Hurra!!!

 

Jubiläumsbeitrag

6. Februar 2017

 

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Liebe Leserin, lieber Leser, du bist dabei unseren hundertsten Beitrag zu lesen. Seit bald drei Jahren sind wir auf Achse und dokumentieren unsere Reise auf unserwegs.com. So hat sich Beitrag an Beitrag gereiht und nun ist die Hundert voll.
Zudem füllt sich die Europakarte an unserem NOBIS mit bunten Flecken, die für die bereisten Länder stehen.

 

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Aber nun wieder zum Tagesgeschehen:

Heute wollen wir im Landesinnern wandern und fahren deshalb vom Atlantik an den Stausee von Santa Clara-a-Velha.

Unterwegs wundern wir uns einmal mehr darüber, dass ganze Hügelzüge gerodet, terrassiert und mit Eukalyptusbäumen bepflanzt werden. Diese aus Australien stammenden, schnellwachsenden Bäume werden von der Papierindustrie sehr geschätzt.

Die Monokulturen sind jedoch nicht unproblematisch. Mit ihren tiefen Wurzeln senken die Eukalypten zum Teil den Grundwasserspiegel so ab, dass das Wasser für andere Bäume unerreichbar wird.
Durch die ätherischen Öle im Holz und in den Blättern steigt die Waldbrandgefahr massiv an. Diese Öle, die durch Wurzeln und Laub den Boden „vergiften“, behindern zudem das Wachstum von anderen Pflanzen.

 

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Hier entstehen Eukalyptusplantagen.

 

Bei der Barragem de Santa Clara finden wir einen Platz am Ende der Staumauer, auf dem schon einige Wohnmobile stehen.

Es ist bereits nach 16:00 Uhr. Wir müssen uns sputen, damit wir noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück sind.

Der Rundweg führt zuerst ein Stück dem Stausee entlang und dann über die Hügel hinunter nach Santa Clara-a-Velha.
Etwas ausserhalb des Dorfes kommen wir an einer alten Steinbrücke vorbei, die mitten im Rio Mira endet.
Annette fragt zwei alte Frauen, die hier spazieren, warum nur noch ein Teil der Brücke stehe. Sie wissen es nicht. Sie stehe so da, seit sie sich erinnern mögen.
Eine der Greisinnen erzählt voller Stolz, dass ihre Grossmutter als allerletzte über die Brücke ins Dorf gegangen sei. Als sie wieder zurückkehren wollte, war ein Bogen eingebrochen und sie hätte einen weiten Umweg zurücklegen müssen, um nach Hause zu gelangen.

 

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Ponte de Santa Clara-a-Velha

 

Als wir nach zweieinhalb Stunden zurück bei unserem Wohnmobil sind, dämmert es bereits.

Link zur Rundwanderung von der Barragem de Santa Clara: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Rundwanderung ab Santa Clara

7. Februar 2017

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir hinunter nach Santa Clara-a-Velha. Hier parken wir mitten im Ort, schultern unsere Rucksäcke und ziehen los.

Ausgangs Dorf steht ein neu renoviertes Haus mit einem wunderschönen auf Kacheln gemalten Landschaftsbild.

 

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Azulejos an einem Wohnhaus

 

Auch dieser Weg ist, wie diejenigen, die wir an der Atlantikküste gewandert sind, auf der Wanderkarte „Mapa Rota Vicentina“ (Massstab 1:55’000) eingetragen.
Diesmal führen uns gelb-rote Markierungen über die vorbildlich ausgeschilderte Strecke.

Sogar ein Korkeichen-Bauer, wenn es so etwas überhaupt gibt, hat ein Herz für Wanderer und bei der letzten Ernte das Wegzeichen stehen lassen.
Lediglich ein Eukalyptusbaum scheint uns unsere kritischen Anmerkungen über die Monokulturen seiner Artgenossen nachzutragen. Er schält die Markierung langsam, aber sicher ab.

 

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Wanderwegzeichen an einer Korkeiche

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Ein Eukalyptusbaum schält die Markierung ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch einen kleinen Bach führt eine Furt zu einem Gehöft. Wer zu Fuss unterwegs ist, kann die schmale Brücke daneben benutzen.

 

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Einfache, aber sinnvolle Baute

 

Kurze Zeit später zieht ein Blatt unsere Aufmerksamkeit auf sich. Die Pflanze wächst mitten auf dem Weg und besticht durch ihr pittoreskes Farbmuster.

 

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Aronstab (Arum)

 

Immer wieder staunen wir über die Korkeichen. Diese im Alter mächtigen Bäume scheinen das Abschälen des Korkes problemlos zu verkraften.

 

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Mächtige Korkeiche (Quercus suber L.)

 

 

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Übergang vom Kork zum geschälten Stamm

 

Der Bahnhof von Santa Clara und Sabóia liegt zwischen den beiden Dörfern.

 

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Bahnhof Santa Clara, Sabóia

 

Zwei blaue Azulejos schmücken die Wand des malerischen Stationsgebäudes.

 

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Azulejo von Sabóia

 

 

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Azulejo von Monchique

 

Nach drei Stunden sind wir zurück in Santa Clara-a-Velha. Wir geniessen die warme Dusche im Gemeindehaus. Den Schlüssel zu den sauberen Kabinen erhält man im Büro im ersten Stock für 50 Cents.
Herzlichen Dank für den super Service!

Danach fahren wir zurück auf die Staumauer und übernachten am selben Ort wie gestern, mit Blick über den See.

Hier endet unser 100-ster Blogbeitrag. Er ist etwas kürzer ausgefallen, da wir noch feiern wollen. 😉

Für deine Treue, liebe Leserin, lieber Leser, schenken wir dir einen Rosenstrauss!

 

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DANKE! 🙂

 

Link zur Rundwanderung von Santa Clara-a-Velha aus: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

15 Gedanken zu “Hurra!!!

  1. Liebe Annette u Beat, ihr Weltentdecker
    Herzliche Gratulation zum 100. Bericht, was für eine tolle Leistung mit all euren interessanten Ausführungen und tollen Fotos. Wir wünschen euch weiterhin viel Gfreuts u gute Fahrt. Sonnige Föhngrüsse aus Baar – Heidi u Leo

    • Hallo Heidi und Leo
      Bitte entschuldigt, dass wir erst jetzt antworten, doch wir hatten in den letzten Tagen keine Internetverbindunge gefunden.
      Vielen Dank für die Gratulation. Wir sind noch nicht reisemüde und werden im April über die Schweiz (vielleicht können wir uns da einmal treffen?) weiter nordwärts nach Island fahren.

      Liebe Grüsse
      Beat und Annette

  2. Liebe Annette und Beat
    wir gratulieren euch ganz herzlich! Auf dass noch viel mehr Länder „bunt“ werden…alles Gute und weiterhin viel Spass und Entdeckerlust
    wünschen euch Samuel, Olivier und Birgitta!

  3. Hoi ihr zwei Weltenbummler
    Wir gratulieren ganz herzlich 🌹zum 100 Beitrag!! Noch immer freue ich mich über die spannenden Erlebnisse und ihr nehmt mich beim lesen jedesmal mit auf die Reise, danke.
    Ganz herzliche Grüsse aus der zur Zeit nass-kalten Schweiz 🇨🇭 Ursi und Joachim

    • Danke für die Rose!
      Wir geniessen zur Zeit die gut 20°C und strahlenden Sonnenschein an der Costa del Sol in Spanien. (Oder ist das gemein so etwas in die nass-kalte Schweiz zu schreiben?)

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