsbrocken auf rotbraunem Boden, den weisslichen Streifen durchziehen. Man könnte glauben, dass hier ein Künstler am Werk gewesen sei.

 

„Art made by geology “

 

Unter uns liegt ein weiteres natürliches Kunstwerk. Eine karge, felsige Ebene, auf der sich lediglich Moose und Flechten behaupten können, wird von einem Rinnsal durchzogen.
Es sieht aus wie eine Landkarte.

 

„Map made by nature“

 

Wir versuchen über die Schotterpiste F 936 hinüber ins Lagarfljot-Tal zu fahren. Diese ist nur für Allradfahrzeuge freigegeben, doch wir wagen es trotzdem, wir haben da ja so einiges an Erfahrung gesammelt … glaubt Beat …

Nach etwa 10 km schaffen wir eine Steigung nur ganz knapp mit durchdrehenden Rädern. Die Strasse ist in sehr schlechtem Zustand und wird zudem noch steiler.
Wir müssen aufgeben. Zum Glück ist hier genügend Platz zum Wenden.
Wieder unten auf der asphaltierten Strasse bleiben wir auf einem Wanderparkplatz in der Nähe von Reyðarfjörður.

Link zur Wanderung auf den Svartafjall: Da auf “google maps” der Weg fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Hengifoss

17. September 2017

Über Egilsstaðir fahren wir an den See Lagarfljót.

Wir sind etwas spät dran, deshalb marschieren wir sehr zügig zum Hengifoss hinauf. Zum Glück erreichen wir ihn noch kurz bevor der Schatten des Gebirges auf ihn fällt. Wunderschön leuchten die roten Tonstreifen im Fels in der Sonne.

 

Hengifoss

 

 

Hengifoss

 

Im Talkessel liegen verschiedene Gesteinsarten aufeinander, wodurch pittoreske Muster entstehen.

 

Zurück beim Wohnmobil fahren wir ans Ende des Sees und weiter ins Suðurdalur. Morgen wollen wir uns als letzten Wasserfall vor unserer Rückreise den Strutsfoss ansehen.

Link zur Wanderung an den Hengifoss:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Kraxelei zum Strutsfoss

18. Septembe 2017

Beim Wanderparkplatz mit Plumpsklo-Hüttchen, auf dem wir genächtigt haben, steht eine Tafel, auf der der Wanderweg zum Strutsfoss eingezeichnet ist.

 

Suðurdalur

 

Der Weg ist breit und mit roten Pfosten bezeichnet.
Weiter oben führt eine Brücke über den Bach, ein paar letzte Pflöcke stehen da noch, dann müssen wir den Weg selber suchen.

Das Gelände wird immer steiler.
Weitergehen oder umkehren? Wir beschliessen zwischen den Felswänden hinaufzuklettern. Mühsam erklimmen wir Höhenmeter um Höhenmeter. Ein Blick zurück zeigt, dass umkehren nur noch schwerlich möglich ist.

Zwischendurch erhaschen wir einen Blick auf den Strutsfoss, der in einen schattigen Felskessel fällt.

 

Strutsfoss

 

Endlich erreichen wir die Hochebene oberhalb des Wasserfalls.
Wir werden für unsere Anstrengungen und das Risiko, das wir auf uns genommen haben, belohnt.

Der Blick zurück in das karge, herbstliche Villingadalur-Tal ist unbeschreiblich schön.

 

Villingadalur

 

Den Weg zurück wagen wir nicht mehr. Deshalb wandern wir auf der anderen Seite des Strutsfoss hinunter.

 

Oberster Teil des Strutsfoss

 

Dieser Weg ist etwas einfacher. Wir müssen jedoch aufpassen, dass wir genügend Abstand zu den senkrecht abfallenden Schluchten halten, die sich in die Bergflanke hinein gegraben haben. Manchmal sieht man diese erst sehr spät.
Wegmarkierungen finden wir auch auf dieser Seite erst wieder, als wir unten im Tal sind.

Nach knapp vier Stunden sind wir von unser Wanderung, der abenteuerlichsten dieses Sommers, zurück am Ausgangspunkt.

Wir fahren zurück an den Lagarfljót. Dieser See ist bei den Isländern als Feriendestination sehr beliebt. An seinen Ufern stehen die ausgedehntesten Wälder Islands.

 

Lagarfljót

 

Auch wir geniessen es wieder einmal in einem Wald zu übernachten.

Link zur Wanderung um den Strutsfoss: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Letzte Nacht auf Island

19. September 2017

Morgen endet unsere dreimonatige Reise durch Island.
In Egilsstaðir fahren wir auf den Campingplatz und laden die Batterien im NOBIS nochmals voll auf, damit sie die dreitägige Fahrt auf der Fähre gut überstehen.
Wir geniessen die warme Dusche und den schnellen Internetzugang.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Abschied von Island

20. September 2017

Eine wunderschöne Zeit ist zu Ende!
Island mit seinen einzigartigen Naturschönheiten hat uns tief beeindruckt. Wir sind froh, dass wir uns für dieses fantastische Land genügend Zeit genommen haben.

