Schottlands Nordwesten

 

 

Orkney-Querung

3. September 2015

Gestern Nacht sind wir kurz vor Mitternacht mit der Fähre in Kirkwall angekommen und zum Schlafen auf den nahen Wideford Hill gefahren.
Heute queren wir die Orkney-Inseln, die wir uns auf der Hinreise angeschaut haben, und fahren mit der Fähre weiter nach Schottland.

 

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Fähre von den Orkney-Inseln nach Schottland

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

LPG-Gas ja, aber …

4. September 2015

Auf Shetland gab es kein Gas zu kaufen und unser LPG-Tank ist beinahe leer und ohne Gas gibt es weder warmes Essen noch Tee oder Kaffee.
Deshalb fahren wir in Watten voller Freude zu einer Tankstelle, die eben diesen begehrten Brennstoff anbietet. Etwas unsicher klauben wir unsere Adapterset hervor, das Anschlüsse in ganz Europa verspricht. Und wirklich, einer scheint für die Zapfstellen im „United Kingdom“ zu passen.
Aber …
Der Anschluss ist zwar richtig, aber das Verbindungsrohr zu kurz und so kann der Tankwart den Zapfhahn nicht anschliessen.
Guter Rat ist teuer.
Der hilfsbereite Mann holt diverse Gummidichtungen, um den Adapter um die knapp zwei Millimeter, die fehlen zu verlängern, doch nichts passt.
Beat sieht bereits den „worst case“, das heisst die Abreise aus Grossbritannien, als Annette die Idee hat, man könnte ja das Gewinde mit Isolierband umwickeln und so die nötige Distanz schaffen.
Der Tankwart hat tatsächlich ein Silikonband, das er um das Gewinde wickelt. Gespannt warten wir, ob das funktionniert.
Und siehe da, der Hahn lässt sich nun anhängen und die Verbindung ist dicht. So kann das Gas mit grossem Druck in unseren Tank strömen. Unsere warme Küche ist gerettet!

Wir fahren nach Thurso, wo wir Cathy, der netten Dame vom „Tourist Information Center“, wie damals Ende Juli versprochen, Rückmeldung geben über unseren Aufenthalt auf den Shetland-Inseln.
Sie war selber noch nie dort, ist sehr interessiert an unseren Erfahrungen und stellt viele Fragen. So tragen wir unser Scherflein zur Qualitätssteigerung des Tourismusbüros bei. 😉

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Strand von Durness und Smoo Cave

5. September 2015

Der Strand von Durness wird auf der einen Seite von roten Felsen begrenzt. Man sieht an ihm sehr schön, wie die Schichtung vertikal verläuft, die Sedimente also einst durch Faltung aufgestellt wurde. Auch der Sand hat hier eine leicht rötliche Farbe.

 

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Felsen am Strand von Durness

 

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Vertikale Schichtung des Felsens

 

Wir sammeln einmal mehr herumliegende Abfälle ein. Ein Strandgut lassen wir jedoch liegen. Eine losgerissene gelbe Boje. An deren blauem Tau hängen einige sehr dekorative Muscheln, die wir noch nie gesehen haben. Vielleicht erfreuen sich ja noch andere an diesem Bijou?

 

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Dekoratives Strandgut

 

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Einige Meilen weiter besichtigen wir die Smoo Cave. Die Höhle entstand ursprünglich durch die Brandung des Meeres und wurde dann durch einen Bach, der sich in den Fels frass, weiter ausgehöhlt. Der Wasser stürzt heute durch ein Loch in die Höhle. Das Rauschen und das Licht, das bei der Kaskade einfällt, verleihen der Grotte eine eigenartige, fast geheimnisvolle Stimmung.

 

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Smoo Cave von aussen

 

 

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Smoo Cave mit Wasserfall

 

Beim Spaziergang zurück entdecken wir einen dekorativen Holzpfosten. Durch die Witterung ist das weichere Holz verfault. Dadurch wurden die kreisförmig angelegten Aststummel dieser ehemaligen Fichte freigelegt. Auf dem Bild sieht man schön, dass diese Äste strahlenförmig auf derselben Höhe aus dem Kern herauswachsen.
Mit diesem kurzen Biologie-Exkurs haben wir den pädagogisch wichtigen Teil unseres Reiseblogs einmal mehr abgedeckt.
Findige LeserInnen merken: nicht nur „Reisen“, sondern auch „unserwegs-Lesen“ bildet! 😉

 

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Studienobjekt: „Wie wachsen Äste am Baum.“

 

In der Nähe von Gualin House fällt uns auf, wie grün diese Gegend ist. Auf den Shetland-Inseln haben die braunen  Farben vorgeherrscht.

 

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Gegend um Gualin House

 

Wir übernachten am Doman Pier. Von hier aus wollen wir morgen zur Sandwood Bay wandern.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Alternatives Regenprogramm

6. September 2015

Da es am Morgen heftig regnet und zum Teil stürmt, beschliessen wir die Wanderung „Wanderung“ sein zu lassen und nach Inverness zu fahren. Dort haben wir in einer Buchhandlung vor gut sechs Wochen das Buch „Brit stops“ bestellt, das Gratis-Stellplätze in ganz Grossbritannien auflistet.

Je weiter wir gegen Osten fahren, desto besser wird das Wetter.

In Bonar Bridge legen wir in einem lauschigen Park eine kleine Pause ein.

 

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Bonar Bridge

 

Von Inverness aus fahren wir ein Stück zurück auf den Waldparkplatz bei Munlochy, wo wir bereits früher einmal übernachtet haben.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Zurück zur Nordküste

7. September 2015

Am Morgen werden wir erstmals seit langem wieder von Vogelgezwischer geweckt. Die Sonne scheint und wir beschliessen zurück an die Nordküste zu fahren.

Immer wieder sind wir beeindruckt von den vielfältigen Landschaften.

 

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Farn, Erika und Bäume, was braucht es mehr?

 

 

 

 

 

 

 

In Lairg entdecken wir eine kleine Insel, auf die jemand ein Häuschen gebaut hat. Sogar an das Windrad für die Energieversorgung wurde gedacht. Ob da wohl Zwerge wohnen?

 

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Mini-Insel mit „Zwergenhaus“ in Lairg

 

 

 

 

 

 

 

 

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Karge Landschaft im Landesinnern

 

Weiter geht unser Weg durch das karge Landesinnere bis nach Ribigill. Von hier aus wollen wir morgen den Ben Loyal besteigen.
Die „midges“, etwa 2 Millimeter grosse Mücken, vertreiben uns aber von dem Parkplatz. Diese winzigen Dinger, die selbst durch unsere Moskitonetze an den Fenstern kriechen, fügen langanhaltende Schmerzen zu, wenn sie uns zur Ader lassen.
Deshalb fahren wir nach Tongue. Hier am Meer gibt es keine Feuchtgebiete und somit auch keine Moskitos.

Ein Vogel setzt sich auf den Rückspiegel und wünscht uns einen guten Appetit.

 

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Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf den Ben Loyal … oder zumindest beinahe!

8. September 2015

Wir stehen bereits um 6:30 Uhr auf, denn, wie wir aus Erfahrung in den Schweizer Alpen wissen: Man sollte möglichst früh zu einer Wanderung in die Berge aufbrechen. Die Wohnmobil-Nachbarin prophezeit uns: „You will have a wunderfull, clear day“.

Auf der Anfahrt lockt uns der Ben Loyal in der Morgensonne, von wenig Restnebel umgeben.

 

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Ben Loyal

 

Wir wandern erst durch ein ausgedehntes Moor, auf einem Weg, der nicht markiert, aber ab und zu zu erahnen ist.

 

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Blick zurück vom Aufstieg zum Ben Loyal

 

Obwohl sich der Himmel mehr und mehr bedeckt und die midges uns als willkommene Opfer betrachten, wandern wir guten Mutes weiter. Auf dem Sattel kurz vor dem Gipfel herrscht dichter Nebel, man sieht keine zehn Meter weiter. Deshalb legen wir eine längere Pause ein. Bei diesen Sichtverhältnissen weiterzugehen, finden wir zu riskant, da es hier in der Nähe einige Felsbänder gibt und der Weg nicht mehr erkennbar ist. So beschliessen wir schweren Herzens, nach dreistündigem Aufstieg, kurz vor dem Gipfel umzukehren.

Nach der Querung von Moor und einem Bach ohne Brücke wandern wir (mit feuchten Füssen) an einem Bauernhaus vorbei, das nicht mehr bewohnt ist. Hatte es den Bewohnern hier auch zu viele Mücken?

 

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Erste Bäume wachsen bereits aus den Schornsteinen

 

Die Bewölkung lockert sich allmählich auf. Wir sind noch keine Stunde zurück in unserem NOBIS, als sich der Ben Loyal wieder wolkenlos in der Sonne präsentiert.
Heute wäre später losmarschieren die richtige Entscheidung gewesen.

Aber was soll´s? Im Nachhinein ist man immer klüger! Wir fahren zurück nach Tongue, wo wir eine ruhige, mückenlose Nacht verbringen.

Link zur heutigen Strecke:

Link zur heutigen Wanderung, beinahe zum Ben Loyal: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Bilder, Bilder, Bilder

9. September 2015

Nach dem Frühstück parkt ein Wohnmobil neben uns. Ein englisches Ehepaar, zum ersten Mal mit ihrem WoMo auf einer längeren Tour unterwegs, sechs Wochen Schottland. Alles sehr gut geplant, sie wissen jetzt schon, auf welchem Campingplatz sie in drei Tagen schlafen werden. Der Mann fragt interessiert nach Möglichkeiten wild zu Campen und hört voller Respekt zu, als wir ihm erzählen, dass wir nur alle 2-3 Wochen auf einem Platz übernachten, damit wir Wäsche waschen können. Wir fühlen uns grandios, die alten Hasen, richtige Experten!

Heute geht es weiter in Richtung der inneren Hebriden. Immer wieder lassen uns ausserordentlich schöne Ecken anhalten.
Mal ist es die Spiegelung in einer windstillen Bucht …

 

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Loch Eriboll

 

 

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Rhapsody in blue

 

… dann wieder die rötlichen Sandbänke, die bei Niedrigwasser aus einem tiefblauen Fjord auftauchen.

 

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Kyle of Dunnes

 

 

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Im Jahre 2000 aufgestellter Stein zur Erinnerung an die Pikten und Wikinger

 

Die schmale Strasse führt ungewohnt steil durch das schottische Hochland. Die 25 % Gefälle hat unser NOBIS wohl zuletzt im Hinterland Albaniens bewältigen müssen. Dort war zudem der Weg unbefestigt.

 

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Die Landschaft ist vielfältig. Heiden wechseln sich ab mit Wäldern, Felder und Seen.
In Drumberg kaufen wir in einem kleinen Tante-Emma-Laden ein. Obst und Gemüse sind in einer angrenzenden Holzhütte untergebracht, da dafür in dem winzigen Ladenlokal kein Platz mehr ist.

Kurz nach Drumberg müssen wir auf einen „Passing Place“ ausweichen, um ein Auto passieren zu lassen. Der weisshaarige Fahrer hält neben uns an, kurbelt das Fenster hinunter und fragt: „Aus welchem Land kommt ihr? Ich kenne euer Nummernschild nicht“.
Wir plaudern ein wenig, Thema: Das ausserordentliche schöne Wetter nach dem verregneten Sommer.

 

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Traumhafte Wohnlage in Drumberg

 

Am Head of Stoer wollen wir uns auf den engen Parkplatz stellen. Die Betreiberin eines kleinen Kioskes kommt gelaufen und meint, wenn wir hier Übernachten wollten, wäre es oben beim Leuchtturm schöner.
Wir fahren die schmale Strasse hinauf und finden tatsächlich einen Platz mit grandioser Sicht auf den Atlantik.
Zum Dank für den Tipp trinken wir bei der netten Frau ein Irn Bru (Ingwer-Erfrischungsgetränk).

 

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Lighthouse am Head of Stoer

 

Danach wandern wir zwei Stunden um den Head of Stoer. Hier steht ein einsamer hoher Felsen im Meer, der „Old Man of Stoer“. Wenn man genau hinguckt, kann man sogar das Gesicht dieses alten Mannes entdecken.

 

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Old Man of Stoer

 

Beat entdeckt zudem weiter Skurriles, die „Not so Old Woman of Stoer“, die einmal mehr auf einen exponierten Gipfel kraxeln musste.

 

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Annette und das Meer

 

Zurück am Leuchtturm fotografiert Beat einige Details am Lighthouse im Abendlicht.

 

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Leuchtturm vom Schlafplatz aus

 

Link zur heutigen Strecke:

Link zur Wanderung am Head of Stoer: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Wasserfall of Kirkaid

10. September 2015

Wir fahren durch eine abwechslungsreiche Hügellandschaft nach Inverkirkaig.

 

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Kurz vor Rhicarn, Richtung Suilven und Cul Mor

 

Dort wandern wir zu den Falls of Kirkaid. Ein schöner Ausflug durch Wälder und über Heideland. Am Ende klettern wir über Felsbrocken hinunter bis ans Becken des Wasserfalls.

 

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Falls of Kirkaig

 

 

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Wanderweg aus der Perspektive der Füsse

 

Zurück auf dem Parkplatz werden wir von zwei älteren Frauen auf schweizerdeutsch angesprochen. Sie machen zusammen mit ihren Ehemännern eine grosse Schottland-Runde. Die Männer haben sie aber „für ein paar Tage auf die Hirschjagd geschickt“.

Dann geht es weiter zum Parkplatz am Loch Lurgainn unterhalb des Stac Pollaidh. Wir blicken hoch zu diesem Berg, den wir morgen umrunden wollen.

 

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Stac Pollaidh

 

Link zur heutigen Strecke:

Link zur Wanderung zu den Falls of Kirkaig: Da auf “google maps” ein Teil des Weges fehlt, haben wir dort eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Um den Stac Pollaidh

11. September 2015

Wir brechen um neun Uhr auf zur Rundwanderung um den Stac Pollaidh. Wir steigen hoch zum Grat des Berges und geniessen die Aussicht. Der schroffe Gipfel und die umliegenden Hügel und Seen zeigen sich im schönsten Licht. Zum ersten Mal seit langem treffen wir auf einen vorbildlich angelegten Wanderweg, sogar das Wasser wird mustergültig abgeleitet.

 

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Blick zurück auf den Loch Lurgainn

 

 

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Blick vom Grat des Stac Pollaidh nach Norden über die wunderschöne Moorlandschaft mit ihren Seen

 

Vor langer langer Zeit ist jemand hier hoch gestiegen und so lange stehen geblieben, bis er versteinerte. Wenn man genau hinguckt, sieht man sogar zwei Gesichter im Profil.

 

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Doppeltes Gesicht am Stac Pollaidh

 

 

 

 

 

 

 

(Kleine Sehhilfe: das eine Gesicht hat eine markante Nase, die am weitesten vorsteht und ein kleineres spitzes Kinn. Im zweiten Profil ist diese „Nase“ die Mütze und das „Kinn“ die Nase. Alles klar?)

Am Ende dieser schönen Wanderung stehen wir beim NOBIS. Es ist Mittag, der Himmel bedeckt sich zunehmend und die Sicht wird immer trüber. Heute hat es sich gelohnt, früh aufzubrechen.

Unterwegs finden wir am Loch Maree, in der Nähe von Talladale einen paradiesischen Übernachtungsplatz direkt am See. Der kleine Spaziergang bringt uns sogar noch eine grosse Heiderotkappe (Pilz), die wir zur Vorspeise, gedünstet auf Toastscheiben, geniessen.

Link zur heutigen Strecke:

Link zur Wanderung um den Stac Pollaidh: Da auf “google maps” der Weg fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Von domestizierten und wilden Tieren

12. September 2015

Nach kurzer Fahrt landen wir auf dem Parkplatz des „Woodland Trail“ vom Beinn Eighe National Nature Reserve.
Wir spazieren auf dem schön angelegten Waldrundgang. Hier stehen einige der „Scottish Pines“, Bäume, die früher einen Grossteil Schottlands bedeckt haben. Heute versucht man die kleinen Flächen die nicht abgeholzt wurden, zu schützen und mancherorts werden gar neue Wälder mit dieser alten, einheimischen Baumart angepflanzt.

 

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Scottish Pines

 

Ein paar Kilometer weiter stehen sie plötzlich neben der Strasse – die bekannten schottischen Hochlandrinder. Sie beeindrucken mit ihren riesigen Hörnern und dem zottigen Fell. Archaische Tiere, die noch aus der Eiszeit zu stammen scheinen.
Obwohl für uns diese Tiere zum schottischen Hochland gehören, wie die Kuckucksuhr zu der Schweiz, haben wir bis jetzt erst wenige Exemplare und nur von ferne gesehen. Der Unterschied zwischen Klischee und Realität ist halt oft grösser als man glaubt. Wer hat denn in der Schweiz noch eine Kuckucksuhr im Haus?
Beat steigt aus dem trockenen und warmen Fahrzeug in den kalten Regen hinaus und knipst eifrig Foto um Foto.

 

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Selbst Kälber tragen bereits markante Hörner

 

 

 

 

 

 

 

Ein Stück weiter hat die Natur in einem Fjord ein Kunstwerk geschaffen. Der rötliche Sand, durchzogen von Wasserläufen, der bräunliche Seetang an der grauen Kiesel-Küste und das dunkelgrüne Farnfeld von einem hellgrünen Grasstreifen eingefasst, dahinter das hellblaue Meer … wir sind begeistert.

 

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Wenn bei Applecross der Meeresspiegel sinkt, zeigen sich sichelförmige Sandbänke.

 

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Strand bei Applecross

 

Nun geht es weg vom Meer auf den Pass Bealach na Bà. Das Wetter ist miserabel und verhindert eine Wanderung. Doch schnell hinaus und einen Blick in die Runde werfen, das liegt drin. Und was sehen wir da? …
Eine Hirschkuh mit ihrem Kalb. Sie sind nicht sehr scheu, schauen aber immer wieder prüfend, ob wir ihnen nicht etwa zu nahe treten. Irgendwann entscheiden sie sich, hinter dem nächsen Hügel zu äsen. Ruhig ziehen sie weiter.

 

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Hirschkuh am Pass Bealach na Bà

 

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Ein letzter Blick zurück

 

Auch wir lassen den Blick schweifen und geniessen die schöne Aussicht.

 

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Blick vom Pass Bealach na Bà

 

Auch am Boden gibt es einige Trouvaillen zu entdecken. Ein Felsstück im Gras zum Beispiel ist zum grössten Teil mit weissen Flechten überwachsen.

 

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Es ist bereits Nachmittag, Zeit also, an einen Übernachtungsplatz zu denken. Da es aber stark windet, immer wieder regnet und zudem sehr kalt ist, bleiben wir trotz der schönen Aussicht nicht hier.
Wir fahren weiter, die kurvige Passstrasse hinunter.

Etwas oberhalb von Auchtertyre bleiben wir auf einem Parkplatz. Hier sind wir etwas windgeschützt und die Temperaturen liegen merklich höher als auf dem Pass. Plötzlich reisst die Wolkendeke etwas auf und die Sonne wünscht uns eine gute Nacht.

 

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Abendstimmung am Übernachtungsplatz oberhalb von Auchtertyre

 

Link zur heutigen Strecke:

Link zum „Woodland Trail“ vom Beinn Eighe National Nature Reserve: Da auf “google maps” der Weg fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

 

 

Isle of Skye

13. September 2015

Wir fahren auf die Isle of Skye, die zu den Inneren Hebryden zählt, und spazieren durch Portree. Am Pier sind die Häuser bunt gestrichen. Dadurch wirkt der schlichte Hafen malerisch.

 

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Hafenviertel von Portree

 

Ein Fischerboot ist vor kurzem mit einer Riesenladung Krebsen angekommen. Nun sortieren die Seeleute diese Tiere nach irgendwelchen, uns nicht ersichtlichen,  Kriterien. Einige Exemplare scheinen den Anforderungen nicht zu genügen und werden ins Meer zurückgeworfen.

 

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Taschenkrebse werden sortiert und in Kisten gelegt

 

Der ältere Teil des Dorfes lädt zum Flanieren ein. Die vielen Cafés und Restaurants sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier viele vom Tourismus leben.

 

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Schmales Gässchen in Portree

 

Auf der Weiterfahrt nach Staffin entdecken wir einmal mehr besondere Schafe. Man verzeihe uns, dass wir schon wieder Fotos dieser Wolltiere zeigen. Aber erstens sind Schafe in Schottland allgegenwärtig und zweitens finden wir diese drei Böcke mit ihren imposanten, gerollten Hörnern einfach sehenswert.

 

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Beat ist mit diesem Bild noch nicht zufrieden … er braucht Details!

 

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In Staffin fahren wir auf den Campingplatz. Dank Waschmaschine und Tumbler bringen wir unsere Wäsche sauber und trocken und dank WiFi unseren letzten Beitrag online.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

4 Gedanken zu “Schottlands Nordwesten

    • Ja, Schottland ist eine Reise wert, auch wenn sie hier das mit dem Wetter nicht optimal geregelt haben. 😉
      Liebe Grüsse Beat und Annette

      PS: Leider hat sich Nessie nicht gezeigt, es war wohl müde von der langen Saison.

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