Vögel wie Sand am Strand

 

Wasser und Sand

14. Juli 2017

Die Wolkendecke hat sich etwas gehoben und wir sehen nun, dass der Wasserfall Dynjandi doch von einem Bach und nicht direkt aus den Wolken gespeist wird. 😉

 

Dynjandi Wasserfall

 

Wie ein Kleid wird der Fall gegen unten immer breiter. Das Wasser fliesst tosend über die verschiedenen Felsvorsprünge.

 

 

Die Sonne hat auch heute keine Lust sich zu zeigen. Es beginnt wieder zu regnen und wir fahren deshalb weiter.
Dank den ergiebigen Regenfällen der letzten Nacht führt auch der Svinafall viel Wasser.

 

Svinafall

 

Die nassen Schotterpisten hinterlassen ihre Spuren auf unserem NOBIS.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir darauf hinweisen, dass nun auch Island auf unserer Europakarte klebt, was auf dem Bild (un-)schwer zu erkennen ist.

 

Unser Europa

 

Der selbe Sand, der unser Wohnmobil so hässlich verunstaltet, zeigt sich am Strand von Rauðsdalur von seiner besten Seite.

 

Rauðsdalur am Barðaströnd

 

 

Sandstrand von Rauðsdalur

 

Über den Pass kurz vor dem Barðastrand wacht seit 1947 ein steinerner Koloss mit Schwert. Die Informationstafel dazu fehlt leider, es steht nur noch der leere Rahmen da.

 

 

Wir lassen uns von ihm nicht aufhalten, denn wir sind auf dem Weg nach Látrabjarg. Diese Steilküste ist ein Paradies für Seevögel, die dort nisten.
Richtig, da werden wieder einige Vogelbilder auf dich zukommen! 😉

Aber erst fahren wir in Skápadalsmúli am ältesten Stahlschiff Islands vorbei. Die „Garðar BA 64“ wurde 1912 in Norwegen gebaut. 1981 ist sie hier auf Grund gelaufen.

 

Ältestes Stahlschiff Islands

 

In Skápadlasa führt die Strasse durch eine Dünenlandschaft. Wir sind überrascht, Dünen haben wir auf Island nicht erwartet. Aber wieso eigentlich nicht? Es gibt ja genügend Sand, Wind und Pionierpflanzen auf der Insel.

 

Dünen in Skápadlasa

 

Es ist bereits 21:00 Uhr, als wir um die Bucht bei Orlygshöfn herum fahren.

 

Bucht bei Orlygshöfn

 

Der Látrabjarg muss bis morgen warten. In Brunnar Látrabjarg stellen wir uns auf den Parkplatz vor dem sehr einfach eingerichteten Zeltplatz, auf dem man kostenlos campieren darf.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Vögel! … wir können nicht anders

15. Juli 2017

Und nun zeigen wir sie, die angedrohten Vögel. Diese gefiederten Freunde, die auf schmalen Felsvorsprüngen nisten und ihren Nachwuchs aufziehen, faszinieren uns sehr.

Allen voran die putzigen Papageientaucher, die eine Mischung aus Pinguin und Clown zu sein scheinen.

 

Papageientaucher (Fratercula arctica)

 

 

 

 

 

 

Dicke Freunde

 

 

 

Die flaumigen Küken der Dreizehenmöwen sind zum Verlieben.

 

Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla)

 

 

 

 

 

 

 

Wie viele Jungvögel an dieser steilen Küste wohl zu Tode stürzen?
Wir sehen einige Vogelpaare, die ohne Nachwuchs auf einem der Vorsprünge sitzen….

 

Steilküste am Látrabjarg

 

 

Felsen am Fusse der Klippe

 

Sogar die Blumen müssen hier schwindelfrei sein und sich mit ihren Wurzeln im Fels festkrallen.

 

Küstenkamille (Tripleurospermum maritimum )

 

Vielleicht beschützt sie der Felsengott, der mit seinem strengen Blick aufs Meer den Sturm zu bannen scheint.

 

Felsengott

 

Die grösste Tordalk-Kolonie der Welt befindet sich am Látrabjarg. Etwa 75% des isländischen Bestandes brüten da.
Grund genug, um einige der „Frackträger“ vorzustellen:

 

Tordalke (Alca torda)

 

 

Tordalke bei der Gefiederpflege

 

 

 

 

 

 

 

Den Tordalken sehr ähnlich sind die Trottellummen, die, wie die Papageientaucher, ebenfalls zur Familie der Alkenvögel zählen.
Alke tauchen nach Fischen und können sich unter Wasser mit Hilfe der Flügel aktiv fortbewegen. Sie „fliegen“ sozusagen subaqual.

