Kalimera, Hellas!

 

Sonniger Novembertag

21. November 2017

Kurz nach sechs Uhr früh kommen wir mit der Fähre in Igoumenitsa an.
Einige Bäckereien haben bereits geöffnet und Annette kauft ein frisches Brot, das köstlich schmeckt.
„Guten Morgen, Griechenland!“

In den Bergen bei Polydroso blicken wir auf die letzten Nebelfelder im Tal.

 

 

 

 

Bald schon lösen sie sich auf und ein sonniger Tag mit Temperaturen von 20° C liegt vor uns.

 

Herbstblatt in der Sonne

 

Ioannina liegt wunderschön am Pamvotida-See. Die Bergspitzen dahinter zeigen sich im ersten Schnee. Es ist Ende November und wir stehen in unseren T-Shirts draussen.
Griechenland erobert unsere Herzen gleich am ersten Tag!

 

Pamvotida-See

 

Bei Metamorfosi schaut eine riesige Frauenfigur von einem Hügel ins Tal. Die wollen wir uns ansehen. Leider ist der Text auf der Informationstafel nur auf Griechisch.
Der Parkplatz daneben ist so schön gelegen, dass wir gleich über Nacht bleiben.
Zu unserem weiteren Glück entdecken wir im offenen Keller unter der Statue eine Steckdose.
Nun sitzen wir friedlich draussen an der Sonne, nippen an unseren Getränken, während die Batterien unseres NOBIS Strom aus dem Netz saugen können.

 

Übernachtungsplatz bei Metamorfosi

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Wanderung in die Vikos-Schlucht

22. November 2017

Der Wecker klingelt bereits um 6:45 Uhr. Wir sind es nicht mehr gewohnt, so früh aufzustehen. Da wir aber heute die Vikos-Schlucht besuchen wollen, bleiben wir nur noch kurz in den warmen Betten liegen.
Nachts fiel die Temperatur draussen deutlich, das Gras ist gefroren.

Unbeirrt steht die Frauenfigur auf ihrem Hügel.

 

Frau von Zagori

 

Auf der Weiterfahrt kommen wir am Tourismusinformations-Center vorbei. Annette will sich nur kurz nach den Wetterprognosen und der Statue erkundigen. Beat wartet im Auto.
Artemis begrüsst Annette sehr herzlich und erzählt auf packende Weise von der Geschichte, den Leuten und der Geografie des Zagori-Naturparks. Irgendwann kommt auch Beat dazu…. schlussendlich sind wir beinahe zwei Stunden da und ziehen mit neuen Informationen und Ideen für Ausflüge weiter.

Übrigens, die Frau von Zagori, zu deren Füssen wir genächtigt haben, wurde zu Ehren der Frauen errichtet, die im Zweiten Weltkrieg den griechischen Soldaten Lebensmittel und Munition an die Front brachten.

 

Landschaft in der Region Epirus

 

In Vikos spazieren wir zum Aussichtspunkt und blicken in die tiefste Schlucht der Welt hinunter. Was wir da sehen, gefällt uns und wir wandern den steilen Pfad in den Canyon hinab.

 

Gebäude in der Vikos-Schlucht

 

 

Vikos-Schlucht

 

 

Grat im Gegenlicht

 

Die urige Landschaft hat uns gepackt. Wir beschliessen morgen von Monodendri aus die Schlucht komplett zu durchwandern.
Zurück in Vikos fahren wir durch die waldige Berglandschaft nach Monodendri …

 

Strasse nach Papingo

 

… und weiter durch den „Steinernen Wald“ nach Monodendri Oxia.
Der Steinerne Wald ist ein grosses Waldstück, in dem viele meterhohe Felstürme und Wände stehen. Sie bestehen aus lauter schmalen Steinplatten, als ob ein Maurer sie aufgeschichtet hätte.

 

Steinerner Wald von Monodendri

 

Link zur Wanderung in die Vikos-Schlucht: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zu Fuss durch die Vikos-Schlucht

23. November 2017

Nach einem Kaffee auf der Terrasse einer Bar wandern wir los. Erst durch die schmucken Gässchen von Monodendri …

 

Monodendri

 

… vorbei an einem kleinen, renovierten Amphitheater …

 

 

 

 

… und dann einen steilen Weg hinunter in den Canyon. Die Schlucht ist 900 Meter tief und ihre Kanten sind an der engsten Stelle nur 1’100 Meter voneinander entfernt.
Mit diesen Zahlen schaffte sie es als tiefste Schlucht der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde.
Kein Wunder, dass um diese Jahreszeit die Sonnenstrahlen nur kurze Zeit bis auf den Talboden reichen.

 

Letzte Sonnenstrahlen am Hang

 

Einige Pfaffenhütchen geniessen die knappe Sonnenzeit.

 

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

 

Auf dem Talboden verläuft der Fluss vorwiegend unterirdisch. Nur selten zeigt er sich kurz an der Oberfläche.
Wir wandern im Schatten durch die rundgeschliffenen Felsen. Vereinzelt haben sich dunkle Steine im hellen Sediment abgelagert.
Besonders gut gefällt uns das „Gespenst“. Aber auch die „Riesenassel von unten“ oder der „kleine Seehund“ haben es uns angetan.

 

„Gespenst“

 

„Riesenassel von unten“

 

 

 

 

 

 

 

„Kleiner Seehund“

 

 

 

 

 

 

 

Hoch oben an den Felshängen leuchtet der Herbstwald in der Sonne.

 

 

Eine Bergspitze spiegelt sich in einem der seltenen Wasserlöcher.

 

„Verkehrte Welt“

 

Bei Vikos verlassen wir diese wunderbar archaische Schlucht wieder und steigen hinauf ins Dorf, das wir nach viereinhalb Stunden Wanderzeit erreichen.

Den Versuch per Autostopp zurück nach Monodendri zu kommen, geben wir nach einer Stunde auf. In dieser Zeit fährt kein einziges Auto vorbei.
Annette fragt im Ort nach einem Taxi und ein älterer Mann erklärt sich bereit, uns für € 35.00 die knapp 25 Kilometer zu fahren. Wir plaudern sehr nett mit Kostantinos über sein Leben in Athen als Lehrer und als Rentner in diesem abgelegenen Bergdorf, die Abwanderung der jungen Leute, die Klimaveränderungen… der Gesprächsstoff geht uns nicht aus.

Von Monodendri fahren wir wieder zurück an unseren Übernachtungsplatz bei der Frau von Zagori.
Als wir eintreffen, stehen da bereits fünf WoMos, offensichtlich Marke Eigenbau, vier mit französischen und eines mit Schweizer Nummernschildern. Ein Lagerfeuer brennt und wir unterhalten uns wunderbar auf Französisch, Englisch und Schweizerdeutsch.
Einige Zeit später fährt ein weiteres, grosses Wohnmobil mit deutschen Kennzeichen auf den Platz. Diesen Reisenden scheint ihr Fernsehprogramm wichtiger zu sein als ein kleiner Schwatz. Sie bleiben in ihrem Fahrzeug verschanzt.

