Faszinierendes Schottland

 

Old Man of Storr

14. September 2015

Heute zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite und wir fahren ein Stück zurück, um uns den Old Man of Storr anzusehen.

 

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Old Man of Storr

 

Eindrücklich steht diese imposante, 50 Meter hohe Felsspitze da, man glaubt einen Hinkelstein vor sich zu haben, den Obelix hier vergessen hat.
Wir staunen, dass sich der „alte Mann“ noch auf den Beinen halten kann. Er hängt leicht schief und sein Fuss ist gar noch „eingekerbt“.

 

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Fuss des Old Man of Storr

 

 

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Schiefer „alter Mann“ bei seinen spitzen Kollegen

 

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass sich der Greis einen Gorilla hält, dem sogar Haare auf dem Kopf wachsen.

 

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Gorilla des Old Man of Storr

 

Auf unserem Weg nach Kilmaluag treffen wir auf einem Parkplatz Herumkommer und Frau Rumkommer. Sie sind ebenfalls längere Zeit mit einem Wohnmobil in Schottland auf Reisen. Hier der Link zu ihrem Foto-Reiseblog, wo man schöne, professionelle Bilder geniessen kann.

Herumkommer und Frau Rumkommer:

Link zur heutigen Wegstrecke:

Link zur Wanderung um den Old Man of Storr:

 

 

Peinlich!

15. September 2015

In Kilmuir besuchen wir das „Skye Museum of Island Life“. In einer Siedlung mit alten Häusern sieht man, wie hier früher gewohnt und gearbeitet wurde.
Die reetgedeckten Dächer sind mit Drahtgeflechten überzogen und mit grossen Steinen gegen Stürme gesichert.

 

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Freiluft Museum von Skye

 

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Gesichertes Reetdach

 

Link zu „The Skye Museum of Island Life“:

 

Danach geschieht uns etwas Peinliches.
Seit Tagen freuen wir uns darauf ein Bild von einem Ortsschild zu zeigen. Wir haben extra einen Umweg in Kauf genommen und jetzt das … diese Enttäuschung … es gibt keines!
Peinlich!
Das Dorf ist zwar auf unserer Karte verzeichnet, die Häuser stehen auch da in der Landschaft, aber ein Ortsschild fehlt!
Wir schwören es, und auf google.maps kann man es nachlesen, es gibt dieses Dorf mit dem Namen: „Peinlich“.

Janu, wir beerdigen also diese Idee und fahren nach Trumpan, wo wir auf dem Parkplatz des Friedhofs übernachten.

 

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Friedhof von Trumpan

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Von einem älteren und einem ganz alten Turm

16. September 2015

Auf dem Weg sehen wir bei Dunvegan auf der anderen Seite der Bucht einmal mehr ein Haus an traumhafter Lage.

 

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Bei Dunvegan

 

Wir fahren weiter nach Waterstein. Nur mit Mühe finden wir einen Parkplatz. Das scheint hier und heute DER Touristen-Hotspot zu sein.
Auf der Halbinsel steht ein imposanter Fels, der den Leuchtturm verdeckt.

Wir steigen eine lange, breite Treppe hinunter und spazieren auf die Halbinsel hinaus bis zum Lighthouse Neist. Die Gebäude des alten Leuchtturms sind ungepflegt und am Zerfallen. Der Turm selber ist jedoch noch intakt.

 

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Halbinsel Neist vom Parkplatz aus gesehen

 

 

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Leuchtturm Neist aus der Ferne

 

Nun fahren wir wieder ein Stück zurück und dann weiter nach Struan, wo wir über Nacht bleiben werden.
Der Abendspaziergang führt uns zum „Broch“ Dun Beag. Brochs waren vor ca. 2000 Jahren mehrstöckige Wehrtürme, in denen auch gelebt und gearbeitet wurde. Leider sind heute nur noch Ruinen übriggeblieben.

 

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So soll der Broch Dun Beag früher einmal ausgesehen haben.

 

 

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Broch Dun Beag

 

 

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Abendstimmung am Broch Dun Beag

 

Link zur heutigen Strecke:

Link zur Wanderung an den Leuchtturm Neist:

 

 

Zurück nach Munlochy

17. September 2015

Heute verlassen wir die Isle of Skye wieder und fahren bei strömendem Regen zurück nach Osten. Die Shetland-Inseln haben uns so beeindruckt, dass wir befürchten auf den äusseren Hebriden nur enttäuscht zu werden. Deshalb haben wir beschlossen diese nicht zu bereisen.
Auf dem Parkplatz im Wald bei Munlochy fühlen wir uns schon beinahe zu Hause. Hier übernachten wir jetzt bereits zum dritten Mal.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zum Loch Ness … und weiter

18. September 2015

Wir fahren zum berühmten Loch Ness. Ein 37 km langer See eingebettet zwischen Hügeln. Tektonisch gesehen, liegt er auf der Grenze zwischen der amerikanischen und der europäischen Platte. Er ist sehr tief und so kam der Mythos auf, dass hier das Seeungeheuer Nessie wohne. Leider zeigt es sich auch heute nicht.
Die Strasse führt nicht direkt dem See entlang und die Dörfer sind extrem auf Touristen ausgerichtet – nicht ganz unser Geschmack.