Auf unserem Bild wacht eine „Brillen- oder Ringellumme“, während die anderen Trottellummen schlafen. Der dekorative Augenring ist lediglich eine Farbvariante und kein Kennzeichen einer eigenen Art.

 

Trottellummen (Uria aalge)

 

Vielleicht faszinieren uns die gefiederten Freunde so sehr, weil wir ja selber eine Art Zugvögel, sicher aber Wandervögel sind?

Heute müssen wir aber unsere Wanderung am Látrabjarg stark abkürzen, da Annette sich niesend und mit roter Nase den Berg hoch schleppt, nicht ganz so leichtfüssig wie gewohnt.

Deshalb fahren wir zurück über die unwirtliche Hochebene, auf der sich nur Moose und Flechten zwischen den Felsen behaupten können …

 

Rauhe Landschaft am Hafnarfjall

 

… und um das liebliche Flussdelta bei Orlygshöfn.

 

Delta bei Orlygshöfn

 

 

 

Der Abstecher zur Bucht von Rauðisandur (Rotsandbucht) lohnt sich. Erstmals seit ein paar Tagen guckt die Sonne kurz zwischen den Wolken hervor.
Wir können erahnen, wie schön dieser Strand bei Ebbe und Sonnenschein leuchtet.

 

Rauðisandur

 

 

Rauðisandur

 

Vielleicht ist ja morgen besseres Wetter? Optimistisch stellen wir unseren NOBIS für die Nacht etwas oberhalb der Bucht neben die Strasse.

 

 

Link zur Wanderung am Látrabjarg: Da auf “google maps” der Weges fehlt, haben wir eine ungefähre Strecke in die Karte gezeichnet.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Sand am Meer

16. Juli 2017

Das Wetter ist immer noch sch…attig und dazu noch stürmisch. Aber auch so spielt Rauðisandur seine Schönheit aus. Wir fahren deshalb wieder hinunter ans Meer und geniessen die wunderschöne Stimmung.

 

 

 

 

Die hübsche Kirche in Saurbær ist leider geschlossen …

 

Kirche von Saurbær

 

… und das Kafihusit daneben öffnet erst um 12:00 Uhr.
Wir sind entspannt und warten im geheizten Fahrzeug darauf, dass wir die heimische Gastronomie unterstützen dürfen.

Das Warten lohnt sich.
Beat bestellt einen Swiss Mocha (Espresso mit heisser Schokolade), Annette eine heisse Schokolade. Beides wird mit Schlagsahne serviert, beides schmeckt sehr lecker und beides ist (wie alles in Island) sehr teuer.

Nun geht es den einzig möglichen Weg zurück über den Berg und wieder am Osafjörður vorbei. Wozu sind diese Dämme wohl aufgeschüttet worden?

 

Osafjörður

 

Beim Rastplatz Kross gibt es sogar einen Picknicktisch mit Gästebuch. Wir nutzen die zaghafte Wetterbesserung, setzen uns zu Tee, Kaffee und Kuchen an den Holztisch. Als erste Schweizer tragen wir uns in das originelle Buch ein.

 

Picknicktisch mit Gästebuch

 

Da unsere Augen heute auf Meer, Sand und Steine eingestellt sind, hier noch ein weiteres Bild dieser Art.

 

 

Wir sehen im Wasserfall von Austurá die Form einer Birne. Ist das so oder fehlt uns einfach das frische Obst?

 

Wasserfall Austurá

 

Bei Klettur entdecken wir etwas abseits der Route einen ruhigen Platz.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Flucht auf einen Campingplatz

17. Juli 2017

Am Morgen finden wir ganz in der Nähe einen schönen, grossen Birkenpilz.

Nach dem Frühstück fahren wir auf den Campingplatz in Laugar. Langsam haben wir das Regenwetter satt, das uns seit Tagen begleitet (oder eher verfolgt?)!

Da hilft nur gutes Essen.
Zur Aufmunterung bereitet Beat am Abend als Vorspeise einen leckeren Birkenpilz-Speck-Toast zu und Annette kocht Ebly und Blumenkohl an einer Koriander-Kreuzkümmel-Yoghurt-Sauce.

Link zur heutigen Strecke:

 

 

Hot Pot in Laugar

18. Juni 2017

Wir haben keine Lust durch Regen und Sturm zu fahren und bleiben einen weiteren Tag in Laugar, wo wir fleissig an einem weiteren Blogbeitrag arbeiten.

In einer Regenpause wärmen wir uns auf im schnuckeligen Hot Pot, der oberhalb des Campingplatzes liegt.
Hier soll schon die legendäre Guðrún Ósvífursdóttir aus der Laxdæla saga gebadet haben.

 

Hot Pot mit Umkleidehäuschen in Laugar

 

 

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