Nun geht es von Seyðisfjörður aus mit der Fähre wieder zurück auf das europäische Festland.
Ein Wohnmobil erinnert uns daran, dass wir in absehbarer Zeit wieder im Alpenraum sein werden.

 

„Alphütten-Wohnmobil“

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Im Südosten Islands

 

Wanderung am Fluss Skógá

6. September 2017

Wir fahren zum Skógafoss, steigen die 430 Stufen zur Plattform hoch und wandern entlang dem Fluss Skógá. Wir können dabei die verschiedensten Wasserfall-Typen studieren: den Mächtigen, den Niedlichen, den Mehrstufigen, den in die Breite Gehenden, den Verdrehten, den Lauschigen, den Versteckten ….
Hier eine Auswahl davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach knapp drei Stunden Marschzeit erreichen wir eine Brücke und queren den Skógá.

 

Brücke über den Skógá

 

Kurz darauf zeigen uns zwei Wegweiser, dass wir auf dem Holzweg sind. 😉

 

Wegweiser zeigen den „Holzweg“ an

 

Nach einer kurzen Pause wandern wir zurück ins Tal und sind nach fünf Stunden wieder bei unserem NOBIS.
Nicht weit vom Skógafoss entdecken wir einen Kieslagerplatz, der etwas abseits der Ringstrasse liegt … ein idealer Übernachtungsplatz!

Link zur Wanderung entlang dem Fluss Skógá:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Seljavallalaugar

7. September 2017

Nach dem gestrigen Sonnentag regnet es heute wieder.
Wir fahren zum Parkplatz vom Seljavallalaugar. Dort warten wir einen regenarmen Moment ab und spazieren dann zum Thermalbad, das zuhinterst im Talkessel liegt.

 

Felsnase aus Basalt

 

 

Seljavallalaugar

 

Link zum Spaziergang zum Seljavallalaugar: Da auf “google maps” ein Teil des Weges falsch eingezeichnet ist, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Halbinsel Dyrhólaey

8. September 2017

Wir haben kein Brot mehr und fahren deshalb ohne Frühstück los. Der kurze Abstecher nach Dyrhólaey zieht sich immer mehr in die Länge. Die Halbinsel ist so fantastisch, dass aus unserem Frühstück ein Spätstück wird. 🙂 Aber dafür mit ofenfrischem Baguette! 🙂 🙂

 

Reynisdrangar

 

 

Reynisfjara

 

Der Sandstrand am Fusse der Klippen scheint lediglich von Vögeln betreten zu werden.

 

Vogelspuren am Strand

 

In eine Felsnase haben die Wellen zwei Tore geschlagen.

 

Dyrhólaey

 

Trotz des schönen Wetters fahren wir ein weiteres Mal auf den Campingplatz in Vík í Mýrdal, wo wir von Lind und Petur wie alte Bekannte begrüsst werden. Das isländische Paar betreuen für einige Wochen den Platz.
Die zwei lassen sie sich nirgends fest anstellen, damit sie immer wieder ausgedehnte Reisen unternehmen können.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Svinafellsjökull

9. September 2017

Wir nutzen das WiFi auf dem Campingplatz und arbeiten an einem weiteren Reiseblogbeitrag.
Deshalb fahren wir erst am späten Nachmittag weiter zum Svinafellsjökull.

Auf dem Parkplatz vor dem Gletscher bleiben wir für diese Nacht.

 

Svinafellsjökull

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Unser „Tag des Eises“

10. September 2017

Die Oberfläche des Svinafellsjökull ist sehr rau und das Eis mit schwarzer Vulkanasche bestäubt.

 

 

Auch am Fusse dieses Gletschers liegt ein kleiner See, in dem abgebrochene Eisblöcke schwimmen.
Am schichtweise mit Asche durchsetzten Eis sieht man, dass hier mehrere Vulkanausbrüche ihre Spuren hinterlassen haben.

 

 

 

 

Hat ein solches Stück Gletscher die Italiener zum Cassata-Eis inspiriert?

 

Gletscher-Cassata

 

Auch wenn man von dem fasziniert ist, was vor einem liegt, sollte man sich von Zeit zu Zeit umdrehen.
Auf diese Weise ist das nächste Bild entstanden.

 

 

Annette hat so vom Svartifoss geschwärmt, dass sich Beat diesen nun auch anschauen will.
Aber zuerst entdeckt er auf der Toilette des Informationszentrums Zettel, die darauf hinweisen, was alles verboten ist.
Diese Affichen sagen über den Inhalt hinaus auch sehr viel über die Haltung der Verwaltung aus.
Oder anders ausgedrückt: Kleingeist braucht grosse Zettel!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bezeichnenderweise treffen wir hier auch auf den einzigen Parkplatz auf Island, für den wir einen happigen Betrag zahlen müssten, um ein Naturwunder anzuschauen.