 

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Loch Ness

 

Deshalb fahren wir weiter an das Loch Beinn a‘ Mheadhoin (sprich: Loch ben-a-vey-un), das in einem Seitental liegt. Zwar häufen sich auch hier die Parkplätze mit „No overnight parking“-Schildern, doch für unseren kleinen NOBIS findet sich immer irgendwo ein ruhiges Plätzchen.

 

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Loch Beinn a‘ Mheadhoin

 

 

 

 

 

 

 

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Loch Beinn a‘ Mheadhoin

 

 

 

 

 

 

 

Leider gefällt es auch den „midges“ (Moskitos) hier sehr gut, aber wo ist denn schon alles perfekt?

Link zur heutigen Strecke:

 

Natur pur

19. September 2015

Am Morgen liegt leichter Nebel im Tal. Gepaart mit den ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages – schöner kann sich der Herbst gar nicht ankündigen.

 

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Morgennebel am Loch Beinn a‘ Mheadhoin

 

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Wir nutzen den sonnigen Tag und wandern den „River Affric Trail“. Der Weg führt durch den Wald und wir bewundern die vielen Flechten, die an den Bäumen hängen, ein untrügliches Zeichen für saubere Luft.

 

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Die Schauminseln auf dem Bach irritieren uns immer noch. Sie erinnern uns an Abwässer, und in der Schweiz würden wir wohl das Gewässerschutzamt anrufen. Spätere Recherchen ergeben jedoch, dass dies in Bächen, die durch Moore fliessen eine natürliche Erscheinung ist. Während des Abbauprozesses von biologischem Material entsteht Huminsäure. Der Schaum bildet sich, wenn diese Huminsäure im Wasser verwirbelt wird.

 

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Dekorativer Schaum auf dem Moorwasser

 

Dass wir auf dieser Wanderung noch Pfifferlinge, Heidel- und Preiselbeeren finden, steigert unser Hochgefühl weiter.
Aber nicht nur wir freuen uns am Beeren- und Pilzesammeln. Auch die Moskitos haben davon einen Vorteil. So bleiben ihre Opfer jeweils für einige Zeit an Ort und Stelle stehen und können gezielter „angezapft“ werden.
Kurz: Wir entnehmen der Natur nicht einfach nur Früchte, sondern tauschen sie ein gegen unser Blut. 😉

Neben uns ist noch jemand anders an „mushrooms“ interessiert. Eine schwarze Nacktschnecke knabbert gemütlich an einem Pilz.

 

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Wir staunen über das „Gebiss“ dieser schleimigen Kreatur und wie sie zum Fressen ihre „Zähne“ ausfahren kann!

Selbst ein abgebrochener Ast erfreut unser Herz …

 

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… oder eine Raupe auf einem Heidelbeerblatt.
Natur pur.

 

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Junge Brombeerspinnerraupe (Macrothylacia rubi)

 

Zurück beim NOBIS lassen wir uns von den unzähligen Mücken nicht vertreiben und bleiben eine weitere Nacht an diesem schönen Platz.

Link zur Wanderung auf dem „River Affric Trail“:

 

 

6 Gedanken zu “Faszinierendes Schottland

  1. Oh Schottland, schon speziell ! Viele Steine, viele Moore und all die Loch xx….. ! Dazu all die komplizierten Namen, wie spricht man das denn aus ohne die Zunge zu verdrehen? Klar brauchen die viel Scotch! Have a good time ! Freue mich schon auf den nächsten Bericht – bis dann, liebe Grüsse aus dem herbstlichen Ungarn !

    • Die gälischen Namen sind für uns wirklich unverständlich und unaussprechbar. Da muss selbst die sprachgewandte Annette staunen. Ursprünglich wollten wir diesen Sommer England, Schottland, Irland, Wales besuchen. Aber es gab allzuviel zu sehen. Wir müssen Irland und Wales auf später verschieben und England haben wir eigentlich auch nur gequert.
      Du siehst, wir haben noch viel zu tun. 😉
      Liebe Grüsse von unserwegs

  2. Schön und interessant wie üblich. Weiter so, ich warte schon auf den nächsten Beitrag. Bis dahin, Gute Reise und häbät Sorg. Paolo

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