Wieder unterwegs

 

Endlich weiter

19. Februar 2015

Endlich, 28 Tage nach unsere Panne, ist das letzte Ersatzteil eingetroffen. Wir können unser Wohnmobil um 18:00 Uhr in der Garage abholen.
Es ist bereits dunkel. Wir verzichten auf das Angebot der Hoteliersfamilie nochmals eine Nacht gratis im Hotel zu übernachten, weil wir in der Nähe einen sensationell schönen Aussichtspunkt gefunden haben, wo wir schlafen wollen.
Dort begiessen wir das „Ende unserer Blockade“ mit einem Glas Prosecco unter Sternenhimmel.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Auf zur Madonna del Soccorso

20. Februar 2015

 

Frühstück mit Aussicht

 

Wir haben an der Nebenstrasse eine ruhige Nacht verbracht. Am Morgen diskutieren wir, wie viele Autos in der Nacht vorbeigefahren sind. Wir sind uns einig … es war ein einziges!

 

Übernachtungsplatz oberhalb von San Nicola Arcella

 

Heute wollen wir zuerst nochmals ein Stück Richtung Norden fahren. Auf unseren Ausflügen haben wir immer wieder eine kleine Kirche gesehen, die hinter zwei anderen Bergzügen zuoberst auf einem Berg thronte. Leider konnte uns niemand sagen, was das für eine Kapelle ist, und wie man dorthin gelangt. Erst gestern haben wir herausgefunden, dass es sich um Madonna del Soccorso handelt, die von Trecchina aus erreichbar ist.
Etwas unterhalb des Gipfels ist die Strasse schneebedeckt. Wir parken am Strassenrand und steigen den Rest zu Fuss hoch. Das Wetter ist traumhaft und ebenso die Aussicht.

 

Wallfahrts-Kapelle Madonna del Soccorso auf 1089 m.ü.M.

 

Nach diesem lohnenden Ausflug geht es wieder Richtung Süden.
Wir fahren in den Nationalpark della Sila. Nach vielen Haarnadelkurven, kurz vor dem Pass Crocetta, biegen wir rechts ab und schlafen für einmal mitten im Wald.

 

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Skigebiete in Kalabrien

21. Februar 2015

Heute setzen wir unsere Rundreise durch den Parco Nazionale della Sila fort. Auf dem Weg zum Pass Montescuro werden die Schneemauern am Strassenrand immer höher. Wir sind mit Sommerreifen unterwegs und deshalb froh, dass die Strasse aper ist. Auf dem Pass kehren wir, als ehemalige „Bergbeizer“, in einem schönen Rifuggio ein.
Bald darauf beginnt es aber zu schneien und wir verlassen das Lokal und den Pass fluchtartig.

ValicodiMontescuro (1630 m.ü.M.)

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren an schlittelnden Kindern und an einer Luftseilbahn, die Skifahrer auf den Berg bringt, vorbei ins Tal hinunter.
Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz landen wir nach Silvana Mansio in einem Langlaufzenter.

 

 

 

 

 

 

Zur Zeit ist es trocken, doch der Himmel ist bedeckt und es sieht nach weiteren Niederschlägen aus. Eine Tafel klärt uns auf, dass wir wieder auf 1565 m.ü.M hinaufgefahren sind.
Wegen dem drohenden Schneefall beschliessen wir den Besuch des Nationalparkes Sila zu beenden und ins „Unterland“ zu fahren.
Vor Cerenzia folgen wir einem Wegweiser, der uns nach Acerentia, einem ehemaligen byzantinischen Dorf führt, das auf einem Hügel liegt.
Unterhalb dieser Ausgrabungsstädte befindet sich ein grosser, ruhiger Parkplatz. Hier bleiben wir diese Nacht.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Sturm, Regen und Kultur

22. Februar 2015

In der Nacht beginnt es zu stürmen und es giesst in Strömen. Es prasselt auf unser WoMo, das vom Sturm hin und her geschüttelt wird, so dass wir kaum schlafen können.
Am Morgen liegt der grösste Teil des Parkplatzes unter Wasser und die Strasse gleicht einem Bach.
Das Unwetter tobt weiter. Deshalb bleiben wir hier und verbringen den Tag mit Lesen. Gegen Abend beruhigt sich das Wetter wieder.
Zum Glück haben wir die Kulturstätte gestern besichtigt. Heute im sturmgepeitschten Regen wären wir innert Sekunden nass geworden.

Acerentia war eine byzantinische Siedlung und liegt auf einem karstigen Tafelberg. Die Festung wurde zu Beginn des 9. Jhd. als Verteidigungsstellung gegen das osmanische Reich ausgebaut.

 

 

Ende des 9. Jhd. wurde Acerentia gar Bischofssitz.
Die Kirche war dem heiligen Theodor gewidmet, einem Drachentöter und Märtyrersoldaten aus dem 4. Jhd.

Der Heiliger Theodor mit …

 

 

 

 

 

 

… abgeschlagenen Drachenköpfen

 

 

 

 

 

 

 

Um 1720 bildet sich eine neue Doline (Einsturzkrater) mitten auf dem Dorfplatz.
Das Erdbeben von 1783 richtete grosse Verwüstungen an, neue Dolinen bildeten sich und das Wasser floss ab. Das restliche Wasser versalzte durch Mineralien aus dem Gestein und verursachte Krankheiten.
1860 wurde die Siedlung aufgegeben und die letzten Bewohner zogen nach Paparotto (heute: Cerenzia).

 

 

WiFi in der geöffneten Bar

23. Februar 2015

Heute geht’s nach Crotone.
Nach längerem Suchen finden wir in einer Bar am Meer ein „free WiFi“. Endlich können wir wieder einmal unsere Mails checken und im Internet surfen.
Zum Schlafen fahren wir nach Capo Colonna.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

WiFi vor der geschlossenen Bar

24. Februar 2015

Auf dem Weg zurück nach Crotone fällt uns ein wunderliches Baufragment auf. Wurde hier in kleinerem Rahmen ein Bau begonnen und nicht fertiggestellt?

Wir stoppen und sehen uns das Ganze aus der Nähe an.

Gekachelte Hausecke

Aussichtsbank im offenen Raum

 

 

 

 

 

 

Das Gebilde steht als Kunstwerk in der Landschaft. Leider ist die danebenstehende Infotafel nicht mehr lesbar.
Wir gönnen uns einige Minuten „Sicht aufs Meer durch das Fenster“ von der Ruhebank aus.

In Crotone ist „unsere WiFi-Bar“ leider geschlossen. Wir können trotzdem vom Gehsteig aus eine Internetverbindung aufbauen, aber das Arbeiten ohne Sitzgelegenheit ist unbequem. Zudem weht ein kalter Wind, der uns bald wieder vertreibt.

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz kommen wir nach Le Castella. Dort ist der grosse Parkplatz aber bereits von Fahrenden belegt. Wir bestaunen das ins Meer gebaute Schloss und fahren weiter.

 


Ausserhalb von San Leonardo di Cutro finden wir auf einer Anhöhe, mit Sicht über das Meer, einen ruhigen Platz bei einer Kapelle.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Kein WiFi in der geöffneten Bar

25. Februar 2015

 

Aussicht von unserem Übernachtungsplatz aus

 

Wir beschliessen nochmals nach Crotone zurückzufahren, um dort in der Bar einen weiteren Blogteil online zu stellen.

In Crotone ist „unsre WiFi-Bar“ wieder geöffnet.

ABER …

… wir können keine Internet-Verbindung mehr herstellen – Unser PC hat sich „aufgehängt“. Alles ist blockiert.
Ein Telefonanruf beim Verkäufer unseres PCs in Norddeutschland hilft weiter. Er erklärt Annette, wie sie den PC trotz Blockade herunterfahren und wieder aufstarten kann. Alles scheint bestens.
Wir feiern dies mit zwei der hervorragenden „Cioccolate calde“, die es hier in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt z.B. mit Kokos, Orange-Zimt (Annettes Liebling), Peperoncino (Beats Favorit).

Nun aber los … unser Blogteil soll ja aufgeschaltet werden!
Doch der PC blockiert erneut. Nichts geht mehr.
Annette ruft nochmals beim PC-Spezialisten an, doch nun ist Mittagspause und nur der Beantworter zu hören. Gegen 16:00 Uhr klappt es dann doch noch. Annette deinstalliert zuerst zwei Programme, die die Sperrung ausgelöst haben, danach ist eine ungeschützte Internet-Verbindung wieder möglich. Herr Grell installiert uns nun per Fernwartung das neue Virenschutzprogramm und alles klappt wieder, wie wir uns das wünschen.
Wir sind froh, dass wir unseren PC bei einem Fachhändler gekauft haben und dadurch zu dieser kostenlosen Hilfe kamen.

Für Leser/innen aus Norddeutschland: Wir können diese Firma in Lütjenburg wärmstens empfehlen:

EDV und mehr

Inzwischen ist es dunkel geworden und wir haben für heute genug „PC-Gestürm“ gehabt. Deshalb fahren wir nochmals nach Capo Colonna auf den Platz, den wir bereits von vorgestern kennen.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Fenchel, so weit das Auge reicht

26. Februar 2015

Heute soll unser Blog endlich aktualisiert werden. Wir fahren wieder nach Crotone.
Unterwegs werden wir aber von einer Fenchelernte gebremst. (Oder ist es doch eher unsere Neugier?)

Vier LKWs mit Anhänger, beladen mit grossen Plastikkisten, stehen am Strassenrand.

 

 

Wir werden Zeuge einer Fenchelernte im grösseren Stil.

Der Chauffeur des roten LKWs will wissen, was es da zu fotografieren gebe. Wir erklären ihm, dass wir in der Schweiz derart riesige Fenchelflächen noch nie gesehen hätten.
Stolz erklärt er uns daraufhin, wie die Ernte hier abläuft:

 

Eine Gruppe schneidet den Fenchel und lässt ihn liegen.

 

Eine zweite Gruppe füllt die leeren Plastikkisten.

 

Der Fenchel wird dann von den LKWs ungeputzt und ungerüstet nach Neapel gefahren. Dort wird er verarbeitet und versandbereit verpackt.
Die Rüstabfälle werden wieder in die Kisten geworfen, hierher zurückgefahren und auf den Acker gekippt. Durch diesen Kreislauf bleibt möglichst viel Biomasse auf dem Feld.

Der Traktor links bringt die Rüstabfälle. Er kippt die Behälter auf den Acker. So entstehen die Haufen, die man im Vordergrund sieht.
Der Traktor rechts fährt die vollgeladenen Kisten zu den Lastwagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fenchelernte ist auch für die Wanderschäfer ein Highlight. Mit wenig Aufwand kriegen sie so ihre Schafe satt, die sich an den Abfällen die Bäuche vollschlagen. Auf diesem grossen Feld weiden gleich zwei Herden.

Stolz erklärt uns der Chauffeur, dass der „Finocchio“ von hier so gut sei, dass er nach ganz Europa exportiert werde.
Wie es sich für eine gute Führung gehört, fehlt auch ein „Werbe-Geschenk“ nicht. Er organisiert uns zum Abschied einige Knollen, die er selber sorgfältig, ja liebevoll rüstet und uns mitgibt. So kommen wir in den Genuss von 4 kg frischem, saftigem Fenchel.

Nach diesem spannenden und lehrreichen Intermezzo fahren wir in Crotone in unsere Internetbar und stellen den Blogteil – endlich – doch noch online.

Auf der Weiterfahrt fällt uns ein Gartencenter auf, das mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist.

Hier ein paar Hingucker:

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zur heutigen Strecke:

 

 

 

5 Gedanken zu “Wieder unterwegs

  1. Pingback: Zentralportugal | unserwegs

  2. Kaum fährt das Auto wieder, zickt der PC. Krass. Nun denn, jetzt rollt alles wieder und ich bin froh dafür.
    Und dass ihr gut vorankommt. Oder einfach wohl in eurem Tempo. Gerne reise ich weiter mit.

  3. Wieder viele schöne Fotos und romantische Ausblicke, dazu eine interessante Reisebeschreibung! Danke, nun sind wir up to date und wissen, dass IHR guten Mutes weiter reisen werdet um viel Neues zu erleben. Good luck und viele frohe Stunden wünschen wir euch!

    • Der Süden Italiens ist eine abwechslungsreiche Region und es gibt viele schöne Ecken zu entdecken. Zudem scheint heute (nach einigen regnerischen und kalten Tagen) wieder die Sonne. Wir geniessen das „dolce vita“ in vollen Zügen!
      Wir wünschen euch alles Gute.

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