Vom Rhein an den Mummelsee

 

Fachwerkbauten in Hattenheim und Oestrich-Winkel

17. Mai 2018

Von der Kisselmühle fahren wir durchs Rheingau ins nahe Hattenheim. Das Dorf besticht mit seinen üppig verzierten Fachwerkbauten.

 

Hattenheim

 

 

Hotel Krug in Hattenheim

 

Die Sonne spielt mit den Blumen auf einem Fenstersims und wirft ihre Schatten auf die weisse Hauswand.

 

 

Hast du die zwei Puppen auf der Bank links vom Blumentrog entdeckt? Sie haben sich gut versteckt.
Weniger gut gelingt dies einem Brunnenkönig. Nur schon das Plätschern des Wassers verrät ihn.

 

Brunnenkönig in Hattenheim

 

Wenige Kilometer weiter geizt auch die Weinstadt Oestrich-Winkel nicht mit ihren Reizen.

 

Quartierstrasse in Oestrich-Winkel

 

 

 

In Rüdesheim am Rhein lockt eine Bank zum Verweilen.

 

 

Doch hierher gelangt man nur zu Fuss. Deshalb spazieren wir zurück zu unserem NOBIS und fahren bis Niederwald, wo wir am Rand des Waldes einen ruhigen Platz finden mit Ausblick über die angrenzenden Felder.

 

Vom Übernachtungsplatz in Niederwald

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Vom Niederwald Denkmal zur Loreley

18. Mai 2018

Vom nahen Niederwald Denkmal geniesst man einen wunderschönen Blick über die Rebberge hinunter zum Rhein. Leider hängen die Wolken heute Vormittag noch tief.

 

Blick vom Platz unterhalb des Monuments …

 

 

… über die Rebberge hinunter zum Rhein

 

Eine Fähre quert kurz hinter einem vollbeladenen Lastkahn den Rhein. Sie verbindet Bingen mit Rüdesheim.

 

Fähre Bingen – Rüdesheim

 

Und … ach ja, … beinahe hätten wir es vor lauter Aussicht vergessen. … Das 38 Meter hohe Niederwald Denkmal ist natürlich auch Beachtung verdient.

Die Germania erinnert an die Vereinigung der verschiedenen deutschen Staaten zum deutschen Kaiserreich 1871.

 

Niederwald Denkmal

 

 

Tochter Mosel und Vater Rhein

 

Nun folgen wir auf dem Rhein auf der rechten Seite.
Wie ein Schiff, das rheinaufwärts fährt, steht die Burg Pfalzgrafenstein mitten im Fluss.

 

Burg Pfalzgrafenstein

 

Natürlich ist der berühmte Loreley Felsen einen Abstecher wert.

Sicherlich hat jeder schon mal von der schönen Loreley gehört, die gemäss einer alten Sage auf dem Felsen über dem Rhein sitzt, ein trauriges Lied singend ihr goldenes Haar kämmt und damit die armen Schiffer so verwirrt, dass ihre Boote an den heimtückischen Felsen zerschellen.
Vielleicht kennst du sogar das Gedicht von Heinrich Heine:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lore-Ley getan.

 

Die Loreley betrachtet Annette misstrauisch: „Was treibst du hier, das ist mein Felsen“, sagt sie unausgesprochen und doch unmissverständlich.

 

Loreley von M. Pinton, 1979 und Annette von U. und W. Lehmann, 1966

 

Tief unten fliesst der Rhein ruhig dahin. Er lässt sich von solchen Zickereien nicht aus der Ruhe bringen.

 

Im Informationszentrum lernen wir aber, dass der Name Loreley von lore=lauschen und ley=Felsen. herrührt, also der Felsen, an dem ein starkes Echo auftritt.

Erst 1800 erschuf Clemens Brentano die unglücklich verliebte Jungfrau in einer Ballade.

 

Rhein unterhalb der Loreley

 

In Kamp-Bornhausen lädt ein Platz direkt am Rhein zum Übernachten ein. Diese Einladung schlagen wir nicht aus.

 

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Mittel-Rheintal

19. Mai 2018

Und weiter geht’s dem Rhein entlang.
Von den Hügeln grüssen die Schlösser …

 

Schloss Marksburg

 

… und auf dem Fluss beeindrucken uns die Lastkähne, die bis zu 135 Meter lang, 17 Meter breit und 3,50 Meter hoch sind. Sie sorgen für regen Verkehr auf dem Rhein.

 

Lastkahn vor dem Dorf Spay

 

Vor Koblenz überqueren wir den Rhein und folgen dem Fluss nun aufwärts. Wir wollen ja nicht an die Nordsee, sondern zurück in die Schweiz.

Nun sehen wir den beeindruckenden Felsen der Loreley von unten.

 

Felsen der Loreley

 

Bei Bingen verlassen wir den Rhein und fahren südwärts.

Beim Wildnis-Erlebnis Kurpfalz Park im Pfälzer Wald übernachten wir auf dem riesigen Parkplatz unter frischem Frühlingsgrün.

 

Parkplatz beim Kurpfalz Park

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Mummelsee

20. Mai 2018

Wir fahren auf der Schwarzwaldhochstrasse, eine der ältesten und bekanntesten Ferienstrassen Deutschlands, an den Mummelsee.
Der kleine, runde See ist sagenhafte 18 Meter tief und einer der meistbesuchten Seen in Baden-Württemberg.
Auch wir reihen uns ein in die Menschenmassen, die um den See pilgern und nehmen den knapp einen Kilometer langen Weg unter die Füsse.

 

Mummelsee

 

 

Mummelsee

 

Der Legende nach lebte in dem See eine Nixe, die den Menschen Hilfe gewährte und nachts mit ihnen tanzte, sang und spielte.

 

Ist das die Nixe vom Mummelsee?

 

 

Ach nein, hier sitzt sie ja.

 

Beat möchte sich heute Abend den Eishockey-WM Final Schweiz – Schweden ansehen.
Deshalb fahren wir nach Triberg. Die beiden Campingplätze dort gibt es aber nicht (mehr).
Wir fahren nach Königsfeld auf einen Stellplatz, der WLAN haben soll, sagt unser Stellplatzführer. Mitten in einem heftigen Gewitter kommen wir an und erfahren, dass sie seit einem halben Jahr auf WLAN für den Platz warten.
Nun fahren wir durch St. Georgen und durch Triberg auf der Suche nach einem Restaurant mit WiFi.
Es passt irgendwie alles nicht zusammen.
So muss die Schweizer Eishockey-Nati halt ohne unsere Unterstützung spielen.

Oberhalb von Triberg stellen wir uns für diese Nacht auf einen schönen grossen Platz.

Link zum Spaziergang um den Mummelsee:

Link zur heutigen Strecke:

 

 

(9.) Höchster Wasserfall Deutschlands!

20.Mai 2018

Leider hat die Schweiz gestern Abend den Eishockey-WM-Final gegen Schweden im Penaltyschiessen verloren. Mit unserer Unterstützung hätte sie sicher gewonnen!! Ja, die kleinsten Details können spielentscheidend sein. 😉

Um uns zu trösten, fahren wir wieder hinunter nach Triberg, um uns die „höchsten Wasserfälle Deutschlands“ anzusehen.
Der stolze Eintrittspreis von 5.– Euro pro Person lässt Fantastisches vermuten.
Die Enttäuschung folgt auf dem Fuss. Die angegebene Fallhöhe von 163 Metern stückelt sich aus vielen kleineren Wasserfällen zusammen.
Diese können von breiten Fusswegen aus betrachtet werden.

Unsere Einschätzung: Hübsch, aber keine 5 Euro wert!

 

Triberger Wasserfall

 

 

 

Wikipedia entlarvt dann die Eigenwerbung Tribergs als haltlose Angeberei. Der höchste Wasserfall Deutschlands ist mit 400 Metern Fallhöhe der Röthbachfall. Die Triberger Fälle folgen in der Liste erst an neunter Stelle!

Weniger marktschreierisch liegt der ruhige Bergsee oberhalb des Dorfes. Dabei hätte er eine interessante Geschichte zu erzählen:
Im Winter 1925/26 fanden die Europameisterschaften im Eiskunstlauf in Berlin statt. Kunsteis gab es damals noch nicht. Da es in Berlin nicht kalt genug war, wurden die Wettkämpfe hier ausgetragen.
Auf dem Triberger See haben also einst Europameister getanzt!

 

Triberger Bergsee

 

Einige Triberger haben gleich neben dem See gebaut. Ob sie auf weitere Grossveranstaltungen dieser Art gehofft haben? Ihre Fenster und Balkone wären wohl die besten Zuschauerplätze gewesen.

 

 

Auf dem Weg in die Schweiz fahren wir für eine kurze Pause in Fronschwand an den Waldrand. Hohe Wolken ziehen auf und werfen ihre Schatten auf die Wiesen und Wälder.

 

 

Ja, grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das trifft auch für uns zu … doch mehr davon das nächste Mal. 😉

Link zur heutigen Strecke:

 

 

6 Gedanken zu “Vom Rhein an den Mummelsee

  1. Hallo Ihr beiden,
    na, da hätten wie uns ja fast schon wieder getroffen. Die Ruhe am Wanderparkplatz in Niederwald haben auch wir genossen, nur ein paar Täge später.
    Viele Grüße
    Susanne und Peter

    • Schade, wart ihr nicht schneller … oder wir langsamer.
      Zur Zeit sind wir in Liptovský Mikuláš, in der Slowakei, falls ihr in der Nähe seid, meldet euch bitte. 😉

      Liebe Grüsse
      Beat und Annette

      • Da wir uns in Niederwald und speziell in Githio nur ums Haaresbreite verpasst haben, klappt es vielleicht im Allgäu?
        Wir haben tatsächlich vor durch diese Region zurückzukehren. Es wäre schön euch zu treffen.
        Mitte Juli wollen wir in der Schweiz sein.

        Herzliche Grüsse
        Annette und Beat

      • Nachdem wir dauernd unterwegs sind, werden sich unsere Wege schon noch zur selben Zeit kreuzen. Jetzt brechen wir zu unserer alljährlichen Tour ins Friual auf, das liegt jetzt nicht gerade auf dem Weg in die Schweiz. Habt weiterhin eine schöne Zeit.
        Liebe Grüße
        Susanne und Peter

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