Link zur Wanderung durch die Vikos-Schlucht: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Brückentag

24. November 2017

Die Nacht war kalt, doch die Sonne wärmt unseren NOBIS schon früh auf.
Nach und nach trifft man sich auf dem Hügel am Fusse der „Frau von Zagori“. Alle geniessen die wärmende Sonne und das lockere Geplauder … fast alle … Die Insassen des grossen WoMos scheinen sich nur in ihrem Bunker sicher zu fühlen und fahren irgendwann weg, ohne auch nur einen Fuss auf diesen wunderschönen Hügel gesetzt zu haben.
Man kann sein Wohnmobil ja auch als fahrbares Gefängnis verwenden.

 

Blick vom Hügel der Frau von Zagori

 

Spät verabschieden wir uns von der fröhlichen Runde und fahren los.

Heute ist unser Brückentag!
Nicht dass wir einen freien Tag hätten, ganz im Gegenteil. Wir wollen uns einige der historischen Brücken in der Gegend von Kipi ansehen.

Von einer Infotafel, die bei der dreiteiligen Kalogerika- oder Plakida Brücke steht, lernen wir, dass die Brücken jeweils von reichen Leuten gesponsert wurden, die ihnen auch den Namen gaben.
Die Kalogerika- (Mönchs-) oder Plakida-Brücke wurde 1814 erstellt. Ab 1865 gaben die Bewohner der Region ihr den zweiten Namen, nach Alexis Plakida aus Koukouli, der sie rekonstruieren liess.

 

Kalogerika- oder Plakida Brücke

 

 

Lazaridi-Kontodimou-Brücke (1764)

 

Bei der Milos-Brücke vermuten wir, dass die zwei Bogen ein verzaubertes Liebespaar sind.

 

Milos-Brücke (1748)

 

Leider können wir sie nicht danach fragen, denn wir verstehen kaum Griechisch, geschweige denn Brücken-Griechisch.
Aber das Kind der beiden steht etwas versteckt bei der alten Mühle.

 

Baby-Brücke

 

Nun fahren wir nach Kapesovo. Dort schlendern wir durch das Bergdorf, setzen uns in das Strassencafé am Hauptplatz und geniessen die Spätherbst-Sonne.

 

 

Wir unterhalten uns nett mit der Wirtin. Sie ist stolz auf die einheimischen Produkte und stellt vieles selber her, so auch den aromatischen Bergkräutertee.

 

Tisch- und …

 

 

… Wanddekoration

 

Wir kaufen in dem Lädeli Honig, selber gemachte Feigen- und Zitronenkonfitüre, alles natürlich und ohne künstliche Zusatz- oder Farbstoffe.

 

Granatäpfel als Wanddekoration

 

Danach fahren wir nach Beloi. In weniger als einer Stunde wird es bereits wieder dunkel sein. Wir eilen deshalb in einer knappen Viertelstunde zum Aussichtspunkt. Von hier habe man den schönsten Blick in die Vikos-Schlucht, die wir gestern durchwandert haben. Der Blick ist wirklich spektakulär. Leider liegt der Canyon vollständig im Schatten. Wir beschliessen morgen Vormittag nochmals herzukommen und hoffen auf bessere Lichtverhältnisse.

Für die Nacht fahren wir nochmals zu unserer Frau von Zagori. Dort treffen wir wieder Sandrine und Michael aus der Schweiz an. Wir geniessen den Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit ihnen.

Link zum „Spaziergang“ zum Aussichtspunkt von Beloi: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Ein letzter Blick in die Vikos-Schlucht

25. November 2017

Heute sind wir früh auf den Beinen, und fahren nach dem Frühstück nochmals nach Beloi. Es lohnt sich … das Bild spricht für sich!

 

Vikos-Schlucht von Beloi aus gesehen

 

Erst auf dem Rückweg zum Wohnmobil fallen uns die vielen Wacholdersträucher auf, die voller Beeren hängen.
Gestern Abend und heute Morgen sind wir so zielstrebig an ihnen vorbeigelaufen, dass wir sie nicht gesehen haben.

 

Wacholderbeeren (Juniperus deltoides)

 

Nochmals bewundern wir die kuriosen, geschichteten Felstürme, die zwischen den Bäumen aus dem Boden zu wachsen scheinen.

 

Felstürme bei Kapesovo

 

Auf einer Nebenstrasse geht es weiter durch den Pindos-Aóos Nationalpark Richtung Konitsa.
Die kleinen, abgelegenen Dörfer haben keine Zukunft mehr. Daran wird wohl auch der Betreiber der kleinen Sägerei nichts mehr ändern können, der seine Balken und Bretter entlang der Strasse zum Trocknen gestapelt hat.
Die meisten Häuser stehen leer und die Strasse ist in einem erschreckend schlechten Zustand.
Mal ist eine Strassenhälfte ins Tal gerutscht, mal liegen heruntergekollerte Steine auf der Fahrbahn. Büsche erobern den Asphalt zurück. An einer Stelle warnt eine mit Sand gefüllte Plastiktüte vor einem Bruch in der Fahrbahn.
Hier wird seit Jahren nichts mehr instand gestellt.

 

 

 

 

 

 

Ab Vryssochori wird die Strasse wieder besser. Wir fahren ins Aóos-Tal hinunter.

 

Blick auf das Aóos-Tal

 

Um 15:30 Uhr kaufen wir in Konitsa in einem „Supermarket“ ein. Als wir den Laden betreten, zündet eine Frau in Polizei-Uniform das Licht an. Sie ist auch die Verkäuferin. Als wir den Laden wieder verlassen, löscht sie die Lampen und schliesst ab. Sie hat nicht etwa Feierabend, sondern arbeitet nun als Polizistin weiter.

Über 90 % der Bevölkerung gehören dem griechisch-orthodoxen Glauben an. Am Strassenrand stehen unzählige kleine Kapellen und Bildstöcke.

 

Kleine Kapelle in Konitsa

 

 

In der Kapelle

 

Zum Schlafen fahren wir auf einen Parkplatz direkt bei der Konitsa-Brücke. Hier wird man nicht mehr lange stehen können, denn er wird zu einem Picknickplatz umgebaut.
Die Brücke wird nachts wunderschön beleuchtet.

 

Konitsa-Brücke (1871)

 

Sie wurde 1871 fertiggestellt. Der Informationstafel entnehmen wir, dass die Kosten zu einem grossen Teil von wohlhabenden Bürgern aus Konitsa getragen wurden. Es wird darauf hinwiesen, dass diese sowohl dem christlichen als auch dem muslimischen Glauben angehörten. Damals hätten sich noch alle gemeinsam um das Wohlergehen des Ortes gekümmert.

Die Brücke ist 20 m hoch und hat eine Spannweite von 40 m. Damit ist sie die längste Einbogen-Brücke auf dem gesamten Balkan.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Kastoria

26. November 2017

Am Morgen betrachten wir die imposante Brücke nochmals im Tageslicht, bevor wir weiter fahren.

 

Konitsa-Brücke bei Tag

 

Die Tankstellen in Konitsa sind heute Sonntag geschlossen. Auch auf der weiteren Strecke sieht es gemäss Navi schwierig aus mit Tanken.
Beat fährt im Super-Spar-Modus. Mit den letzten Tropfen Diesel erreichen wir Tsotili. Dort ist die Tankstelle zum Glück geöffnet. Soviel Treibstoff wie heute haben wir noch nie in den Tank füllen lassen. Wir hätten es wohl nicht mehr weit geschafft.

In Kastoria setzen wir uns in ein Café am Orestiáda-See und geniessen die Sonne.

 

Kastoria am Orestiáda-See

 

Ende November im T-Shirt draussen sitzen, das haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Einer der beiden Männer am Nebentisch spricht uns an. Er stammt aus der Region. Seine Familie führt einen Fleischgrosshandel und deswegen ist er immer mal wieder hier. Sonst lebt er in der Nähe von Stuttgart.
Wir plaudern dies und das und als er seine Zeche begleicht, lädt er uns gleich mit ein.
Efcharisto poli!

Später fahren wir auf die Halbinsel, die an die Stadt anschliesst und finden einen sehr hübschen Übernachtungsplatz am See direkt neben dem Kloster Panagia Mavriotissa aus dem 11. Jh.

 

Byzantinisches Kloster Panagia Mavriotissa

 

 

Beim Kloster Panagia Mavriotissa

 

Am Ufer stehen uralte Platanen.

 

Blick von unserem Übernachtungsplatz

 

 

Annette und die Platane

 

Annette wandert noch auf den Prophet-Elias-Berg, während Beat draussen am Wasser die Seele baumeln lässt.

Link zu Annettes Wanderung auf den Prophet Elias Berg: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

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Von San Marino nach Bari

 

Corinaldo

11. November 2017

Wir kommen am späteren Nachmittag in Corinaldo an. Die Stadt stellt Wohnmobilisten kostenlos einen Platz mit Strom, Frischwasser, Entsorgungsstation und WiFi zur Verfügung!
Als Dankeschön sammeln wir herumliegenden Müll ein, wie überall, wo wir gratis stehen können. Zudem kaufen wir in den kleinen Läden des Ortes ein.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Rundwanderung an den Fluss Cesano

12. November 2017

Am Morgen leuchtet Corinaldo in den ersten Sonnenstrahlen kitschig rosa.

 

Corinaldo

 

Die Sonne vertreibt die morgendlichen Wolken, ein strahlender Tag liegt vor uns. Wir spazieren durch das Stadttor Porta Santa Maria del Mercato und befinden uns in einem Vorhof der Stadt.

 

Porta Santa Maria del Mercato

 

 

Vorhof von Corinaldo

 

Nun steigen wir die lange Treppe hoch. Ein alter Ziehbrunnen hat es sich auf einem der Podeste bequem gemacht.

 

Pozzo della Polenta

 

Der Name stammt von einer alten Geschichte, nach der einem durstigen Bauern ein Sack Polenta in den Brunnen gefallen sei.

 

Blick hinunter zum Stadttor

 

Die Altstadt liegt auf einem Hügel und ist vollständig von einer Mauer umgeben. Viele Bewohner stellen Pflanzen in die Gassen und schmücken so ihre Stadt.

 

Rose (Rosa)

 

 

 

 

 

 

 

Blühender Kaktus (Cactaceae )

 

 

 

 

 

 

 

 

Granatapfel (Punica granatum )

 

 

Alpenveilchen (Cyclamen)

 

 

 

Auf den umliegenden Hügeln wird vor allem Ackerbau betrieben.

 

Blick aus Corinaldo

 

Natürlich dürfen auch die Olivenbäume nicht fehlen. Was wäre Italien ohne sie?

 

 

Das schöne Wetter und die anmutige Landschaft locken uns hinaus.
Die nette Dame im Tourismusbüro hat uns eine Broschüre mit verschiedenen Wanderungen ausgehändigt.
Wir beschliessen die Touren drei und vier zusammenzufassen und an den Fluss Cesano zu wandern.
Der Weg führt über Hügel und durch Täler, die Strecke ist recht abwechslungsreich und bietet immer wieder schöne Ausblicke, manchmal sogar bis zur Adria.

 

Corinaldo

 

Die Felder sind abgeerntet und bereits wieder für die neue Saat vorbereitet. Die Laubbäume verlieren ihre bunten Blätter, …

 

 

 

 

… die Kakis hängen orange-rot leuchtend an den kahlen Bäumen, der Herbst ist bereits weit fortgeschritten.

 

Kaki (Diospyros kaki)

 

Nach dreieinhalb Stunden sind wir von dieser wunderschönen Herbstwanderung zurück.

Link zur Rundwanderung an den Fluss Cesano: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Regen in Corinaldo

13./14. November 2017

Dem gestrigen Sonnentag folgen wieder zwei Regentage. Wir verbringen diese vorwiegend in unserem NOBIS und werkeln an neuen Blogbeiträgen herum, schreiben Mails und lesen das eine oder andere Buch.

In einer Regenpause wagen wir uns in die Stadt, um das Casa di Scuretto anzuschauen. Von diesem Haus steht lediglich die Fassade. Eine Tafel an der Mauer erzählt die Geschichte dazu:

Der Sohn des Schuhflickers Gaetano Priori wanderte kurz nach 1900 in die USA aus. Er schickte seinem Vater immer wieder namhafte Beträge, um damit ein Haus in Corinaldo zu bauen.
Der Vater trug das Geld aber schnurstracks ins Wirtshaus.
Eines Tages verlangte der Sohn eine Fotografie des neuen Hauses, damit er sich von den Fortschritten ein Bild machen könne.
Gaetano Priori liess eine Fassade erstellen, mit allen Details eines richtigen Hauses, nicht einmal die Hausnummer fehlte. Er kletterte hinter der Wand auf eine Leiter, schaute durch ein Fenster und liess sich so ablichten. Das Haus sei beinahe fertig, schrieb er dazu, es fehlten nur noch die Fensterläden (ital. scuro).
Das Bild überzeugte den Sohn aber nicht, er stellte die Zahlungen ein.
Die „leere“ Fassade steht noch heute, dahinter befindet sich ein verwilderter Garten.

 

Casa di Scuretto

 

Regen sorgt für Abenteuer!

15. November 2017

Da der Regen an Stärke noch zugenommen hat, fahren wir heute ein Stück südwärts. Wir wollen ja nicht hier in Süditalien verschimmeln, sondern nach Griechenland fahren. 🙂

Die Niederschläge der letzten Wochen sorgen für ein Abenteuer:
Auf dem Weg nach Montelupone geraten wir auf einer „Abkürzung“ auf eine schmale, lehmig-rutschige Strasse. Irgendwann geht es nicht mehr vorwärts. Beim Zurücksetzen schlingert das WoMo und die Räder drehen durch. Wir überlegen schon, ob wir hier übernachten und morgen einen Traktor organisieren müssen, der uns rauszieht.
Durch Annettes tatkräftigen Einsatz beim Schieben und Beats kluge Spurwahl kommen wir jedoch heil aus dem Schlamassel raus, Glück gehabt! Nur Annettes Schuhe sehen aus wie Sau!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Keine Neuigkeiten vom Wetter

16. November 2017

Am Morgen scheint die Sonne, doch die Freude währt nicht lange. Danach sieht die Welt wieder aus, wie früher beim Röhrenfernseher das Bild, wenn der Empfang schlecht war.
Für einen kurzen Morgenspaziergang durch Montelupone reicht es aber noch.

 

Stadtmauer von Montelupone

 

Die Stadt ist hübsch, aber für uns auswechselbar gleich, wie viele, die wir bisher gesehen haben. Viel spektakulärer finden wir zwei Kunstwerke.

Einen Radfahrer, der aus einer Eisenplatte geschnitten wurde, auf die die Räder geschweisst sind, finden wir besonders originell. Das Denkmal ist der „Mauer von Huy“ der brutalen Schlusssteigung der Flandern Rundfahrt in Belgien gewidmet.

 

„Mauer von Huy“ von Constantino Castorio

 

Oder eine Frau im Park, die mit ihren langen Haaren kunstvoll aus einem Metallpfeiler herausgearbeitet worden ist. Diese Werk trägt den Titel „Solidarität“ und wurde zum 40-jährigen Gründungsjubiläum des örtlichen Blutspende-Dienstes aufgestellt.

 

„Solidarität“

 

Wir fahren lieber über Land als auf der Autobahn, da man so meist mehr sieht und jederzeit anhalten kann.
Der Weg auf der SS16 Richtung Süden, der wir schon lange folgen, führt aber oft durch hässliche Gewerbezonen, mitten durch Ortschaften mit stockendem Verkehr und um unzählige Kreisel herum. Bei dem trüben Regenwetter eine deprimierende Angelegenheit.
Wir wechseln deshalb ausnahmsweise auf die Autobahn.

In Lido di Campo Marino stehen wir kurz nach dem Eindunkeln vor der verschlossenen Schranke eines offiziellen Stellplatzes. Wir parken daneben, schlafen ruhig und sparen erst noch einige Euro.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf der Halbinsel Gargano

17. November 2017

Am Morgen schauen wir uns etwas genauer an, wo wir übernachtet haben.

Oh, das ist ja hübsch hier!

 

Lido di Campo Marino

 

Oh, das ist aber hässlich hier!

 

Uferpromenade in Lido di Campo Marino

 

Die Uferpromenade direkt vor dem Stellplatz ist von den Unwettern der letzten Tage gezeichnet. Das Meer hat Steine bis auf die Wiese geworfen, zudem ist der Platz durch Unrat verschandelt.

Überhaupt ist uns aufgefallen, dass auf unserer Route der Adria entlang in Apulien sehr viel Müll herumliegt. Obwohl viele Abfallcontainer zur Verfügung stehen, scheint man Müllsäcke grundsätzlich am Strassenrand zu entsorgen, wo sie dann von Tieren zerfleddert und nach Essbarem durchsucht werden.

Schade!

Vor Lesina auf der Halbinsel Gargano (dem „Sporn“ an Italiens Stiefel) stehen Olivenbäume und Reben im Wasser. Auch sie finden: „Nun hat’s genug geregnet!“

 

 

Und siehe da, der Wettergott scheint die Auffassung zu teilen. Er schiebt die Wolken beiseite und lässt die Sonne scheinen.

In Capojale präsentiert sich der Hafen in der Flussmündung von der freundlichsten Seite.

 

Hafen von Capojale

 

Der Campingplatz mit dem vollmundigen Namen „5 STELLE“ (zu deutsch 5 Sterne) in Isola Varano scheint die beste Zeit bereits hinter sich zu haben.
Oder wurde in die Infrastruktur hinter der Mauer so viel investiert, dass es nicht mehr gereicht hat, um die Anschrift zu sanieren?
Ob die Preise nach wie vor *****-mässig sind oder an die „5 STEL-E“ angepasst wurden … wir finden es nicht heraus, denn der Platz ist zur Zeit geschlossen.

 

 

Wir halten an einem Aussichtspunkt an der Küstenstrasse vor Vieste. Das Dorf Peschici leuchtet im Sonnenlicht.

 

Peschici

 

Leider ist das kleine Fischrestaurant unten am Meer geschlossen. Die Netze sind eingezogen. Nur die Balken und Leinen hängen noch über dem Wasser.
Wer hier fangfrischen Fisch essen will, muss nächstes Jahr kommen.

 

Ristorante il Trabucco

 

Am Torre Pucci weigert sich der Schatten die geraden Linien des Geländers zu übernehmen. Auch er scheint sich zu freuen, dass endlich die Sonne scheint und legt sich übermütig zackig auf die Treppe.

 

Verspielter Schatten am Torre Pucci

 

Bei Vieste geniessen wir den Blick auf den Sandstrand und das ruhige Meer.

 

Vieste

 

Dann fahren wir landeinwärts und finden in einem lichten Wald auf einer Weide einen geeigneten Übernachtungsplatz.
Eine Rinderherde, von Wachhunden begleitet, bimmelt ruhig vorbei.
Wir könnten einen wunderschön friedlichen Abend verbringen, wenn da nicht Annette wäre …

Sie will sich noch kurz die Beine vertreten und zieht los. Irgendwann nimmt sie eine Abkürzung, um von einer Strasse auf die andere zu kommen.
Im Wald findet die Nacht Annette aber früher als Annette die Strasse.
Im Dunkeln rutscht sie ein schlammiges Bachtobel hinunter und quält sich durch dorniges Gebüsch, bis sie endlich, endlich, verdreckt und zerkratzt, auf eine Strasse trifft.
Doch wie weiter? Steht das Wohnmobil nun links … oder doch eher rechts?
Auf dem Navi des Smartphones, das sie mitgenommen hat, ist der Punkt an dem unser NOBIS steht, nicht ersichtlich, denn der ist auf dem anderen Gerät, das im Wohnmobil liegt, gespeichert. 😦
Beat nach den Koordinaten fragen, geht auch nicht, denn hier, am Ende der Welt, gibt es kein Handynetz.

Beat sorgt sich derweil im NOBIS, zählt erst die Viertelstunden, … dann die Minuten …

Zum Glück fährt nach einiger Zeit ein Bauer vorbei, der bei unserer einsamen Frau im dunklen Wald anhält.
Zum Glück spricht Annette gut italienisch und
zum Glück fährt sie der nette, ortskundige Carlo in die richtige der vielen Forststrassen, die ihm Annette mit vagen Angaben beschreibt.
Nach langen zweieinhalb Stunden schliesst sie ein überglücklicher Beat in die Arme.

Ja, selbst ein kleiner Abendspaziergang kann sich zu einem Abenteuer auswachsen!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Mont‘ Sant Angelo

18. November 2017

Wir fahren hinauf nach Mont‘ Sant Angelo.
Erstmals sehen wir im adriatischen Meer eine grosse Fischzuchtanlage. Solche Aquakulturen kennen wir sonst nur aus dem Norden.

 

Fischzucht vor Fanale

 

In Mont‘ Sant Angelo ist es stark bewölkt und es weht ein kalter Wind.

 

Blick von Mont‘ Sant Angelo

 

Das Städtchen ist auf Pilger und Touristen ausgerichtet. Die meisten Wallfahrer sind aber nicht zu Fuss, sondern mit Reisecars angereist, die nun auf dem riesigen Parkplatz stehen.
Wir schlendern durch das Dorf, zum Kastell und zur Kirche mit der „Grotte der Erscheinungen“.

In den vielen Souvenir-Läden wird überall das Gleiche angeboten. Uns stört das nicht, denn wir nehmen unsere Andenken jeweils im Kopf oder in Form von Pixeln auf Speicherkarten mit.

Einige dieser Andenken (aus dem Fundus der Pixel) teilen wir hier gerne mit dir.

 

Eicheln

 

Zugegeben, diese wunderschönen Eicheln haben wir auch physisch ein bisschen herumgetragen, bis wir einen Tisch gefunden haben, auf dem sie schön zur Geltung kommen.
Nun aber die Souvenirs, die wir an ihrem Ort gelassen haben!

 

Seitengasse

 

Und einige Bilder vom Santuario di San Michele Arcangelo.

 

 

 

 

 

 

Der eisige Wind und die Bettler, die durch die vielen Pilger ein gutes Auskommen zu haben scheinen (alle sind wohlgenährt und anständig gekleidet), vertreiben uns wieder aus dem Dorf, das wunderschön oberhalb der Bucht von Manfredonia liegt.
Auf Meereshöhe sind die Temperaturen um einiges moderater.

Um viele Eindrücke reicher verlassen wir die Halbinsel Gargano.

In Margherita di Savoia wird auch heute noch Meersalz gewonnen. Eines der Becken ist am Austrocknen und eine dicke Salzschicht ragt aus dem Wasser.
Bald ist hier Erntezeit.

 

Salzbecken bei Margherita di Savoia

 

Die Salzgewinnung scheint ein lukratives Geschäft zu sein. Oder steht das wohlgepflegte Haus zwischen den Palmen nur zufällig hier?

 

 

In Margherita di Savoia fahren wir auf einen Stellplatz, wo wir gleich zweimal übernachten.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Waschtag

19. November 2017:

Wir nutzen den wunderschön sonnigen Tag, um Wäsche zu waschen. Die Waschmaschine steht in der Küche des Restaurants, das zum Stellplatz gehört. Die Leinen spannen wir kreuz und quer über einen Platz, auf dem Holzpfosten gelagert werden für den nächsten Sommer. Das stört aber die Wäsche nicht. Der Wind trocknet sie im Nu.

Das Unwetter, das Griechenland heimsuchte, ist weitergezogen. Deshalb buchen wir für morgen Abend eine Überfahrt von Bari nach Igoumenitsa.

 

 

In Bari aufs Meer

20. November 2017

Kurz nach Margherita di Savoia hat jemand sein Auto im ersten Stock geparkt. Das ist clever, denn so muss er das Auto nicht abschliessen, ja, kann sogar den Zündschlüssel stecken lassen und es wird trotzdem nicht geklaut!

 

Ungewöhnlicher Parkplatz

 

In Bari fahren wir auf das Gelände am Fährhafen und lassen uns die reservierten Tickets aushändigen.

Doch hoppla! … Haben wir bei der falschen Reederei gebucht? Die Fähre, die mit herabgelassener Brücke auf Autos wartet, scheint uns etwas gar verlottert.

 

Unsere Fähre?

 

Ach nein, dieser Kahn bleibt im Hafen, bis er wieder schwimmtüchtig ist, und wir warten auf eine neuere Version.

 

Hafen von Bari um 17:13 Uhr

 

 

Hafen von Bari um 18:21 Uhr

 

Pünktlich um 19:30 Uhr legen wir ab.
Nun geht’s nach Griechenland, wo wir den Winter verbringen wollen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

San Marino

 

San Marino, ein Staat der Superlative

8. November 2017

Nach dem verregneten Italien begrüsst uns San Marino mit Sonnenschein.
Kurz nach der Grenze lassen wir Faetano rechts oben liegen und fahren direkt in die Città di San Marino.

 

Faetano, San Marino

 

Wikipedia weiss zu berichten:
„San Marino (amtlich Republik San Marino …) ist die älteste bestehende Republik der Welt mit einer Geschichte, die angeblich bis auf das Jahr 301 mit der Gründung durch den heiligen Marinus zurückgeht.
San Marino gehört mit einer Fläche von etwa 60 Quadratkilometern und rund 30.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten der Erde …
Der Staat ist Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), des Europarats und der Lateinischen Union, nicht jedoch der Europäischen Union, besitzt aber dennoch den Euro als Währung. San Marino gehört gemessen am nominalen BIP pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt, hat keine Staatsschulden und eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten der Welt.
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist San Marino der Staat mit der höchsten Lebenserwartung für Männer.“

Wir erkunden die Stadt zu Fuss. Sie ist auf einen Kalksteinfelsen gebaut, der gegen Osten steil abfällt. Drei Festungen thronen hoch über dem Tiefland.
Zuerst steigen wir auf einem schmalen Weg durch den Wald zum Torre Montane hoch. Von hier folgt der Wanderweg dem Grat zum Torre Cesta.

 

Torre Cesta

 

 

Torre Cesta

 

Wanderten wir bisher alleine auf einem schmalen Pfad durch den Wald, ändert sich das nun schlagartig. Zum Torre Guaita führt ein breiter Weg, auf dem heute vorwiegend russische Touristen anzutreffen sind.

 

Torre Guaita

 

 

Torre Guaita

 

Nun haben wir den höchsten Punkt des Monte Titano und damit von San Marino erreicht (739 m ü. M.).

Der Weg hinunter in die Stadt ist kurz und schon bald sind wir beim Regierungspalast.

 

Regierungspalast von San Marino

 

Wie hat es dieser kleine Staat geschafft, sich seine Unabhängigkeit zu bewahren? Die San-Marinesen haben es verstanden sich im richtigen Moment mit den richtigen Partnern zu verbünden. Konsequent haben sie sich aus kriegerischen Auseinandersetzungen herausgehalten. Sie vergrösserten ihr Land nur um Gebiete (Castelli), die sie rechtmässig erworben hatten. Und als Napoleon (ein Bewunderer der Unabhängigkeit diese Kleinstaates) ihnen 1796 einen Zugang zum Meer anbot und ein paar Kanonen und einige Fuhren Getreide zukommen liess, verzichten sie auf die Vergrösserung ihres Territoriums, schickten die Kanonen zurück und nahmen nur das Korn dankend an.

Eine Luftseilbahn verbindet die Stadt San Marino mit Borgo Maggiore.

 

Borgo Maggiore

 

 

Bergstation Città di San Marino

 

Wir schlendern durch die Stadt zurück zu unserem Wohnmobil. Dass San Marino von den Touristen lebt, sieht man auf Schritt und Tritt. Überall werden Souvenirs angeboten und Parfüms und Handtaschen und Uhren und Schmuck und … schau mal da, was ist denn das für ein Geschäft? …

 

Waffengeschäft in San Marino

 

… Waffen aller Art und Grösse werden hier verkauft, wie andernorts Töpferwaren.
Wir finden das etwas gruselig.

Viel lieber erfreuen wir uns an einem kleinen Knaben, der fasziniert eine Taube beobachtet, wohl die erste in seinem jungen Leben.
Neben all den Waffengeschäften erscheint uns diese wie eine Friedenstaube.

 

 

Link zum Spaziergang um und durch die Città di San Marino: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Manchmal schämen wir uns, Schweizer zu sein!

9. – 10. November 2017

Bei schönem Wetter fahren wir durch das hügelige Hinterland des Zwergstaates hinunter nach Cailungo.

 

Hügellandschaft im Zwergstaat

 

 

Città di San Marino auf dem Monte Titano

 

Der Campingplatz in Cailungo ist unser Ziel. Hier wollen wir zwei Tage bleiben.

Die Dame beim Empfang spricht Annette in perfektem Schweizerdeutsch an. Sie stammt aus Holland, ist mit einem Italiener verheiratet und lebte jahrelang in der Schweiz, in Arth-Goldau.
Ihre Kinder sind dort geboren und aufgewachsen und sprechen ebenfalls fliessend Schweizerdeutsch.
In der Schule wurden sie plötzlich ausgegrenzt und gemobbt. Sie wurden als Ausländer, als „Tschinggen“ verspottet. Aus diesem Grund verliess die Familie die Schweiz und zog nach Italien.

Ja, manchmal schämen wir uns, Schweizer zu sein!

Link zur Strecke vom 9. November 2017:

 

 

Zurück nach Italien

11. November 2017

Wir wollen zurück nach Italien fahren, bleiben aber an der Grenze hängen.
Nein, es sind keine Zollbeamten, die uns das Leben schwer machen. Die Grenzbrücke sticht uns ins Auge und veranlasst uns zu einem Stopp.

 

Grenzbrücke in Dogana

 

Leider ist die Treppe auf den Turm abgeschlossen, doch auch so ist dieses Bauwerk sehenswert.
In die Träger, an denen die Brücke aufgehängt ist, sind bunte Gläser eingelassen.

 

Kunstvolle Brückenträger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer hier nach San Marino einreist, wird mit „BENVENUTI NELL‘ ANTICA TERRA DELLA LIBERTÀ“ (Willkommen im antiken Land der Freiheit) begrüsst.

 

 

Die Fahne von San Marino winkt uns im Wind noch lange hinterher.

 

 

Arrivederci, San Marino meraviglioso!

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Norditalien im Regen

 

Übernachtungsplatz finden … nicht immer einfach!

5. November 2017

Nach einer ruhigen Nacht frühstücken wir gemütlich. Der Regen trommelt auf das Dach. Stürmische Niederschläge begleiten uns den ganzen Tag auf dem Weg nach Süden.

 

 

Beim Friedhof in Bosaro finden wir einen geeigneten Übernachtungsplatz. Wir schauen uns trotzdem noch beim Hafen und bei einem Platz direkt am Po bei Raccano um.
Dort können wir aber nirgends über Nacht bleiben.
Deshalb kehren wir zum Friedhof zurück. Dieser soll um 17:00 Uhr geschlossen werden.
Kurz nach fünf Uhr fährt ein kleines, silbergraues Auto auf den Parkplatz an der Strasse, gerade als wir beschliessen nochmals kurz wegzufahren. Das Auto folgt uns ins Dorf.
Annette schlendert durch Bosaro und wieder fällt ihr das kleine, silbergraue Auto auf.
Sie spaziert hinunter zum Kanal. Von dort sieht man zum Friedhof hinüber. Das kleine, silbergraue Auto fährt zügig auf den Parkplatz, wendet sofort wieder und kehrt ins Dorf zurück….

Das scheint uns irgendwie suspekt.

Wir beschliessen, unser Glück woanders zu suchen und finden nach kleiner Irrfahrt einen Platz direkt am Po.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Markt in Polisella

6. November 2017

Schon nach wenigen Minuten fahren wir in Polisella an einem grossen Markt vorbei … Falsch! … Natürlich können wir da nicht vorbeifahren!

 

Markt in Polisella

 

Vor allem die Fischstände haben es Beat angetan. Freudestrahlend kehrt er mit einigen Tintenfischen zum WoMo zurück.

 

Fischstand auf dem Markt

 

 

Fische, Fische, Fische …

 

 

Gemüse, Gemüse, Gemüse …

 

Unterwegs sehen wir direkt neben der Strasse zwei schwarze Schwäne schwimmen.
Vorsichtig schleichen wir aus dem Auto, um die Wasservögel nicht zu erschrecken. Doch diese zeigen überhaupt keine Scheu. Sie steigen sogar aus dem Wasser, um uns von Nahem zu mustern.

 

Trauerschwan (Cygnus atratus) oder Schwarzschwan

 

 

Portrait eines Trauerschwanes

 

Wikipedia weiss dazu:
„Der Trauerschwan (Cygnus atratus) oder Schwarzschwan … ist der einzige fast völlig schwarze Schwan und hat außerdem den längsten Hals aller Schwäne.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Trauerschwans ist Australien, … In Europa kommen ausschließlich ausgesetzte und verwilderte Trauerschwäne vor. …“

Neben diesen imposanten Vögeln gehen die bunten Enten beinahe vergessen. Dabei trägt eine von ihnen eine ungewöhnliche, weisse Augenbinde. Es handelt sich um eine Hybrid-Ente.

 

Stockenten (Anas platyrhynchos)

 

Der Marktbesuch in Polisella hat Einfluss auf unser Abendessen!

Das Menu:
– Feld- und Kopfsalat mimosa
– Marktfrische Tintenfische an Tomatensauce, dazu frische Fettuccine
– Flan Caramel mit Bananenscheiben und Sahne garniert

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Trepponti in Comacchio

7. November 2017

Der Regen kann uns nicht davon abhalten Comacchio, die wichtigste Stadt des Po-Deltas, zu besuchen.

 

Comacchio bei Regen

 

 

Comacchio bei Regen

 

Bekannt ist die Stadt für seine Trepponti, die Brücke über fünf Kanäle, die bereits 1634 gebaut wurde.
Auch wir bestaunen dieses eigenwillige Bauwerk von allen Seiten.

 

Trepponti von vorne

 

 

Trepponti von hinten

 

 

Trepponti von oben

 

 

Trepponti von unten

 

Es gibt aber in Comacchio auch anderes zu sehen. Ein Garagentor mit einem aufgemalten Baum mit bunten Herbstblättern lässt uns kurz den tristen Regentag vergessen.

 

Herbst

 

Einen der Kanäle haben Künstler mit weissen Kugeln und weissen Stangen dekoriert.
„Sfere specchianti“ (Gespiegelte Kugeln) von Ferrante Giovannini und Maurizio Bettini.

 

Comacchio bei Regen

 

 

Comacchio bei Regen

 

Endlich hört der Regen auf. Am Nachmittag zeigen sich sogar erste blaue Flecken am Himmel.

Wir fahren ein Stück dem Valle Fossa di Porto entlang. Der Lagunensee gehört zu den Valli di Comacchio, eine durch Inseln und Dämme reich strukturierte Lagune mit ihren angrenzenden Feuchtgebieten. Die Valli di Comacchio zählen zum UNESCO Welterbe.