Der Svartifoss ist wirklich sehenswert. Nicht wegen des Wasserfalls, da gibt es viel imposantere auf der Insel, aber wegen der Basaltfelsen.

 

Svartifoss

 

 

Svartifoss

 

In der Felswand neben dem Wasserfall sind einige Basaltsäulen oben gebogen.
Die sechskantigen Säulen entstehen, wenn Lava abkühlt. Hier ist die Lava beim Erstarren noch langsam weitergeflossen.

 

Gebogene Basaltsäulen

 

Wer unseren letzten Beitrag gelesen hat, weiss, dass uns der Jökulsárlón total begeistert hat.

8-ung! Das ist nicht einfach ein leichtfertig hingeworfener Satz, das ist eine Vorwarnung darauf, dass nochmals viele Eisbilder folgen werden.
Da wir jedoch beabsichtigen den Winter im hoffentlich eisfreien Griechenland zu verbringen, bitten wir um Nachsicht.

Langer Rede kurzer Sinn: wir fahren abermals da hin!

Eine kleine Schneeammer begrüsst uns kurz und fliegt dann weg.

 

Schneeammer (Plectrophenax nivalis)

 

Dann tauchen wir nochmals in das Wunder des Eises ein.
Vielfältige Eisbrocken liegen auf dem schwarzen Sandstrand: glasklare, weisse, blaugeäderte, mit schwarzen Bändern, mit Einschlüssen von ganz feinen Luftlöchern oder von Löchern Richtung Emmentalerkäse, teilweise kann man eingelagerte Steine oder Sandschichten erkennen. Solche mit Spalten und Röhren, andere scheinen aus kompaktem Eis zu bestehen, weitere sind zusammengesetzt aus etwa golfballgrossen, aber wildgeformten Stücken. Ganz selten sieht man solche, deren Einzelstücke auf der äusseren Seite glatt und klar sind, auf der Innenseite aber ein Muster aufweisen, das an die Adern von Blättern erinnert.

Hier ein kleiner Fundus:

 

Delfin?

 

 

 

 

 

 

Ziegenklaue?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir übernachten ein weiteres Mal hier, direkt am schwarzen Strand mit den fantastischen Eisgebilden.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Und noch mehr Eisbilder

11. September 2017

Am Morgen scheint die Sonne und lässt das Eis leuchten. Kaum fällt jedoch der Schatten einer Wolke darauf, wirkt es blau und kalt.

 

 

 

Eisberg

 

Eis im Gegenlicht …

 

 

 

 

 

 

 

… und im Schatten

 

 

 

 

 

 

 

 

Taube?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wechseln wir die Strassenseite und spazieren vom Meer zum See.
Eine Grosse Raubmöwe steht noch etwas verschlafen auf der Wiese und lässt sich von uns nicht stören.

 

Grosse Raubmöwe (Stercorarius skua)

 

 

Jökulsárlón

 

 

Jökulsárlón

 

Endlich schaffen wir es doch und reissen uns von dem Spektakel los.
Unsere Zeit auf Island neigt sich langsam dem Ende zu und wir wollen vor unserer Rückreise noch die Ostfjorde besuchen.

Doch nach wenigen Kilometern lockt uns ein letzter Gletscher von der Ringstrasse.
Wir machen einen Abstecher zum Hoffellsjökull.

 

Hoffellsjökull

 

Auf dem Weg dahin fahren wir an einer Felswand vorbei, über die sich eine „Mauer“ herabzieht.
Solche „Dykes“ entstehen, wenn bestehende Gesteinsspalten durch Lava aufgefüllt werden.

 

Dyke

 

Am Fusse des Hoffellsjökull schwimmen ebenfalls Eisblöcke im See. Diese sind im Gegensatz zum Jökulsárlón jedoch kleiner und flacher.

 

Lagune des Hoffellsjökull

 

 

 

Nun müssen wir die Eis-Bilder in unserem Kopf sich erst einmal setzen lassen.
Da trifft es sich gut, dass einige Kilometer weiter bei Hvammur ein grosser Stuhl auf einem Felsen steht.

 

 

Der Herbst hat nun die Landschaft mit seinen Farben geschmückt. Die Wiesen und Hügel sind braun geworden und erwarten den kommenden Winter.

 

Kretilaugar

 

Bei Hvalnes finden wir einen hübschen Platz nahe beim Lónsfjörður. Hier bleiben wir über Nacht.

 

Lónsfjörður mit Hvalnesfjall

 

Ein paar Schafe kommen vom nahen Strand und wandern an uns vorbei zu ihrem Stall.

 

 

Link zur heutigen Strecke: