Graciosa, die Liebliche

 

Quinta Perpétua – Ort der Erholung

8. bis Ende Oktober 2014

Wir haben die Azoren während vieler Jahre immer wieder besucht und lebten knapp zwei Jahre in Ginetes auf der Insel São Miguel.
Damals lernten wir auch Theresa und Peter Mory kennen, für die wir nun bis kurz vor Weihnachten einen „House-Sitting-Job“ auf ihrer „Quinta Perpétua“ übernehmen dürfen.

Link zur Quinta Perpétua:

 

Der richtige Ort für einen erholsamen Urlaub

 

Azoren, … Azoren, … ach ja, Azorenhoch … schon gehört. Aber wo liegen die überhaupt?

So ergeht es wahrscheinlich vielen. Deshalb hier ein kleiner Abriss:
Die Azoren sind ein Archipel bestehend aus drei Inselgruppen und umfassen neun Inseln vulkanischen Ursprungs. Sie gehören als „Autonome Region“ zu Portugal und liegen etwa auf einer Linie zwischen Lissabon und New York, rund 1’600 km vom Festland entfernt im Atlantik.
Die Einwohnerzahl beträgt rund 245’000 Personen. Die grösste Insel São Miguel hat ca. 130’000 Einwohner. Hier auf der zweitkleinsten Insel Graciosa leben knapp 5’000 Menschen.

Wikipedia weiss zu den Azoren folgendes zu berichten: Link zu Wikipedia:

Noch mehr Infos: Link zu azoren-online.com:

Wir leben nun für zweieinhalb Monate hier auf Graciosa (auf Deutsch: die Liebliche), auf der Quinta Perpétua, in Luz (Licht). Luz ist ein ruhiges, verschlafenes Dorf im Süden der Insel. Ein Dorf, das lebt, aber auch Zeichen der Abwanderung zeigt.

Frisch renoviertes Haus an der Hauptstrasse

Verlassene Siedlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Halbstundenschläge der Kirchenglocken erinnern an den grossen Bruder, den Big Ben in London. Zudem ertönt tagsüber zu jeder vollen Stunde ein einmaliges, variantenreiches Glockenspiel. Jeden Mittag und am Sonntag zur Messe erklingt sogar ein komplettes Kirchenlied.

 

Hier steht die Kirche noch im Dorf.

 

Im Herbst werden die Maiskolben an Gestellen zum Trocknen aufgehängt. Sie dienen als Futter für die Hühner, die sich viele Dorfbewohner zur Selbstversorgung halten.

 

 

 

 

 

 

Beat hat das mit der Selbstversorgung auch versucht, doch leider hatten die Fische keine Lust, da mit zuspielen.

 

 

 

 

 

 

Zum Glück sind aber jetzt im Herbst die Araçás (deutsch: Erdbeerguaven) reif und es gab trotzdem etwas zu essen. Araçás (gesprochen: Arasasch) sind 3-4 cm grosse Früchte, die an Büschen wachsen. Es gibt gelbe und rote Sorten.

 

Erdbeerguave (Psidium cattleianum)

 

Die Erdbeerguaven reifen nicht alle zur gleichen Zeit, deshalb kann man über einen längeren Zeitraum immer wieder frische Früchte pflücken.

Zum Essen beisst man die Fliege ab und spuckt sie aus. Die einen verspeisen dann den ganzen Rest der Frucht, andere saugen sie nur aus und verschmähen die Schale.
Die Früchte schmecken nach Walderdbeere, Mandarine und leicht säuerlich, die Schale dagegen auffallend herb und etwas bitter.
Es lässt sich auch feines Gélee daraus kochen.

die „Gelbe“

die „Rote“

 

 

 

 

 

 

Auf den Azoren wachsen auch Philodendronarten, deren Früchte man essen kann. Diese Früchte werden zum Beispiel auf Madeira unter dem Namen „Ananasbananen“ auf den Märkten verkauft. Wir finden, dass sie auch etwas nach Vanille schmeckt.

 

Blüte und Frucht wachsen beim Philodendron („Fensterblatt“) zur gleichen Zeit an ein und derselben Pflanze.

 

Peperoncini sind ebenfalls essbar und zudem sehr dekorativ.

 

Die Temperaturen fallen auch im Winter nie unter 0° C. Deshalb blüht das ganze Jahr hindurch immer etwas, was nicht nur die Menschen, sondern auch die Insekten freut.

Schwebfliege

Wasserhyazinthe am Teich der Quinta Perpétua

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss noch eine Quizfrage:

Wie heisst der höchste Berg Portugals, und wo liegt er?
Vielleicht hilft das Bild unten, das von der Quinta Perpétua aus aufgenommen wurde.

 

 

Richtig! Es ist der Pico, ein 2.351 m hoher, erloschener Vulkan auf der gleichnamigen Azoreninsel.

Auf unserem Bild liegt er hinter der langgezogenen Insel São Jorge.

 

 

7 Gedanken zu “Graciosa, die Liebliche

    • Wenn wir jeweils die Azoren besuchen, fühlen wir uns immer ein wenig wie daheim. Die Welt wird kleiner und fassbarer auf einer dieser kleinen Inseln mitten im grossen Atlantik.

      Alles Gute in Florida
      Beat und Annette

    • Ja, wir staunen selber, was wir in der kurzen Zeit schon alles gesehen und erlebt haben – und (wir trauen uns das kaum zu sagen), wir freuen uns bereits jetzt wieder auf Neues, Unbekanntes.

  1. So oder so ähnlich muss wohl das Paradies sein. Danke, dass wir mit euch einen kleinen Einblick dahin bekommen… :))

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