Übrigens: Valli kommt in diesem Fall nicht von ital. valle = Tal, sondern von lat. vallum = Schutzwall.
Die Dämme wurden ab dem 16. Jh. für die Fischzucht angelegt.

Am See stehen spezielle Fischereivorrichtungen. Von Hütten, die zum Teil am Ufer, aber auch weit draussen in der Lagune stehen, werden grosse aufgespannte Netze ins Wasser gesenkt. Fische, die darüber schwimmen, können so aus dem Wasser gezogen werden.

 

Fischerhütten am Valle Fossa di Porto

 

 

 

 

 

Am Abend treffen wir uns in Montefiore Conca mit Herumkommer und Frau Rumkommer.
Herumkommers unternehmen jedes Jahr ausgedehnte Reisen mit dem Wohnmobil, die sie auf ihrem Fotoreiseblog dokumentieren.
Ihre wunderschönen Fotos kann man auf www.herumkommer.de bewundern.

Wir verbringen zusammen einen schönen Abend „beim Italiener“ (wo denn sonst?) und unterhalten uns angeregt bei köstlichen Antipasti und Pasta.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf nach San Marino

8. November 2017

Nach einem gemeinsamen Brunch verabschieden wir uns von Herumkommers, die weiter südwärts ziehen.
Als Schweizer, Bewohner eines Kleinstaates, wollen wir den Zwergstaat San Marino besuchen und fahren deshalb nach Nordwesten.

 

Blick von unserem Übernachtungsplatz auf Gemmano

 

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Da steht ja gar nichts über San Marino! 😦

Geduld, Geduld … der Bericht folgt demnächst. 😉

Aber hier schon mal der Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zwischenstopp in der Schweiz

 

Auftanken in der Schweiz

22. Oktober – 30. Oktober 2017

 

 

Nach über fünf Monaten sind wir wieder in der Schweiz angekommen. Die einmalige Reise durch Island klingt immer noch in uns nach.

Hier der Link zum Beitrag über Island:

Wir geniessen das schöne Herbstwetter in Wohlen und besuchen Verwandte, Bekannte und Freunde.

 

 

 

 

 

 

 

Buntes Buchenlaub

 

 

 

 

 

 

 

 

In Wohlen steht mitten im Güpf-Kreisel eine Blume der besonderen Art.

 

„Sonnenblume“

 

Die Aargauer Zeitung weiss zu berichten: „Die Stromproduktion der Sonnenblume deckt locker den Verbrauch eines mittleren Privathaushalts ab. Die Energie wird aber direkt ins Wohler Stromnetz eingeschleust.
Die Blume ist ein kleines technisches Wunderwerk. Computergesteuert entfalten sich die Solarpanels, wenn die Sonne scheint, und schliessen sich automatisch, wenn es dunkel wird oder wenn ein Sturm aufkommt. Das Programm steuert die Blume so, dass sie sich horizontal und vertikal immer nach der Sonne ausrichtet.“

Link zu den Strecken zwischen dem 22. und 29. Oktober 2017:

 

 

Ausflug nach Gerzensee

31. Oktober 2017

Gestern waren wir bei Roli (unserem Reisegefährten in Island) zu Gast. Beat ist stolz darauf, dass er den Bronzemedaillen-Gewinner der Schweizermeisterschaft im Backgammon schlagen konnte. 😉

Heute fahren wir von Biberstein ins Berner Mittelland.
In Gerzensee besuchen wir Heidi und Leo, die ihre Ferien in der alten Sennhütte verbringen, in der heute die „Brauwerkstatt Egghubel“ untergebracht ist. Sie führen uns durch die kleine Brauerei, in der auch Brau-Seminare angeboten werden.
Hier der Link für Bierfreunde: www.egghubel.ch

Wir werden fürstlich bewirtet und spazieren danach zum Aussichtspunkt Chutzen. Die ländliche Gegend ist ein Traum. Aus der Ferne grüssen die verschneiten Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau.

 

 

 

Chutzen

 

Die Schatten werden länger und die Kälte dringt durch die Kleider. Wir wandern in einem Bogen zurück zur Brauerei und werden dort mit leckerem, selbst gebackenem Kuchen verwöhnt.

 

Eiger, Mönch und Jungfrau im Abendlicht

 

Liebe Heidi, lieber Leo, vielen Dank für den wunderschönen Nachmittag!

Link zum Spaziergang zum Chutzen: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur Strecke vom 30./31. Oktober 2017:

 

 

Letzte Vorbereitungen in Wohlen

1. November 2017

Wir sind nochmals nach Wohlen zurückgekehrt, wo wir die letzten Vorbereitungen für unsere Reise nach Italien und Griechenland treffen.

 

 

Südwärts

2. November 2017

Am Morgen verabschieden wir uns von Sandra, Mark und Jan Lukas.
Herzlichen Dank für die schöne Zeit, die wir einmal mehr bei euch erleben durften!

An dieser Stelle auch vielen Dank an Daniela, Gerda, Fritz, Mirjam, Roli, Maya, Felix, Elsbeth, Larissa, Tatjana und Mischa, für die herzlichen Einladungen, die leckeren Speisen und die netten Gespräche.

Die Zeit läuft und läuft. Wir erledigen letzte „Wichtigkeiten“, kaufen noch dies und das ein und schaffen es schlussendlich nicht mehr durch den Gotthard. In Arth holt uns die Dunkelheit ein und wir suchen einen ruhigen Übernachtungsplatz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zu Fuss auf die Rigi

3. November 2017

Zum Einkaufen fahren wir nach Schwyz. Die Sonne scheint und wir beschliessen diesen vielleicht letzten schönen Herbsttag für eine kleine Wanderung an der Rigi zu nutzen.

Wir fahren zurück und treffen erst am Mittag in Kräbel bei der Talstation der Luftseilbahn auf die Rigi Scheidegg ein. Die Bahn ist wegen Revision geschlossen. Wir wollen eh zu Fuss gehen und sind froh, dass wir dieser Versuchung nicht widerstehen müssen.

Ohne konkretes Ziel wandern wir aufwärts, der Sonne entgegen. Schon nach kurzer Zeit werden wir mit dem Blick auf den Lauerzersee und die Mythen belohnt.

 

Lauerzersee mit Mythen

 

Wer uns kennt, weiss, dass wir nur schwer umkehren können, bevor der höchste Punkt erreicht ist.

Nach 1030 Höhenmeter stehen wir auf der Rigi Kulm (1789 m ü.M).
Wir geniessen die prächtige Aussicht und halten uns an die unmissverständliche Aufforderung von hier aus zu fotografieren

 

 

Obwohl es bereits spät ist und, Winterzeit sei Undank, die Nacht früh hereinbrechen wird, verwerfen wir die Idee, mit der Standseilbahn hinunter zu fahren. Stattdessen machen wir uns zu Fuss an den Abstieg.

Am Anfang geht alles recht flott und wir kommen zügig voran.

