Eis in allen Formen und Farben

 

Vorbei an Gletschern zum Gletschersee Jökulsárlón

31. August 2017

Gegen Mittag lässt der Regen nach und die Wolken lockern langsam auf.
Wir fahren Richtung Jökulsárlón und können kaum glauben, was wir unterwegs sehen. Immer wieder tauchen Gletscherzungen auf, die beinahe auf Meereshöhe hinunter reichen.

 

Skaftafell von ferne

 

 

Skeiðarárjökull

 

Die Strasse führt durch den Skeiðarársandur, eine Schwemmlandschaft aus Kies, Sand und Geröll. Der Sandur bedeckt eine Fläche von 1’000 km².

 

Skeiðarársandur

 

Ein Schild am Strassenrand fordert die Autofahrer auf, die Sicherheitsgurten anzulegen.

 

Skeiðarársandur

 

Beim letzten Vulkanausbruch 1996 des Grímsvötn hätte dies jedoch nicht gereicht.

Die Hitze unter dem Eis verursachte einen Gletscherlauf. Dabei wurden auch riesige Eisbrocken mitgerissen. Die Brückenpfeiler über den Fluss Skeidará wurden von 100 – 200 Tonnen schweren Eisbergen verbogen als ob sie aus dünnem Blech wären.

Zur Erinnerung steht eine Skulptur am neuen Strassenabschnitt.

 

Vom Gletscherlauf verbogene Stahlträger

 

 

Skaftafelljökull

 

 

Skaftafelljökull

 

 

Raue Gletscheroberfläche

 

Am Abend erreichen wir den bekannten Gletschersee Jökulsárlón.
Mit 248 Metern ist er der tiefste See Islands. Er entstand nach der letzten „kleinen Eiszeit“ vom 16. bis 19. Jahrhundert als sich der Gletscher Breiðamerkurjökull wieder zurückzog und dabei hohe Moränen und eine tiefe Lagune hinterliess.
Von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull brechen Eisbrocken ab und schwimmen als Treibeis auf dem See zum Meer.
Die Eisberge weisen die unterschiedlichsten Grössen, Formen und Farben auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seepferdchen?

 

 

 

 

 

 

 

Eisfisch?

 

 

 

 

 

 

 

Auftauchender Pudel?

 

 

 

 

 

 

 

Bei so viel attraktiven Eisblöcken müssen sich die Wolken etwas Besonderes einfallen lassen, um beachtet zu werden.

 

 

Für die Nacht fahren wir auf die andere Seite der Ringstrasse und übernachten direkt am Meer.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Am Jökulsárlón

1. September 2017

Beat ist schon vor 6:00 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, auf den Beinen. Am Strand trifft er andere Frühaufsteher, die ihre Speicherkarten mit diesem Naturereignis füllen.

Kleinere Eisblöcke schwimmen auf dem kurzen Fluss vom Jökulsárlón ins Meer und werden da von der Strömung an den schwarzen Sand geschwemmt.

 

Morgenstimmung mit „Eisfotografen“

 

 

Morgenstimmung mit NOBIS

 

 

 

 

 

Der Fluss von der Gletscherlagune zum Meer ist zwar nur etwa 500 m lang, trägt aber den imposanten Namen Jökulsá á Breiðamerkursandi. Die Strömung kehrt sich abhängig von den Gezeiten bisweilen um, so dass salziges Meereswasser in die Lagune strömt.
Eine einspurige Stahlbrücke führt über den Fluss.

 

 

 

 

Nach dem Frühstück wandern wir ein Stück an der Ostküste des Sees entlang und lassen uns von den natürlichen Eisskulpturen begeistern. Einschlüsse aus schwarzem Lavasand bereichern die „Kunstwerke“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Touristen werden mit Amphibienfahrzeugen bis an den Gletscher gefahren …

 

 

… oder paddeln selber zwischen den Eisbergen hindurch.

 

 

Das eisige Wasser bietet einigen Tieren Lebensraum.
Zwischen den Eisblöcken spielen Seehunde fangen und fühlen sich sichtlich wohl.

 

Fang mich doch …

 

 

… erwischt! …

 

 

… und weg sind sie!

 

Eiderenten wärmen sich an der Sonne …

 

Eiderente (Somateria mollissima)

 

… während eine junge Lachmöwe zum Meer fliegt.

 

Lachmöwe (Larus ridibundus)

 

Selbst ein eisiges Seepferdchen schaut neugierig aus dem Wasser.

 

Seepferdchen?

 

 

Überwasser-Fisch?

 

 

Figur aus Eragon?

 

 

???

 

Am Abend verlassen wir den Jökulsárlón wieder und fahren zum Naturpark Skaftafell. Dort wandert Annette zum Svartifoss und Sjonarnípa-Aussichtspunkt.

In der Nähe von Freysnes scheint ein grosser ruhiger Kiesplatz auf uns gewartet zu haben.

Link zu Annettes Wanderung zum Svartifoss: Da auf “google maps” der Weg fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Dauerregen

2. September 2017

Heute regnet es den ganzen Tag sehr stark. Deshalb fahren wir nochmals zurück zum Jökulsárlón. Annette hat das letzte Mal festgestellt, dass man sich mit ein wenig Fantasie in die WLAN-Netze der Reisebusse einloggen kann.
Am Abend stellen wir uns wieder an den Strand.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Warten

3. September 2017

Der Regen bleibt uns treu. Wir warten heute vergeblich auf eine trockene Phase.
Ein kurzer Spaziergang zur Brücke, wo das Eis ebenfalls warten muss … nicht auf besseres Wetter, aber darauf, dass es so weit geschmolzen ist, dass es nicht mehr am Boden ansteht und ins Meer schwimmen kann.

 

 

 

Eisiges Detail

 

Die Wetterprognosen für den Osten sind weiterhin sehr schlecht, im Süden wäre es etwas besser. Vielleicht fahren wir besser zurück nach Vík í Mýrdal??
Wir beschliessen bis morgen hier zu bleiben, in der Hoffnung, dass sich das Wetter nicht an die Prognose hält.

 

 

Zurück nach Vík í Mýrdal

4. / 5. September 2017

Es regnet immer noch und die Wettervorhersagen sind unverändert schlecht.
Wir verschieben den Besuch der Ostfjorde um einige Tage und fahren stattdessen südwärts, zurück auf den Campingplatz in Vík í Mýrdal, wo wir zwei Tage bleiben.

Binsen in einem kleinen See haben sich damit abgefunden, dass der Sommer vorbei ist und leuchten in herbstlichem Rot.

 

 

Link zur Strecke vom 4. September 2017:

 

 

6 Gedanken zu “Eis in allen Formen und Farben

  1. Da bleibt der Mund offen vor Staunen. Es gibt kaum Worte um die Eindrücke dieser wunderschönen Gegenden und Eisskulpturen zu beschreiben.
    Vielen Dank, dass ihr uns alle an euren Reisen teilhaben lässt.
    Liebe Grüsse und weiterhin viel Freude bei euren Abenteuern.
    Heidi und Armin

    • Die Eisblöcke auf dem Jökulsárlón sind wirklich unglaublich. Für uns war dies einer der absoluten Höhepunkte auf einer an Höhenpunkten kaum zu überbietenden Zeit in Island.

      Liebe Grüsse
      Beat und Annette

      PS: In Kürze folgen weitere Eisbilder. 🙂

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