 

Herbststimmung an der Rigi

 

Doch nach kurzer Dämmerung werden wir von der Nacht eingeholt und es kommt, wie es kommen musste:
Im finstern Wald verpassen wir eine Abzweigung und landen weiter unten auf einem uns unbekannten Parkplatz.
Sollen wir wieder in den Wald hinauf steigen und im Dunkeln den richtigen, schmalen Wanderweg suchen?
Oder auf der Strasse bis ins Tal hinunter wandern und von da den weiten Weg wieder hinauf zu unserem NOBIS?
Wir sind fünfeinhalb Stunden gewandert und über tausend Höhenmeter auf- und wieder abgestiegen.
Wie viele zusätzliche Kilometer warten noch auf uns?

Ein Auto hält an. Ein Ehepaar, das uns unschlüssig herumstehen sah, bietet an, uns ins Tal hinunter zu fahren. Dankbar nehmen wir die Hilfe an.
Wir unterhalten uns angeregt und am Schluss fahren sie uns sogar noch die schmale und steile Strasse zum Kräbel hinauf.
Herzlichen Dank, unbekannte Retter in der Not!

Wir sind hundemüde und bleiben die Nacht über auf dem ruhigen Parkplatz.

Link zur Wanderung auf die Rigi Kulm: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Durch den Gotthard nach Italien

4. November 2017

Die Sonne von gestern hat sich hinter Wolken verborgen. Für morgen ist Schnee bis in tiefe Lagen angesagt.
Wir fahren deshalb noch heute durch den Gotthard nach Italien.
Das Wetter wird immer trüber und unfreundlicher.
Ab drei Uhr nachmittags suchen wir vergebens einen Übernachtungsplatz. Erst in der Dämmerung werden wir im Industriegebiet von Canzo fündig. Kein schöner Platz, aber als „Notschlafstelle“ wird er wohl taugen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Deutschland, Herbst 2017

 

Erholung in Lütjenburg

23. September – 17. Oktober 2017

Nach der intensiven Zeit auf Island sind wir froh, dass wir uns einige Wochen in Lütjenburg erholen können.
Wir nutzen die Zeit für Besuche bei Verwandten und Freunden und zum Erledigen von allerlei Dingen.

Annettes Schwester lädt uns ein zu „Lichtkunst im Schlossgarten“ in Eutin.
Es ist beeindruckend, welche Effekte man mit entsprechender Beleuchtung erzielen kann.
Hier ein kleiner Einblick in das Spektakel:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich fehlen auch diesmal die kleineren und grösseren Wanderungen in und um Lütjenburg nicht.

 

Standesamt Lütjenburg

 

 

Pilze im Wald

 

Herzlichen Dank, Ilona, Volker, Fredrik, Leif und Arvid für die Gastfreundschaft, die wir einmal mehr geniessen durften.

Link zu den Strecken vom 23. September – 17. Oktober 2017:

 

 

Auf Richtung Schweiz

18. Oktober 2017

Heute ziehen wir weiter.
In der Nähe von Hannoversch Münden finden wir einen wunderschönen, herbstlichen Übernachtungsplatz direkt neben dem riesigen Picknickplatz.

 

Übernachtungsplatz am Morgen

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Hannoversch Münden und Reinhardswald

19. Oktober 2017

Hannoversch Münden liegt nahe und wir besuchen die „Drei-Flüsse-Stadt“. Hier vereinen sich die Flüsse Werra und Fulda und fliessen als Weser weiter.

 

Werra bei Hannoversch Münden

 

Die Stadt gilt als eine der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands. Wir schlendern durch den historischen Teil und lassen uns von den alten Häusern beeindrucken.

 

 

 

 

 

Wunderschön sind auch die geschnitzten Gesimse.

 

Hölzernes Gesims

 

Nach einer kleinen Rast in einem der Strassencafés fahren wir in den Reinhardswald.
„Mit über 200 km² Fläche ist der Reinhardswald eine der größten Waldflächen und eines der am wenigsten besiedelten Gebiete Deutschlands …“, weiss Wikipedia zu berichten.

 

Reinhardswald

 

Wir spazieren zu einem Wildbeobachtungsstand. Da wir keine Tiere sehen, ist es eher ein Waldbeobachtungsstand, aber trotzdem schön.

 

Blick aus dem Waldbeobachtungsstand

 

 

 

Am Abend suchen wir einen Übernachtungsplatz. Doch alle Strassen zu den Parkplätzen, die unser Navi anzeigt, sind abgesperrt.
Es wird bereits dunkel, als wir auf dem Forellenhof Herrenau in Völkershain landen. Wir geniessen die leckeren Forellen, die uns die freundliche Wirtin serviert und dürfen auf dem Parkplatz des Restaurants übernachten.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Besuch in Ebrantshausen

20. Oktober 2017

Im Sommer 2015 trafen wir Joachim und seinen Bruder am Fährhafen in Dunkerque. Der Kontakt hat sich in den zwei Jahren erhalten. Heute besuchen wir ihn und seine Frau Helene in Ebrantshausen und werden herzlich empfangen und bewirtet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Weiter schweizwärts

21. Oktober 2017

Nach einem üppigen Frühstück fahren wir weiter Richtung Schweiz.

Herzlichen Dank, Helene und Joachim, für die Gastfreundschaft und die angeregten Gespräche. Wir haben die Zeit mit euch sehr genossen.

In Bösenreutin, kurz vor der österreichischen Grenze, übernachten wir auf einem ruhigen Platz, den wir von einer früheren Reise her kennen.
Lautlos fliegt ein Zeppelin in der Dämmerung über uns hinweg.

 

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von Island nach Dänemark

 

Zwischenstopp in Tórshavn

20. – 22. September 2017

Wir sind auf dem Weg von Island nach Dänemark. Als die Fähre am zweiten Tag zwischen den Färöer-Inseln hindurchfährt, weckt dies Erinnerungen an die wunderbaren drei Wochen, die wir im Frühjahr hier verbracht haben.

Für alle, die diesen Reisebericht nachlesen wollen, hier der Link: unserwegs auf den Färöern

 

Fahrt durch die Färöer

 

Die Fähre legt für ein paar Stunden in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer-Inseln an. Wir nutzen die Zeit, um uns die Altstadt Tinganes anzusehen.

 

 

 

 

Wir schlendern durch die Gassen und nehmen Abschied von unserem Sommer auf den Inseln am Rande Europas, zwischen dem Nordatlantischen Ozean und dem Europäischen Nordmeer.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die alten Holzhäuser sind herausgeputzt und die Sonne gibt ihr Bestes, damit wir uns nochmals so richtig wohlfühlen.

Wir setzen uns am alten Hafen in ein Strassencafé und beobachten Stare, Zugvögel wie wir. 😉

 

Star (Sturnus vulgaris)

 

Die Schatten werden länger und länger, es ist Zeit zu gehen. Wir trinken aus und machen uns auf den Rückweg zur Fähre.

Ein wunderschöner Sommer ist zu Ende!

 

Zeit zu gehen

 

Link zur Strecke Seyðisfjörður (IS) – Torshavn (FO) – Hirtshals (DK) und weiter an die Grenze: Die Fähr-Strecke ist nur schematisch dargestellt.